
Gefunden auf dem Tisch im Torro Grill in Moskau
Das Steak war großartig… und wir haben noch gewagt, Scherze zu machen.
„Medium , NOT WELLDONE, please“

Welcome to my Reality!
To move in Moscow is mostly following advices, to react on impulses, not to make plans. Sitting in an Irish Bar can mean you get „plans“ for two and more days. The first recommandation was the one for „Acropolis“ the next one, an hour later, was an invitation to the „Roadhouse Blues Club“ at the „Prospect Mira“
They promised us a concert of the Django Band. So we went there – good action for a Saturday night and we were ready for another surprise.
Polina Kasjanow – Gesang
Dmitry Merchants – Guitar
George Yashagashvili – Guitar
Alexander Baydakov – Kontrabass
13 € entrance fee was ok… 300 Rubles of that could be used for a drink at the bar.
It was so full, that we couldn`t expect to get a chair or a place to sit. BUT – the guy who invited us organized, that we found one. As we got to know soon – we were sitting right beside the parents of the singer.
Their daughter and the band were celebrating the fifth anniversary of the band that night. Another surprise and a good explanation for the group of ladies which were costumed in fashion of the 20 ies of the last Century.
I couldn`t find a session from that evening on youtube- maybe not yet. BUT:
The proud father was taking shots and films of the show by his tablet – so I could have taken shots of his tablets screen…
But I didn`t. I took one of him, while he was critically watching the pictures he took. 🙂 I sent it to him. And he was really happy about that picture and I promised him, not to publish it. 🙂 Making friends in a Blues Club.
If we wouldn`t have been in contact about this, we would had to contact latest when the bill had to be paid. They only bring bills for a table not for single people or different groups at one. We arranged the paying. And it was a nice evening ending at midnight – for us. The last Metro is going at 12:30—- so it was better to leave although the Jam session was still going on. One song better than the other. And a lot of musicians who are so excellent with their instruments.
Wonderful music… wonderful evening… wonderful experience….. and an new bar we can spend time… and a new band we can listen too – even on youtube 🙂
Inzwischen scheint die Sonne wieder in der Stadt, die in der letzten Woche noch mal so vom Schnee überrascht worden war. Am letzten dieser fiesen, nassen Abende hatten wir bei einem Kneipenbesuch den Tipp bekommen, uns die Ausstellung „Acropolis“ anzuschauen.

Dort zeigte man Bilder von Menschen, die nicht (mehr) alle Körperteile haben. Nach einem missglückten Versuch, am Samstag die Ausstellung zu sehen, drangen wir sonntags wenigstens bis in den „Coworking Space“ vor , in dem sich die Ausstellung befand.
Direkt am Eingang des umgebauten riesigen Raumes gab es eine Concierge. Die hielt uns auf und wollte Eintrittskarten sehen- nein, nicht für die Ausstellung, sondern für eine weitere Veranstaltung, die an dem Tag dort abgehalten wurde. Das sah weniger nach einem Kunstprojekt aus. Lauter junge Menschen, die ihre Rechner auf Tischen platziert hatten, liefen mit Smartphones am Ohr oder in der Hand durch die Halle. Die hatten eindeutig nichts mit dem zu tun, was da ausgestellt war.
Man gewährte uns zehn Minuten, um die Bilder anzuschauen.
Reste, nur noch Reste von dem, was ich im Netz an imposanten Bildern und Aktionen zum „BezGraniz Festival“ (OHNE GRENZEN FESTIVAL“ gefunden hatte. Im Vergleich zu meinen Erwartungen durch den Trailer wirkten die Bilder lieblos aufgehängt und fast verloren an dem grauen langen Vorhang, mit dem der riesige Raum unterteilt war.
Ob es kunstvolle Sozialkritik oder sozialkritische Kunst sei, hatte die Moskauer Deutsche Zeitung am 10.3. Initiatorin des Projekts, Janina Urussowa, gefragt. Das sollten Kunstexperten entscheiden, antwortete sie. Auch als Kunst habe sie das gemeint. Die Menschen seien da aber unterschiedlicher Meinung.
Die Vorbereitung habe lange gedauert. Von den Models seien viele auch Paralympics Sportler, also Menschen, die sich zumindest einiger Möglichkeiten ihrer Körper bewusst seien. Ihre Begrenzungen seien ihnen aber auch präsent. Dieses Projekt zielte eher auf die ästhetischen Aspekte ihrer Behinderung.
Schönheit!
„Die Bilder sollen die Leute dazu anregen, nachzudenken: Was ist Schönheit? Und warum fahren wir durch die ganze Welt um antike Überreste in Museen zu bestaunen? Die Menschen, die um uns herum leben und körperliche Behinderungen haben oder irgendwie entstellt sind, diese Menschen wollen viele normalerweise nicht sehen, nicht in ihrer Nähe haben. Der Betrachter soll die Grenzen seiner Wahrnehmung in Bezug auf andere Menschen erkennen.“
Wo tatsächlich Menschen darüber in Austausch kommen, interessierte mich sehr. Den Sponsoren nach zu urteilen müsste sich die Ausstellung auch in Deutschland mal sehen lassen. – oder ziehe ich da falsche Schlüsse?
Tja, denke ich mir. Wie so oft.
Wir wurden seltsam begutachtet, als wir zu zweit die Bilder der Ausstellung entlangliefen.

Verhängt war dieses Gesamtkunstwerkwerk von einem riesigen Screen für die laufende Veranstaltung des Tages.
Ich persönlich finde die Idee grandios. Ich halte das für Kunst.
Möge sie sich verbreiten oder Ansicht und Anklang finden. Mögen viele über sie lesen und sie noch anschauen können.
Ich machte (mir) so gern selbst ein Bild.
Unterwegs sein hilft.
Stillhalten manchmal auch.
Meistens sogar.
Wachsein ist empfehlenswert.
Auch Verdauungs- und Erholungsschlaf.
Für das Entdeckte.
Das Erlebte. Das Gehörte.
Mitunter schliefe ich lieber, weil ich nicht sehen mag, was ich erblicke. Am wenigsten noch mag ich den Argwohn, der mitunter in mir dann hochsteigt und sich von meinem Tag die Aufmerksamkeit klaut, die ich so gerne anderen Dingen zuwendete. Tagesform. Ist das die Beschreibung von Tagesform?
Mir hilft eine betörend gespielte Gitarre und dazu eine seit Jahrzehnten vertraute, geliebte Stimme.
Van Gogh – was für eine gute Idee! Dachte ich am Samstag, als Freunde das hier vorschlugen als Sonntagsausflug. Tickets bestellt, ausgedruckt…. Und am Sonntag dann mit der Metro quer durch Moskau gefahren. Angekommen an einer Station, an der sich gleich drei Bahnhöfe befinden. Noch schien die Sonne. Heftig wehte der Wind. Er schob viele Wolken schnell zusammen. Grau wurden sie und schwer. Es roch nach Schnee. Und noch bevor wir an der Kunsthalle ArtPlay angekommen waren, peitschte der Wind den fallenden Schnee selbst durch die Tunnel. Die Flocken schmerzten im Gesicht.
Es fühle sich an wie eine Vorbereitung auf das, was uns erwartete.
Lange Warteschlangen deuteten an, dass wir nicht die Einzigen waren, die sich das als Sonntagserlebnis auserkoren hatten. Familienausflusgzeit. Menschen allen Alters drängelten durch Gänge. Froh, dass wir die Tickets schon in der Hand hatten, schlängeleten wir uns an den Wartenden vorbei. Schick gemacht, auf Highheels stehend rückten die Frauen noch ihre Frisur zurecht, Männer fingen ungeduldige Kinder ein. Sicherheitsbeamte schleusten uns zum Eingang der Ausstellung. Den ersten Gang säumten die Klassiker Van Goghs mit Informationen zu den Bildern und den drei Orten seines Wirkens zwischen 1880 und 1890. Schon dort lockte die Musik „hinter“ den schwarzen Vorhang.

Den langen Gang durch- „gestanden“, eröffnet sich einem die Interpretation der Gefühlswelt Van Goghs, seiner Gedanken und Arbeitsweisen während seiner Zeit in Arles, Saint Rémy und Auvers-sur-Oise. Den Orten, an denen er viele seiner zeitlosen Meisterwerke geschaffen hat. Ich habe mein Hirn mal abgeschaltet. Einfach genossen: Die ungewöhnliche Form des Zugangs, die Neuentdeckungen, das Lernen über Stilmittel und Elemente, die wohl auch „Vincent“ inspiriert haben müssen.
Die Videos, die über den Boden als lebendes Bild liefen, forderten Kinder heraus, sich mit ihnen zu versuchen.
Sie knieten mitunter am Rande der Installation, als fürchteten sie, dem Bilde zu schaden. Mir haben die Kinder viel Spaß gemacht – oder besser: Mir hat der unbegrenzte Spaß der Kinder an den Installationen Freude bereitet. Wenn sie mit ihren Schatten spielten, Teil der Bilder wurden, die an den Wänden und am Boden an ihnen vorbei, unter ihnen her, über sie hinwegschwebten. Sie konnten sich dort frei bewegen.
Es war voll in den Räumen. Die Menschen posierten vor den Leinwänden, ließen Beweisfotos von sich machen. Manche saßen nur andächtig oder standen fasziniert zwischen dem bildhaften Geschehen. Ja, das ist schon anders, als in den heiligen Hallen eines herkömmlichen Museums zu stehen und einem ebenso heiligen Bild zu huldigen. Still, andächtig, fast ängstlich den Interpretationen einer Museumspädagogin zu lauschen und immer zu fürchten, man tue etwas Unrechtmäßiges, weil die Wärter auf den Stühlen einen scheinbar durchbohrend kontrollieren.

Hier durften alle, wenn sie wollten, laufen, gehen, sitzen, sich mal drehen, reden, hören, gar durch die Bilder laufen – wenn sie den Mut hatten. 🙂 Ich hatte mich zu der Art der Ausstellung im Vorfeld NICHT schlau zu machen versucht.
Ich lasse mich halt gern überraschen. In diesem Falle sehr: von den Zeichnungen und Skizzen, von der Dramaturgie, der Musikauswahl, der Choreographie. Eine wunderbare Weise, einen Zugang zu Kunst (auch für Kinder) zu schaffen. Vielleicht erinnern die Menschen irgendwann das sinnliche Erleben – und koppeln daran den Namen Van Goghs, und werden anders neugierig auf Kunst.

Gerne hätte ich Musik, z.B. den Smmer aus den Vier Jahreszeiten hier verlinkt – aus unerfindlichen Gründen bekomme ich bei Youtube aber seit gestern nur „Error“ Meldungen. Wer mal schnuppern möchte, tue das bitte auf der offiziellen Seite der Van Gogh Alive
Dort gibt es unten rechts auf der Seite ein Video, das einen schon mal ein wenig eintauchen lässt….
Wünsche viel Freude damit. .-)
Manchmal mit dem Bus, mal mit dem Auto, mit dem Schiff, mit dem Fahrrad, früher auch mal mit Rollschuhen, Skiern, Schlittschuhen und sogar einen Gleitschirm gab esfür eine lange Weile. Heute aber eher mit der U- Bahn, Straßenbahn, Metro, laufend, tanzend, gehend, schreitend, hüpfend, schleichend, wartend mitunter, stehend, sammelnd, kriechend, rollend, rückschauend, drehend, fast immer aber nach dem Motto: Augen auf!
Ganz wichtig dabei: unterschiedlichen Tempos. Noch wichtiger: Pausen. Und immer respektvoll.
Die Brücken, die ich zwischen all dem Erkannten, Erlebten, Gefühlten, Gelesenen, Gedachten, Gesehenen, Beobachteten, Betrachteten baue oder schaffe…. bringen mich vorwärts…. Zumindest ist es ein Prozess, der immer Neue und Neues bringt- für mich und auch für andere – den ich als „vorwärts“ empfinde.
Gerade, auf der Suche nach einer „passenden“ Musik, kommt mir folgende Frage: Welchen Grund mag es geben für meine Leidenschaft für Chöre?…….
Vielleicht die vielen Menschen? Die vielen Stimmen? Die bunten Geschichten? Das Gesamtwerk aus all dem?
Ach, wer weiß das schon…..
FUTURE ….. so heißt er, der Schlüsselanhänger…. und wo seine Zukunft stattfindet, „hängt“ tatsächlich an meiner Tasche. 🙂
Unlängst hing er vor dem Luxuskaufhaus „GUM“ , das eine Längsseite des Roten Platzes in Moskau säumt und seit dem letzten Herbst ausgiebig sein 120 jähriges Bestehen feiert – auch auf dem Roten Platz.
Während wir dort waren, konnten wir eine Menge Menschen sehen, die stolz ihre Tüten mit all den Luxusmarken dieser Erde aus dem Einkaufsparadies schleppten.
Und als ich FUTURE in den Baum hängte – hoch in den Baum hängte 🙂 – zogen wir so einige Blicke auf uns.
Ein bisschen Spaß muss sein.
Das GUM hat eine lange, bewegte Geschichte. Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, durchlief es, je nach politischer Führung des Landes, verschiedene Funktionen. Zu Sovietzeiten war es jahrelang geschlossen, dann wurde es als „Staatliches Kaufhaus“ genutzt – und später umbenannt in „Hauptkaufhaus“.
As ich 1992 das erste Mal in Moskau war, hatten sich bereits Henkel und Karstadt mit Ladenlokalen niedergelassen. Das Gebäude war voller Handwerker. Der Stuck wurde restauriert, die Gläser erneuert. Man konnte derzeit nur mit Devisen dort einkaufen. Auf dem Flug dorthin hatte ich den Verantwortlichen von Karstadt kennengelernt – und er lud uns ein, wenigstens mal einen Blick hineinzuwerfen. Nun gut, und Devisen hatten wir natürlich auch. 
„Im Juni 1993 feierte das nunmehr privatisierte Warenhaus sein 100-jähriges Bestehen mit einem mehrtägigen Volksfest und einem im Stil des späten 19. Jahrhunderts inszenierten feierlichen Umzug am Roten Platz. Wenig später wurde der zentrale GUM-Eingang vom Roten Platz aus nach rund 40 Jahren wiedereröffnet: Zu Sowjetzeiten war er für die Öffentlichkeit geschlossen, da die Staatsmacht damit verhindern wollte, dass sich Gedränge und Warteschlangen direkt am Roten Platz bildeten und das Erscheinungsbild des sowjetischen Staates in den Augen ausländischer Touristen verschlechterten.“… mehr hier….
Heute finden sich keine Schlangen mehr im GUM…. es gibt nicht so viele, die sich das leisten können. Gerüchte sagen, es nähmen Menschen hier Kredite zu hohen Zinsen auf, nur um sich zu kaufen, was es dort an vermeintlichen Statussymbolen zu erstehen gibt. Das Materielle scheint seinen Reiz in den Metropolen nicht verloren zu haben.
beliyas FUTURE hat den Ort mal ganz gern besucht 🙂
Er weiß ja, aus was er hergestellt ist 🙂

Bliebe der Schlüsselanhäger dort, passierten ihn täglich mehr als 75tausend MetrofahrerInnen. Das war ihm zu viel….. und er wollte wieder zurück in die Tasche und mit mir weiter fahren. Dieses Denkmal erinnert an die Proteste in den Jahren 1905 – 1907 , die retrospektiv auch gern als Generalprobe für die Revolution 1917 gesehen werden.

Von hier aus blickt man- fast ungehindert- auch auf die ständig sich ändernde Skyline von Moskau- City. Nicht so furchtbar schwer, denn diese neuen Türme sind wirklich gigantisch. Einer dieser hat unlängst von mir den Spitznamen „Aquarium“ bekommen. Why? 🙂
Moskau um halb sieben. Gefühlt noch warm, solange die Sonne ihre letzten Strahlen verstärkt durch Reflektionen.Lichtspiele, die dem Versuch gleich kommen, das Grau der letzten Tage wieder gutmachen zu wollen. Ein Gedicht.
Staubige Romanzen, wortloser Wahnsinn, sonntägliches Kranschwingen, Mond im Osten, Sonne im Westen.
Have a nice evening!
Da war dieser Frauentag. Dieser 8. März. An dem ich auf ein wenig Sonne wartete. Am Nachmittag wenigstens. Grauhimmelbeschäftigung: Gegenüber weht seit fünf Tagen eine Plastiktüte im noch winterlichen Baumwipfel. Immer wieder wollte ich die Kamera in die Hand nehmen und es festhalten. Heute habe ich es mir gegönnt. Fotos aber waren – ob des schillernden Graus – nicht aussagekräftig, befand ich. Ich filmte. Und während ich dem Rhythmus der Tütenbewegung folgte kam mir der Beat der Musik von Arstidir mal wieder in den Sinn.
Um sieben Uhr am Abend dann, die Sonne war wohl schon, noch unter grau, hinter den Häuserreihen verschwunden. Der Himmel war dann wolkenfrei. Und noch leicht blau.
Also: nichts wie vor die Tür. Im Brauhaus gab es dann BUNT: An Frauen, Zigarettenschachteln, Früchten und Getränken. Nicht zu vergessen: Handycover!
Ich bin ja noch selten in meinem Leben an dem letzten Arbeitstag vor dem 8.März in Moskau durch die Straßen gelaufen. KEINE Frau ohne Blumen in der Hand! In der deutschen Presse fand ich heute online auch Artikel wie: „Wir lieben Floristik!“ Über den unsäglichen ZEIT Artikel „Was will das Weib?“ lasse ich mich lieber nicht aus. Es wird Zeit, keine Zeit mehr zu verschwenden, um die ZEIT zu solchen Themen zu „konsultieren“.

Meine Russischlehrerin erzählte mir, dass ansich die russischen Frauen, die am 08.03.1917 zu Tausenden in St. Petersburg gegen Krieg und Hunger protestierten, die eigentlichen Revolutionärinnen des Landes waren.
Der Russische Frauentag, gefeiert am 8. März, hat nichts mehr mit einem Kampf um Gleichberechtigung, Arbeits- und Wahlrechte zu tun.
Der Weltfrauentag wird in Russland seit 1913 gefeiert. Als durch die Oktoberevolution 1917 laut Bolschewisten alle gleichberechtigt waren, „mussten“ die Frauen hier nicht mehr um Rechte aller Art kämpfen. Höre ich die eine oder andere Frau hier argumentieren, empfinden sie diese heute mitunter als Pflichten. 
So entwickelte sich in Russland der urspünglich als Frauen-Kampftag gedachte 8.März zum arbeitsfreien Nationalfeiertag, einer Mischung aus Valentins- und Muttertag. Mit vielen Blumen und Liebeserklärungen stimmt frau sich hier auf den Frühling ein. Überall: In Büros, Schulen, Familien und natürlich auch unter vier Augen. Jungen überraschen ihre Mutter, Oma, Mitschülerin, und Männer ihre Ehefrau, Tochter, Arbeitskolleginnen mit einer Aufmerksamkeit. Blumen, immer nur in ungerader Zahl verschenkt, sind Pflicht. Wer nicht im Fettnapf stehen will, schenkt sie in weiß oder rot. Ansonsten lieben russische Frauen Parfum, Schmuck, Pralinen….. offensichtlich ändert sich daran laut Umfragen der letzten Jahre nichts.
Mastercard hat mal erhoben, was der russsische Mann trotz Finanzkrise so an Geld ausgibt, um die Frauen um sich herum zu beglücken. Der Moskauer zückte 2009 durchschnittlich um die 120 €, der St. Petersburger ungefähr 109 €.
Den Herren in Festanstellung wird hier nahegelegt, bitte für den letzten Arbeitstag vor diesem legendären Frauentag alle Damen in seinem Department zu bedenken. Die Gefahr, ansonsten in Ungnade zu verfallen, scheint groß. 🙂
Ja, in Moskau erwarten die Damen eine Menge Tand und die Geschäftsleute freuen sich ein Loch in den Bauch und über volle Kassen.
Da dieser Tag in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, wird der arbeitsfreie Tag am Montag dafür spendiert. Hier gibt es keine arbeitsgeberfreundlichen Feiertage. Fällt hier ein Feiertag auf einen Samstag oder einen Sonntag, wird der freie Tag in der folgenden oder in der laufenden Woche gewährt. Tja, so geht das auch. 🙂
Was auch immer Ihr feiert oder feiern wollt!
Alles Gute zum 8. März, liebe Frauen!
Ein letzter Fund…..
Der ein oder andere Mensch aus meinem Bekanntenkreise könnte das kennen. 🙂
Und passt erschreckend gut zu dem, was ich hier gerade erlebe…. beste Grüße aus Moskau.
„Freunde sind mir die, mit denen ich
Essen und trinken und reden kann.
Die mich in meiner Küche kennen,
Und denen ich sage: Komm setz dich ran.
(Keine Probleme und Komplikationen:
Wie füttert man den? Ist der Schnaps gut genug?)
Mit denen ich gemeinsam in den Jahren
Meine und ihre Lasten abtrug:
Krankheit der Kinder und Weltüberdruss.
Mit denen ich die Nächte zerrede.
Und doch kommt es nie zu einem Schluss.
Das kann auch über Fernen bestehen.
Auch wenn man sich lange Zeit nicht sieht:
Halten wir nur aneinander fest,
Was immer sonst auch mit uns geschieht.
Freundschaften sind wie Abenteuer,
An die man sein ganzes Leben setzt.
Versagt man oder wird man verraten,
Hat man sich mehr als die Haut verletzt.“
Eva Strittmatter
Danke, dass ich solche Freunde habe!
In diesem Sinne wünscht Euch von Herzen
eine gute Woche
Ulla

„Kein Mensch hat das Recht zu diktieren, was andere Menschen wahrnehmen, erstellen oder produzieren sollten. Aber alle sollten ermutigt werden, sich selbst, ihrer eigenen Wahrnehmungen und Gefühle bewusst zu werden und Vertrauen in ihren kreativen Geist wachsen zu lassen.“
Ansel Adams, Fotograf (20.2.1902 – 22.4.1984)
Die Fotografie ist ein wunderbares Mittel, um sich auszudrücken. Sie ist ein guter Spiegel für das, was wir sehen und vor allem, WIE wir sehen.
Bilder erzählen Geschichten – immer über mindestens zwei Menschen: Den Fotografen und den Betrachter.
Deshalb ist die Fotografie für mich zu einem der wichtigen Mittler geworden für das, was ich die Lehre der Beziehungsaufnahme und Beziehungsgestaltung nenne.
Mögen die Menschen neugierig sein auf die Wirkung ihrer Bilder, Geschichten und Produkte – und mutig ihre eigene Intention und Haltung mit den Reaktionen darauf abzugleichen.
2. Station
Houston/Texas.
Ein nicht ganz so bequemer Flug endete mit vergeblichem Warten am Gepäckband in Houston. Als ich die vermeissten Koffer melden wollte, wurde ich darüber aufgeklärt, dass sie durchgecheckt wurden – bis Buenos Aires. Inzwischen hatte sich Schlange vor dem Zoll auf gefühlt unendlich verlängert Die Zeit begann zu drängen. Mein Weiterflug………. dipppdidippdidipp…. Erst gab es eine offene Zollstation, dann waren es zwei. Nach vierzig Minuten wurden dann sogar noch eine dritte und vierte geöffnet. Ich war die letzte Passagierin, die sie passierte. Zumindest im selben Terminal startete der nächste Flug. Am Schalter angekommen, bekam ich noch einen besseren Platz…. und hatte noch Zeit, ein „Beweis“- Foto zu machen. Der rote Anhänger (beliya) hatte es ganz schön dunkel für die vielen Stunden im Handgepäckfach, eingeschlossen, gequetscht, wahrscheinlich auch kalt. Aber als Wächter für meine Fotoausrüstung machte er ganze Arbeit.
Um das Gefühl zu beschreiben, was mich auf Flughäfen ereilt…. kommt mir Hermann van Veen zur Hilfe…
Die Zeit, die Zeit…
„Früher hätte ich in den Keller gehen müssen, um meine alten Platten durchzuwühlen. Heute reicht ein Klick. Mal sehen, ob Du dich erinnerst!“
Danke an den OldMan für diesen Geburtstagsgruß ans Ende der Welt. 🙂
Herzlichen Dank noch mal für all die bunten Glückwünsche, die mich dort erreichten! Solche machen das Älterwerden geradezu schön 🙂
Zum Internationalen Tag der Muttersprache muss ich das einfach noch mal aktualisieren. Ich liebe unsere Sprache. Es hält mich nicht davobn ab, auch anderer Menschen Muttersprache zu lernen – doch pflege ich die meine auch gern und noch lieber spiele ich mit ihr.
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Von einem, der sich mit seiner Sprachakrobatik für alle Lebenslagen in mein (Autoren) – Herz spielte. 🙂
Danke an Philipp Scharri!
2014. Unerwartete Unterhaltung am Krankenbett einer passionierten, bereits lange pensionierten Lehrerin.
Eine Mutter erzählt von ihrem Sohn mit ADHS. „Es ist jetzt alles gut.“ Stille. „Er hat Ritalin auch erst mit 12 bekommen“ Noch lautere Stille. „Und jetzt mit 18 Jahren nimmt er es immer noch. Und er ist jetzt ein guter Schüler, ein Vorzeigeauszubildender! Schreibt gute Zensuren. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal sagen würde: Ich habe einen tollen Sohn!“
Die Kranke beginnt zu sprechen: „Wir hatten mal im Dorf einen Pfarrer. Der hatte alle Sorten Kinder. Und wenn man ihn fragte, was er gegen das eine oder andere Verhalten dieser zu tun gedächte, antwortete er schon mal: Junge Hunde ertränkt man nicht!“
Auf Nachfragen, was das mit ihrem Sohn zu tun habe, antwortete sie: „Tja, Ritalin ist wohl heute DAS Mittel, um die „jungen Hunde zu ertränken“.
Wie sehr wünschte ich heute Kindern, dass sie noch in der Schule tätig wäre.
„Home
That’s where I want to be
But I guess I’m already there
I come home
You lifted up your wings
I guess this must be the place“
SHAWN COLVIN LYRICS
„This Must Be The Place (Naive Melody)“
(originally by Talking Heads)
Home
It’s where I want to be
Pick me up and turn me round
I come home
Born with a weak heart
I guess I must be having fun
But the less we say about it the better
Let’s make it up as we go along
Feet on the ground
Head in the clouds
I’m okay, I know nothing’s wrong
Hi ho
Got plenty of time
Mm, yeah
Hi ho
You got light in your eyes
And you’re standing here beside me
I love the passing of time
Never for money
Always for love
Cover up and say good night
Say good night
Home
That’s where I want to be
But I guess I’m already there
I come home
You lifted up your wings
I guess this must be the place
Because I can’t tell one from another
Did I find you or you find me?
There was a time before we were born
If someone asks this is where I’ll be
Hi ho
We drift in and out
Mm, yeah
Hi ho
Sing into my mouth
And out of all those kinds of people
You got a face with a view
And I am just an animal looking for a home
To share the same space for a minute or two
Will you love me until my heart stops?
Will you love me until I’m dead?
You got eyes that’ll light up
Eyes that look through
Cover up the blank spot
Hit me on the head
Say good night
Say good night
Say good night
Es klingelte. Ein Schlüsselanhänger, gewonnen bei beliyas Fashionweek Verlosung, kam heute ins Haus geschneit. Ok,…. nicht geschneit… sagen wir so: Er erreichte mich pünktlich vor meiner Abreise nach Buenos Aires.
Wer noch nicht weiß, was beliya ist, welche Idee sich dahinter verbirgt, der oder die folge einfach mal dem Link. ——> beliya
Da ich selbst gaaaaaaaaaaaaaaanz viel für beliya übrig habe, weil ich dieses Projekt mag und das Team., und die Idee… etc….. habe ich beschlossen:

Dieser wunderbare Schlüsselanhänger ( wie es sich für Ulla gehört: in ROT), an dem auch die sogenannte „Taschenpatenschaft“ für einen sechsjährigen Jungen namens JOHANNES aus Oviti in Namibia hängt, wird mit mir herumzureisen!
An ihm wird (auch) meine Bordkarte baumeln! Wer also Lust hat, den Geschichten dieses Reisebegleiters zu folgen: Es gibt eine neue Rubrik im Blog „Travelbuddies“.
Dann packe ich mal weiter. 🙂