Aber: Nein! Kaum hatte er die ersten Töne gesungen, fiel mir der Text ein. Aus welcher Ecke meines Körpers diese Worte und Klänge sich wieder nach oben gearbeitet haben, weiß ich nicht. Aber sie sind da. Und ich mag sie immer noch! Sehr.
„It’s five o’clock
And I walk through the empty streets
Thoughts fill my head
But then still
No one speaks to me
My mind takes me back
To the years that have passed me by.“
Und dann liefen die Szenen vor mir ab….. Schülerball, erste Feten, Klammerblues.
Es hat sich lange gehalten für den beliebten Engtanz. 🙂
R.I.P. Demis Roussos
„It´s hard to believe“
….
„That it’s me
That I see
In the window pane
It it so hard to believe
That all this is the way
That it has to be.“
„Night is my friend and in him I find sympathy…..“
Das ist bis heute so 🙂
„He gives me day
Gives me hope
And a little dream too.“
Thank you, Demis Roussos!
Komisch, dass mir ausgerechnet dieses Lied von Aphrodites Child als erstes eingefallen ist, als ich vom Tod von Demis Roussos las. Sehr tröstlich, dieser Song. War es bestimmt auch damals schon.
Ob ich mal auf den Dachboden gehe und meine Schallplatten durchschaue? Vieleicht finde ich die LP ja noch!
„Wir dürfen nicht vergessen, dass das, was wir beobachten, nicht die Natur selbst ist, sondern eine Natur, die den Methoden unserer Fragestellung ausgesetzt wurde.“ Werner Heisenberg
Finde ich momentan im Briefkasten Post von Krankenkasse, Landschaftsverband, Finanzamt, Kindergeldstelle, Bank oder Behörden aller Art zucke ich nur noch zusammen. Erzeugten doch die letzten mit Stichworten wie, „Überprüfung“, „Anspruch“, „Geldwäschegesetz“, „nachrangig“, „“Berechtigung“, „Nachweise“, „Beweise“ das Gefühl „generalverdächtigt“ zu sein. Klar: im persönlichen Gespräch mit dem „Bodenpersonal“ der jeweiligen Behörden lässt sich das relativieren, aber…… Die letzte Antwort auf einen solchen Brief eröffnete ich mit der Begrüßung: „Sehr geehrteR „Maschinell-erstellter-und-ohne Unterschrift-gültiger-Brief“-VersenderIn!“…. hat ein bisschen geholfen – zumindest mir. Ich wünsche Euch einen wunderbaren Tag! #verwaltung#generalverdacht
„Treffen Einfalt und Gründlichkeit zusammen, entsteht Verwaltung.“ Oliver Hassencamp
„Die Welt ist voll Torheit, Dumpfheit, Inkonsequenz und Ungerechtigkeit; es gehört viel Mut dazu, diesen nicht das Feld zu räumen und sich beiseite zu begeben.“ Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832),
In New York City habe ich Wünsche an einen ihrer Wunschbäume gehängt. Den Song von John Lennon habe ich schon als 14-Jährige in der Schule übersetzen können. Gesungen habe ich ihn oft – und noch viel häufiger gehört. Ausgerechnet Island hat Yoko Ono als den energetisch saubersten Ort empfunden und deshalb dort ihren „Imagine Peace Tower“ installiert. 2006 schon. Eine weiterhin gültige Aufforderung, eine weiterhin nötige Vorstellung, eine weiterhin erstrebenswerte Verfassung.
You may say I´m a dreamer….. but I`m not the only one!
Kolbe & Illenberger habe ich live gesehen im Onkel Pö`s. Damals bin ich noch einige hundert Kilometer gefahren, um mir das Erlebnis zu gönnen. Heute schmausen in der ehemaligen Musikkneipe Menschen „italienisches“ Essen 🙂
Und ich wohne inzwischen um die Ecke. Unfassbar, wie lange das her ist 🙂 Die LP habe ich sogar auch noch. 🙂
Und alles war wieder da, nachdem ich die ersten Töne gehört habe.
Noch nie habe ich einen Satz wie diesen als Antwort und schon mal gar nicht so liebevoll und verzweifelt ausgesprochen gleichzeitig gehört. Anstrengend schön, aufmunternd berührend. Ach, wie doof, mit fallen nur unpassende Wörter ein.
Der Film hat mich an manchen Stellen so überrascht, dass ich nicht wusste, ob ich heulen oder lachen sollte. Grandiose Dialoge – My Old Lady. Ohne je einen Trailer gesehen zu haben, mich um jede Rezension gedrückt, keine Besprechungen gelesen. Einfach meinem Gefühl gefolgt – und viel gelernt. An diesem Nachmittag mit Katrin in Wien. In dem Moment, als wir vor dem Kino standen, öffnete es die Tore zu den kleinen Sälen. Während es draußen regnete, und es schon um 15:30 so dunkel war, dass wir ohne die Beleuchtung der Straßen und Schaufenster nicht mehr viel gesehen hätten.
„Sie konnten 57 Jahre alt werden, und haben nur so wenig vorzuweisen?“ Das hat mich getroffen, gebe ich zu. Seine Antwort:“Bitte nicht so spitzfindig.Wenn Sie mich etwas Unangenehmes fragen wollen, dann fragen sie einfach!“ Er hatte eine Menge vorzuweisen: Verhandlungsgeschick, Witz, Wissen, Überlebenswillen. Und offensichtlich auch Mut.
Eine brillante Verfilmung komplizierter Aktionen und Reaktionen bzgl. Liebe, Affären, Ehe, Väter und Kinder, Erwachsene, Geld, Besitzmodelle….. und die systemische Wirkung von Ungewissheiten und Ahnungen.
Wer immer sich traut, in den Spiegel zu sehen, schaue sich diesen, wie ich finde, klugen Film an.
Wer weiß, welche Dialoge Euch ansprechen oder etwas in Euch wecken.
Ihr habt lange nichts „Neues“ von mir gehört, gelesen. Das hatte einen Grund.
Seit Anfang September bin ich damit befasst, für eine junge Frau aus Trinidad Hilfe zu finden. Sie hat Knochenkrebs am Oberschenkel und kann jetzt in Deutschland beinerhaltend operiert werden.
Inzwischen bin ich Botschafterin für Hamburger mit Herz e.V. und als ehrenamtliche Projektleiterin zuständg für Nzinga. Wir sammeln jetzt das notwendige Geld für die anstehenden Kosten.
Seit heute ist das Spendenkonto bei betterplace.org freigeschaltet.
Nzinga lebt in Trinidad. Sie wird am 3. November 21 Jahre alt.
Vor zwei Jahren wurde bei ihr ein „Osteosarkom“ am Oberschenkel diagnostiziert. Im Januar und Februar 2013 wurde sie mit einer Chemo behandelt. Seither ist viel Zeit ins Land gegangen. Im Juli 2014 kam es dann zu einer weiteren Untersuchung. Ihr wurde gesagt, das Bein müsse amputiert werden und sei nicht zu retten. In Hamburg hat sich ein Krankenhaus mit ihrem Fall befasst und für die deutschen Ärzte steht fest: das Bein kann erhalten werden.
Beatrice Thorne, eine deutsche Krankengymnastin, die in Trinidad lebt, stellte Kontakte nach Deutschland her. Dr. Caroline Grant vom Family Medical Centre in Port-of-Spain hat dann dafür gesorgt, dass alle für eine Diagnostik notwendigen Daten nach Deutschland kommen. Dropbox ließ grüßen! 🙂
Nun kämpfen alle gemeinsam mit Nzinga, ihrer Schwester Kemi und Mutter Akilah, um Spendengelder, gestalten Flugblätter und Plakate und organisieren Benefizveranstaltungen für Nzinga. Über die Frauen dieser Familie werde ich später noch mal berichten.
Nzingas Mutter, Akilah Jaramogi, habe ich vor drei Jahren in Port of Spain, Trinidad kennengelernt, und sie in ihrer Funktion als ehrenamtliche Direktorin der Umweltstiftung FACRP interviewt. Über Facebook blieben wir in Kontakt – und in diesem Sommer kam ihr Ruf aus Trinidad, ob ich helfen könne, einen Chirurgen zu finden, der das Bein und auch das Leben ihrer Tochter Nzinga retten kann. So machte ich mich mit Hilfe meines Netzwerkes auf die Suche nach den entsprechenden Spezialisten, Geld und anderen Helfern. In Trinidad sammeln sie, wir tun es hier. Helfen Sie bitte, Nzingas Bein und Leben zu retten.
Was wir bisher erreicht haben, und was wir noch brauchen, beschreibt Nzinga selbst in ihrem Aufruf.
(…) Ich bin Nzinga Jaramogi, 21 Jahre alt, studiere im zweiten Jahr Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (OHS) an der COSTAATT in Trinidad. Im November 2012 wurde bei mir ein Periosteal Osteosarkom diagnostiziert. Das ist ein maligner Tumor, der rund um den unteren Bereich meines rechten Oberschenkelknochens gewachsen ist. Eine Chemotherapie 2013 konnte ihm keinen Einhalt gebieten. Während man mir in Trinidad inzwischen nur noch mit der Amputation des Beines oberhalb des Tumors helfen kann, bekommen wir jetzt Hamburg eine Chance: Professor Dr. Bruns aus Hamburg möchte versuchen, den Tumor beinerhaltend zu entfernen und eine Tumor-Endoprothese zu implantieren. Mithilfe eines Kreises von Freunden versuchen wir nun die voraussichtlichen Kosten von mehr als 25tausend Euro zu „fundraisen“ – um mein Leben und mein Bein zu retten. Dann hätte ich die Chance, zielstrebig meinen Bachelor Abschluss zu verfolgen und ein Profi im Feld „Occupational Health and Safety“ zu werden.
Ich bin neben dem Studium auch noch aktiv in der NGO „Fondes Amandes Community Reforestation Project“. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit
Ich bin dankbar für die Freundschaft mit Ulla Keienburg von Hamburger mit Herz e.V. Sie gibt mir Hoffnung,
Eure Nzinga
Bitte spenden Sie! Helfen Sie mir, mein Leben und mein Bein zu retten!
Ich bin für jeden Betrag sehr dankbar! (….)
Seit heute ist das Spendenkonto bei betterplace.org freigeschaltet.
BITTE TEILT DIESEN BEITRAG IN EUREN NETZWERKEN! JEDER EURO HILFT! DIE ZEIT RENNT! DANKE!
Kemi, Nzingas Schwester, hat soeben den Song gepostet, der Zingy und sie alle durch die erste Krankenhauszeit gebracht hat.
Dazu schrieb sie:
„This song got Zingy through Chemo in 2012-2013
Awesome vid, the team at St. James medical was very generous. Thanks to all our friends and family who visited our in all the hospitals, POS Gen, Grande, Mt. Hope, St. Clair, West Shore, Princess Elisabeth and our Family Doctor, Dr. Grant who was most instrumental is raising the alarm that it was indeed cancer, while we thought she had a „swollen joints – water in the knee“. Was a long process of consultancy, we’re now on the next leg of the battle, Limb Salvage surgery. This will be done in Germany – Thanks to all our German friends and family who has been very instrumental in making this a speedy process. Special thanks to Bea, Ulla and the hard working team in Germany who are preparing for Zingy’s arrival. Much to be thankful for. (…) Thanks from the Jaramogi family.(…)“
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Ein herzliches Dankeschön schon mal an alle, die bisher OFFLINE mir zugehört, mir Tipps gegeben, mich getröstet, mir Mut gemacht, Fragen stellten, die ich mir noch gestellt hatte, an das Gelingen geglaubt, den Aufruf geteilt haben oder noch teilen werden und mir wie auch immer weiter geholfen haben. Wem immer noch was einfällt…… 🙂
»Lies LEPLEJA. Dann weißt du, wie das mit dem Aufwachen gemeint ist!«
Sagte eine Leserin zu ihrem Agenturkollegen, der sich daraufhin das Buch kaufte und mir jenen Satz per Mail schrieb. Danke! Ich finde es toll, wenn ich erfahre, was mein Buch mit euch macht!
Sounddesigner und Komponist Klaus P. Rausch transformierte sein Lese-Erlebnis von LEPLEJA auf höchst kreative Art: Er ließ sich mit seinem Max Dawson Project zu fulminanter Filmmusik inspirieren und vertonte 11 Szenen. Wer ihm bei Facebook folgt, durfte schon das eine oder andere Lepleja-Soundtrack-Video genießen. Und weil ich die Musik absolut toll finde, habe ich ihn jetzt gefragt, ob ich sie auf CD zum Buch dazutun darf. Hurra, ich darf! Heißt: Wer jetzt ein signiertes Buch für EUR 16,90 (zzgl. 3,80 Versand als versichertes Hermes-Päckchen mit Tracking-Nummer) bestellt, bekommt die CD im stylishen Vinyl-Look dazu geschenkt.
„Um nach vorn zu kommen und dort zu bleiben, kommt es nicht darauf an, wie gut du bist, wenn du gut bist, sondern wie gut du bist, wenn du schlecht bist.“ Martina Navratilova
So wunderbar übertragbar!
Ansich bin ich ja nicht so für Wertungen à la „gut“ oder „schlecht“. Da aber der Leistungsgedanke nicht wirklich aus meinem Leben wegzudenken ist, hilft es mir, diesen Spruch mitunter mal zu bedenken! 🙂
Zeitgleich mit der Empfehlung des Ankerherz Hörbuches „Unverkäuflich“ mit Bobby Dekeysers wilder Geschichte kam auch die Nachricht zu meinem neuen Hörbuchguthabem. Kurzerhand habe ich es „investiert“. Direkt heruntergeladen, ab auf den Mp3 Player, Kopfhörer in die Ohren. Die folgenden vier Stunden waren sehr einnehmend. Nur zweimal von gefühlt noch Wichtigerem unterbrochen. Mindestens so eindrücklich von Stephan Benson gesprochen (und ich bin da ja sehr pingelig) wie spannend und mitreißend von Stefan Krücken aufbreitet.
Wenn ich auch mitunter dachte: Es geht dann doch ganz schön oft ums Geld. Heftig dramatisch, sehr groß, irre und wild. Aber es geht auch um Träume, Tod und Bademäntel, um Rettung in letzter Minute, die Bedeutung von Freundschaft und Familie, untröstliche Verluste, unbezahlbares Vertrauen in einen selbst und auch in andere.
Am Ende denke ich:
Den Mann träfe ich gern mal. Sehr gerne. Wer weiß!? 🙂
Ich hätte Fragen an ihn.
Das Buch ist ein Mutmacher – vor allem, wenn die geneigten Leser oder Hörerinnen seine Erfahrungen auf ihr eigenes, vielleicht viel kleineres Universum übertragen können.
Es kommt nicht so oft vor, dass mich Hörbücher am hellichten Tage und außerhalb eines Autos fesseln.
DAS hat es getan.
Die Zeit rennt. Kaum bin ich hier angekommen, muss ich gefühlt meine Koffer schon wieder packen. Fast jeden Tag haben wir Menschen getroffen, mit denen wir schöne Sachen unternommen haben. z.B auf der Moskwa mit dem Ausflusdampfer zu fahren – abgelegt am Flussbahnhof im Norden Moskaus.
Trotz strahlenden Sonnenscheins konnten wir die „Moscow City“ nur durch Dunst erkennen. Ein Schelm , wer da an „Pollution“ denkt. 🙂
Die Sonne hat uns durch all die Tage begleitet: Bei dem Besuch der Mercedes Bar im Turm des Ukraine Hotels ließ sie „Moscow City“ geradezu „spooky“ aussehen. Wieder auf dem Boden der russischen Metropole angelangt tauchte sie das Hotel und die Moskau City in ein ganz anderes Licht:
Wo auch immer wir waren: Es war relativ ruhig im Vergleich zu anderen Jahreszeiten hier in der Stadt. Die meisten Moskauer sind aufgrund der Ferienzeiten im Ausland oder erholen sich von der Luft und dem Krach in ihrem Wochenend- und Sommerhaus, der Datscha.
Menschen, die ich aus Deutschland kenne, habe ich hier auf Getränke und Spaziergänge getroffen. Alex, der hier zufällig arbeitete. Lena, die mit uns das interkulturelle Training gemacht hat, bevor es uns hierher verschlagen hat. Sie nutzt den Sommer gerne, um in ihrer Heimatstadt zu Sale-Preisen Schuhe und Bücher zu kaufen. „Meine Expats in Moskau!“ lächelte sie stolz, und machte erst einmal ein Foto von uns beim Kaffee in der Schokoladniza.
Mit ihr konnten wir uns dann auch ausgiebig über all die Regulierungen austauschen, die die DUMA sich hat einfallen lassen. Es ist z.B. seit dem 1.Juli 2014 verboten, Damenunterwäsche, die weniger als 6% Baumwolle enthält, zu produzieren und zu verkaufen. Sie erzählte, dass man auch dem beliebten Schuhwerk High Heels, Ballerina und Sportschuh an den Kragen wolle. Alles natürlich unter dem Deckmantel der Gesundheitsfürsorge für die Frauen. Ungesund sei das. Bei meinen Nachforschungen dazu stieß ich u.A. auf: Politiker wollen verhindern, dass die Polizistinnen ihre Uniformen eigenmächtig zu Minirock und weit ausgeschnittener Bluse umarbeiten und sie ggf. auch noch durch High Heels „aufpeppen“. Kopfschüttelnd las ich die Artikel darüber…. mich wohl fragend, was denn wohl tatsächlich dahinter stecken könnte. Ich werde es nie erfahren. Damit kann ich aber leben. Die Menschen mit den Kontakten ins Ausland werden wohl wissen, wo sie Reizwäsche herbekommen. Schließlich haben sie sich auch hier an Plastic Fantastic Victoria Secret gewöhnt 🙂 Männer wie Frauen.
Seit der Rubel im letzten Jahr so gefallen ist, haben sie die Preise für Metro, Lebensmittel, Aeroexpress, Busse und auch für Briefmarken angehoben. Als ich gestern einen Russen fragte, ob er wisse, was inzwischen eine Postkarte ins Ausland koste, hat er laut gelacht. „Wir schreiben Mails und SMS! Wer braucht denn die Post? Das interessiert uns nicht.“
Tja. Das nur zum Thema: Snailmail. Dann werde ich mir wohl mal wieder Zeit mitnehmen müssen, um am Postamt Briefmarken zu erstehen. Denn Zeit kann ich da lassen. Schlangen in Kombi mit äußerst gemächlich arbeitenden Postangestellten sind aufwändig. Mögen die sich schon mal freuen, die in ein paar Wochen mal wieder eine Postkarte von mir in ihrem Briefkasten finden.
Ich hoffe, dass eine von denen auch in Deutschland läuft! 🙂
So viel im Umbruch, so viel in Bewegung, so viel Gewalt – in Wort und Werk , so viel Zorn, so viel Empörung,
So viel Zeit ….
lassen wir verrinnen.
Ratlos? Machtlos? Tatenlos?
Oder doch eher MUTlos?
Leider setzen sich Ängste, Zweifel oder Beschwerden viel eher fest im Geiste der Menschen als das, was als positiv zu verzeichnen wäre. Mit Flüchen und Pöbeleien, Besserwisserei und Abwertung erzielen, auch kleine, Menschen so viel mehr Aufmerksamkeit als mit gütigen Äußerungen, Beschreibungen oder Betrachtungen.
Respektvoller Umgang miteinander, das echte Gespräch, der Dialog und auch Demut erscheinen vergleichsweise anstrengend. Sie wirken jedoch – tief und lange.
Mir scheint, dass mehr denn je in Familie und Schule Machtverhältnisse bestimmt werden. Funktionieren ist wichtiger als glücklich sein, Gehorsam gewinnbringender als Eingenständigkeit. Kinder übernehmen aus Angst (vor was auch immer) die Meinungen ihrer Eltern oder Lehrer. Opportunismus wird gut geheißen. Kinder sind zu einem Produkt geworden.
Deshalb kann im Dickicht der gefühlten Anforderungen an Eltern und Kinder heute ganz schön viel schief gehen. Und es kann viel gelingen.
Ich wünschte, die Kids hätten (wieder oder endlich) die Chance, das eine oder andere Problem mal…
Als ich meinen Weg nach Moskau plante, war ich mutig. Mal eine neue Fluglinie- SAS. Nach der Erfahrung mit Brussel Airlines dachte ich wohl: Es kann nur besser werden. Am Montag morgen startete ich noch im Dunkeln mit einem wirklich netten Taxifahrer zum Hamburger Flughafen, wurde freundlich bei SAS empfangen. Die Dame am Counter schaute mich an und fragte, ob sie mal checken solle, ob ich auch einen passenden Platz bekommen habe beim Online Check in. Überraschung! Hatte ich!
Im Flugzeug dann entspannte Flugbegleiter. Beim Wechsel des Fliegers in Kopenhagen (was für ein kuscheliger Flughafen :-)) dann Ruhe, Übersicht, freundliche Menschen, und das alles, obwohl es früh am Morgen war.
Die Skandinavier haben was, dachte ich so bei mir. Und wurde auch in Stockholm überrascht. Noch leiser, noch bequemer, noch entspannter. Das Essen war gut ( und das habe ich wirklich selten erlebt).
In Moskau, ebenso ein neuer Flughafen für mich zur Landung, Sheremetjevo (gerne auch von uns als `Sheremettwurst´ betitelt sowie wir Domodedovo (oder so ähnlich) gerne Domodüsseldorf nennen.)
Ganz schnell war ich durch die Passkontrolle, gecheckt von einer heiteren Beamtin. Unter dem lichtdurchfluteten Dach die Treppen herunter, schnell angerufen, dass ich nur noch meinen Koffer holen muss, wurde ich auch schon am Ausgang erwartet. Mensch, ich bin ein Glückskind. Ein Handyfoto musste aber noch sein.
Trotzdem müde haben wir uns nach dem Genuss eines neuen Getränkes (Sanddorneisdrink – seeeehr lecker) per Aeroexpress auf den Weg Richtung Innenstadt gemacht. Meine Kamera zückte ich schon mal, weil ich mir sicher war, dass es irgendetwas zu entdecken und festzuhalten geben werde.
Lonely Runners
Das war dann auch das letzte Foto, das ich mit meiner Kamera geschossen habe, bevor ich sie achtlos habe im Zug liegen lassen. 😦 Gemerkt habe ich es erst daheim. Und umgehend setzte Selbstärger ein. „Ich dachte, sowas passiert Fotografen nicht!“ war der Kommentar meines Untermieters in Hamburg, dem ich das ein wenig verschämt gestand. Das dachte ich auch immer. Ich überlegte, wann ich das letzte Mal die Kamera in der Hand hatte, an was ich mich erinnern konnte. Es war ja schon mal gut, dass ich eingrenzen konnte,. dass sie entweder im Aeroexpress oder in einem der zwei Metrozüge liegen müsste, die wir genutzt haben, um zu den heimatlichen Gefilden zu gelangen. Wer allerdings Moskau kennt, oder schon mal durch die Menschenmassen in der Metro sich bewegt hat, und vor allem, wer um meine mehr schlecht als rechten Russischkenntnisse weiß, ahnt: Diese Erkenntnis verleitet nicht zu überschwänglichem Optimismus.
Auch wenn es nur Material ist, was da abhanden gekommen ist, und dann noch durch eigene Blödheit oder Unaufmerksamkeit: Mir war diese Kamera in den letzten Wochen so ans Herz gewachsen. Als ich dann noch feststellte, dass es diese kleine, elegante Vielkönnerin momentan nicht einmal mehr zu kaufen gibt, stieg mein Frust.
Am Folgetag wurden dann mein Lebensgefährte und sein russischer Kollege in der Firma aktiv – sie telefonierten, organisierten. Niemand sagte etwas. Zumindest mir nicht. Ich wurde nur eingeladen zu einem Stadtspaziergang in der Innenstadt. Bis dahin hatte ich zuhause lediglich eine halbherzige Nachricht an den Admin der Facebookseite von Aeroexpress geschrieben. Mich wohl erinnernd an das Glück, meinen Ipod vor zwei Jahren via Facebook wiederbekommen zu haben. Die meldeten sich umgehend (auf Englisch), fragten nach Details, formulierten daraus eine Anfrage an die Zentrale und wollten sich melden, wenn sie etwas herausgefunden hätten. So weit, so gut. Die Zeit, zu der ich das Haus verlassen musste, um pünktlich zum „Spaziergang“ anzutanzen, rückte näher und ich hatte noch nichts gehört. So ging ich los.
In der Metro erzählte ich dann von meinem Briefwechsel mit Aeroexpress und fragte, ob denn der Kollege etwas erreicht habe. „Das sollte eigentlich eine Überraschung sein!“ hieß es. Es gibt eine Chance, sagte er mir. Aber ich solle mich nicht zu früh freuen. So fuhren wir zu Lost & Found – Stelle am weißrussischen Bahnhof – und als hätte die Dame auf uns gewartet, zückte sie eine Plastiktüte – MIT MEINER KAMERA! Ich kann es noch immer kaum fassen – aber sie wollte wohl zu mir zurück, bei mir bleiben! Soll noch mal irgendeiner sagen, Moskau sei gefährlich!
Das erste, was ich danach entdeckte, als ich gen Himmel schaute:
und als ich den Blick wieder senkte:
Ich sage mal: DANKE!!! An mein Leben und die Menschen, die sich darin tummeln.
Überall ist Wunderland.
Überall ist Leben.
Bei meiner Tante im Strumpfenband.
Wie irgendwo daneben.
Überall ist Dunkelheit.
Kinder werden Väter.
Fünf Minuten später
Stirbt sich was für einige Zeit.
Überall ist Ewigkeit.
Wenn du einen Schneck behauchst,
Schrumpft er ins Gehäuse,
Wenn du ihn in Kognak tauchst,
Sieht er weiße Mäuse.
Viel zu feiern gibt es an dem heutigen Tag. Mein Patenkind hat ihr Abitur, mein Bruder Geburtstag – und wordpress gratulierte mir zum 4. Geburtstag meines Blogs! Er „fliegt“, wie sie es nennen, vor allem, weil Ihr, liebe Follower, ihn lest und betrachtet, teilt, kommentiert, diskutiert, fragt, antwortet und den Like Button nutzt. Habt Dank für Eure Treue! Keep in touch! Ich werde weiter machen. Eure Ulla
Als ich dieses Lied heute morgen noch mal hörte, erinnerte ich mich:
Mitunter feiere ich den 5.Juni! Überlebte ich doch vor vielen Jahren nur knapp, dass meines Volvos (neuer) Reifen hinten rechts platzte. Zwischen Mundelsheim und Pleidelsheim. Auf der linken Spur. Mit 120 km/h. Einhellige Meinung von Polizisten und Krankenwagenpersonal: Wäre das kein Volvo gewesen,wäre sie tot.
Seither weiß ich, dass es auf der Autobahn Bordsteinkanten gibt. Seither bin ich täglich dankbar, dass ich lebe. Seither bin ich sicher: Ich war noch nicht fällig. 🙂
Seither fahre ich erst recht Volvo.
Ich glaube, dass mich meine Neugier und meine Zuversicht schon durch Vieles gerettet und vor Vielem bewahrt haben. Aber seit diesem Tag lasse ich keine Gelegenheit mehr aus, Neues zu lernen, zu sehen, zu erleben. Und wenn was gar nicht geht – dann lasse ich es. 🙂
Nichts ist selbstverständlich! NICHTS!
Musikvideo zu gleichnamigen Song von Oliver Steller (Text:…
Der letzte Abend war höchst unterhaltsam. „Doch noch mal schnell miteinander sprechen!“ An Deck gestanden und gemeinsam gesungen, die untergehende Sonne genossen, die Wirkung der untergegangenen Gluehkugel beobachtet. Uns gegenseitig gezeigt, was fuer Zauberkuenste so ein Handy mit einem rot- goldenen Horizont zeigen kann. Gelacht, getrunken, Karten getauscht und um Mitternacht dann noch ein Wunschkonzert bekommen. Der Bayer hat geduldig dem Westfalen die Texte von Hubert von G., STS und Reinhard Fendrich übersetzt. (ich weiss nicht, wie man all die Namen der Österreicher schreibt – sorry) Den Tresen haben wir erst verlassen, nachdem wir andächtig „Der Mond ist aufgegangen“ mitgesummt hatten.