Early Bird in Berlin

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Es fühlt sich an, als habe ich alles richtig gemacht. Eine störungsfreie Fahrt nach Leipzig,  ein spannendes Fußballspiel, ein ausgelassenes und herzerwärmendes Konzert, zwei Stunden am Gleis mit historischen Zügen des Leipziger Bahnhofs, die erste Etappe des Heimwegs im Tiefschlaf … und jetzt zum Sonnenaufgang auf ein erstes warmes Getränk am ZOB in Berlin. Noch klingen die Lieder. Meine Stimme ist arg strapaziert. Mehr klangvoll gegrölt als gesungen haben wir – durchgehend. Drei Stunden immerhin. 😉

Rette sich, wer kann…

Ich danke hiermit allen, die nicht „auf den Baum gestiegen sind“,

wenn es brenzlich wurde. Und wenn, dann nur mit mir zusammen  🙂

Rette sich, wer kann

„Zwei Freunde zogen den selben Weg. Als ihnen nun ein Bär begegnete, da stieg der eine voller Angst auf einen Baum und verbarg sich da. Der andere aber, weil er des Bären allein nicht Herr werden konnte und sich bereits von diesem überwältigt sah, warf sich auf die Erde und stellte sich tot. Als der Bär bis an seinen Kopf herangekommen war, beroch er mit seiner Schnauze Ohren und Zwerchfell des Mannes.

Der hielt mit großer Anstrengung den Atem an. Das machte den Bären glauben, dass er tot sei, und er trottete deshalb davon; es heißt nämlich, dass der Bär einen Toten nicht anrührt.

Nachdem sich der Bär entfernt hatte, stieg der andere Freund vom Baum herab und fragte den ersten, was ihm der Bär wohl ins Ohr geflüstert habe.

Der erwiderte: „Er hat mir gesagt, ich solle von jetzt ab nicht mehr mit solchen Freunden zusammen wandern, die in Gefahren nicht standhalten!“ „

AESOP

Bei Licht besehen

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(c) Ulla Keienburg 2016

Sonntag ohne Sonne hier. Da das gestern schon angekündigt war, sind wir in der Sonne unterwegs gewesen. Haben mal wieder Gegenden erkundet, die wir noch nicht kannten. Eine Farm besucht, auf der nicht nur Gemüse, Sirup, Honig, Fleisch, Obst und Milch produziert und zu erstehen ist. Uns hat eine Freundin da hingelotst, weil dort Kartoffeln aller Art zu Vodka verarbeitet werden. Ich habe gekostet – und habe KEINE Kopfschmerzen bekommen. Ich muss da wohl noch mal hin.
Habt einen sonnigen Tag!

Geschmacklos

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(c) Ulla Keienburg April 2016

 

„Einst waren Geist und Talent mehr wert als goldene Münze; nichts zu besitzen ist heute die größte Geschmacklosigkeit.“

Ovid  (43 v. Chr. – 17 n. Chr.), eigentlich Publius Ovidius Naso, römischer Epiker

 

Ton an Ton

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Ton in Ton

„Die Farbe ist der Ort, wo unser Gehirn und das Weltall sich begegnen. Darum erscheint sie den wahren Malern durchaus dramatisch.“

Paul Cézanne
(1839 – 1906), französischer Maler

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Colorful

„Wenn es die Farbe wär`, wäre der Esel eine Nachtigall.“

Deutsches Sprichwort

Who cares? – Das Businessmodell

 

single snow
„Never tell your problems to anyone… 20% don`t care and the other 80% are glad you have them.“ Lou Holtz

Rums. Knall. Sitzt.

Richtig! denke ich. Und blättere weiter in der Lektüre. Blätterte aber wieder zurück. Bin unruhig. Hat der das so gemeint, wie es da steht? Habe ich das richtig vestanden?  „Erzähle nie jemandem von deinen Problemen. 20% interessiert es eh nicht und 80% sind froh, dass DU es hast.“   So habe ich es zumindest verstanden. Oder so ist die Variante, die ich aushalten kann. Sie sind froh, dass nicht sie es haben.

Oder  sind die FROH, dass Du oder ich sie haben?

Das war wie eine Eintrittskarte ins Kopfkino:

Wer gehört alles zu den 80%?

Wer könnte es gut finden, dass ich das Problem oder DU die Probleme hast und nicht er oder sie?

Wer vedient an den Problemen anderer?

Oder an deren (scheinbarer) Lösung oder Linderung?

Wer kann sich wie damit fühlen?

Was ist rechtens?

Was fühlt sich richtig, was falsch an?

Was nützlich oder nicht zu gebrauchen?

Lässt sich das verstehen, erklären?

Und lässt sich das aushalten? Und wenn, dann wie?

Nicht, dass ich mir nicht solche Fragen schon zuvor gestellt hätte.

Habt Ihr Ideen?

 

 

 

Weather Report ( 38) – Jubel beim Rückblick

teamwork adler

Gestern Mittag flogen wir bei 20°C in LA ab – kamen bei minus 20°C in Albany, NY an. Um Mitternacht. DAS war hart – und kalt.
Ich danke Euch für Eure Begleitung. Noch wirkt es geradzu surreal, dass ich an all den Orten gewesen sein soll. Doch weiß ich Eines. Es war eine der schönsten und lustigsten Reisen, die ich so ganz privat unternommen habe. Ich liebe es einfach, nur ein paar Eckpunkte zu haben. Und aus den dazwischen liegenden Freiheiten zu wählen. 🙂

Nun muss ich mich an den Schnee in Kombi mit grauem Himmel gewöhnen. Das ist der erste graue, der auch nach Abzug des Morgennebels in den letzten acht Tagen zu bleiben droht.
Hier ist heute Feiertag. Irgendwas feiern sie bzgl. vergangener und amtierender Präsidenten. Ein „day off“, wie sie es nennen. Oder „holiday“. Auf jeden Fall ein stressfreier Tag. 🙂

Danke an Euch noch mal!

Wachsen auf Reisen

Ready for take off! Die roten Schuhe ziehe ich gleich aus , die Beine haben reichlich Platz. Wish me luck for a safe trip. NYS – seeya soon! ‪#‎nys‬ ‪#‎united‬ ‪#‎learn‬ ‪#‎grow‬

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Human needs

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„And it’s a human need to be told stories. The more we’re governed by idiots and have no control over our destinies, the more we need to tell stories to each other about who we are, why we are, where we came from, and what might be possible.“

— Alan Rickman

 

Ausgesprochen Impera-tief

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Wer sich (einer) schwierigen Aufgabe(n) stellt, braucht keine Angst zu haben, dass es viel Konkurrenz gibt.

Gestern habe ich den Film „Die dunkle Seite des Mondes“ gesehen. Moritz Bleibtreu: Brillant. Umsetzung: Super. Spannend. Ging mir unter die Haut. Wie schon nach der Lektüre des Buches vor ungefähr 15 Jahren ( kann das sein?), habe ich mir die Frage gestellt, wer wohl dran glauben müsste, wenn ich auf solch einem Trip wäre.

Mir ist so das oder der oder die Eine eingefallen. Da reichte aber ein deutlich und laut gesprochener Imperativ. 🙂

Ein nächster Schritt des Aufräumens ist wohl angesagt.

 

Einsicht zum Jahresanfang

workwise“Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie uns kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei – Es ist ohnehin schon wenig genug.” Max Frisch, Tagebuch 1946-1949; Frankfurt: Suhrkamp 1950)

 

Was ich jetzt weiß: Ich werde in diesem Jahr noch an Orte kommen, wo ich noch nie war.

Darauf freue ich mich! SEHR!

 

Würde (2)

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https://www.brot-fuer-die-welt.de/shop/Gemeindearbeit/Give-aways/Wue

Vergangenheit bleibt – doch.

Es sieht so aus, als wenn Schreddern ein sinniger Weg wäre (mal wieder), um mich im wahrsten Sinne des Wortes von meinen Altlasten zu befreien.

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Aber eben auch nur von meinen eigenen, ganz persönlichen. Ansonsten macht diese Aktion mehr als deutlich, dass das Leben mit einem schwerbehinderten Kind immer ein gemeinsames Leben bleibt. Da ist dieser mönströse, bis zum Anschlag gefüllte Ordner, dieser rote, auf dem steht: Johannes bis 96. Ich könnte eine Doku schreiben, oder so. Besser wäre es die Geschichte einer fremden Familie. SO grauselig fühlt sich das an, was darin dokumentiert ist: Briefwechsel mit Behilfestellen, Versorgungsämtern, Landschaftsverband, Sozialämtern, Krankenkassen, Versicherungen, Schulämtern, Anwälten, Gerichten, Schulen, Ärzten, Arbeitgebern, Medizinischen Diensten, Einrichtungen, Vereinen. Änderungsmitteilungen, Ablehnungen, Regulierungen: Kampfansagen, Widersprüche, Klagen. Und DEN Ordner kann ich nicht wegwerfen, da bis dato NIEMAND außer mir diese Entwicklung so kennt. Um das nachvollziehbar oder verstehbar zu machen, lasse ich den so, wie er ist – und die zwanzig folgenden Jahre verteile ich auf vier weitere Ordner. 🙂 Wäre das ein Roman, müsste ich noch eine Titel finden. So etwas wie: „Wir kommen so nicht vor!“ oder :“Das hatten wir so noch nicht“. Ich habe mich ja schon oft gefragt, wie ich das alles so „verpackt“ habe. Und noch immer habe ich keine Ahnung! Und es stellt sich mir lauter denn je die Frage: Was ist, wenn mir was passiert?
Mit einem Dank an alle bisherigen Mitstreiterinnen und Mitstreiter klopf ich mir doch trotzdem glatt mal eben selbst auf die Schulter. 🙂

Enter & Exit

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Hat schon mal jemand versucht, eine amerikanische Türklinke an einer deutschen Altbaubadezimmertür anzubringen?

Drei Jahre hat es gebraucht, bevor aus dem Provisorium eine gelungene Montage wurde. Unzählige Versuche bei Beschlaghändlern, Baumärkten, dieverse Versuche, Provisorien zu bauen. Alles schlug fehl. Entweder war das Gewinde nicht richtig, die Bolzen hatten kein gewinde, waren eckig, wo sie rund und rund, wo sie eckig hätten sein sollen. Schrauben, Gewinde und Türmaße haben einfach andere Standards in den Vereinigten Staaten als hier in unseren Gefilden.
Unlängst hatte ich einen befreundeten Tischler zu Besuch. Auch er musste mal zwischendurch die Folgen unserews Teekonsums entsorgen. Während andere wohl bisher eher gedacht haben, dass es an diesem Türbeschlag eher „falsch“ oder dieser „unordentlich“ oder „unfertig“ aussieht, fragte er mich direkt, was das Problem sei. Drei ganze Jahre hat der Beschlag „falsch herum“ gehangen – und nun nahte eine Lösung. Kurzerhand nahm den Bolzen mit, zersägte ihn in der Mitte, schweißte einen Zentimeter ein – und brachte ihn mir heute wieder. Im „Handumdrehen“ war „das Problem“ gelöst. Und nun – funktioniert alles. Danke für dieses wunderbare Jahresanfangsgeschenk, lieber Moritz. So kann es gerne weiter gehen!

Dieses Denken

reflexion
„Wir hegen keinen Zweifel (…) . daß die Freiheit in der Gesellschaft vom aufklärenen Denken unabtrennbar ist. Jedoch glauben wir, genauso deutlich erkannt zu haben, daß der Begriff eben dieses Denkens, nicht weniger als die historischen Formen, die Institutionen der Gesellschaft, in die es verflochten ist, schon den Keim zu jenem Rückschritt enthalten, der heute überall sich ereignet. Nimmt Aufklärung die Reflexion auf dieses rückläufige Moment nicht in sich auf, so besiegelt sie ihr eigenes Schicksal.“ Max Horkheimer / Theodor W. Adorno

Manchmal so…

Komme gerade aus dem Buchladen. Und wie immer kurz vor Weihnachten tummeln sich dort auch Mütter, Omas und Tanten, die sich Gedanken, machen, was sie ihren Töchtern, Enkelinnen oder Nichten oder Patentöchtern an Geschichten zumuten können, wollen, sollen, dürfen, müssen, Unweigerlich suche ich nach Astrid Lindgren Büchern. Und ebenso unweigerlich entstehen Gespräche über weibliche Rollenvorbilder. Ich bleibe dabei: Pippi Langstrumpf ist noch nicht ersetzt – und bleibt für mich unschlagbar. Momo vielleicht noch. Ganz vielleicht. Und Ihr?

 

she believed in grey

What they really do on stage!

Hatte gestern Abend den Link zum Video des letzten Beitrags an InFusion Trio geschickt. Gefreut haben sie sich: „The people from Supertalent do not have a clue what we really do om stage!“

Vielleicht entdecken die das ja mal. 🙂
Zumindest haben mir  die InFusions Mut gemacht, auch das nächste Video noch hochzuladen.
Have fun with the medley!

„You do really get wet, when…

she breaks down and cries.“ Tim Burton

There are some girls in my life who have „many eyes“. Thanx for that.
🙂

Dry cleaned

dry clreaning hangover
well prepared 🙂

 

Einen aussichtsreichen, besinnlichen, heiteren  ersten Advent wünsche ich Euch.