Integration!?! Dazwischen ist am meisten Platz…

Gedanken von einer, die schon immer  außen, drüber, drunter, neben oder hinter war.

Trotz deutscher Staatsangehörigkeit war ich für meine Landsleute besonders im eigenen Land schon viel ZU:

Die Wünsche der Chefs painted by UK

Zu lang, zu alleinerziehend, zu aufmüpfig, zu wenig angepasst, zu berufstätig, zu schnell, zu genial, zu bunt, zu unabhängig, zu ungehorsam, zu groß, zu früh, zu kritisch, zu allein, zu klug, zu frech, zu ehrlich, zu Frau, zu…  was auch immer.

Als mein Sohn mit seiner Behinderung das Bild dann noch vervollständigte, erfand ich die Marke: Personifizierte Ansammlung von Randgruppen.

Lange kämpfe ich für „Integration“ – schon seit den Zeiten, in denen `man` darunter noch die „Gemeinsame Erziehung Behinderter und Nicht Behinderter“ verstand.  Ein wenig sprachpingelig empfand ich den Begriff immer schwierig. Integrieren muss ich nur, was ich zuvor aussonderte. „Teil des Ganzen zu sein“ wäre meine Wahl gewesen. Oder „Inklusion“. Am Besten gar nicht drüber reden – einfach SEIN. Dazu musste erst mal die UN- Menschenrechtskonvention verordnen, dass man sich ihren Regularien widme.

Irgendwann habe ich mir eingestanden, dass ich damit auch versucht habe, selbst „Teil des Ganzen zu werden“, meinen unauffälligen Platz in dieser Gesellschaft zu finden, wollte auch mal „normal“ sein. Bis ich feststellte, dass dieses „Normal-Sein“ oft unglücklich stimmt, abhängig macht. Die Menschen  sind verführt, ihre Nerven und Bankkonten bis zum Anschlag und darüber hinaus dafür zu belasten, dass sie „gut“ dastehen. Ihre Moral belasten sie anscheinend auch ( siehe Plagiatsaffären). Ich wollte aber nicht stehen, nicht im Garten nach vierblättrigen Kleeblättern suchen, währendessen evtl. verpassen, wenn Gelegenheiten und Chancen an die Tür klopfen. (um Herrn Chrysler zu zitieren) Und ich traf  in den Kontexten sehr viele Menschen, die sich selbst nicht leiden können und nicht mögen, was sie tun.  Sie buhlen um Anerkennung von Kollegen oder Chef, bangen um ihre Jobs, beherrschen und nutzen das jeweilige „Bull Shit Bingo“ – aber beim ersten Funken Leben kapitulieren sie.

Und nach dem X-ten Versuch, mich zu „normalisieren“, mich selbst in eine Schublade zu stecken, mich selbst meiner gefühlten Freiheit zu berauben, habe ich mich auch beruflich (wieder) selbstständig gemacht. Endlich!!!

Wenn ich sehe, wer sich heute diesen Themen wie „Integration“ und „Inklusion“ widmet: Dann sind es doch Organisationen, deren Personalverantwortliche und Führungskräfte nicht einmal Diversität in den eigenen Reihen dulden,  (h)aushalten oder sie gar nutzen könnten oder wollten. Naja: Vielleicht suchen diese ja nur eine Daseinsberechtigung. Problembeschaffungsmaßnahmen: Damit sie alle wichtig bleiben.

Zwischen all den Grenzen, die ich sah, erlebte, setz(t)e,  die „andere“ so zogen, entstand dann ein Profil, was mir gefiel. Wie ein Bild von Wilhelm Busch gemalt – zeichnete  und zeigte sich meine Existenz. Die entdecken zu können, habe ich meinen Wurzeln, meinem Sohn und all den Auseinandersetzungen mit Menschen zu verdanken, die mich gern kleiner oder anders oder gehorsamer oder auch klüger oder flexibler gehabt hätten.

Danke! 🙂 Das hat mich stark und beweglich gemacht.

Und ebenso dankbar bin ich den Menschen verbunden, die heute meinen Blick von außen, oben, unten, hinten, durch sie hindurch manchmal, zu schätzen wissen, meine Ideen  und Begleitung honorieren. Sogar bezahlen. 🙂

DAZWISCHEN ist am meisten Platz. 🙂

Und was sagst DU dazu?

Wen spricht das an und wie? Ideen?

Freue mich über Rückmeldungen.

She`s got the whole World… Das Mädchen und der Ball :-)

Wie lange lässt „man“ sie?

she`s got the whole world in her hand(s)

wenn sie nur darf, wenn sie soll

aber nie darf, wenn sie will,

dann mag sie auch nicht , wenn sie muss.

wenn sie aber darf, wenn sie will,

dann mag sie auch, wenn sie soll,

und dann kann sie auch, wenn sie muss.

denn schließlich: die können sollen, müssen auch wollen dürfen!

frei nach einem text, dessen verfasserìn mir unbekannt ist 🙂

Toi Toi Toi  den Frauen, die ab heute die Kugel bewegen, die so vielen die Welt bedeutet 🙂

Nehmen Sie doch Platz!

Hier liegt Ihnen die Welt zu Füßen. 🙂

 

Buenos Aires

Und jeder Mensch, der dort Platz nimmt, kann seine eigene Vorstellung  für diesen Planeten einen Moment lang in diese Kugel denken und fühlen.

Viel Spaß beim Träumen und Denken.

Viel Spaß im Kopf- und Herzkino!

Freue mich auf neue „Weltbilder“!

Ein wunderschönes Wochenende wünscht

Ulla

Enlightning – Saturday Night Fever

 

Enlightning

 

Chapeau Bas as its best!

Thank you dear friends!

NYC meets Sample Brasil

New York City 2011

When we read and write we dream   New York City 2011

I thought this  is unique – but it seems to be a brand!!   Watch this: Thanx Gesine!

Maybe somebody has seen  a painting like this  anywhere in the world?  Please sent me a message. Thanx.

If you want to read more about OsGemeos >

Krise oder Dilemma? Frau Merkel: Befragen sie doch TEDx

Der Diens-Tag hatte damit begonnen, dass ich an meiner Wahrnehmung zweifelte. Den Fernseher angestellt, erblickte ich den Sprecher vor dem Bild einer Aschewolke. Ein Blick auf die Uhr, dann auf den Kalender. Deja vu? Wiederholung? Morgens? Nein! Tatsächlich brodelt es seit Samstag wieder auf Island. Den Namen des Vulkans kann man zumindest fehlerfrei schreiben. Grimsvötn. Naja, muss nicht abgekürzt werden wie E15.

Wiederholungen sind an der Tagesordnung, schaffen Zeit und kosten aber auch Geld. Unsere momentane Regierung dreht sich so schnell im Kreise wie nie zuvor. Die Landtagswahlen der letzten Monate entpuppen sich als „AB“- Wahlen. Die „Alternativen“ haben sich als Alternative noch nicht bewährt. Genauer hingeschaut, stellt sich mir die Frage, wie unbequem die überhaupt für das hiesige System werden können. Eine Art: „Feed your enemy“ – Politik? Immerhin ein Vorgehen, das billiger zu sein scheint als den gewähnten Opponenten zu bekämpfen. Competition vs Cooperation.

Nachdem ich die Nachricht  `Vulkanausbruch´ verdaut hatte, führte ich das erste Telefonat meines Tages. Folge: Ich hastete „mal eben“ zur „TEDxHH realities rebuilt“ Teil II.

Ohne große Erwartungen stolperte ich während der Mittagspause als Begleiterin in die Hallen des Curio Hauses.  Es gab Begegnungen mit Kollegen, Kaffee, Snacks, vor der Tür einen unverhofften Regenguss und durch diesen ebenso unverhoffte, neue Kontakte. Dann  18- Minüter und Musik, experimentell bis spaßig, so „wahr“ mitunter, dass es ganz still war.

Wolfgang Müller- Pietralla konfrontierte uns mit den Visionen, die VW gerade bewegen. Während der darüber erzählte, wie VW die Luft rein zu halten plane, entfleuchte mir ein beherztes: „Und wenn die Menschen sie nicht dreckig machen, bricht halt ein Vulkan aus.“ Es brauchte ein paar Minuten, bis die Nachbarn reagierten. 🙂 Friedrich von Borries verriet uns, was sich hinter WZGÜZSK verbirgt. Gerald Hüther referierte auf Englisch über das fehlende X- Chromosom und dessen Wirkung bei Männern (siehe auch hier). Via Video wohnten wir dank Deb Roy der Geburt eines Wortes bei. Folgten der holländischen Journalistin Linda Polman, „War Games“ und deren Recherchen zum (Nicht)Einsatz der Spendengelder durch Organsiationen in Krisengebieten. Allerdings erst, nachdem sie laut bemerkte, dass es an diesem Tage nur zwei Frauen auf der Bühne gab. Ansage von der Bühne aus: „Come on! It´s better here than there!“ Zum Abschluss lauschten wir Elisabet Sahtouris`Ausführungen: Celebrating Crisis – Natures key to our Future.

Alle sprachen letztlich über das Gleiche aus ihrer Sicht. Sie alle nutzten Wissen über die Vergangenheit, um Zuversicht für die Zukunft zu schaffen. Alles sprach für sich, kreativ gedacht und geforscht, Ergebnisse Mut machend (richtete man sich nach ihnen).

Ob Frau Merkel auch mal die TEDxLectures im Netz verfolgt? Ob ihre Haltung zuliesse, diese tiefen Erkenntnisse und deren Wirkung in die politischen Planungen eingehen zu lassen? Ist sie so mutig, sich mit diesen potenten und mutigen Denkern und Denkerinnen in den Dialog zu begeben?  Frau Merkel: Wenn Sie nicht mehr weiter wissen: Fragen Sie doch mal TED(x)!

Viele Firmen haben Geld gegeben für das Event, haben wertige Kugelschreiber springen lassen, kleine rote Bücher spendiert, Technik, Orga, Coaching und Raum gesponsert, leckeres Essen ausgegeben, die Teilnehmer umsorgt, die Redner gefilmt, werden das für das WWW aufbereiten, etc…

Alles war perfekt. Nicht einmal habe ich die Forderung gehört: Die Politik muss…. Erholsam. Alles sprach für sich selbst.

Und JETZT? : Handeln. Haltung ändern. Klebenotizen auf den Bildschirm heften. Respekt zollen. Auch sich selbst gegenüber – und der Natur (mal wieder) auf die Finger schauen. Sie ist stärker als wir und nach Krisen oder auch in Krisen reagiert(e) sie kreativ.  Einsehen, dass man das I-Phone nicht mehr erfinden kann. Dass Wasser eine endliche Ressource ist. Die Männer etwas gütiger betrachten.  Mehr Frauen auf der Bühne erwarten.

T    +    D auf dem Vormarsch
E moving
E  is moving

Die Vorbereitungen für TEDx Berlin laufen.

Die Buchstaben sind schon unterwegs.

Frau Merkel vielleicht auch?

Was bleibt…

…geht!

„hier passieren merkwürdige Dinge!“

Button für Bürger

Kopf Schütteln mal anders!

Zu welchem Geschehen wer diesen Button als Bekundung anheften könnte, möge jeder selbst entscheiden.

Genug Merkwürdiges gibt es ja.

z.B. Herr Brüderle und die Sache mit der Informationsweitergabe

http://bit.ly/ik0Erv

Den stecke ich mir umgehend an, wenn ich Ende April wieder deutschen Boden betrete.

Im letzten Sommer bekam ich diesen Button geschenkt! Gelenkt wurde meine Aufmerksamkeit erneut auf die Projekte, die die Jugend in Saalfeld so auf die Beine stellt, organisiert, gewinnbringend, preiswürdig realisiert. Eine Stadt  auf den Beinen gegen Rechts. Danke nochmals an Hanka Giller, Leiterin des Jugendamtes Saalfeld!

„Weil man Frierende besser regieren kann…“

Nur mal so zwischendurch – Erinnerung an einen Zwischenruf

 

Auffällig = Geld vom Staat / Das lukrative Geschäft mit dem Problem

Das lukrative Geschäft mit dem (sozialen) Problem

Egal ob Kinder oder Banken, Familie oder Autobauer, Politik oder Kirche…

In jeder gesellschaftlichen Gruppe finden sich „Bedürftige“ an Beratung, Unterstützung, Förderung …

Klassifizieren, Problem kreiieren und natürlich dann auch identifizieren, sich darüber entrüsten,  – das bringt Subventionen in Form von Geld!

Fördergelder, Rettungsschirme, Rechenschaftslegung, Antragslyrik, Abhängigkeiten schaffen, am Tropf des Staates oder der Stiftungen hängen, selbstreferentiell, Funktionalisierung, etc.

Assoziationen ruhig  mal freien Lauf lassen!

Wozu ist das so?

Ich empfehle die aktuelle Brandeins – komplett!

http://www.brandeins.de/aktuelle-ausgabe/artikel/die-ueber-forderung.html

Halt ? !

„Das wichtigste Kriterium von sozialer Gerechtigkeit ist die Herstellung sozialer Selbstständigkeit.“

Frau – Du hast die Wahl!

 

Böse oder wahr?  Oder:   Böse weil wahr?

Oder wie oder was?

Entdeckt in einem Musikgeschäft in NYC  – Times Square  .-)

Was und wo ist „top of the world“?

Das sind ja mal Ansagen

Fragt sich: Kann das wirklich ein Ziel sein???

Väter, Söhne, Jungen, Männer…

Mal wieder ist bei Freunden Nachwuchs eingetrudelt.  Diesmal ist es ein Sohn. In den Sinn kam mir das Werk von Gerald Hüther. Männer- Das schwache Geschlecht und sein Gehirn.

Die Männer erregen nach Lektüre des Buches nicht gerade Mitleid – doch so manche Beobachtung bestätigt sich. Grundlegende Erkenntnisse über den leidensfähigen kleinen Jungen, den instabilen  Pubertierenden,  seine Anfälligkeit für die Idee des Heldentums.  Und über das Spannungsfeld, in dem er groß wird – und hoffentlich erwachsen.

Als Tochter, Schwester dreier Brüder, Partnerin und „Jungsmutter“ habe ich oft gedacht, es müsse ein „Wichtig Gen“ bei Männern geben. Gerald Hüther belehrt mich eines Besseren. Nicht ohne  Stolz stellte ich fest, dass sich das zweite X- Chromosom bei uns Frauen als eine Art sozialer Airbag erweist.  Also ist es wohl eher die Abwesenheit desselben, die Mann dazu verleitet, sich vorwiegend außen Halt zu suchen.

Ich sage nur: Es ist spannend, tiefgründig, unterhaltssam, querdenkend, respektvoll, lehrreich, liebevoll, inspirierend und stimmt gütig.

Spannend für Mütter, Frauen, Töchter, Partnerinnen, Kolleginnen und  Kinder von Männern –  und (mutige) Männer, versteht sich.

Wenn Väter und Mütter und auch andere Erwachsene wissen wollen, was Söhne  und auch Töchter wirklich von ihnen ( auch an Verstehen) brauchen, empfehle ich, sich der Lektüre dieses Buches hinzugeben.


Passionpapa`s Rezension Vom Schwächling zum Liebenden

Der Frühling kommt bestimmt – und mit ihm die Enten…

Wenn Ostern ansteht, naht auch die Brutzeit der Enten, nahen Sonnenschein und verstechte Eier. Entenküken  schwimmen hinter den Eltern her. Alle Jahre wieder finden sie sich als Freunde aus Plastik in den Fenstern der Apotheken. Sie werden nicht ausgetauscht gegen andere gefiederte Werbeträger- Sonnenschutz wird angepriesen, als Badetiere halten sie her. Aus ihren Federn werden Betten und Jacken hergestellt – ihre Eier mussten lange Jahre hart gekocht sein – sagte ein Gesetz.

Andere Gesetzmäßigkeiten und Geschichten rund um das uns wohl mit präsenteste aber unbekannteste Vogelvieh – die Ente:

Das Entenheft  von  Ulla Keienburg und Henning Struck

Zielgruppe: Neugierige  von 0 – 100  .-)

Viel Spaß damit wünschen Ulla und Henning

Bestellen lässt es sich hier:      Das Entenheft  von  Ulla Keienburg und Henning Struck

Dance Ability – How to learn to communicate to solve the problems of segregation

Alito Alessi – Democracy as it`s best. The first thing you have to learn is to observe!

„Will you let us in?“

21. März –  Down Syndrom Day International

Für mich ist er jeden Tag  – seit mehr als 27 Jahren.

Noch stolzer kann ich nicht sein. 🙂  Thanx to my son!

Wir haben zusammen laufen gelernt, uns jetzt geht jeder seiner Wege.

 

Spot:

2003 gedachte Europa gleich ein ganzes Jahr lang der Menschen mit Behinderung.

Da haben Kreative die Welt ein bisschen anders gedacht…

Der Kellner 2003

Diese Szene aus „Glee“ genießend, wünsche ich, in Deutschland passierte  etwas Fortschrittlicheres als nur, dass Verantwortliche  sich rühmen, weil sie statt Integration plötzlich Inklusion sagen.

 

 

Go Green!:-)

Everyone´s Irish on St. Patricks Day 🙂

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Back from the Pacific!!!

Tahiti- Sydney: Südsee für Anfänger

 

Stage One: Chicago

Durchlauferhitzer Chicago

 

Stage Two: Los Angeles

LAX- Tom Bradley International… Construction Area

 

Stage Three: Tahiti

30° C – 84% Luftfeuchtigkeit 23:00 Uhr – Das fand die Kamera nicht lustig

 

Stage Four: Tahiti – Moorea

Leaving Tahiti – Heading Moorea

 

Stage Five: Moorea

 

most imprtant statues in moorea 🙂

Stage Six: Raiatea

 

Gerne haben wir die Insel rückschauend betrachtet 🙂

Stage Seven: Bora Bora

 

"völlig überschätzt!" 🙂

Stage Eight: Rarotonga, Cookinseln, Neuseeland

Relax!

 

und weiter?   🙂 …. erst nach der Datumsgrenze… NO Feb.23rd 2011 for us!

 

 

„Edelstein und Pokern – Zwei Stühle eine Meinung“ – Wie nützlich ist Schule für den Alltag?

Deutschland wird gerade befragt. Wenn auch auf diskussionswürdige Weise. „Deutschland will es wissen“ heißt es in der Headline der Umfrage.  WER ist in diesem Fall „Deutschland“ und vor allem WOZU wollen sie die konfektionierten Antworten? Nicht mal ein „anderes“ oder „sonstiges“  oder gar ein leeres Feld, in dem ich meine eigene Idee hätte kundtun können – nur ein „Ich weiß nicht“ stand als Alternative, wenn ich mich mit nichts von dem befassen wollte, was sie mir dort anboten.

Dann kam mir in den Sinn, dass ich 2007 dazu zwei Menschen persönlich befragte. An sich sollten es zwei getrennte Texte werden. Allerdings:

Edelstein und Pokern – Zwei Stühle, eine Meinung!

Selbstwirksamkeit als Voraussetzung für Engagement

Ulla Keienburg

Mona Pokern (20), jetzt Schülerin an der Herman- Nohl- Schule für Ergotherapie

Umgezogen war sie in eine neue Stadt. Deshalb stimmte die Adresse nicht mehr, unter der sie hätte erreichbar sein sollen. Mona Pokern , einzige Tochter einer alleinerziehenden Mutter, ist jetzt in Hildesheim und besucht dort die dritte Schule ihres Lebens. Nachdem sie ihre ersten zehn Schuljahre an einer Gesamtschule verbracht und ihre Fachhochschulreife erworben hatte, hatte sie nicht mehr viel Hoffnung, dass sie in einer Institution wie der staatlichen Schule Wissen so erwerben könnte, dass es ihr für ihren Alltag wirklich nützt. Hatte sie Schule doch jahrelang so erlebt, als wenn die Lehrer bestimmten, was sie an Wissen zu lernen hatte.

„Es war eher fremdbestimmt, und ich wusste ehrlich gesagt nie so richtig, wofür diese Zahlen, Texte und Fakten gut sein könnten, die ich dort auswendig lernen und begreifen sollte. Ich habe sie fast nur mit dem Ziel gelernt, sie in einem Test oder in einer Arbeit wieder abfragen zu lassen. Gute Zensuren waren das Ziel.“ Mona Pokern ist Mitglied im Jugendbeirat des Projektes „mitWirkung“ der Bertelsmann Stiftung, und das auch deswegen, weil sie sich bereits mit zwölf Jahren für soziales Engagement entschieden hatte und im Kinderwaldprojekt Hannover aktiv wurde.

„Nein, das hatte nichts mit der Schule zu tun. Ich führte eine Art Doppelleben. Während unserer Pubertät fanden meine Mitschüler ehrenamtliche Arbeit eher uncool, also hing ich mit denen ab. An der Schule konnte uns zu der Zeit nichts so richtig motivieren. Die Lehrer planten zwar Projekte mit uns, aber realisieren sollten wir sie dann allein und in unserer Freizeit. Und so verliefen viele Ideen im Sand. Sie schienen  aber nicht bereit, ihren Unterricht dafür „opfern“ zu wollen. Oft hatten wir den Eindruck, dass es ihnen eigentlich zu viel Arbeit war, mit uns gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.“

Verstanden hat sie die Lehrer und auch das Korsett der Schulordnung – aber nicht immer gut ausgehalten. „Warum“, fragt sie sich,  „konnten wir nicht im Deutschunterricht die Texte für einen Flyer produzieren, oder in Mathe die Kalkulation am Beispiel des Kinderwaldprojektes lernen? Wir haben sogar Computerunterricht gehabt und hätten dort eine Webseite für das Projekt herstellen können. Ich hätte üben können, wie man präsentiert, ich hätte gern die Hilfe eines Lehrers gehabt, wenn es um das Argumentieren geht oder gern mal vor Mitschülern ausprobiert, wie das wirkt, wenn ich beim Amt für das Projekt um Geld bitte.“ Das wichtigste Handwerk habe sie wohl bei der Moderationsausbildung „Kidfit“ (Deutsches Kinderhilfswerk) und bei „mitWirkung“ gelernt. „Im Kinderwald konnten wir damit das Projekt weiterentwickeln und auch sichern, haben sogar Zukunftswerkstätten selbst moderiert und durchgeführt.“ Aber rückblickend sei es wohl ihre Mutter, die ihr das Rüstzeug dafür vermittelt habe. Etwas nicht Messbares, aber sehr Wirksames. Ihre Mutter hat ihr vertraut, und sie ist dankbar dafür, dass sie ihr nicht nur die Unterschriften gab, die sie brauchte, sondern ihr auch Mut zusprach und sie einfach hat machen lassen. „In der Schule haben sie mich zwar auch freigestellt, aber sie haben sich nie wirklich für das interessiert, was ich da eigentlich tue. Der Unterricht musste laufen und die Lehrpläne und die Schulordnung eingehalten werden.“ Sie fragt sich selbst, wieso eine Schulordnung nicht hergibt, dass Lehrer mehr zusammenarbeiten, sich absprechen und mal etwas von außen, auch außerhalb einer Projektwoche, zum Unterrichtsinhalt erklären können. „Dann hätte ich mehr Lust gehabt, noch mehr zu lernen.“

Nach ihrer Fachhochschulreife arbeitete sie ein Jahr lang in einer Behindertenwohngruppe in Luxemburg, probierte sich aus, war in der Verantwortung und entschied sich in dieser Zeit für den Beruf der Ergotherapeutin. Das bedeutete auch: Umzug nach Hildesheim. Sie packte ihre Sachen, richtete sich ihren eigenen Haushalt ein und ist verwundert darüber, dass viele ihrer jetzigen Mitschüler nicht einmal eine Lampe angebracht bekommen, ohne nach ihren Eltern zu rufen. „Wahrscheinlich haben die Eltern denen alles abgenommen, und die konnten gar nicht lernen, sich allein zurechtzufinden, Konflikte zu lösen oder mit Stress oder Frust umzugehen. Die wünschen sich auch häufiger mal den Frontalunterricht zurück. Da konnte man sich so prima raushalten aus dem Unterricht, ohne dass es auffiel. Das geht an unserer neuen Schule nicht mehr. Hier sind lauter engagierte Lehrer, die uns in Gruppen erarbeiten lassen, was wir lernen müssen. Das ist viel effektiver und viel anstrengender, wie ich abends feststellen muss. Aber es macht einfach mehr Spaß. Denn so behalte ich die Sachen, und ich weiß, ich mache es für mich, mit anderen zusammen, und nicht für die Lehrer. Und diese Lehrer haben offensichtlich nicht nur gelernt, was auch wir wissen müssen, sondern sie haben auch noch die Methoden, wie sie es gut bei uns anbringen können.“

Mona Pokern spricht aus Erfahrung – es wäre sicherlich spannend gewesen, wenn sie das Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Edelstein geführt hätte. Er hat alles, was sie als Wunsch und Wirkung beschreibt, während seiner langen Laufbahn in verschiedenen Ländern und deren Bildungssystemen beobachten und wissenschaftlich nachweisen können.

Sozialisationsforscher und Bildungsreformer Prof. Dr. Wolfgang Edelstein, Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 

Es trennen sie 58 Jahre Lebenserfahrung, es trennen sie Lebenswelten, aber sie eint das Motiv ihres Handelns – die Demokratie, die Partizipation –, „nicht nur verstanden als repräsentative Beteiligung an der Verwaltung von Schule –, sondern auch als Gesellschafts- und Lebensform. Unter dieser Prämisse müsste Schule Schüler in allen Bereichen an der Gestaltung der gemeinsamen Lebenswelt Schule beteiligen, der Welt des sozialen Lebens wie der Welt des Unterrichts. In den vorbildlichen nordischen Ländern gelingt Schule deshalb so anders, weil dort das Kerngeschäft der Institution Schule nicht, wie in Deutschland, der Unterricht ist, sondern das Lernen der Schüler“.

Den Unterschied kann Wolfgang Edelstein deshalb so konkret formulieren, weil er schon zwischen 1954 und 1963 als Lehrer und später als Studienleiter das mit entwickeln konnte, was er heute „die erste deutsche Gesamtschule“ nennt. Und weil er z.B. in Island die Schulreform begleitet hat. In Island hatte der gebürtige Jude schon seine Jugend verbracht. Der emeritierte Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin bleibt aktiv. „Wissen kann man sich besser handlungsorientiert aneignen.“ Er handelt noch immer nach dieser Maxime, auch für die „Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik“, die er mit engagierten Bildungsverantwortlichen gründete.

„Das Engagement von Schülern entsteht von ganz allein, wenn sie ihre Selbstwirksamkeit erleben, Selbstwirksamkeit im Sinne einer optimistischen Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Ganz von innen kommen dann das Bedürfnis und der Mut, Verantwortung zu übernehmen. Sie schauen dann von selbst über den Tellerrand von Schule hinaus. Dafür brauchen sie Vorbilder, und sie wollen geführt werden – und das ist die Aufgabe der Lehrer im System – sie müssen die Initiatoren von kooperativem Lernen sein.“ Um das hinzubekommen, sollen sie sich Verbündete suchen, denn allein ändert kein Lehrer etwas. „Es gibt die ,erweckten Pädagogen’, keine Frage – noch sind sie Einzelgänger. Könnten sich Schulleiter heute die Lehrer aussuchen, mit denen sie eine solche ,Community’ bilden könnten, sähe die Schulrealität wohl anders aus.“

Wolfgang Edelstein ist erfahren und zuversichtlich. Er verweist z. B. auf die Arbeit der Yehudi Menuhin-Stiftung und auf die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden. „Dort wird Lehrern der Prozess der Demokratisierung zugetraut und anvertraut – und dort lernen Lehrer, gemeinsam mit den Schülern ,demokratisches Lernen’ zu praktizieren.“

Die Frage war eigentlich, was Schule tun kann, damit Schüler sich engagieren. Heraus kam, dass die Wirkung des Systems Schule (noch) nicht so ist, dass Schüler ihre Selbstwirksamkeit erleben und sie aus dieser Erfahrung heraus selbst Initiative ergreifen. Mona Pokern kennt die Wirkung dessen, was sie ist, was sie tut und wie sie daraus lernt. Und Wolfgang Edelstein gibt keine Ruhe, „Orte sinnerfüllten Lernens und Handelns“ zu schaffen.

– Bundesbüro -Chausseestraße 2910115 Berlin

Tel.: +493028045134

http://www.degede.de

erschienen im „podium schule 2/2007“ bertelsmann stiftung

Sich im Kreis drehen…

NYC Bryant Park

… ist sicherlich auf einem Karussel angenehmer als in der politischen Diskussion um Bildung, Arbeit, Macht oder Geld!

Ich dreh dann mal wieder meine Kreise und wünsche ein schönes Wochenende!

Predictably Irrational – It`s not what you think!

„Wenn ich ein Problem kreieren will, um das sich niemand wirklich schert, dann bastele ich z.B. das Problem Klimawandel!“

Warum eh niemand etwas gegen den Klimawandel unternehmen wird?

Dan Ariely hat da so seine Erfahrungen:

Read his book:

Predictably Irrational – The Hidden Forces That Shape Our Decisions  Dan Ariely

oder die deutsche Fassung: Denken hilft zwar, nützt aber nichts

Ganz der Vater / Habits are learned!

Wir können über das Lernen sagen, was wir wollen. Kinder haben Vorbilder – und diese Vorbilder haben sich ihres Einflusses bewusst zu werden. Vorbilder sind nicht nur Eminem und Merkel – das sind Eltern, an – oder abwesend, das sind Erwachsene, die bestenfalls verhandlungsfähig und respektvoll, bindungsfähig – resp. willig sind,  neugierig und friedfertig. Das sind  aber auch die Unglücklichen, die Erfolgreichen, die Gestrandeten, die Abgehobenen, die Unehrlichen, die Kreativen, die Überforderten, die Fröhlichen, die Geächteten, die Kämpferinnen,  die Gierigen, die Schul(d)zuweiser, die Gütigen, die Defektfinder, die Friedlichen. die Frustrierten, die Regisseure fremder Leben,  die Singenden, die Bedenkenträger, die Zutrauenden, die Mutigen, die Lebensfrohen etc….

VORBILDER BILDEN!!!

Die Finnen nutzen dieses Wissen, was wie wirkt, für etwas ganz Feines!!!  🙂

Da bekommt das Wort „Vor- Lesen“  noch mal eine andere Bedeutung!

Komplexer geht es doch kaum!  🙂

Der Nebel des Nörgelns – Defektsucher unter sich!

Eric T . Hansen (hier geht es zu einer Autorenlesung) hat mich schwer amüsiert in den letzten Tagen!

Beantragt hat er einen Lehrstuhl „Nörgeln“. Besetzen will er ihn selbst!

Er fragt sich, wieso am wenigsten erforscht ist, was wir am besten können!

NÖRGELN! Des Deutschen größte Lust

amüsant und lehrreich - für jeden

Ob Mutter, Unternehmer, Tourist oder Projektmanager, ob Kreativer oder Angestellter, Personal(entwickl)er oder einfach nur Deutscher. Die Lektüre lohnt sich! 🙂

„Nicht alles, was zwei Backen hat…

… ist ein Gesicht.“ Simona Solga

Merkels Souffleuse  hat mir den Jahreswechsel versüßt.

Viel Spaß damit!

Das neue Jahr!

„Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.“ Henry Ford

gefunden in Santos, Brasilien

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten und friedfertigen Start in das neue Jahr!!!

Denken ohne Geländer – The Challenge of Freedom

SCHÖN IST DIE FRAU DIE KÄMPFT gefunden in Buenos Aires Dez.10

Vielleicht mag sich der eine oder andere über die Weihnachtstage den Luxus gönnen und eine kleine Bestandsaufnahme bezüglich seiner Freiräume wagen…

 

Grenzbereiche …   Gedanken  von Wolf Lotter in  brandeins 1 2011

Eine wirksame Verteidigung der Freiheit muss (…) notwendig unbeugsam, dogmatisch und doktrinär sein …

Friedrich August von Hayek, Ökonom

Change as its best – growing like never expected!

Shivai - four month later!

Thanx to Christiane and Wolfgang for taking care of Shivai!

Stand by me – Change happens

„It doesn`t matter who you are, no matter where you go in life  –  at some point you are going to need somebody to stand by you!“

Singing for Change  – Around the World

 

Wer will das schon?

immer wieder

wenn ich nur darf wenn ich soll

aber nie kann wenn ich will

dann kann ich auch nicht wenn ich muss

wenn ich aber darf wenn ich will

dann mag ich auch wenn ich soll

und dann kann ich auch wenn ich muss

denn schließlich:

die können sollen müssen auch wollen dürfen

verfasser unbekannt

nutzerin  bekannt

Ich nutze ihn gerne als Überschrift oder Unterschrift.  Fast zur Handschrift ist  er mir geworden – dieser Text. Egal ob am Anfang eines Artikels über Bildungsarbeit mit Kindern, ob als Bildzitat in den Fotokursen an Bord der Schiffe, als Auftakt für Lesungen – oder manchmal als Postkarte.

So wahr – so einfach – so schwer.

Wie also schaffe ich mir oder finde ich Gelegenheiten,  zu denen ich tun kann, was ich soll, und mag, dass ich (lernen) kann, was ich muss?