„Edelstein und Pokern – Zwei Stühle eine Meinung“ – Wie nützlich ist Schule für den Alltag?

Deutschland wird gerade befragt. Wenn auch auf diskussionswürdige Weise. „Deutschland will es wissen“ heißt es in der Headline der Umfrage.  WER ist in diesem Fall „Deutschland“ und vor allem WOZU wollen sie die konfektionierten Antworten? Nicht mal ein „anderes“ oder „sonstiges“  oder gar ein leeres Feld, in dem ich meine eigene Idee hätte kundtun können – nur ein „Ich weiß nicht“ stand als Alternative, wenn ich mich mit nichts von dem befassen wollte, was sie mir dort anboten.

Dann kam mir in den Sinn, dass ich 2007 dazu zwei Menschen persönlich befragte. An sich sollten es zwei getrennte Texte werden. Allerdings:

Edelstein und Pokern – Zwei Stühle, eine Meinung!

Selbstwirksamkeit als Voraussetzung für Engagement

Ulla Keienburg

Mona Pokern (20), jetzt Schülerin an der Herman- Nohl- Schule für Ergotherapie

Umgezogen war sie in eine neue Stadt. Deshalb stimmte die Adresse nicht mehr, unter der sie hätte erreichbar sein sollen. Mona Pokern , einzige Tochter einer alleinerziehenden Mutter, ist jetzt in Hildesheim und besucht dort die dritte Schule ihres Lebens. Nachdem sie ihre ersten zehn Schuljahre an einer Gesamtschule verbracht und ihre Fachhochschulreife erworben hatte, hatte sie nicht mehr viel Hoffnung, dass sie in einer Institution wie der staatlichen Schule Wissen so erwerben könnte, dass es ihr für ihren Alltag wirklich nützt. Hatte sie Schule doch jahrelang so erlebt, als wenn die Lehrer bestimmten, was sie an Wissen zu lernen hatte.

„Es war eher fremdbestimmt, und ich wusste ehrlich gesagt nie so richtig, wofür diese Zahlen, Texte und Fakten gut sein könnten, die ich dort auswendig lernen und begreifen sollte. Ich habe sie fast nur mit dem Ziel gelernt, sie in einem Test oder in einer Arbeit wieder abfragen zu lassen. Gute Zensuren waren das Ziel.“ Mona Pokern ist Mitglied im Jugendbeirat des Projektes „mitWirkung“ der Bertelsmann Stiftung, und das auch deswegen, weil sie sich bereits mit zwölf Jahren für soziales Engagement entschieden hatte und im Kinderwaldprojekt Hannover aktiv wurde.

„Nein, das hatte nichts mit der Schule zu tun. Ich führte eine Art Doppelleben. Während unserer Pubertät fanden meine Mitschüler ehrenamtliche Arbeit eher uncool, also hing ich mit denen ab. An der Schule konnte uns zu der Zeit nichts so richtig motivieren. Die Lehrer planten zwar Projekte mit uns, aber realisieren sollten wir sie dann allein und in unserer Freizeit. Und so verliefen viele Ideen im Sand. Sie schienen  aber nicht bereit, ihren Unterricht dafür „opfern“ zu wollen. Oft hatten wir den Eindruck, dass es ihnen eigentlich zu viel Arbeit war, mit uns gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.“

Verstanden hat sie die Lehrer und auch das Korsett der Schulordnung – aber nicht immer gut ausgehalten. „Warum“, fragt sie sich,  „konnten wir nicht im Deutschunterricht die Texte für einen Flyer produzieren, oder in Mathe die Kalkulation am Beispiel des Kinderwaldprojektes lernen? Wir haben sogar Computerunterricht gehabt und hätten dort eine Webseite für das Projekt herstellen können. Ich hätte üben können, wie man präsentiert, ich hätte gern die Hilfe eines Lehrers gehabt, wenn es um das Argumentieren geht oder gern mal vor Mitschülern ausprobiert, wie das wirkt, wenn ich beim Amt für das Projekt um Geld bitte.“ Das wichtigste Handwerk habe sie wohl bei der Moderationsausbildung „Kidfit“ (Deutsches Kinderhilfswerk) und bei „mitWirkung“ gelernt. „Im Kinderwald konnten wir damit das Projekt weiterentwickeln und auch sichern, haben sogar Zukunftswerkstätten selbst moderiert und durchgeführt.“ Aber rückblickend sei es wohl ihre Mutter, die ihr das Rüstzeug dafür vermittelt habe. Etwas nicht Messbares, aber sehr Wirksames. Ihre Mutter hat ihr vertraut, und sie ist dankbar dafür, dass sie ihr nicht nur die Unterschriften gab, die sie brauchte, sondern ihr auch Mut zusprach und sie einfach hat machen lassen. „In der Schule haben sie mich zwar auch freigestellt, aber sie haben sich nie wirklich für das interessiert, was ich da eigentlich tue. Der Unterricht musste laufen und die Lehrpläne und die Schulordnung eingehalten werden.“ Sie fragt sich selbst, wieso eine Schulordnung nicht hergibt, dass Lehrer mehr zusammenarbeiten, sich absprechen und mal etwas von außen, auch außerhalb einer Projektwoche, zum Unterrichtsinhalt erklären können. „Dann hätte ich mehr Lust gehabt, noch mehr zu lernen.“

Nach ihrer Fachhochschulreife arbeitete sie ein Jahr lang in einer Behindertenwohngruppe in Luxemburg, probierte sich aus, war in der Verantwortung und entschied sich in dieser Zeit für den Beruf der Ergotherapeutin. Das bedeutete auch: Umzug nach Hildesheim. Sie packte ihre Sachen, richtete sich ihren eigenen Haushalt ein und ist verwundert darüber, dass viele ihrer jetzigen Mitschüler nicht einmal eine Lampe angebracht bekommen, ohne nach ihren Eltern zu rufen. „Wahrscheinlich haben die Eltern denen alles abgenommen, und die konnten gar nicht lernen, sich allein zurechtzufinden, Konflikte zu lösen oder mit Stress oder Frust umzugehen. Die wünschen sich auch häufiger mal den Frontalunterricht zurück. Da konnte man sich so prima raushalten aus dem Unterricht, ohne dass es auffiel. Das geht an unserer neuen Schule nicht mehr. Hier sind lauter engagierte Lehrer, die uns in Gruppen erarbeiten lassen, was wir lernen müssen. Das ist viel effektiver und viel anstrengender, wie ich abends feststellen muss. Aber es macht einfach mehr Spaß. Denn so behalte ich die Sachen, und ich weiß, ich mache es für mich, mit anderen zusammen, und nicht für die Lehrer. Und diese Lehrer haben offensichtlich nicht nur gelernt, was auch wir wissen müssen, sondern sie haben auch noch die Methoden, wie sie es gut bei uns anbringen können.“

Mona Pokern spricht aus Erfahrung – es wäre sicherlich spannend gewesen, wenn sie das Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Edelstein geführt hätte. Er hat alles, was sie als Wunsch und Wirkung beschreibt, während seiner langen Laufbahn in verschiedenen Ländern und deren Bildungssystemen beobachten und wissenschaftlich nachweisen können.

Sozialisationsforscher und Bildungsreformer Prof. Dr. Wolfgang Edelstein, Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 

Es trennen sie 58 Jahre Lebenserfahrung, es trennen sie Lebenswelten, aber sie eint das Motiv ihres Handelns – die Demokratie, die Partizipation –, „nicht nur verstanden als repräsentative Beteiligung an der Verwaltung von Schule –, sondern auch als Gesellschafts- und Lebensform. Unter dieser Prämisse müsste Schule Schüler in allen Bereichen an der Gestaltung der gemeinsamen Lebenswelt Schule beteiligen, der Welt des sozialen Lebens wie der Welt des Unterrichts. In den vorbildlichen nordischen Ländern gelingt Schule deshalb so anders, weil dort das Kerngeschäft der Institution Schule nicht, wie in Deutschland, der Unterricht ist, sondern das Lernen der Schüler“.

Den Unterschied kann Wolfgang Edelstein deshalb so konkret formulieren, weil er schon zwischen 1954 und 1963 als Lehrer und später als Studienleiter das mit entwickeln konnte, was er heute „die erste deutsche Gesamtschule“ nennt. Und weil er z.B. in Island die Schulreform begleitet hat. In Island hatte der gebürtige Jude schon seine Jugend verbracht. Der emeritierte Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin bleibt aktiv. „Wissen kann man sich besser handlungsorientiert aneignen.“ Er handelt noch immer nach dieser Maxime, auch für die „Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik“, die er mit engagierten Bildungsverantwortlichen gründete.

„Das Engagement von Schülern entsteht von ganz allein, wenn sie ihre Selbstwirksamkeit erleben, Selbstwirksamkeit im Sinne einer optimistischen Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Ganz von innen kommen dann das Bedürfnis und der Mut, Verantwortung zu übernehmen. Sie schauen dann von selbst über den Tellerrand von Schule hinaus. Dafür brauchen sie Vorbilder, und sie wollen geführt werden – und das ist die Aufgabe der Lehrer im System – sie müssen die Initiatoren von kooperativem Lernen sein.“ Um das hinzubekommen, sollen sie sich Verbündete suchen, denn allein ändert kein Lehrer etwas. „Es gibt die ,erweckten Pädagogen’, keine Frage – noch sind sie Einzelgänger. Könnten sich Schulleiter heute die Lehrer aussuchen, mit denen sie eine solche ,Community’ bilden könnten, sähe die Schulrealität wohl anders aus.“

Wolfgang Edelstein ist erfahren und zuversichtlich. Er verweist z. B. auf die Arbeit der Yehudi Menuhin-Stiftung und auf die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden. „Dort wird Lehrern der Prozess der Demokratisierung zugetraut und anvertraut – und dort lernen Lehrer, gemeinsam mit den Schülern ,demokratisches Lernen’ zu praktizieren.“

Die Frage war eigentlich, was Schule tun kann, damit Schüler sich engagieren. Heraus kam, dass die Wirkung des Systems Schule (noch) nicht so ist, dass Schüler ihre Selbstwirksamkeit erleben und sie aus dieser Erfahrung heraus selbst Initiative ergreifen. Mona Pokern kennt die Wirkung dessen, was sie ist, was sie tut und wie sie daraus lernt. Und Wolfgang Edelstein gibt keine Ruhe, „Orte sinnerfüllten Lernens und Handelns“ zu schaffen.

– Bundesbüro -Chausseestraße 2910115 Berlin

Tel.: +493028045134

http://www.degede.de

erschienen im „podium schule 2/2007“ bertelsmann stiftung

Sich im Kreis drehen…

NYC Bryant Park

… ist sicherlich auf einem Karussel angenehmer als in der politischen Diskussion um Bildung, Arbeit, Macht oder Geld!

Ich dreh dann mal wieder meine Kreise und wünsche ein schönes Wochenende!

Predictably Irrational – It`s not what you think!

„Wenn ich ein Problem kreieren will, um das sich niemand wirklich schert, dann bastele ich z.B. das Problem Klimawandel!“

Warum eh niemand etwas gegen den Klimawandel unternehmen wird?

Dan Ariely hat da so seine Erfahrungen:

Read his book:

Predictably Irrational – The Hidden Forces That Shape Our Decisions  Dan Ariely

oder die deutsche Fassung: Denken hilft zwar, nützt aber nichts

Geschäftstüchtig – Muss das sein?

All you need as a tourist

 

Ein Tag in Santo Domingo Dom Rep…

 

 

 

Muss das sein?

 

 

Fundgrube
did it fall or did it fly?

 

 

„Warum tust du das?“

„Weil ich es kann!“ „Weil ich es will!“

Bewegt hat offensichtlich die Deutschen, Frauen mehr als Männer, der Auftritt der Monica Lierhaus. Zwischen „Anrührend“ – „Heldin des Tages“ – „Tabubrecherin“ – und dann auch noch der Heiratsantrag!

Wohin es mich, das lesend, trieb?  Zum Thema: „Verantwortung“…  Sie hat sie offensichtlich für sich übernommen!

Ist es das, was Menschen (an ihr) bewundern?

Fühlen sie sich aufgefordert, das auch zu tun?

Oder reicht es ihnen, zu Tränen gerührt zu applaudieren und zu bewundern?

Oder fühlen sie sich klein, weil sie sich  selbst nicht zutrauen, so etwas zu schaffen?

Mysterium Mensch!

 

 

 

 

Wir haben das Recht, Verantwortung zu übernehmen! Tun wir es doch! 🙂

 

 

 

Ganz der Vater / Habits are learned!

Wir können über das Lernen sagen, was wir wollen. Kinder haben Vorbilder – und diese Vorbilder haben sich ihres Einflusses bewusst zu werden. Vorbilder sind nicht nur Eminem und Merkel – das sind Eltern, an – oder abwesend, das sind Erwachsene, die bestenfalls verhandlungsfähig und respektvoll, bindungsfähig – resp. willig sind,  neugierig und friedfertig. Das sind  aber auch die Unglücklichen, die Erfolgreichen, die Gestrandeten, die Abgehobenen, die Unehrlichen, die Kreativen, die Überforderten, die Fröhlichen, die Geächteten, die Kämpferinnen,  die Gierigen, die Schul(d)zuweiser, die Gütigen, die Defektfinder, die Friedlichen. die Frustrierten, die Regisseure fremder Leben,  die Singenden, die Bedenkenträger, die Zutrauenden, die Mutigen, die Lebensfrohen etc….

VORBILDER BILDEN!!!

Die Finnen nutzen dieses Wissen, was wie wirkt, für etwas ganz Feines!!!  🙂

Da bekommt das Wort „Vor- Lesen“  noch mal eine andere Bedeutung!

Komplexer geht es doch kaum!  🙂

Heimatkunde – Da habe ich wohl nicht aufgepasst…

…damals in der Schule, im Heimatkundeunterricht an der Grundschule – und sollte jemand versucht haben, mir das in der weiterführenden Schule noch einzutrichtern, war wahrscheinlich der Lehrer schlecht. 🙂

Vergaß ich es vielleicht? Ist es gar nicht angekommen? Whatever!

Jedefalls habe ich bis heute nicht geahnt, dass auf dem Ski- und Rodelberg meiner Jugendzeit ein solch geschichtsträchtiger Mast, eine gar länderverbindende, technische Innovation installiert wurde.

Chapeau Iserlohn! 🙂

 

Danke an

Bea Servais-Renfordts für die Nachhilfe.

 

sie sagt, die nächste Station sei dann in Menden. Eine ebensolche Metropole  🙂

 

 

 

Augen auf bei der Berufswahl! .-)

Augen auf bei der Berufswahl!

 

Ohne weitere Worte!

 

 

Der Nebel des Nörgelns – Defektsucher unter sich!

Eric T . Hansen (hier geht es zu einer Autorenlesung) hat mich schwer amüsiert in den letzten Tagen!

Beantragt hat er einen Lehrstuhl „Nörgeln“. Besetzen will er ihn selbst!

Er fragt sich, wieso am wenigsten erforscht ist, was wir am besten können!

NÖRGELN! Des Deutschen größte Lust

amüsant und lehrreich - für jeden

Ob Mutter, Unternehmer, Tourist oder Projektmanager, ob Kreativer oder Angestellter, Personal(entwickl)er oder einfach nur Deutscher. Die Lektüre lohnt sich! 🙂

„Wo kämen wir denn da hin, wenn…

jeder, der ein bisschen aus der Norm geraten ist, ein kostenfreies upgrade bekäme?“

DAS war die (erste) Antwort  des Flugbegleiters auf die Frage nach einem Platz im CONDOR Flieger von Frankfurt nach Punta Cana, Dom.Rep. 10 Stunden + 45 Minuten Flug!!!

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

„Wenn der Flieger crasht, sind nicht nur Ihre Knie kaputt!“

„Zahlen Sie 150 Euro, dann können Sie bequem sitzen!“

„Seien Sie froh, dass Sie nicht auf dem überfüllten Aida Fieger heute morgen waren. Da hätten sei nicht mal die Chance gehabt, sich nach rechts oder links zu drehen!“

Der Schock ereilte mich erneut, als ich einen „Extra Legroom Seat for free“ in der ECO Sektion fand, auf dem den ganzen Flug über eine Sporttasche stand!!!

Meine Antwort auf die erste Frage hätte sein sollen: „Weg vom letzten Platz in Sachen Kundenzufriedenheit!“

Danke schon an den Medianautiker, der mir folgende empfahl die Antwort:“Zur Zieldestination?“

Ich habe mir die erste Seite aus dem Kundenmagazin heraus gerissen, damit ich den Namen des Chefs von Condor nicht vergesse. Und das Foto dieses überaus freundlichen Flugbegleiters, der sich dann noch mit Fluglinienbashing meinte profilieren zu müssen, ist auch schon auf dem Rechner gespeichert.

Erkenntnis I jenes Tages:  Ohnmacht ist ein Scheißgefühl!

Erkenntnis II jenes Tages: Groß sein ist nicht immer ein Spaß!

Erkenntnis III jenes Tages: Service will gelernt sein!

Erkenntnis IV: Es lebe Continental Airlines!

 

Ich wünsche diesen Servicekräften von Herzen, dass die Airlines, mit denen Sie fliegen müssen, die Sitzabstände so verringern, dass Ihnen 15 cm fehlen, damit Sie sicher und bequem sitzen können!

Ich  zog den Kopf ein und verschwand durch die Tür in das strohbedachte Flughafengebäude!

 

 

 

 

 

Ordnung ist das halbe Leben…

… aber eben nur das halbe.

Paraty Brasil

„Unordnung ist ein lebendiger Zustand seiner Selbstaufhebung. Ordnung hingegen ein Grund, gerade wenn sie funktioniert und in der Routine erstarren könnte, zu rebellieren.“ Birger Priddat

„Nicht alles, was zwei Backen hat…

… ist ein Gesicht.“ Simona Solga

Merkels Souffleuse  hat mir den Jahreswechsel versüßt.

http://youtu.be/_lxpFPpeP7c

Viel Spaß damit!

DANKE / THANK YOU to all „followers“! 2010 in review – a present of wordpress! :-)

DANKE!!!  Liebe Leser und Leserinnen, dear guests, dear „sharers“, dear followers!  THANK YOU!

 

The stats helper monkeys at WordPress.com mulled over how this blog did in 2010, and here’s a high level summary of its overall blog health:

Healthy blog!

The Blog-Health-o-Meter™ reads Wow.

Crunchy numbers

Featured image

A Boeing 747-400 passenger jet can hold 416 passengers. This blog was viewed about 5,300 times in 2010. That’s about 13 full 747s.

In 2010, there were 109 new posts, not bad for the first year! There were 289 pictures uploaded, taking up a total of 576mb. That’s about 6 pictures per week.

Das neue Jahr!

„Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.“ Henry Ford

gefunden in Santos, Brasilien

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten und friedfertigen Start in das neue Jahr!!!

Same Procedure as every year! :-)

Bevor „Dinner for one“  nicht gesehen war, stellte sich einfach das Silvestergefühl nicht ein.

Hier ist Stolpern einfach immer noch lustig, selbst wenn ich die Dialoge mitsprechen kann.

Wie schön, dass  wir jetzt nicht mehr bis 19:30 Uhr warten müssen.

Prost Miss Sophie! Danke James!

Einen wunderbaren Jahreswechsel wünscht

Ulla

Latin Emotions – der Name ist Programm

Latin Emotions – Livemusik die das Herz berührt

 

 

Die drei haben  für mich wesentlich dazu beigetragen, dass die Reise per Schiff entlang der südamerikanischen Küste gelang!  Ich liebe Profis mit Herz und Haltung! Danke!

 

Es wehte ein eisiger Wind – Ein Sonntag in Montevideo

 

Das Schönste an Montevideo?

Das Schönste an Montevideo soll der Hafen gewesen sein – und das Steakhouse gegenüber. Das allerdings war schon geschlossen, als wir es am späten Nachmittag besuchen wollten. Touristen werden da wohl nur am Tage bedient.

Die Straßen waren wie leer gefegt. So ganz wohl haben wir uns nicht gefühlt. Zwei Frauen allein in der Hafengegend, bewaffnet lediglich mit Hunger und einer kleinen Kamera. Im warmen Licht des Abends ruhte ein Schäferhund mitten auf dem Platz zwischen Brunnen und Souvernierbude, die auch schon die Rolladen heruntergelassen hatte.

Im Restaurant daneben hockten Bekannte. Auf die Frage, ob sich die Aufgregung um die Steaks lohne, bemerkte einer der Kollegen: Wenn du dich fühlen möchtest wie in der Crewmesse, dann solltest du hier essen. Das bezog er weniger auf das Essen als auf die Menge der Crewangehörigen, die sich dort zum Zwecke einer Abwechslung niedergelassen hatten. So hungrig waren wir dann doch nicht. Schlenderten durch die leeren Straßen, die zu überqueren uns kaputte Ampeln geboten. Häuser geschmückt mir der „Sonne“ und den „Diamanten“ der Freimaurer. Sowohl in Uruguay als auch in Argentinien und Brasilien fanden sich viele Einflüsse der Freimaurer. Neugier trieb mich ins Netz, um mein galantes Halbwissen ein wenig aufzupeppen, mich nicht nur auf Literatur, Reiseführer  oder Erzählungen   und deren Informationsgehalt verlassen.  Eine ihrer Wahllisten heißt : 33. Soll ein Symbol der Freimaurer sein. Ich halte aber lieber mal still bei meinem Nichtwissen. Denn das Nachlesen hat  mir nur bestätigt : Außer ein paar Daten aus der Historie weiß ich nichts. Neugierig gemacht hat es mich. Mal schauen, ob ich dazu noch eine fundierte Meinung bekomme.  Oder ist  diese Bedürfnis zu schweigen gar im Sinne der Freimaurer? I have NO idea! Viele Gäste lasen gerade Dan Browns: Das verlorene Symbol. Immer wieder fiel dieser Buchtitel., als wir in den Straßen von Montevideo oder auch in Paraji, Brasilien herumliefen.  Ich war dann so mutig und habe im Namen aller Amwesenden gefragt, wie die Menschen in Uruguay zu dem Thema „Freimaurer“ stehen.

Mein Bauch hatte mir grummelnd präsentiert: Das ist ein Geheimbund. Und die Menschen in Uruguay denken: Das ist ein Bund mit Geheimnissen.

Wir spazierten vorbei an leeren oder geschlossenen Kneipen, an vergitterten Fenstern und Türen. Drei Polizeiautos fuhren an uns vorbei. Zwei Touristenbusse standen an einer der Ampeln. Fünf Jungen kickten Fußball und beobachteten uns. Das zumindest bildeten wir uns ein. Gewarnt hatte man uns vor Kindern, da sie für Räuberei nicht bestraft werden. In Montevideo hatte es bis zum frühen Nachmittag geregnet und der eisige Wind  aus dem Süden hatte bis zum Abend schon schöneres Wetter gebracht. Mit dem Buch „Die unsichtbaren Stimmen“ von Carolina de Robertis fühlte ich mich bestens vorbereitet auf die Stadt. Meine Neugier gepaart  mit Aufregung hat sich  während der Stadtrundfahrt am Tage auch nicht von der sonntäglichen Menschenleere an der Ramla drosseln lassen. Mit der Geschichte der Romanfiguren im Montevideo und Buenos Aires des gesamten 20. Jahrhunderts  konnte ich die Szenerie in meinem Kopf beleben.

Auf dem Gehweg zurück zum Hafen musste jemand auf einem Bein durch den nassen Beton gehüpft sein.

Das Hafengebäude leuchtete in der Sonne, als wir zum Anker der Graf Spree zurück kamen. Das Loading war noch nicht ganz zu Ende. Am Abend gab es wieder frische Früchte.

 

New York City – more snow than last year!

New York City im Schnee

New York Snow storm 36th street

A year ago it looked like that – snow also!

My hommage to New York City!

Alles pünktlich – ausnahmsweise! Brasilianer und die Zeit! The different use of time!

Es gab nur einen Tag, an dem alles wie von Deutschen gewünscht verlief. Alle Ausflüge waren um halb fünf nachmittags zu Ende!

In Santos wussten wir warum: Um fünf Uhr begann das Finalspiel der brasilianischen Fußballiga. Santos gegen Rio de Janeiro!

In front of the stadium! Santos, Brasil December 2010

Demographischer Wandel in Itajai, Brasil

Etwas schwer haben sie es uns erst gemacht, ihre Stadt zu mögen: Die Polizisten und Behörden. Eine Machtdemonstration durch kleinteilige Kontrollen, Verbot von Spiegelreflexkameras an Land, Verzögerungen beim Landgang. Und neben den Bierköniginnen von Blumenau stand zum Empfang auch gleich eine Batterie Bewaffneter.

 

Wird in Blumenau hinterrücks auf Maria und Josef geschossen ???

In Itajai und Umgebung ist alles  das Zweitgrößte, Zweitwichtigste, Zweithäufigste, – längste, – bekannteste, – erfolgreichste. Für jeden auch nur Zweitbekanntesten wird ein zweitklassiges Denkmal errichtet.  Nachdem wir das deren Meinung nach zweitgrößte Oktoberfest der Welt nach München besucht hatten, war uns klar: Die sind hier unter sich. Wenn auch Blumenau eine deutsche Enklave war – hier wurde in den 40 ern des letzten Jahrhunderts der  und das Deutsche verfolgt , verboten und bestraft. Nach dem zweiten Weltkrieg waren deutsche Namen verboten und selbst Kinder aus deutschen Familien lernten kein Deutsch mehr. Erstmals in Brasilien trafen wir auf Guides, die, wenn sie der deutschen Sprache zugetan waren, diese maximal als dritte Fremdsprache an der Universität gelernt hatten. Sicherlich waren die meisten der Besucher mit der Diskrepanz zwischen dem, was sie sich unter Blumenau vorgestellt hatten und der Realität konfrontiert. Enttäuscht, weil die Dimensionen dieses „bayrischen Oktoberfestes“ doch eher vergleichsweise klitzeklein waren. Und Dirndl mit portugiesischen Aufdrucken, Souvenirs mit bayrischer Flagge und Mülleimern mit Fachwerkimitationen als Deckeln. Selbst ein 0,3l „Eisenbahn“ Bier konnte sie nicht gelassener stimmen.

 

Oktoberfest Blumenau – das versprochene Fachwerk 🙂

Das alles hinter uns gelassen , haben wir uns am Abend im „traditionellen“ Handwerkermarkt am Hafen niedergelassen, Caipis bestellt und getrunken. Am nächsten Morgen hatten wir noch zwei Stunden, um die Stadt zu erkunden. In der Hauptstraße  spielte eine Blaskapelle Weihnachtslieder für die Touristen, aus dem Lautsprecher eines weißen VW-Bullis trötete Werbung, die Geschäfte offerierten Mikrowellen, Kühlschränke und Fernseher zu Schleuderpreisen. Die Bars hatten schon so lange auf, wie wir  am Hafen lagen – der einen oder anderen waren die Zutaten für den Caipi ausgegangen. Dem Ansturm so vieler Touristen waren sie nicht gewachsen. Die Kirche war geschlossen, die Souvenirs nicht in China hergestellt, auf dem Frischmarkt erstanden wir noch Mate.

Und in einer der Nebenstraßen dann fand ich dieses Schild.

Demographischer Wandel in Itajau, Brasilien

 

In Brasilien betrachten reflektierte Menschen die Bevölkerungsexplosion als die größte Herausforderung der Zukunft. Obwohl die Verhütungsmittel in dem Staat kostenfrei sind, bekommen viele Mädchen schon mit 13 oder 14 Jahren ihr erstes Kind. Und Jugendliche gibt es viele. hatten doch bis vor  ca.15 Jahren  die Familien noch durchschnittlich  sechs bis zehn Kinder. Selbst, wenn die heute alle nur ein oder zwei Kinder bekommen: Das ist noch immer eine Menge mehr als das, was  als handhabbar angenommen wird. Autos muss es viele geben in Brasilien – alte vor allem. An den Straßenrändern reihen sich die Schrottplätze aneinander. Wenn auch für Alte hier ein Parkplatz reserviert ist – nach dem Brasilienbesuch hoffe ich, dass es mehr als „Altenabstellplätze“ gibt.

Warum mir Deutschland dazu einfällt? Ich gehöre zur Generation der Babyboomer – und wir waren schon immer zu viele für das, was es gab. Mal schauen, ob uns auch jemand einen Parkplatz zugestehen wird, „nur“ weil wir dann alt sind.

 

Denken ohne Geländer – The Challenge of Freedom

SCHÖN IST DIE FRAU DIE KÄMPFT gefunden in Buenos Aires Dez.10

Vielleicht mag sich der eine oder andere über die Weihnachtstage den Luxus gönnen und eine kleine Bestandsaufnahme bezüglich seiner Freiräume wagen…

 

Grenzbereiche …   Gedanken  von Wolf Lotter in  brandeins 1 2011

Eine wirksame Verteidigung der Freiheit muss (…) notwendig unbeugsam, dogmatisch und doktrinär sein …

Friedrich August von Hayek, Ökonom

Change as its best – growing like never expected!

Shivai - four month later!

Thanx to Christiane and Wolfgang for taking care of Shivai!

Rio de Janeiro – zum Anfassen

Advent anders …

Kopflos in Barcelona – No Gaudi :-(

Kopflos in Barcelona

Leider hatte ich zu wenig Zeit um „Gaudi“ zu genießen.

 

New York City – Today!

NYC - I Love the view!

 

All on one? Geschmacksverirrung?

These designs were ALL on ONE man at the SAME time!!!!!

Geschmacksverirrung?
Geschmacksverirrung?

WER hat das erlaubt???

My Life Preserver?

Ich bin neugierig, wie sicher ich mich dank der Kissen auf dem Schiff fühlen werde!  🙂

*Sie hören von mir

Unbelievable – Nachschlag Domenica

Deck 6 , AIDAvita – Am Ende eines wunderbaren Tages!

Nicht losreißen konnte ich mich, um meine Kamera aus der Kabine zu holen. Nun kommt mir tasächlich einer meiner Workshopteilnehmer zur Hilfe.

 

Michael Gwisdorf hat mir erlaubt, (einen Teil ) sein(es) Bild(es) für mein Blog zu nutzen! Lieben Dank an ihn dafür!!

Domenica - die Tragödie des Abends

 

After a gorgeous Sunset! We shared our view!

Barbados – da musst du durch…

wenn du  per Schiff in  die Karibik willst – und es empfiehlt sich auch, wenn die Schiffe dort noch mal anhalten, wenn sie via Atlantik nach Europa schippern. Tanken wäre gut. 🙂

Normalerweise tummeln sich hier mindestens fünf große Kreuzfahrtschiffe – unfassbar fühlte es sich an, mit dem einzigen des Tages dort zu liegen. So wenige Touristen auf einmal hatten weder die Händler zuvor gesehen noch gab es so wenig Wartezeiten an der Tropfsteinhöhle wie an jenem Mittwoch.

Traumhaft. Die Tourguide war eine Deutsche, die vor dreißig Jahren bereits dem deutschen Staate den Rücken gekehrt hatte.

Ihrem Dialekt nach zun urteilen stammt Edith aus dem Ruhrgebiet. Auf Nachfrage bestätigte sie mir Witten/Ruhr als Heimatstadt. Sie hat auf Barbados so manchens Hotel schon auf und niedergehen sehen.

Und noch immer regt sie sich über die ach so andere Nutzung von Zeit auf, die die Bewohner von Barbados an den Tag legen. Sie haben einfach mehr Zeit als die Deutschen, sehr viel mehr lassen sie sich vor allem beim Erledigen der Aufgaben, die der Alltag für die parat hält. Die Menschen dort schienen mir nicht sehr höflich, nicht einmal, wenn sie einem für irgendetwas Geld aus der Tasche hätten ziehen können.

Die Ausstellung zum Zuckerrohranbau und Verarbeitung im Arlington Haus gab Auskunft über die Geschichte der Slaverei und der Geschichte der Insel. Lustigerweise waren beide Filme, die wir an dem Tag sahen von Frauen gesprochen. DAS hat mir gefallen.

Barbados- diesmal war es anders.