
Wunder dieser Zeit
Mein erster Gang durch das Gewühle der Innenstadt Hamburgs hat mich so angestrengt, dass ich schnell wieder nach Hause musste. Nur froh war ich, dass ich mit Bus und Bahn unterwegs war. Mit dem Auto hätte ich nur gestanden: von oben Wasser, das Blaulicht der Polizei- und Notarztwagen hätte sich in den regennassen Fahrbahnen gespiegelt – und mich verrückt gemacht. Mir ist nach still. Und nach wärmenden Gedanken. In der Bahn gab es ein Konzert. Weihnachtslieder. Grrrrr.
Wäre ich heute in Moskau gewesen, dann hätte ich zumindest nicht ein so unkoordiniertes Durcheinander beim „Massen wälzen sich zu Fuß durch die Stadt und die Öffis“ erlebt. Die Menschen dort sind einfach systematischer im Drängeln. 🙂

Ich bin erstaunt, wie dünnhäutig, wie schnell ich auf die Palme…. ähhhhhh… die Tanne zu bringen bin – momentan. Müde nennt „man“ das, glaube ich. „Genervt“ sagte mein Sohn wohl, „schlecht gelaunt“ andere, die mich nicht so gut kennen. Da muss ich schon wieder schmunzeln. Meine kleinen Wunder: Es gibt vereinzelt Menschen, die mir einfach einen Tee kochen, mich unter den Flügel nehmen, mir Schokolade oder/und warme Socken reichen. 🙂
Und dann gibt es da noch andere Klassiker:
Ich wünsche Euch einen wunderfeinen Abend!
Summer in the city
Die Zeit rennt. Kaum bin ich hier angekommen, muss ich gefühlt meine Koffer schon wieder packen. Fast jeden Tag haben wir Menschen getroffen, mit denen wir schöne Sachen unternommen haben. z.B auf der Moskwa mit dem Ausflusdampfer zu fahren – abgelegt am Flussbahnhof im Norden Moskaus. 
Trotz strahlenden Sonnenscheins konnten wir die „Moscow City“ nur durch Dunst erkennen. Ein Schelm , wer da an „Pollution“ denkt. 🙂

Die Sonne hat uns durch all die Tage begleitet: Bei dem Besuch der Mercedes Bar im Turm des Ukraine Hotels ließ sie „Moscow City“ geradezu „spooky“ aussehen.
Wieder auf dem Boden der russischen Metropole angelangt tauchte sie das Hotel und die Moskau City in ein ganz anderes Licht:
Wo auch immer wir waren: Es war relativ ruhig im Vergleich zu anderen Jahreszeiten hier in der Stadt. Die meisten Moskauer sind aufgrund der Ferienzeiten im Ausland oder erholen sich von der Luft und dem Krach in ihrem Wochenend- und Sommerhaus, der Datscha.
Menschen, die ich aus Deutschland kenne, habe ich hier auf Getränke und Spaziergänge getroffen. Alex, der hier zufällig arbeitete. Lena, die mit uns das interkulturelle Training gemacht hat, bevor es uns hierher verschlagen hat. Sie nutzt den Sommer gerne, um in ihrer Heimatstadt zu Sale-Preisen Schuhe und Bücher zu kaufen. „Meine Expats in Moskau!“ lächelte sie stolz, und machte erst einmal ein Foto von uns beim Kaffee in der Schokoladniza.
Mit ihr konnten wir uns dann auch ausgiebig über all die Regulierungen austauschen, die die DUMA sich hat einfallen lassen. Es ist z.B. seit dem 1.Juli 2014 verboten, Damenunterwäsche, die weniger als 6% Baumwolle enthält, zu produzieren und zu verkaufen. Sie erzählte, dass man auch dem beliebten Schuhwerk High Heels, Ballerina und Sportschuh an den Kragen wolle. Alles natürlich unter dem Deckmantel der Gesundheitsfürsorge für die Frauen. Ungesund sei das. Bei meinen Nachforschungen dazu stieß ich u.A. auf: Politiker wollen verhindern, dass die Polizistinnen ihre Uniformen eigenmächtig zu Minirock und weit ausgeschnittener Bluse umarbeiten und sie ggf. auch noch durch High Heels „aufpeppen“. Kopfschüttelnd las ich die Artikel darüber…. mich wohl fragend, was denn wohl tatsächlich dahinter stecken könnte. Ich werde es nie erfahren. Damit kann ich aber leben. Die Menschen mit den Kontakten ins Ausland werden wohl wissen, wo sie Reizwäsche herbekommen. Schließlich haben sie sich auch hier an Plastic Fantastic Victoria Secret gewöhnt 🙂 Männer wie Frauen.
Seit der Rubel im letzten Jahr so gefallen ist, haben sie die Preise für Metro, Lebensmittel, Aeroexpress, Busse und auch für Briefmarken angehoben. Als ich gestern einen Russen fragte, ob er wisse, was inzwischen eine Postkarte ins Ausland koste, hat er laut gelacht. „Wir schreiben Mails und SMS! Wer braucht denn die Post? Das interessiert uns nicht.“
Tja. Das nur zum Thema: Snailmail. Dann werde ich mir wohl mal wieder Zeit mitnehmen müssen, um am Postamt Briefmarken zu erstehen. Denn Zeit kann ich da lassen. Schlangen in Kombi mit äußerst gemächlich arbeitenden Postangestellten sind aufwändig. Mögen die sich schon mal freuen, die in ein paar Wochen mal wieder eine Postkarte von mir in ihrem Briefkasten finden.
Ich hoffe, dass eine von denen auch in Deutschland läuft! 🙂
Die Tut-mir-leid-daran-liegt-mir-nicht-Liste
„Kunst hört genau dann auf, wenn sie sich industrialisiert. Wenn Sie nur noch Erfüllungsgehilfe ist. Wenn sie keine Meinung, keine Seele, kein Herz mehr hat. Wenn sie schnell gefallen will, wenn sie willfährig ist, wenn es sie aufgeilt verkauft zu werden, statt entdeckt.
Und an alle anderen die schreiben: „Lasst Euch nicht einreden, wie man schreiben muss! Wenn ihr an Eurem Erfolg zweifelt, dann überlegt gewissenhaft, ob ihr die Zeit beim Schreiben nicht vergeudet für Wichtigeres: eure Familie, eure Freunde, eure Aufgabe. Wenn ihr aber sicher seid, dann laßt euch nichts einreden!“
Die Tut-mir-leid-daran-liegt-mir-nicht-Liste.
Danke an Literaturfrey!!!
Auf den Punkt…

Bei Vorbildern ist es unwichtig, ob es sich dabei um einen großen toten Dichter, um Mahatma Gandhi oder um Onkel Fritz aus Braunschweig handelt, wenn es nur ein Mensch ist, der im gegebenen Augenblick ohne Wimpernzucken gesagt oder getan hat, wovor wir zögern.
Gerne doch…

Zeit, die wir uns nehmen, ist die Zeit, die uns was gibt.
Ernst Ferstl
Friede, Freude, …
Merk – würdig!

„Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird.“
Ernest Hemingway
Ernest Hemingway, Schriftsteller
* 21. 07. 1899 – Oak Park, Illinois
† 02. 07. 1961 – Ketchum, Idaho
Quelle: Zitate-Online.de
Willkommen bei „SO ISSES“!
Gestern erst las ich folgenden Text.

Er blieb mir im Kopf und war sofort wieder da, als heute Hans Georg Nelles das Interview mit Soziologe Hans-Peter Blossfeld postete. Der leitet die größte sozialwissenschaftliche Studie der Welt, das Nationale Bildungspanel, bei dem seit fünf Jahren rund 100.000 Männer und Frauen untersucht werden. Im Interview mit der Zeit erläutert er erste Ergebnisse:
Das erstmal erschüttert bei Facebook geteilt, wandte ich mich wieder dem Tagesgeschäft zu. Auf der Website des geschätzten Musikers Dylan Vaughn fand ich dann den Musiktitel: Mein Papa hat keine Zeit. (Words and Music by Dylan Vaughn and Martin Burns).
Was blieb da Anderes, als es dann doch zusammen in einen Blogbeitrag zu packen?
NIX 🙂
Jetzt denkt es mich…
Bis heute bin ich froh, mich auf verschiedenen Mädchengymnasien auf das Abitur vrobereitet zu haben. ( Mir reichten die Brüder zuhause und die Jungs im Jugendzentrum und beim Sport.)
Schon damals erschien mir das Schulsystem ein Problem. Wenn das heutige jedoch die Lösung sein soll – dann hätte ich gern das alte Problem zurück.
Die Frauen streiten sich, die Männer schauen zu. Frauen entwickeln sich, die Männer machen nichts – außer einfach weiter.
Ganz provokant ( vielleicht auch realistisch) und aus Erfahung sage ich: Kinder sollte eine Frau -auch heute noch- nur bekommen, wenn sie sich zutraut, alle anfallenden Arbeiten selbst zu erledigen.
All die Streitereien geben lediglich Politikern die Chance, Lippenbekenntnisse von sich zu geben- Versprechungen und anderes Unsinniges zu formulieren – auf dessen Einlösung wahrscheinlich noch unsere Enkel warten müssen.
Es wird so viel Zeit und Geld vergeudet mit Machtkämpfen und Forderungen, Umfragen und Büttenreden, Kabinettsumbesetzungen und Resümees, Hochrechnungen und Reparaturversuchen, La- und Dementi, dass ich mich mal wieder frage: Wozu das alles?
Ich schüttele zur Abwechslung mal wieder den Kopf…
Wer hat schon Zeit?
Manche lassen sich gefühlt ewig Zeit. Andere behaupten, sie hätten keine, und manchmal kostet etwas dieselbe. Mitunter weiß ich, wie andere die Zeit nutzen. Das schafft mir dann welche. Ich schenke mir ab und zu von dem wertvollen Gut, indem ich mir Zeit nehme. 🙂

Nach 17 Tagen auf der AIDAcara durch den Norden von Kiel nach Spitzbergen und zurück: Gefühlt raste erst nach der Hälfte die Zeit – die auf dem Schiff. Fast durchgehend war es hell – vor allem oberhalb des Polarkreises. Gespickt war sie mit besonderen Aus- und Ansichten. Eine Erkenntnis ist besonders hängen geblieben, bunt und besinnlich dargeboten von Kay Ray.
NUR DIE ZEIT HAT ZEIT!
Zeit geht wohl auch noch ins Land, bevor wir ihn bei Markus Lanz sehen können.
Merkenswert: Am 25.07.12 wird es soweit sein. Rock den Lanz, Kay Ray!
Zeitgewinn! Aber wozu?
Sie verschlingen ihr Essen,
überfliegen ihre Arbeit,
bleiben nur wenige Minuten
und hören nur einen Augenblick zu
Sie eilen zur nächsten Besprechung
fordern Knappheit und Kürze
verabschieden sich schnell
eilen nach Hause oder zurück ins Büro
erledigen einige Telefonate
planen, während ich ihnen zuhöre,
und verlieren sich selbst.
Was machen sie nun
mit der gewonnenen Zeit?
(i.A. an M.Feigenwinter)
Ich wünschte, wir muteten uns nicht noch mehr Schnelles, Eiliges, Kurzes, Knappes zu.
Vielleicht haben wir dann mehr Muße für echte Begegnungen mit anderen oder gar mit uns selbst.
Ganz der Vater / Habits are learned!
Wir können über das Lernen sagen, was wir wollen. Kinder haben Vorbilder – und diese Vorbilder haben sich ihres Einflusses bewusst zu werden. Vorbilder sind nicht nur Eminem und Merkel – das sind Eltern, an – oder abwesend, das sind Erwachsene, die bestenfalls verhandlungsfähig und respektvoll, bindungsfähig – resp. willig sind, neugierig und friedfertig. Das sind aber auch die Unglücklichen, die Erfolgreichen, die Gestrandeten, die Abgehobenen, die Unehrlichen, die Kreativen, die Überforderten, die Fröhlichen, die Geächteten, die Kämpferinnen, die Gierigen, die Schul(d)zuweiser, die Gütigen, die Defektfinder, die Friedlichen. die Frustrierten, die Regisseure fremder Leben, die Singenden, die Bedenkenträger, die Zutrauenden, die Mutigen, die Lebensfrohen etc….
VORBILDER BILDEN!!!
Die Finnen nutzen dieses Wissen, was wie wirkt, für etwas ganz Feines!!! 🙂
Da bekommt das Wort „Vor- Lesen“ noch mal eine andere Bedeutung!
Komplexer geht es doch kaum! 🙂



