Sie hat in vielen Dingen recht. Mir bleibt es aber ein Rätsel, wieso sie alle Tätigen und auch Unterlasssenden im Bildunsgbereich sanft und schützend als „fortbildungsbedürftig“ betitelt.
Liebe Lehrer und Lehrerinnen, Kultusministeriensangestellte, als Lehrer bezahlte Beamte auf Lebenszeit im und außerhalb des Schuldienstes oder der Behörden!
Vielleicht hat die UN Konvention: „Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht“ ja einen ganz wunderbaren Effekt: Sie deckt jetzt auf, wer in der Schule ganz nach seinem Gutdünken oder dem der Behörde agierte und Kinder gleich zu machen bereit ist. Und es finden sich die, die auch ohne die Konvention schon erkannt haben, dass es wohl keine „gleichen“ Kinder und Menschen gibt; dass sich am meisten lernen lässt, wenn alle Verschiedenen miteinander lernen. Gute Beispiele gibt es für Letztere ja. siehe z.B. Jacob Muth Preis
Zeigt Euch bitte!!!
Und Ihr Anderen, Verschreckten und von der plötzlichen und unerwarteten Vielfalt sich überfordert Fühlenden könnt die dann ja mal fragen, WAS genau „man“ als Lehrer für eine HALTUNG benötigt, um das sogar ohne Fachfortbildung oder andere teure und aufwendige Qualifikationen und Materialien und Ausstattungen hinzukriegen.
„Wer will findet Wege , wer nicht will findet Gründe!“ und ich finde, Ihr seid bis jetzt im Gründe- Finden großartig…..
Es wird Herbst – auch für das Bildungs- und Betreeungsssystem und seine Akteure
Was passiert eigentlich mit den Lehrern, die unter der Last der Vielfalt zusammen brechen und sich ihr nicht gewachsen fühlen? Werden die gekündigt, wie jeder andere Arbeitnehmer auch, der seinen Job nicht kann? Oder werden die hochbezahlt in Pension geschickt? Oder krank geschrieben? Ach, ich habe den Vorruhestand ganz vergessen. Prost Mahlzeit.
Vor zweizwanzig Jahren (!!!!!) schrieb ich gerade an meiner Graduierungsarbeit als Pädagogische Psychotherapeutin (BVPPT) (damals durften wir uns noch so nennen) zum Thema: Gemeinsames Leben und Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder. Über eine Fortbildung für Erzieherinnen in Integrationssprojekten. Vor mehr als zwanzig Jahren!
„Dass ich mich habe, darauf wäre ich nicht gekommen!“ Diese Rückmeldung einer Teilnehmerin wählte ich als Titel. Denn erstaunter und echter hätte das niemand auf den Punkt bringen können. Erfreut waren die wissenschaftlich orientierten Prüfer von diesem Sprachgebrauch erst mal natürlich nicht – aber 🙂 Das Lebendige hat sie überzeugt.
Gerade habe ich fünf Bilder an meinen Wänden einfach anders herum aufgehängt.In meinen Ohren klingt der Satz: „Ich habe alles auf den Kopf gestellt – und habe nichts gefunden!“
Vielleicht hilft es mir trotzdem, einen anderen Blick auf die Werke zu werfen.
Obwohl um Ideen nicht verlegen, macht mich die Sicht auf die Entwicklungen hier in Deutschland kirre. Das, was ich sehe, frustriert mich. Ich bin verführt anzunehmen, dass der Versuch der Entscheider, uns zu verarschen, doch immer wieder gelingt. Kriegsschauplatz Deutschland: Nebenschauplätze: Schule und Bildung, Elterngeld, Kinderbetreuung, Truppeneinsatz, Equal Pay, Respekt, Eurobond, Steuern, Rettungsschirme, Gesundheitswesen, Honorarverhandlungen, etc. Money makes the world go round.
Sollen wir das eigentlich verstehen? Oder sollen wir mürbe gemacht werden, still halten? Ich fühle mich, als spiele man Hase und Igel mit mir/uns.
Wenn Kinder sagen:
Kinderstimme gefunden im MONDEMIO Dortmund
erstaunt mich das nicht mehr.
Wie oft fühle ich mich so?
Zu oft, finde ich inzwischen!
Kinderstimme MONDEMIO Dortmund
Das sind die Stimmen der Kleinen.
Hier ist die Stimme einer 15 Jährigen, die versucht hat, den Bildungssenator in Hamburg zu erreichen!!!
Sonntagmittag: Der Abschlussgottesdienst des Kirchentags ist vorbei. „Dresden kann Kirchentag“ hieß es – und auf dem nächsten evangelischen in Hamburg (!!!) werden wieder die drängenden Themen der Gegenwart besprochen, beredet, beschwiegen, besungen, bedacht und bebetet.
Im Ruhrgebiet regnet und blitzt es gerade. Für mich ein Tag – unverhofft FREI -, an dem ich lesen kann. Hinweisen von Freunden, Kollegen und Geschwistern folge.
So studierte, genoss ich als erstes heute – in der DIE ZEIT gedruckt auf Papier :-): Den Brief des besorgten Vaters Henning Sußebach an seine Tochter Marie. Er erklärt sich ihr – und sinniert über die lebenswichtigen Fundstücke während seiner Phasen, die heute wohl als „Langeweile“ empfunden werden. Als bedrohliche Langeweile gar… Hier geht s zur ZEIT: „Liebe Marie…:
Schluss mit dem Rum-Tunneln! Macht mal einer Licht an!
Ich erinnere mich an die Ausführungen einer engagierten Großmutter, die stolz erzählte, dass ihre Enkel jetzt schon Chinesisch im Kindergarten lernten. Auf meine Frage, ob die Kinder das so gewählt hätten, es leidenschaftlich mit Freude täten, schüttelte sie den Kopf. „Man müsse sie ja schließlich auf den Arbeitsalltag vorbereiten“ und „sie müssten dann ja auch konkurrenzfähig sein, wenn der Markt von Chinesen überschwemmt werde.“ bemerkte sie. „Die gelbe Gefahr!“ dachte ich. Das hatte ich ein paar Jahrzehnte zuvor schon mal gehört. Ehrlich gesagt: Ich bin noch immer erschüttert.
Weiter gestöbert: Gerade in den letzten Wochen hatte ich zum Thema: „Neue Männer“ Gerald Hüther, Andre Stern und Hans Georg Nelles getroffen. Wir „initiierten“ ein „neues Projekt“ im Bereich „Väter und Söhne“. Das firmiert jetzt unter dem Schirm der Sinn- Stiftung.
Deshalb gerade tief im Thema, fiel mein Blick auf das Gespräch zwischen Vater und Sohn – in derselben Ausgabe der ZEIT: „Männergespräche“. Ob ich da hängen geblieben bin, weil es genau der Dialog zwischen Männern verschiedener Generationen ist, zu dem wir – hoffentlich inspirierend- agieren. Oder dass der „Sohn“ in diesem Gespräch schon wieder Vater ist – gleich von zwei Kinder auf einmal – eines davon mit Down Syndrom?
Egal – es hat mich heute einfach eingefangen.
Und am Montag werde ich in „Dialogkultur“ eintauchen – drei Tage – das gönne ich mir!
Ich danke für den Hinweis und entferne das Bild, da eh jeder, der sich dafür interessiert, Links finden kann, in denen sich ein erlaubter „Nachdruck“ befindet.
Übergänge – egal in welchem Bereich – haben etwas Wunderbares. Sie brauchen Kraft. Sie geben Kraft. Sie fordern und fördern Kreativität. Sie sind mitunter auch unbequem. Ja! UND: Sie bergen Überraschungen – und geschafft: Erfolgserlebnisse.
Weshalb scheuen so viele Menschen diese Phasen?
Sie hören nie auf. NIE! Und abnehmen kann sie einem niemand. Wenn das Erwachsene z.B. “ für“ Kinder tun, fehlt den Kindern diese lebenswichtige Erfahrung. Schade!
Dieser Anblick! Ich musste weder einem der neuen Helden der Bildung lauschen, noch ein Buch kaufen oder Verehrungsrituale durchlaufen, noch bezahlen für ein Camp oder eine Tagung (neudeutsch auch Workshop), auf dem gerade über das „Schulwesen“ diskutiert wird.
Als Geschenk darf ich es wohl nehmen, in der Nachmittagssonne bei eisigem Wind unter stahlblauem Himmel an einem Schulgebäude vorbei zu spazieren, das von Lernenden aller Alter gestaltet ist. Kinder fahren davor Roller Rennen. Und mitten in NYC herrscht Ruhe.
Ganz einfach so, beim Gang durch die Straßen, ereilte mich das Gefühl, hier seien große Herzen am Werke und auch wohl große Köpfe: Sie malen ihre Schulwände an, äußern sich, träumen farbig und können in Worten, (sich) malen, bauen und austoben.
Und sie bezeichnen sich als geliebte Lesende, Schreibende und Kunstschaffende der PS 11.
Deutschland wird gerade befragt. Wenn auch auf diskussionswürdige Weise. „Deutschland will es wissen“ heißt es in der Headline der Umfrage. WER ist in diesem Fall „Deutschland“ und vor allem WOZU wollen sie die konfektionierten Antworten? Nicht mal ein „anderes“ oder „sonstiges“ oder gar ein leeres Feld, in dem ich meine eigene Idee hätte kundtun können – nur ein „Ich weiß nicht“ stand als Alternative, wenn ich mich mit nichts von dem befassen wollte, was sie mir dort anboten.
Dann kam mir in den Sinn, dass ich 2007 dazu zwei Menschen persönlich befragte. An sich sollten es zwei getrennte Texte werden. Allerdings:
Edelstein und Pokern – Zwei Stühle, eine Meinung!
Selbstwirksamkeit als Voraussetzung für Engagement
Ulla Keienburg
Mona Pokern (20), jetzt Schülerin an der Herman- Nohl- Schule für Ergotherapie
Umgezogen war sie in eine neue Stadt. Deshalb stimmte die Adresse nicht mehr, unter der sie hätte erreichbar sein sollen. Mona Pokern , einzige Tochter einer alleinerziehenden Mutter, ist jetzt in Hildesheim und besucht dort die dritte Schule ihres Lebens. Nachdem sie ihre ersten zehn Schuljahre an einer Gesamtschule verbracht und ihre Fachhochschulreife erworben hatte, hatte sie nicht mehr viel Hoffnung, dass sie in einer Institution wie der staatlichen Schule Wissen so erwerben könnte, dass es ihr für ihren Alltag wirklich nützt. Hatte sie Schule doch jahrelang so erlebt, als wenn die Lehrer bestimmten, was sie an Wissen zu lernen hatte.
„Es war eher fremdbestimmt, und ich wusste ehrlich gesagt nie so richtig, wofür diese Zahlen, Texte und Fakten gut sein könnten, die ich dort auswendig lernen und begreifen sollte. Ich habe sie fast nur mit dem Ziel gelernt, sie in einem Test oder in einer Arbeit wieder abfragen zu lassen. Gute Zensuren waren das Ziel.“ Mona Pokern ist Mitglied im Jugendbeirat des Projektes „mitWirkung“ der Bertelsmann Stiftung, und das auch deswegen, weil sie sich bereits mit zwölf Jahren für soziales Engagement entschieden hatte und im Kinderwaldprojekt Hannover aktiv wurde.
„Nein, das hatte nichts mit der Schule zu tun. Ich führte eine Art Doppelleben. Während unserer Pubertät fanden meine Mitschüler ehrenamtliche Arbeit eher uncool, also hing ich mit denen ab. An der Schule konnte uns zu der Zeit nichts so richtig motivieren. Die Lehrer planten zwar Projekte mit uns, aber realisieren sollten wir sie dann allein und in unserer Freizeit. Und so verliefen viele Ideen im Sand. Sie schienen aber nicht bereit, ihren Unterricht dafür „opfern“ zu wollen. Oft hatten wir den Eindruck, dass es ihnen eigentlich zu viel Arbeit war, mit uns gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.“
Verstanden hat sie die Lehrer und auch das Korsett der Schulordnung – aber nicht immer gut ausgehalten. „Warum“, fragt sie sich, „konnten wir nicht im Deutschunterricht die Texte für einen Flyer produzieren, oder in Mathe die Kalkulation am Beispiel des Kinderwaldprojektes lernen? Wir haben sogar Computerunterricht gehabt und hätten dort eine Webseite für das Projekt herstellen können. Ich hätte üben können, wie man präsentiert, ich hätte gern die Hilfe eines Lehrers gehabt, wenn es um das Argumentieren geht oder gern mal vor Mitschülern ausprobiert, wie das wirkt, wenn ich beim Amt für das Projekt um Geld bitte.“ Das wichtigste Handwerk habe sie wohl bei der Moderationsausbildung „Kidfit“ (Deutsches Kinderhilfswerk) und bei „mitWirkung“ gelernt. „Im Kinderwald konnten wir damit das Projekt weiterentwickeln und auch sichern, haben sogar Zukunftswerkstätten selbst moderiert und durchgeführt.“ Aber rückblickend sei es wohl ihre Mutter, die ihr das Rüstzeug dafür vermittelt habe. Etwas nicht Messbares, aber sehr Wirksames. Ihre Mutter hat ihr vertraut, und sie ist dankbar dafür, dass sie ihr nicht nur die Unterschriften gab, die sie brauchte, sondern ihr auch Mut zusprach und sie einfach hat machen lassen. „In der Schule haben sie mich zwar auch freigestellt, aber sie haben sich nie wirklich für das interessiert, was ich da eigentlich tue. Der Unterricht musste laufen und die Lehrpläne und die Schulordnung eingehalten werden.“ Sie fragt sich selbst, wieso eine Schulordnung nicht hergibt, dass Lehrer mehr zusammenarbeiten, sich absprechen und mal etwas von außen, auch außerhalb einer Projektwoche, zum Unterrichtsinhalt erklären können. „Dann hätte ich mehr Lust gehabt, noch mehr zu lernen.“
Nach ihrer Fachhochschulreife arbeitete sie ein Jahr lang in einer Behindertenwohngruppe in Luxemburg, probierte sich aus, war in der Verantwortung und entschied sich in dieser Zeit für den Beruf der Ergotherapeutin. Das bedeutete auch: Umzug nach Hildesheim. Sie packte ihre Sachen, richtete sich ihren eigenen Haushalt ein und ist verwundert darüber, dass viele ihrer jetzigen Mitschüler nicht einmal eine Lampe angebracht bekommen, ohne nach ihren Eltern zu rufen. „Wahrscheinlich haben die Eltern denen alles abgenommen, und die konnten gar nicht lernen, sich allein zurechtzufinden, Konflikte zu lösen oder mit Stress oder Frust umzugehen. Die wünschen sich auch häufiger mal den Frontalunterricht zurück. Da konnte man sich so prima raushalten aus dem Unterricht, ohne dass es auffiel. Das geht an unserer neuen Schule nicht mehr. Hier sind lauter engagierte Lehrer, die uns in Gruppen erarbeiten lassen, was wir lernen müssen. Das ist viel effektiver und viel anstrengender, wie ich abends feststellen muss. Aber es macht einfach mehr Spaß. Denn so behalte ich die Sachen, und ich weiß, ich mache es für mich, mit anderen zusammen, und nicht für die Lehrer. Und diese Lehrer haben offensichtlich nicht nur gelernt, was auch wir wissen müssen, sondern sie haben auch noch die Methoden, wie sie es gut bei uns anbringen können.“
Mona Pokern spricht aus Erfahrung – es wäre sicherlich spannend gewesen, wenn sie das Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Edelstein geführt hätte. Er hat alles, was sie als Wunsch und Wirkung beschreibt, während seiner langen Laufbahn in verschiedenen Ländern und deren Bildungssystemen beobachten und wissenschaftlich nachweisen können.
Sozialisationsforscher und Bildungsreformer Prof. Dr. Wolfgang Edelstein, Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
Es trennen sie 58 Jahre Lebenserfahrung, es trennen sie Lebenswelten, aber sie eint das Motiv ihres Handelns – die Demokratie, die Partizipation –, „nicht nur verstanden als repräsentative Beteiligung an der Verwaltung von Schule –, sondern auch als Gesellschafts- und Lebensform. Unter dieser Prämisse müsste Schule Schüler in allen Bereichen an der Gestaltung der gemeinsamen Lebenswelt Schule beteiligen, der Welt des sozialen Lebens wie der Welt des Unterrichts. In den vorbildlichen nordischen Ländern gelingt Schule deshalb so anders, weil dort das Kerngeschäft der Institution Schule nicht, wie in Deutschland, der Unterricht ist, sondern das Lernen der Schüler“.
Den Unterschied kann Wolfgang Edelstein deshalb so konkret formulieren, weil er schon zwischen 1954 und 1963 als Lehrer und später als Studienleiter das mit entwickeln konnte, was er heute „die erste deutsche Gesamtschule“ nennt. Und weil er z.B. in Island die Schulreform begleitet hat. In Island hatte der gebürtige Jude schon seine Jugend verbracht. Der emeritierte Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin bleibt aktiv. „Wissen kann man sich besser handlungsorientiert aneignen.“ Er handelt noch immer nach dieser Maxime, auch für die „Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik“, die er mit engagierten Bildungsverantwortlichen gründete.
„Das Engagement von Schülern entsteht von ganz allein, wenn sie ihre Selbstwirksamkeit erleben, Selbstwirksamkeit im Sinne einer optimistischen Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Ganz von innen kommen dann das Bedürfnis und der Mut, Verantwortung zu übernehmen. Sie schauen dann von selbst über den Tellerrand von Schule hinaus. Dafür brauchen sie Vorbilder, und sie wollen geführt werden – und das ist die Aufgabe der Lehrer im System – sie müssen die Initiatoren von kooperativem Lernen sein.“ Um das hinzubekommen, sollen sie sich Verbündete suchen, denn allein ändert kein Lehrer etwas. „Es gibt die ,erweckten Pädagogen’, keine Frage – noch sind sie Einzelgänger. Könnten sich Schulleiter heute die Lehrer aussuchen, mit denen sie eine solche ,Community’ bilden könnten, sähe die Schulrealität wohl anders aus.“
Wolfgang Edelstein ist erfahren und zuversichtlich. Er verweist z. B. auf die Arbeit der Yehudi Menuhin-Stiftung und auf die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden. „Dort wird Lehrern der Prozess der Demokratisierung zugetraut und anvertraut – und dort lernen Lehrer, gemeinsam mit den Schülern ,demokratisches Lernen’ zu praktizieren.“
Die Frage war eigentlich, was Schule tun kann, damit Schüler sich engagieren. Heraus kam, dass die Wirkung des Systems Schule (noch) nicht so ist, dass Schüler ihre Selbstwirksamkeit erleben und sie aus dieser Erfahrung heraus selbst Initiative ergreifen. Mona Pokern kennt die Wirkung dessen, was sie ist, was sie tut und wie sie daraus lernt. Und Wolfgang Edelstein gibt keine Ruhe, „Orte sinnerfüllten Lernens und Handelns“ zu schaffen.
Wir können über das Lernen sagen, was wir wollen. Kinder haben Vorbilder – und diese Vorbilder haben sich ihres Einflusses bewusst zu werden. Vorbilder sind nicht nur Eminem und Merkel – das sind Eltern, an – oder abwesend, das sind Erwachsene, die bestenfalls verhandlungsfähig und respektvoll, bindungsfähig – resp. willig sind, neugierig und friedfertig. Das sind aber auch die Unglücklichen, die Erfolgreichen, die Gestrandeten, die Abgehobenen, die Unehrlichen, die Kreativen, die Überforderten, die Fröhlichen, die Geächteten, die Kämpferinnen, die Gierigen, die Schul(d)zuweiser, die Gütigen, die Defektfinder, die Friedlichen. die Frustrierten, die Regisseure fremder Leben, die Singenden, die Bedenkenträger, die Zutrauenden, die Mutigen, die Lebensfrohen etc….
VORBILDER BILDEN!!!
Die Finnen nutzen dieses Wissen, was wie wirkt, für etwas ganz Feines!!! 🙂
Da bekommt das Wort „Vor- Lesen“ noch mal eine andere Bedeutung!
Ich nutze ihn gerne als Überschrift oder Unterschrift. Fast zur Handschrift ist er mir geworden – dieser Text. Egal ob am Anfang eines Artikels über Bildungsarbeit mit Kindern, ob als Bildzitat in den Fotokursen an Bord der Schiffe, als Auftakt für Lesungen – oder manchmal als Postkarte.
So wahr – so einfach – so schwer.
Wie also schaffe ich mir oder finde ich Gelegenheiten, zu denen ich tun kann, was ich soll, und mag, dass ich (lernen) kann, was ich muss?
Bildungsmesse Stuttgart 2008 : Die Bildungsträger der Gegenwart! Vorbilder bilden!
Vor mir liegen die Briefwahlunterlagen zum Volksentscheid in Hamburg bzgl der Schulreform. Die Wahl, vor die man mich stellt?
1. Möglichkeit: „Vorlage der Volksinitiative „Wir wollen lernen!“ – für den Erhalt des Elternwahlrechts in Klasse 4 und der weiterführenden Schulen ab Klasse 5.“
Hat eigentlich irgendjemand die Kinder nach ihrem Bild dazu gefragt?
2. Möglichkeit:
„Vorlage der Bürgerschaft „Für eine bessere Schule“ Kann mir jemand sagen, was hier für wen besser ist?
Und wenn ich beides nicht gut finde? Und es kostengünstiger fände, wenn die erste Variante durchkäme? Und dächte, dass das Geld für all die Maßnahmen, Umbauten, Umstrukturierungen, Neubauten, Sanierungen, Versetzungen, Umschulungen man sich sparen könnte? Ganz abgesehen von all dem Widerstand, den das mit sich bringt? Der Widerstand gegen die kleinen Veränderungen von innen ist ja schon immens. Und wenn ich dächte, dass die Reform ein Nebenkriegschauplatz ist? Und ich wissen wollte, um was es eigentlich geht?
„Das ist hier nicht die Frage!“ oder ähnliche Kommentare hörte ich dann wahrscheinlich.
Was sollen die Kinder von solchen Vorbildern lernen??????
Ich schicke nichts ab. Schon aus Neugier gehe ich mal zum Wahllokal!