
Kleine Kratzer


Welcome to my Reality!



Draußen scheint die Sonne durch die Bäume und wirft Schatten auf den pur weißen Schnee. Der Wind pfeift scharf und räumt die Äste frei. Das Squirrel hat inzwischen auf der Suche nach Futter die Balkonbalustrade fast leer gefegt. So viel Schnee dämmt die Geräusche, lässt alles so friedlich aussehen. Ich starre einfach mal für eine Weile Löcher in denselben. Und sollten mir die Augen zufallen, schlafe ich. Einfach so. Mal aus. Vielleicht.
Ich habe ja gedacht, dass ich mich nicht traue, auch innerlich mal die Beine-wenigstens für ein Wochenende – hochzulegen. Doch gestern auf dem Weg hierher bekam ich die Vorabmails für zwei Briefe vom Landschaftsverband Rheinland. Tja, wer hätte das gedacht! Ich bin sehr, sehr dankbar, dass dort AUCH Menschen arbeiten, die sich eindenken, sogar mitfühlen und helfen. Gleich vier an der Zahl. Wie schon gesagt: Sehr dankbar!
Jetzt kann ich ruhig das Wochenende (ver)schlafen.

Richtig gut gegessen haben wir. Überraschend gut hat es mir geschmeckt- all die leckeren Lebensmittel. die vor meiner Nase auf der heißen Platte zubereitet und umgehend serviert wurden. Der anschließende Verdauuungsspaziergang führte über Brücken, unter denen Kois herumschwammen – riesige Fische. Leuchtend, bunt, einmalig.

Wetter gibt es da offensichtlich durchwachsenes – und das oft.

Über viele Brücken ging es hin zum Restaurant und auch zurück. Tatsächlich sah nach dem Teppanyaki alles viel schöner aus. 🙂

Genuß ist wohl sehr bedeutsam. 🙂

🙂
Ich empfehle mitunter den natürlichen Spiegel….
Er ändert das Wetter nicht – aber den Blick auf dasselbe. 🙂
Da war dieser Frauentag. Dieser 8. März. An dem ich auf ein wenig Sonne wartete. Am Nachmittag wenigstens. Grauhimmelbeschäftigung: Gegenüber weht seit fünf Tagen eine Plastiktüte im noch winterlichen Baumwipfel. Immer wieder wollte ich die Kamera in die Hand nehmen und es festhalten. Heute habe ich es mir gegönnt. Fotos aber waren – ob des schillernden Graus – nicht aussagekräftig, befand ich. Ich filmte. Und während ich dem Rhythmus der Tütenbewegung folgte kam mir der Beat der Musik von Arstidir mal wieder in den Sinn.
Um sieben Uhr am Abend dann, die Sonne war wohl schon, noch unter grau, hinter den Häuserreihen verschwunden. Der Himmel war dann wolkenfrei. Und noch leicht blau.
Also: nichts wie vor die Tür. Im Brauhaus gab es dann BUNT: An Frauen, Zigarettenschachteln, Früchten und Getränken. Nicht zu vergessen: Handycover!
Ganz unsicher war ich. Kann ich als Touristin die Stadt nach der Katastrophe überhaupt so erfassen, wie sie sich selbst gern gesehen fühlte? Knappe drei Wochen nach dem Höchststand des letzten Hochwassers wanderte ich also durch die Gassen der Altstadt – bei schönstem Wetter.
Empfangsszenario:
Noch ist das Wasser sichtbar: an den Wänden, in den Gassen – und wohl riechbar in den Räumen der vielen Galerien und Geschäfte der kleinen Altstadt Passaus. Überall ist oder wird auf Durchzug gestellt.
Der Blick senkend war klar: Dem Kopfsteinpflaster und seinen Verzierungen konnte das Wasser nur bedingt etwas anhaben.
Spannend auch, was sich so oberhalb der moosbraunen Ränder zwischen
Straße und Mauern fand.
Ich hoffe, dass die folgende, recht frisch wirkende, künstlerische Drohung das nächste Hochwasser beeindruckt. 🙂
Es gab aber noch eine Alternative:
Tja , bis dahin hat es wohl gestanden, das Wasser.
Wären da nicht überall die Markierungen:
Unvorstellbar.
Tapfere Passauer Altstadt!
Da auch hier die Sonne sich nicht hält, ständig Striche durch Pläne macht, die für trockenes Wetter erstellt wurden, haben wir uns die Leningrad Cowboys und den wunderbaren Film „Leningrad Cowboys go America“ gegönnt.
Ein wunderbares Dokument der beiden Kulturen 🙂
Ob es etwas nutzt, am Himmel anzuklopfen… weiß ich nicht.. aber es macht Freude, ihnen dabei zuzuhören.
Falls das nicht klappt:
Launehebend ebenso die Musik:

Um 8:30 Uhr war noch nicht abzusehen, WIE das Grau des Tages sein könnte.
„Hast Du das Sch…wetter mitgebracht?“ fragt mich heute um 10:00 Uhr die inzwischen einzige deutsche Frau, die ich in Moskau zum Kaffee treffe – wenn ich hier bin. Immerhin war es schon hell.
Und unangenehm ist es, das Grau, das feuchte. Da hat sie recht. Es kriecht so in die Klamotten. Vergleichsweise warm: Minus 3 Grad Celsius. Was im Wetterbericht als „leichter Schneefall “ beschrieben wird, fühlt sich an wie Regen. Fies. Die Straßen sind freigetaut, die Bürgersteige – zumindest hier in der Gegend – belaufbar ohne tückische Eisflächen.
Ganz an mir vorbei gefroren, gerutscht, geschlindert war der City- Weltcup im Parallel-Slalom hier in Moskau – am letzten Dienstag gewann hier Frau Dürr.
Der Kollege hat für das ZDF wortreich beschrieben, wie es sich anfühlt, in dem Sammelsuriumfachgeschäft des „einst prunkvollen Moskauer Messezentrums WWZ“ zu wandeln. 🙂
Ein Bild der schicken Konstruktion für die Rennstrecke mitten in Moskau, findet ihr hier…
Weltcup in Stalins Garten Eden
Ein bisschen geärgert habe ich mich – aber wirklich nur ganz kurz 🙂
Seit Tagen schon klingt eine Erklärung meiner Vaters mir in den Ohren:
„Du kannst Dich nicht selbst entschuldigen. Du kannst um Entschuldigung bitten. Und hoffen, dass man sie dir gewährt!“
Es heißt also: „Entschuldige bitte!“ Oder besser noch: „Verzeihen Sie mir bitte!“
Ich hab keine Lust mehr auf Wulffs, Merkels, Röslers….
Es gibt so viel Schönes – gerade nachmittags zwischen Vier und Fünf…..