
Dieses Denken


Welcome to my Reality!


Komme gerade aus dem Buchladen. Und wie immer kurz vor Weihnachten tummeln sich dort auch Mütter, Omas und Tanten, die sich Gedanken, machen, was sie ihren Töchtern, Enkelinnen oder Nichten oder Patentöchtern an Geschichten zumuten können, wollen, sollen, dürfen, müssen, Unweigerlich suche ich nach Astrid Lindgren Büchern. Und ebenso unweigerlich entstehen Gespräche über weibliche Rollenvorbilder. Ich bleibe dabei: Pippi Langstrumpf ist noch nicht ersetzt – und bleibt für mich unschlagbar. Momo vielleicht noch. Ganz vielleicht. Und Ihr?

Der vierte Advent: schon wieder! Ganz viel anders als im letzten Jahr fühle ich mich gerade nicht. 🙂 HAbt einen friedlichen dieser Sorte! Das wünsche ich Euch!
Jetzt fange sie an, diese Tage, die feierlichen, an denen auch ich mich neu wundern mag. Eingeläutet habe sie mit einem, an dem ich nicht groß reden wollte und mir nach Erinnerungen und Impulsen war. Um Mitternacht kam mir dann die Idee, mir einen meiner Favoriten in Sachen Film/Geschichte/Musik anzusehen. Und mir mal wieder selbst zu erlauben, ein paar Tränen zu vergießen. 🙂
Habt einen wunderbaren vierten Advent.


Hatte gestern Abend den Link zum Video des letzten Beitrags an InFusion Trio geschickt. Gefreut haben sie sich: „The people from Supertalent do not have a clue what we really do om stage!“
Vielleicht entdecken die das ja mal. 🙂
Zumindest haben mir die InFusions Mut gemacht, auch das nächste Video noch hochzuladen.
Have fun with the medley!
August 2015 in Tulcea, Romania.

Da habe ich doch glatt DIE Band InFusion Trio schon gesehen, genossen – und aufgenommen. 🙂
Ich gönne ihnen den Erfolg 🙂

Schwer beeindruckt komme ich aus dem Kino. „Eiwge Jugend“ ist die m.E. schlappe Übersetzung für den eigentlichen Titel „Youth“. Michael Caine übertrifft sich mal wieder selbst. Jedes Bild war wie eine wohl komponierte Fotografie, die Menschen darin hatten immer Zeit. Bis auf einen. Den hilflosen Engländer, der für die Queen arbeitet. Der wird fast verrückt daran, dass Fred nur noch seinen Ruhestand genießen will. Nicht eine Szene war langweilig oder vorhersehbar, nicht ein Dialog bekannt, nicht eine Reaktion auf die verschiedenen Ereignisse „logisch“. Ein überraschender Film. Eine überrraschende Story. Eine erstaunliche Reflexion des Alterns. Aus Sicht der ebenfalls alternden Begleiter, Kinder, Freunde. „Lassen wir uns nicht von der Wahrheit irrtieren!“
Ich kann ihn nur empfehlen samt des Soundtracks von David Lang. Unglaubliche Musik zu den ebenso unglaublichen Bildern.
Mir geht er nach, hat mich erreicht, bleibt, glaube ich.
Highly recommended!

she breaks down and cries.“ Tim Burton
There are some girls in my life who have „many eyes“. Thanx for that.
🙂

Einen aussichtsreichen, besinnlichen, heiteren ersten Advent wünsche ich Euch.

„Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.“ J.W. Goethe



„It needs a village to raise a child, it needs a village to abuse one.“
Während des Films habe ich mein Notizbuch gezückt und geschrieben. DAS wollte ich mir merken.
Spotlight– ein wirklich spannender Film über investigativen Journalismus, über Missbrauch und Seilschaften in Kirche, Stadt, Staat und Politik. Über Korruption, Angst, Verdrängung, Geduld, Ungehalten sein. Opfer wurden gezeigt, aber auf Filmszenen zu den Missbrauchssituationen verzichtet. Keinerlei Sensationslust, dafür viel Anstrengung, Dialog, Durchhaltevermögen, Zusammenhalt, Recherchen, gemeinsame Arbeit.
Der Film geht mir nach. Ich hätte gern applaudiert.
Unbedingt anschauen! Highly recommended!
Im Februar 2016 wird er in die deutschen Kinos kommen. Soll er zumindest – laut ImdB. We`ll see.


Gestern bedankte eine Freundin sich für die Postkarte, die sie von mir hier aus den Staaten bekommen hat. „Nicht mal abgestempelt!“ schreibt sie, „Haben es wohl nicht übers Herz gebracht, Elvis und Jimi Hendrix einen auf die Nase zu geben.“ 🙂
Danke für das Danke. 🙂
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Es gibt hier die Möglichkeit, Briefmarken auf Vorrat zu kaufen – und sie über die Teuerungen hinweg zu nutzen. Wenn „Forevers“ darauf steht. 🙂 Das sind die neuesten Forevers. Da auch hier das versenden von Schneckenpost nicht billiger wird, habe ich mal einen größeren Vorrat angelegt. 🙂

Eiskalt ist es hier inzwischen. Schnee ist angekündigt! Gestern haben wir noch bei Sonne den Weg gen Williamstown angetreten. Das zweitgrößte Musuem in den Staaten steht dot. Hatte auch geöffnet. Ein lichtstarker Bau, tolle Bilder, außerordentliche Ruhe, und eine Überraschung für mich. Elisabeth Lenk, einst Studentin von Th. W. Adorno, war Gast in einem öffentlichen Panel. Ich war ein wenig aufgeregt, gebe ich zu. Helden der alten Zeiten. Die Frage, wieso sie sich hier aufhält, war schnell geklärt. Frisch erschienen: „The Challenge of the Surrealism“ Der Titel eines Buches, dass es so für den deutschen Markt nicht gibt. Nicht, dass ich viel Neues erfahren hätte. ABER: Es war ein wunderbarer Link in meine Geschichte. 🙂 Bin dankbar. #lenk #adorno #turner #surrealism #theclark

Danke an Heidrun Müller für diese Erinnerung. http://www.spurenleserin.de/
„Denn wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann:
In den lärmenden dampfdunstigen Hafenstädten werden die großen Schiffe stöhnend verstummen und wie titanische Mammutkadaver wasserleichig träge gegen die toten vereinsamten Kaimauern schwanken, algen-, tang- und muschelüberwest den früher so schimmernden dröhnenden Leib, friedhöflich fischfaulig duftend, mürbe, siech, gestorben –
die Straßenbahnen werden wie sinnlose glanzlose glasäugige Käfige blöde verbeult und abgeblättert neben den verwirrten Stahlskeletten der Drähte und Gleise liegen, hinter morschen dachdurchlöcherten Schuppen, in verlorenen kraterzerrissenen Straßen –
eine schlammgraue dickbreiige bleierne Stille wird sich heranwälzen, gefräßig, wachsend, wird anwachsen in den Schulen und Universitäten und Schauspielhäusern, auf Sport- und Kinderspielplätzen, grausig und gierig, unaufhaltsam – der sonnige saftige Wein wird an den verfallenen Hängen verfaulen, der Reis wird in der verdorrten Erde vertrocknen, die Kartoffel wird auf den brachliegenden Äckern erfrieren und die Kühe werden ihre totsteifen Beine wie umgekippte Melkschemel in den Himmel strecken –
in den Instituten werden die genialen Erfindungen der großen Ärzte sauer werden, verrotten, pilzig verschimmeln –
in den Küchen, Kammern und Kellern, in den Kühlhäusern und Speichern werden die letzten Säcke Mehl, die letzten Gläser Erdbeeren, Kürbis und Kirschsaft verkommen – das Brot unter den umgestürzten Tischen und auf zersplitterten Tellern wird grün werden und die ausgelaufene Butter wird stinken wie Schmierseife, das Korn auf den Feldern wird neben verrosteten Pflügen hingesunken sein wie ein erschlagenes Heer und die qualmenden Ziegelschornsteine, die Essen und die Schlote der stampfenden Fabriken werden, vom ewigen Gras zugedeckt, zerbröckeln — zerbröckeln — zerbröckeln —
dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpesteter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den unübersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig, lästernd, klagend – und seine furchtbare Klage: WARUM? wird ungehört in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen, ungehört, antwortlos, letzter Tierschrei des letzten Tieres Mensch – all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, vielleicht heute Nacht schon, vielleicht heute Nacht, wenn – wenn – wenn ihr nicht NEIN sagt.“
zitiert aus: Wolfgang Borchert, Das Gesamtwerk, Rowohlt 1986, Seite 318 ff
