“She was lost in her longing to understand.” —Gabriel Garcia Marquez, Love in the Time of Cholera
Mein Vater wäre heute 98 Jahre alt geworden. Leider hat er nur 62 Jahre geschafft.
Zu lange ist er schon nicht mehr da. Ihm hätte die Musik Freude bereitet. Mich erinnert sie an ihn.
Wieso ich gerade an ihn denke, wenn ich über „Verstehen wollen“ sinniere? Na, diese Neugier, diesen Drang habe ich wohl meiner Sozialisation zu verdanken. Mein Vater ist daran nicht ganz unbeteiligt gewesen. 🙂 Ohne Wurzeln halt keine Flügel. 🙂 Thank you Mom & Dad!!!
„Wissen wäre fatal. Die Ungewißheit ist es, die uns reizt. Ein Nebel macht die Dinge wunderschön.“ — Oscar Wilde
Mitunter ist mir danach. Nichts zu wissen. Dann aber wird mir bewusst, dass ich mit allem, was sich weiß, eh nur noch mehr nicht wissen kann. So überlasse ich mich meiner Neugier. Und lebe mit dem, was täglich an Wissen hinzukommt. Und das Ergebnis an jedem Abend ist, dass sich alles vollkommen anfühlt. Demütig registriere ich diesen Moment. Jeden Abend eine andere Nuance des „vollkommen“. Was für ein Reichtum.
Manchmal mit dem Bus, mal mit dem Auto, mit dem Schiff, mit dem Fahrrad, früher auch mal mit Rollschuhen, Skiern, Schlittschuhen und sogar einen Gleitschirm gab esfür eine lange Weile. Heute aber eher mit der U- Bahn, Straßenbahn, Metro, laufend, tanzend, gehend, schreitend, hüpfend, schleichend, wartend mitunter, stehend, sammelnd, kriechend, rollend, rückschauend, drehend, fast immer aber nach dem Motto: Augen auf!
Ganz wichtig dabei: unterschiedlichen Tempos. Noch wichtiger: Pausen. Und immer respektvoll.
Die Brücken, die ich zwischen all dem Erkannten, Erlebten, Gefühlten, Gelesenen, Gedachten, Gesehenen, Beobachteten, Betrachteten baue oder schaffe…. bringen mich vorwärts…. Zumindest ist es ein Prozess, der immer Neue und Neues bringt- für mich und auch für andere – den ich als „vorwärts“ empfinde.
Was braucht es dafür?
Gerade, auf der Suche nach einer „passenden“ Musik, kommt mir folgende Frage: Welchen Grund mag es geben für meine Leidenschaft für Chöre?…….
Vielleicht die vielen Menschen? Die vielen Stimmen? Die bunten Geschichten? Das Gesamtwerk aus all dem?
Ach, wer weiß das schon…..
Kennt irgendjemand von Euch einen Lehrer oder eine Lehrerin, die als Kinder mit Ritalin behandelt wurden UND sich später für den Regelschuldienst entschieden haben?
Does anybody of you know a teacher, who was diagnosed with ADHD in his youth and treated with Ritalin AND finally decided to work in a normal school?
Please let me know! German or English speaking!
Mich interessiert tatsächlich sehr, ob aus Ritalin-Opfern im Kontext Schule und Bildung auch Tätige werden.
Allen wünsche ich: Mindestens einen “ Ziemlich besten Freund“!
Einen, der die Welt für Euch auf den Kopf dreht, Fragen stellt, die ihr Euch selbst nicht stelltet, sich über Dinge lustig machen kann, ohne respektlos zu sein, zu dem steht, was er /sie denkt, tut, handelt. Der Humor und Bildung zusammen denken kann, Geld und Güte, Krankheit und Zuversicht. Der Krisen selbst bewältigt hat, der weiß, dass das Geodreieck nicht nur +7 sondern auch -7 hat, …
Zum Jahresabschluss habe ich mit etwas Geduld in der Restkartenschlange am Abaton, HH, zwei Tickets für den Film: „Ziemlich beste Freunde“ ergattern können. „Eigentlich ist voll reserviert! Es gibt wenige Chancen auf eine Karte heute.“ CHALLENGE! Das gebe ich mir, beschloss ich am Nachmittag:
Ich bin mir sicher: Ich habe solche Freunde! Sehr, sehr, sehr dankbar bin ich dafür.
Wer auch immer kann, schaue sich diesen Film an! Unbedingt….. 🙂
Ein Jahr mit allen Facetten wünsche ich Euch, den Mut, sich überraschen zu lassen und mal andersherum zu denken, sich irritieren zu lassen, Herausforderungen zu sehen und zu meistern, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn mal was schief geht. 🙂
In diesem Sinne : Einen guten Start in das Jahr 2012.
Danke auch für das vergangene Jahr: Für die Treue, das Vertrauen, Anregungen, Herausforderungen, Abenteuer, Reisen, Begleitungen, Liebe, Aufträge, Kooperationen, u.v.a.
Auf ein Neues! 🙂 Schön, dass es Euch in meinem Leben gibt!
„Der Gewinn eines langen Aufenthaltes außerhalb unseres Landes liegt vielleicht weniger in dem, was wir über fremde Länder erfahren, sondern in dem, was wir dabei über uns selbst lernen.“
Roger Peyrefitte (*1907), frz. Schriftsteller u. Politiker
In diesem Sinne 🙂
heading NYC 🙂
Ich habe eine Verabredung mit mir auf dem Atlantik! Und bin sehr gespannt, was ich über mich auf den Azoren lerne! 🙂
Wir können über das Lernen sagen, was wir wollen. Kinder haben Vorbilder – und diese Vorbilder haben sich ihres Einflusses bewusst zu werden. Vorbilder sind nicht nur Eminem und Merkel – das sind Eltern, an – oder abwesend, das sind Erwachsene, die bestenfalls verhandlungsfähig und respektvoll, bindungsfähig – resp. willig sind, neugierig und friedfertig. Das sind aber auch die Unglücklichen, die Erfolgreichen, die Gestrandeten, die Abgehobenen, die Unehrlichen, die Kreativen, die Überforderten, die Fröhlichen, die Geächteten, die Kämpferinnen, die Gierigen, die Schul(d)zuweiser, die Gütigen, die Defektfinder, die Friedlichen. die Frustrierten, die Regisseure fremder Leben, die Singenden, die Bedenkenträger, die Zutrauenden, die Mutigen, die Lebensfrohen etc….
VORBILDER BILDEN!!!
Die Finnen nutzen dieses Wissen, was wie wirkt, für etwas ganz Feines!!! 🙂
Da bekommt das Wort „Vor- Lesen“ noch mal eine andere Bedeutung!