Flying High

 

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„Beobachte das Schwimmen der Fische im Wasser und du wirst den Flug der Vögel in der Luft begreifen.“ Leonardo da Vinci

Warte mal…

 

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„Als du zur Welt kamst, waren alle froh; ob alle weinen, wenn du wieder gehst, hängt von dir ab.“ – Aus dem Kaukasus

 

🙂   Warte mal!

„Mama hasst mich“

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„Wahrheit ist zumutbar.“ Christina Thürmer-Rohr

Nach einem langen Tag konzentrierter Arbeit habe ich mir gestern den Film „Systembrecher“ angeschaut. Danach hatte ich Albträume. Ich kann trotzdem nur empfehlen, diesen Film anzuschauen. Auch wenn er anstrengend ist, wütend und traurig macht, zweifeln lässt und Ohnmacht und Bedürftigkeit als Folgen traumatischer Gewalterfahrungen spürbar und erlebbar macht. Auf allen Seiten. Was für eine (system)- erschütternde Kraft und Macht diese beiden kapitalen Gefühle haben. Unfassbar. Ein Muss für alle, die mit Kindern arbeiten. Und mit Familien. Finde ich. Er arbeitet. In mir. Mit mir. Der Film. Wahrscheinlich wieder lange.

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Ganz SIMPEL.

Ich hätte den ganzen Film über heulen können, bei jeder Freude, Wut, Verzweiflung, jeder Suche, jedem Verstehen, jeder Verstrickung, jeder Umarmung, jeder Rückversicherung, jeder Liebeserklärung, jeder Zugewandheit, jeder Ablehnung, jedem Unverstädnis,jeder Ein – und auch Absicht, jeder Träne.

Eun wunderbarer Film, die Schauspieler grandios -besonders amüsant: Annette Frier – spielt mal eben `ne Nutte. „Mit Titten, die waren nicht billig.“ Und Monsieur Hase Hase….  wie mich das erinnert! Und das Abhauen, und die Hilfe von den zufälligen Bekannten beim Suchen. Und die gemeinsame Freude beim Wiederfinden. Und das „Beting“   „Hallo Herr Tesus. Sag Mama…..“

Wenn jemand mal wissen möchte, wie sich das anfühlt, einzige(r) direkte(r) Verwandte(r) eines sogenannten geistig behinderten Menschen zu sein, wie arg man sich verrennen und verstricken kann – in sich selbst, in der Liebe, mit anderen – und was für Arschlöcher Väter sein können: Unbedingt anschauen!

 

Die Zuschauer waren offensichtlich vorwiegend Pädagogen, Sozialarbeiter oder Angehörige. DEN Film aber sollten sich auch andere ansehen als die, die beruflich damit zu tun haben.

So liebenswert, so grausam, so heiter, so gefährlich, so grenzwertig, so herzlich.

Have fun!  🙂

Simpel (2017)

 

Noch suche ich nach der Filmmusik.

 

Bank (36) – „Keep busy living or keep busy dying“

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Auch Bänke haben ihre Zeit. Seit in Moskau das Rauchen in Kneipen und Restaurants, auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden verboten ist, lassen sich immer mehr Menschen auf den moskauweit aufgestellten Bänken nieder. Ungestraft möchten sie gern mal ihrem Hobby nachgehen. Die Bank vor unserer Tür hat auch schon gelitten. 🙂

Zigaretten sind auch eine beliebte Währung in dem Film, der bei ImdB die beste Bewertung jemals bekommen hat. „Die Verurteilten“ 1994/„The Shawshank Redemption“. Das Drehbuch verfasst nach Stephen Kings “ Rita Hayworth and Shawshwnk Redemption“.

Ich hatte ihn nie gesehen, obwohl schon die zehn Jahre Kinoabstinenz nach der Geburt meines Sohnes vorbei waren. War mir wohl durchgegangen. Da ich meiner Kinolust in Moskau aufgrund meiner fulminanten Russischkenntnisse nur bedingt nachgehen kann, habe ich ihn mir als Video gegönnt. Ich war hundemüde, und mir nicht sicher, ob ich das durchhalten könnte. Und: Die Müdigkeit war wie weggeblasen. Wirklich spannend, fast philosophisch, Bilder, brillante Regie, grandiose Dialoge – geprägt von Einsichten über brutale, verschlagene, gierige, machthungrige, verzweifelte, schlaue Menschen – natürlich alle „unschuldig“. Aber auch über innere Verbindungen und Verbindlichkeiten.

Ein Satz ist mir nicht aus dem Kopf gegangen:
„These walls are kind of funny. First you hate ‚em, then you get used to ‚em. Enough time passes, gets so you depend on them. That’s institutionalized. They send you here for life, that’s exactly what they take.“ Morgan Freeman als RED

Er beschreibt so wunderbar, wie Menschen abhängig (gemacht) werden, wie sie, mitunter auch sich selbst, institutionalisieren. WOW.

In jeder Art „Gefangenschaft“ kann Mensch sich offenbar einrichten – muss er oder sie aber nicht 🙂
Es bleibe jedem überlassen, für was er oder sie das Bild als Analogie nehmen kann.

„Keep busy living or keep busy dying“
In diesem Sinne….. 🙂

Tierfilmer

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🙂

Die Kinder des Monsieur Mathieu

Vielen Dank an Jarg, der es immer wieder schafft, mich erinnernd an meine eigenen Sammlungen und Regale zu lotsen….. Das genieße ich sehr…

„Song for Marion“ oder „Na, wie geht`s Euch Lieblingsmenschen?“

25.2. 2014  Im letzten Jahr um diese Zeit kam dieser Film in die Kinos. Offensichtlich gab es da auch bei mir Zeiten, in denen meine Stimme nicht so wollte wie ich. 🙂 Gestern ging mir wieder dieser Film durch den Kopf und durchs Herz. Deshalb weise ich gern noch mal drauf hin!

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2013

Da ich eh nicht sprechen konnte… habe ich mich in meinem geliebten Holikino in die Spätnachmittagsvorstellung begeben.

Von dem Film hatte ich schon gehört! War gespannt! Sehr neugierig!

Und wenn er mich auch an „Wie im Himmel“ erinnert hat:

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Eine eigene, liebevolle Geschichte: Über Ehe, Vertrauen, Krebs, Liebe, Väter und Söhne, Respekt, Duchsetzung, Freunde, Musik, Einsamkeiten, Zuversicht..

Englisch, bildstark, vom Spiegel zerrissen, von anderen eher beschrieben als bewertet… aber egal….  mir hat er sehr gefallen.

Ich mag Vanessa Redgrave, Terence Stamp – und ich mag sie in diesen Rollen!

Song for Marion, Großbritannien 2012, 93 Min., FSK ab 0, von Paul Andrew Williams, mit Terence Stamp, Gemma Arterton, Christopher Eccelston, Vanessa Redgrave

Sie nennen das Genre „Dramedy“. Da ist was dran.

„Es ist ein Riss in allen Dingen…

.. so kommt das Licht hinein.“

riss

„There is a crack in everything, that`s how the light gets in.“

„Der Sprung in der Schüssel ist das Einfallstor des Lichtes.“ Ralph Thormählen

https://www.youtube.com/watch?v=S2ZMDQA3IMQ

 

 

Ergänzung:
Gestern habe ich den Film Mr- Morgan`s Last Love gesehen.
Lang, wunderschöne Bilder, starke Dialoge zu den Themen Einsamkweit, Leben, Licht, Veränderung, Söhne, Väter, Liebe, über Güte, Heiterkeit, Vermissen, Wertschätzung, Kompromisse, Ehrlichkeit,Initialzündungen, Interesse…
Fazit: Es ist nie zu spät! Solange die Beteiligten noch leben.
Sehr empfehlenswert!

Oder sollte ich sagen: Pflicht! Vor allem für Väter und Söhne ?

„Niemand hat das Recht zu gehorchen“ – Hannah Arendt

ilovemyjournals

Hannah Arendt:

Inhaltsangabe & Details

FSK ab 6 freigegeben

„Hannah Arendt (Barbara Sukowa) arbeitet als Reporterin für „The New Yorker“. 1961 nimmt sie im Auftrag der Zeitung am Eichmann-Prozess in Jerusalem teil. Die anerkannte Philosophin und Schriftstellerin will anhand des Prozesses den Charakter des verantwortlichen Nazis verstehen. Zu diesem Zweck protokolliert sie akribisch das Verfahren, das weltweit für Aufsehen sorgt. Sie verarbeitet ihre Erfahrungen in mehreren Artikeln. Dadurch entsteht ihr berühmtestes und zugleich umstrittenes Werk „Eichmann in Jerusalem – Ein Bericht von der Banalität des Bösen“, das bei vielen aufgrund ihrer Darstellung des Angeklagten auf ein zwiespältiges Echo stößt. Arendt sieht in Eichmann nicht das große Monster, für das ihn die Menschen halten. Vielmehr sieht sie in ihm einfach nur einen Täter, der seine Befehle bestmöglich ausführen wollte. Ihre Sicht und Erkenntnis hat für die Frau weitreichende Konsequenzen – Freunde lösen sich von ihr und im Alltag erfährt sie Ächtung und Ausgrenzung. Jedoch bleibt sie standhaft, denn sie will verstehen, auch wenn dies heißt, die Gedanken dahin zu führen, wo sie wehtun.“ Quelle http://www.filmstarts.de/kritiken/198292.html

Ich freue mich sehr auf den Film über eine der mutigsten Frauen, von denen ich weiß.

Habe nicht zu hoffen gewagt, dass sich jemand an die Verfilmung traut.

Rezension folgt nach dem Besuch des Films.

 

 

 

 

 

Leadership as its best – „Buck“ – endlich in Deutschland!

Ich selbst hatte das Glück, den Film direkt nach Erscheinen in Amerika zu sehen. Seit 31. Mai 2012 ist die Dokumantation nun auch in Deutschland im Kino. Gönnt Euch diesen Film. Er lehrt Reiter wie Nicht- Reiter viel – auch oder vor allem über unseren Umgang mit Menschen.

Quelle: www.cineman.de

Wer etwas über gewaltfreie „Führung“ im besten Sinne lernen möchte, der möge sich bitte diese Dokumentation anschauen. Genau hinfühlen, welche  Schlüsse BUCK aus seinen eigenen Kindheitserfahrungen zieht. Genau hinhören, WIE er von Menschen und von Pferden spricht. Genau beobachten, welche Wirkung seine Hochachtung und sein Respekt bei den Wesen hat, mit denen arbeitet – egal ob Menschen oder Tiere.

Buck Brannaman sagt: „A horse is a mirror to your soul! Sometimes you might not like what you see…sometimes you will!

„This movie can actually make the world a better place!“ Ray Greene  Box Office Magazine

Und wenn er euch genau so berührt wir mich, dann bleibt einfach nicht aus, die Spiegel in der eigenen Umgebung zu finden.

Hier auch der deutsche Trailer:  cineman.de

„Eigentlich hilft er nicht Menschen mit Pferdeproblemen. Buck Brannaman hilft Pferden mit Menschenproblemen. Denn der berühmte Pferdeflüsterer, der neun Monate im Jahr durch Amerika reist, um sein außergewöhnliches Wissen über das Zusammenspiel von Mensch und Pferd weiterzugeben, ist sich sicher, dass die Probleme seiner vierbeinigen Patienten oft mit deren Besitzern zusammenhängen. Der Film gibt nicht nur einen Einblick in diese Philosophie, sondern auch in die Arbeit und das Leben von Buck Brannaman.“ cineman.de

Credits

USA 2011 — 92 Min.
FSK ab 6 freigegeben

Labels – Another life another me

Heute erreichte mich dieses Bild mit dem Kommentar:

„Ich dachte, das interessiert die Ulla!“ 🙂

Was mich unter dieser URL erwartete, hat mich sehr berührt.

Wenn Ihr Euch die  Zeit nehmen mögt…

Deeply impressed by this documentary: „Labels“

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„Labels“ was produced by the Art Video Studio in the framework of the project „Mobilizing the Disability Community to Speak out for the Rights of Persons with Mental Disabilities,“ implemented by the Russian Disability NGO Perspektiva, with support from the Open Society Institute. Financial support to produce, translate and subtitle the film was also provided by the UN Russia office. „Labels“ premiered in Moscow on October 18 to a crowd of nearly 600 people. It will also be screened in Moscow in November and December, 2011, at two prestigious documentary film festivals.

„Labels“ is a film about people who are on the edge of the Universe — persons with mental disabilities, who are ignored, insulted and even feared by many. Through poetry and the words of family members, viewers are drawn into the rich world of four individuals with disabilities and their families.

Viewers learn about the struggle of these families to enrich the lives of their children who have been rejected by the rest of the community. Most importantly, viewers learn about four individuals and their amazing abilities and desire to belong. Finally, this film presents us with a different way to look at people with mental disabilities that is unbiased and free from stereotypes and labels.

Some feedback after the premiere:
„The film lasted only 20 minutes, but I felt like I had spent a lifetime with its main characters. Films like this can move people to take action.“
„The authors managed to make a film that you want to watch over and over and show your friends, family and, most importantly, children. It’s amazingly optimistic.“
„I was so surprised by this film. There was no pity in it. Those last comments about the meaning of life left such an impression on me. Everyone will learn from and love this film.“

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Ich bin sehr froh, dass mein Sohn hier in Deutschland lebt. Immer wieder! Danke an alle, die daran mitwirken, dass er so eigenständig sein kann.

Tiefer Respekt und höchste Achtung für jeden Beteiligten an diesem Werk.

Bin gespannt auf Eure Reaktionen.

Der Fotograf des Fotos oben weiß auf jeden Fall, wie er mich „treffen“ kann. Danke, Henning!  .-)

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