„After our concert in Wuppertal, Germany, we realized that the reverb/echo of the train station outside the venue favored singing, so we spontaneously decided to try it out with the old Icelandic hymn „Heyr himna smiður“.
„Die Regisseurin Louise Archambault nimmt uns mit so viel Feingefühl, Warmherzigkeit, Humor und Respekt in die Welt von Gabrielle, dass sich dabei das ganze Universum öffnet“, begründet Programmleiterin Kathrin Kohlstedde die Wahl…
Dieses Universum öffnet sich vor allem Menschen , die (noch) nicht hautnah mit dieser Art des „Anders- Seins“ im Alltag zu tun haben.
„Gabrielle – eine junge Frau mit Williams-Beuren-Syndrom – ist von ansteckender Lebensfreude und besitzt eine außergewöhnliche Begabung für Musik. Ihren Liebsten, Martin, lernt sie in einem Freizeitzentrum kennen, wo sie in einem Chor singen; die beiden sind unzertrennlich. Aber weil sie anders sind,..“ mehr dazu auf der Seite des Filmfest Hamburg 2013
Ich kann der Regisseurin und der Produzentin, aber besonders den Darstellern, nur danken: Für eine gelungene Antizipation der Realität von Menschen, die nicht ganz allein zurecht kommen – oft aber von Eltern unter – oder überschätzt werden. Sehr fein und leise reflektiert der Film die Beziehung zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern – und schätzt sehr die empathische Zuwendung der Betreuer – lässt den Unterschied zwischen verlassen, allein und einsam klingen. Der Film lebt auch vom Weglassen – vor allem der Geräusche. So hat der Zuschauer zwangsläufig Teil an tiefsten Emotionen, ohne dass der Film dazu pathetisch sein muss. So gerne wird für Begeisterung der Ausdruck: „Großes Kino“ benutzt. In diesem Falle treffend.
Gabrielle Marion-Rivard (Darstellerin), Alexandre Landry (Darsteller), Louise Archambault (Regie), Kim McCraw (Produzentin)
Da ich in der ersten Reihe an den linken Rand des Kinos gequetscht saß, hatte ich am Ende die Chance, in zehn Sekunden der Regisseurin zu sagen: I am a „special ones“ mom – I wonna thank you for the film. I am happy with it – I am impressed.“ Sie musste noch in das zweite Kino, in dem der Film parallel gelaufen war. Offensichtlich war sie von der Rückmeldung überrascht, bedankte sich wirklich herzlich und weg war sie.
Produziert wurde „Gabrielle“, wie bereits „Monsieur Lazhar“ (Abschlussfilm Filmfest Hamburg 2011) von der Montréaler Firma micro_scope. Der deutsche Verleih Alamode Film bringt „Gabrielle“ voraussichtlich am 1. Mai 2014 in die Kinos.
Ich habe einen Tag gewartet, bevor ich das alles niederschreibe. Der Film arbeitet – weiter.
Die Reise entlang der Donau war inspirierend. Viele der Aufnahmen, die ich gemacht habe, bekommen gerade einen anderen „Wert“ für mich. Nach der Wahl betrachte ich die Fotos des Nullpunkts im Donaudelta mit einem Schmunzeln. Einem anderen Schmunzeln als vor der Wahl.
Nach dem Nullpunkt geht es ins „Schwarze“ Meer. Es wurde mal gesprochen: „Die Donau verliert. genährt und strapaziert von den Zuflüssen aus zehn Ländern, sich und ihren Namen im „Schwarzen Meer.“
Hinter der Grenze lauert (nur noch) Schwarz.
Lässt sich das nicht übertragen auf die momentanen Optionen der bundesdeutschen Regierungspoltik?
Naja, nur mal so ein Gedanke.
Vielfalt im Donaudelta
Wer neugierig auf die Gegend, ihre Charakteristik und die Menschen dort ist, findet unter folgender Adresse noch viel Aufschlussreiches über das beispielhafte „Multikultiland“. http://www.donaudelta.de/
„Ich fragte: „Was soll ich da tun?“
Ihre Antwort war: „Was willst Du tun?“
Ihre (Gegen)Frage war richtungsweisend für meine ganze Karriere…“ John Hunter
Inspirierend und ermutigend!
Inspiring and encouraging!
Dass ich atme, ist noch kein Beweis, dass ich auch leb
Dass mein Herz schlägt, kein Beweis, dass ich auch beb
Dass ich was kriege, kein Beweis, dass ich’s was erstreb
Dass ich wohin komm, kein Beweis, dass ich irgendwas beweg
…
Bleibe in Bewegung – stell die Schuhe stets bereit.
Ein paar warme Socken sind noch keine Sicherheit
Bleibe in Bewegung – egal was auch passiert.
Irgendwer hat dich als Verlust bereits kalkuliert
Vor dem Domplatz in Regensburg hielt dieses ach so unauffällige Auto. Mein Blick fiel direkt auif das Kennzeichen, da ich gerne wissen wollte, aus welcher Gegend „man“ so stammen muss, sich ausgerechnet dieses Halteverbotes zu bedienen.
24 Städten und Gemeinden könnte er angehören. Der Fahrer stand neben dem Wagen, mir juckte es in den Fingern wegen eines Fotos. Also fragte ich ihn: “ Haben Sie dieses Kennzeichen bewusst gewählt?“ „Na, nee. Wieso?“ Irritiert ging er um seinen Wagen, schaute auf das Schild, dann fragend mich an. „Woas is deen doamit?“
Na, als ich ihm dann meine erste Assoziation mitteilte, lachte er laut auf. „Dees iiiss ja guat!“ bedankte sich und erlaubte mir ein Foto.
Schöne Aufforderung – zumindest für Phantasievolle 🙂
Ansonsten fand ich darüber heute weniger geschrieben als über die Landtagswahl in Bayern, die Automesse und den PromiBB. Ich hoffe schwer, dass in der nächsten Woche etwas geschieht, das ich gutheißen kann, das ich demokratisch finde. Ansonsten könnten wir unsere Regierung ja mal zum „POLIT – BB“ anmelden. Garantiert gute Quoten. Oder doch nicht??
So etwas wäre sicher aufschlussreicher als das, was wir gerade so zu spüren, zu hören und zu sehen bekommen. Wir sollten mal hinter deren Kulissen schauen dürfen. Wer weiß schon, wie viele gänzlich Ungewählte und uns Unbekannte eigentlich regieren.
Hat jemand eine Idee, welche Figuren dieses Schmieren-theater moderieren könnten oder sollten ?
Sie sollen ja ganz nützlich sein. Die Traumdeuter analyiseren eine Aggression, falls sie mal in einem Traum vorkommt, ich selbst empfinde sie als lästig. Wenn ich ein Stück Kuchen, ein leckeres Getränk auf dem Tisch im Freien stehen habe, ist sie schneller da, als ich denken kann.
Sie mindert den Genuss.
Bin ich gut gelaunt, kann und mag ich sie, vor allem durch die Linse meiner Kamera, bei ihren Eskapaden beobachten. Mitunter modelt sie geradewegs ihr eigenes Vergehen. 🙂
Die Wespe:
Was sie wohl will?Abgestürzt! 🙂Ganz schon viel Luft im Glas!Das hat sie jetzt davon!
Gottseidank ist die Jahreszeit fast vorbei, zu der sie mich noch ärgern kann. 🙂
Ohne sie kein Sommer, kein Sommer ohne sie.
For my Engish speaking readers:
Yes, „Baden gehen“ can mean to go swimming. But it can also mean to go belly-up or to flop horribly. 🙂
Ergänzung:
Gestern habe ich den Film Mr- Morgan`s Last Love gesehen.
Lang, wunderschöne Bilder, starke Dialoge zu den Themen Einsamkweit, Leben, Licht, Veränderung, Söhne, Väter, Liebe, über Güte, Heiterkeit, Vermissen, Wertschätzung, Kompromisse, Ehrlichkeit,Initialzündungen, Interesse…
Fazit: Es ist nie zu spät! Solange die Beteiligten noch leben.
Sehr empfehlenswert!
Oder sollte ich sagen: Pflicht! Vor allem für Väter und Söhne ?
Dieser Satz, zusammenhangslos geäußert, klingt sicherlich befremdlich. Würfe ich ihn die Runde derer, die gerade um Integration von Migranten kämpfen… Ich überlasse mal dem Leser, zu assoziieren, was dannn passierte.
Katie Freudenschuss hat mit diesen Song berührende Worte gefunden, um ihre gleichermaßen respektvolle wie (un)geduldige Neugier auf ihr Gegenüber zu äußern.
Als ich dieses Lied hörte, kam mir folgender Gedanke: vielleicht befassen sich viele in der gerade lauten Diskussion um Privatheit – wenn auch unbewusst – mit ihren eigenen, gehüteten Räumen. Nicht den physischen nur, vielleicht auch mit den „privaten“ Räumen ihrer Seele. Die, um deren Beschaffenheit sie selbst noch nicht genau wissen, die, die nur ihnen zugänglich sein sollen, die ihnen das sind, was gängig als „heilig“ beschrieben wird. Die, die wir selbst noch nicht „integriert“ haben, wie es im Psychologendeutsch heißt. Die, deren Ein – und Ausgänge wir noch nicht wählen können, um deren Ein – und Aussichten wir (noch) nicht wissen. So oft betreten wir aus Versehen solche (Innen-) Räume, die eigenen und auch die Anderer, ohne Absicht, ohne es zu wissen. Die Reaktionen erscheinen uns mitunter unangemessen. Wir können sie nicht verstehen, die Widerstände nicht aushalten. Wir haben vielleicht doch ungewollt etwas angerührt. Fettnäpfchen nennt sich das im Volksmund.
Alles hat seine Zeit!
Danke an Katie! Mehr Respekt für und vor „Orten in wem oder was auch immer“ geht kaum.
Welche „inneren, heiligen, nicht integrierten oder nicht integrierbaren Orte“ das kollektive Un(ter)bewusste unserer deutschen Gesellschaft wohl hat? Wie lange es wohl dauerte, bis die erkundet und befriedet, verziehen, respektiert, akzeptiert und nutzbar sind? Bis nicht mehr alles „Fremde“ auch „bedrohlich“ wirkt?
Wien – nach einem langen Gang durch die Stadt – die Füße waren gefühlte zwei Schuhgrößen gewachsen – fand ich dieses wunderbare Weisheit an einer Hauswand im zweiten Bezirk. 🙂
So viel wird in den letzten Monaten über Freiheit gesprochen. Selten wird definiert, was Freiheit in einer Welt wie der unseren eigentlich bedeutet.
„Frauen schulden keiner einzigen Religion auch nur einen Impuls der Freiheit.“ resümmierte die Pionierin der US-amerikanischen Frauenrechtsbewegung, Susan Brownell Anthony, schon im 19. Jahrhundert:
FREIHEIT – welch ein Wort in den letzten Wochen, Monaten, Jahren.
Ich habe noch nie geglaubt, dass es eine Freiheit VON Einflüssen gibt. Doch habe ich mein Leben lang dafür gekämpft, frei FÜR etwas Neues oder Besonderes sein zu können. Trotz oder wegen aller (un)bewussten Risiken, die ich dafür eingegangen bin, vermute ich, ist mir dabei mehr Gutes widerfahren, als ich je hätte wünschen können. Unvorstellbares ist mir zuteil geworden – in vielerlei Hinsicht.
Wenn ich mir allerdings die staatlich oder wirtschaftlich verordnete Neugier vor Augen führe, der ich mich ausliefere, wenn ich meine Bankgeschäfte, meine Einkäufe ( auch ohne Netz) und meine Korrespondenz, meine internationale Kommunikation erledige… ——-
Ich mag gerade das gerade gar nicht ausweiten. Ich könnte es eh nicht besser formulieren, als ich ich in den letzten Tagen besonders gut und auf den Punkt gebracht von Ranga Yogheshwar gelesen und gehört habe.
Mir stellt sich erneut die Frage, wer sich diese Art von Beobachtung der Nutzung von Menschen empfundener Freiräume ausgedacht hat. Wahrscheinlich waren es Männer, die mit Fortschritt Macht erlangen wollten. So wie m.E. auch, diesem Motiv geschuldet, ein Großteil der Umweltzerstörung auf ihre Kappe geht. Heute jedoch beschränkte ich das nicht mehr auf Männer. Wenn ich unserer Kanzlerin lausche, mischte sie im Wettbewerb um die „Datensammlerei“ auch sehr gerne, am liebsten ganz vorn, mit. #märchenstunde #pressekonferenz
Kennt Ihr den Film „Kitchen Stories“(2003). Lange als Comedy geschätzt, kommen mir heute seltsame Assoziationen:
In diesem Werk werden klare Regeln für die „Beobachtung menschlichen Verhaltens zum Zwecke der Erhebung notwendiger Daten“ aufgeführt.
„The Scientific Rules of Survival Wissenschaftliche Regeln des Überlebens
1. Build trust with your subject 1. Bau Vertrauen zu Deinem Protagonisten auf
2. Collect Data unobtrusively 2. Sammle die Daten unauffällig
3. Observe without interference 3. Beobachte ohne zu stören
4. Never become friends 4. Werdet nie Freunde
Der englischsprachige Trailer
Der etwas andere deutschsprachige:
Daran halten sich beauftragte Datensammler offensichtlich bis heute.
Ganz unsicher war ich. Kann ich als Touristin die Stadt nach der Katastrophe überhaupt so erfassen, wie sie sich selbst gern gesehen fühlte? Knappe drei Wochen nach dem Höchststand des letzten Hochwassers wanderte ich also durch die Gassen der Altstadt – bei schönstem Wetter.
Empfangsszenario:
Noch ist das Wasser sichtbar: an den Wänden, in den Gassen – und wohl riechbar in den Räumen der vielen Galerien und Geschäfte der kleinen Altstadt Passaus. Überall ist oder wird auf Durchzug gestellt.
Der Blick senkend war klar: Dem Kopfsteinpflaster und seinen Verzierungen konnte das Wasser nur bedingt etwas anhaben.
Spannend auch, was sich so oberhalb der moosbraunen Ränder zwischen
Straße und Mauern fand.
Ich hoffe, dass die folgende, recht frisch wirkende, künstlerische Drohung das nächste Hochwasser beeindruckt. 🙂
Es gab aber noch eine Alternative:
Tja , bis dahin hat es wohl gestanden, das Wasser.
…und wolkenlos – vor allem in Sachen Internet- ist wohl eine Illusion. Wirklich verwundern sollte niemanden, dass im großen Stil gesucht, kontrolliert, gefahndet wird. Die Regierenden ( von was auch immer) fühlen sich angegriffen. Je unsicherer sie sich fühlen, um so stärker wollen ihre „Über“Macht konsolidieren. Je weniger sie der Menschen Denken und Handeln kontrollieren zu können meinen, um so rigider re(a)gieren sie. Das „Stilmittel der Übertreibung“ kommt mir in den Sinn.
Alles schaukelt sich hoch.
Menschen „schaffen“ mitunter Indizien, anhand derer sie „auffliegen“. Damit sind sie manchmal AUCH aus einem anstrengenden (Lügen)-Konstrukt befreit. Oder sie „erlösen“ sich mit „Aus -Versehen“- Aktionen von belastenden Umständen. Die Leidensfähigkeit hat dann ein Ende. Der unbewusste Überlebenswille siegt. Whistleblower rufen so ambivalente Gefühle in Menschen hervor – Held oder Verräter? Snowden beschäftigt weltweit die Regenten. Mollath die Politiker im Lande. Jede(r) Angestellte ist an Betriebsgeheimnisse gebunden, egal ob ihm oder ihr die Sachen in den Kram passen, jede Familie hütet ihre Geheimnisse, die meisten Mitarbeiter eines Teams reden mehr übereinander als miteinander, Missbrauchskontexte wie Kirche und Schule reagieren mindestens so aggressiv wie verdrängend auf diese Art der „Veröffentlichungen“. Doch irgendwann hält es einer nicht mehr aus. Wunderte mich nicht, wenn selbst der letzte Papst deshalb das Handtuch geworfen hätte.
So viel Ohnmacht, so viel Kummer, so viele Machtgesten, so heftiges Machtgerangel. Alles sicherlich zu erklären, zu verstehen – aber nicht immer und wenn, dann schlecht auszuhalten.
Ich kann nur hoffen, dass so viele Menschen wie möglich gut für sich sorgen – und so präzise wie möglich Altruismus von Eigennutz unterscheiden können – bei anderen und bei sich selbst.