Bank(20) – Ever Changing Times

bänke
Ever changing times (c) Ulla Keienburg 2013

Empowering!

Come back and dance

If somebody needs an advice to get into a better mood…. 🙂

Listen to this: KLick your heels, shake back your clothes around and DANCE!

If an artist really wants to bring me to tears…. (s)he peforms this song!
Thanx to Colin Brown and Rebecca Carrington to bring that one back to me – again and again and again. 🙂

Mr. Bojangle – a real good role model 🙂

´

An jenem Tage….

an jenem tage

An jenem Tage,
der kein Tag mehr ist vielleicht wird er sagen:
Was tretet ihr an
mit euren Körbchen voller Verdienste,
die klein sind wie Haselnüsse und meistens hohl?
Was wollt ihr
mit euren Taschen voller Tugenden,
zu denen ihr gekommen seid aus Mangel an Mut,
weil euch Gelegenheit fehlte
oder durch fast perfekte Dressur?
Habt ihr euch davon nicht befreit?
Wissen will ich:
Habt ihr die andern angesteckt mit Leben?

nach Joachim Dachsel

 

 

„Work is a rubberball“ – 30 seconds

Avatar von Ulla KeienburgUlla Keienburg s Blog

FYI 🙂

and to  Valentin Heyde and all the others for sharing this  „Reminder from the Coke CEO“  on FB….  I`ll share it this way….  too important to be ignored  .-)

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Driven to tears

in the middle of the night…

 

 

 

…..this sound makes me feel home and comfy and happy and moving and laugh and enjoy and wakes me up again ……. (yeah)

Words of wisdom – Alice Herz- Sommer

Alice Herz Sommer – 109 years old! The oldest Holocaust Survivor!

„Every day in life is beautiful!“

„When we can play it cant be that terrible! The music, the music!“

Veröffentlicht am 11.09.2013

http://theladyinnumber6.com
https://www.facebook.com/theladyinnum…
The Lady in Number 6 is one of the most inspirational stories ever told. 109 year old, Alice Herz Sommer, the world’s oldest pianist and oldest holocaust survivor, shares her views on how to live a long happy life. She discusses the vital importance of music, laughter and having an optimistic outlook on life. This powerfully inspirational video tells her amazing story of survival and how she managed to use her time in a Nazi concentration camp to empower herself and others with music. See the entire documentary at:
https://twitter.com/AliceTheFilm

Cloud of Unknowing – die Zweite

Ein paar Tage später:
Zustand: Etwas weniger „UNKNOWING“ 🙂

what do they know
Parallelwelten- was wissen sie voneinander?

Ich habe ein paar sehr klugen und liebenswerten Menschen gelauscht während sie sich (trotz der Fragen des Herrn Beckmann) sehr positiv zu dem Thema Inklusion unterhielten.
Mal ab davon, dass diese Diskussion nicht erst seit fünf Jahren geführt wird, wie Herr Beckmann behauptet, sondern seit fast  fünf Jahrzehnten….. (aber damit schreibe ich ja nichts Neues, zumindest nicht für Leser und Leserinnen meines Blogs. :-)….. danke ich Herrn Hüppe für: „Wer Inklsuion will, der findet Wege. Wer Inklusion nicht will findet Gründe!“
Das Buch von Sandra Roth werde ich lesen – und dann erst schreiben. Sie hat mir oft aus der Seele gesprochen. Leslie Malton hat auf ihre Weise wunderbar Interesse an dem „Rett Symdrom“ geweckt und ….(es wird aber auch Zeit, dass darüber nicht nur in Hinterzimmern und Kliniken gesprochen wird.)

Ohne Leib, mit Seele - Fraberger, GeorgJa: und dann war da noch Georg Fraberger (Psychologe). Er hat so humorvoll und respektvoll die defektsuchenden Fragen des Herrn Beckmann beantwortet, dass ich neugierig geworden bin.

Wer mehr über ihn wissen will, kann sich schlauer oder neugieriger machen (lassen)
entweder in der Sendung : http://tinyurl.com/pj2s67t 

oder durch das Interview in woman.at   http://www.woman.at/a/georg-fraberger-buch-ohne-leib-mit-seele

Es hat mal jemand zu mir gesagt: „Dass Dich das immer noch so anmacht. Langsam müsstest du dich doch daran gewöhnt haben.“ NEIN!  Ich will mich nicht daran gewöhnen. Wenn ich ehrlich bin, werde ich bzgl. dieser offensichtlichen und der mitunter äußerst perfiden Art der Aus-, Ab- und Eingrenzung immer dünnhäutiger. So bleibe ich wach!

Bank (19) Wer, wie, was?

„Fragen sind immer der Mühe wert, Antworten nicht immer.“

Oscar Wilde

bank fragen

Erkenntnis:   Fragen will gekonnt sein!

Als Kinder konnten wir das gut. Mit Eintritt in die Schule wird das heute systematisch verdrängt zugunsten der Antworten, die als messbare und testbare Inhalte für Bildung gehalten werden.

Seht zu, dass die Kinder das Fragen nicht verlernen! Bitte! Sonst haben wir irgendwann eine Horde von Menschen, die nur noch die Fragen kennen: „Was wollen Sie hören?“  oder „Was soll ich denn hier machen?“

 

 

Erst einen Kaffee…

reibekuchen kl

 

Bank (18) – Didn`t know my own strength…

Es gibt solche Tage: Ich ärgere mich – vor allem über meinen Ärger.
Und dann fallen mir gottseidank erbauliche Dinge ein:

Ein Platz mit unglaublicher Aussicht zum Kräfte sammeln…

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…genossen mit Musik auf den Ohren, die tröstet.

So eine Kombi ist nicht leicht zu vergessen! 🙂

Bank (17) – Dream of the return

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(c) ulla keienburg

Dream of the return:

ich freue mich über so manche „returns“….. 🙂
Ich freue mich an Pat Metheny – immer wieder, seit ich seine Musik kenne.
Ich freue mich an Wasservögeln, an Wasser, an Schiffen…..
ich freue mich auf meine Reisen – die geplanten und die überraschenden!

Und ich freue mich auf die Umwege.
Dank derer kehre ich meist beschenkt zurück. 🙂

Bank (16) – Moments of pleasure

was haben wir verpasst

Sitting here enjoying what I see, remember, expect, feel, hear …… listening to a nearly forgotten song of the 80`s.

Enjoy!

Überall das Gleiche….

Auf den Gewässern (auch) der Bundesrepublik sieht es irgendwie aus wie in den Vorstandsetagen unseres Landes. 🙂

vorstand
Oben fast ohne – Gendergap 🙂

Ob sich daran mal was ändert????

Auf ein Neues!

Bin sehr gespannt, wie das weitergeht.

(Nicht ganz) grundlos heiter :-) Happy 2014

Ich sage hiermit DANKE an eine reiches Jahr 2013 – an all die Menschen, mit denen ich näher zusammen gerückt bin, mit denen ich erleben, diskutieren, ihnen zuhören, Filme sehen, Alltag erleben, für die ich schreiben, entwickeln und beraten, mit denen ich streiten, lernen und wachsen konnte. Danke an die, mit denen ich in diesem Jahr zusammen gewohnt habe, mit denen ich (noch immer) Zeit, Spaß und tiefe Gespräche habe und unzählige Liter Tee verputzte. Danke an die, mit denen ich Wände gestrichen, die mir die Augen geöffnet,  die mich versorgt haben. Danke für die Flügel, unter die ich jederzeit schlüpfen darf, an die, die immer einen Kaffee und oder ein Ohr für mich haben, Himbeeren mit Basilikum Drinks, für unzählige Bänke auf der ganzen Welt, auf denen ich ausruhen konnte, für Spaziergänge und Metrofahrten, für neue Musik(er), Einblicke in andere Kulturen, neue und bewährte Kunst auf Bühnen und an Wänden, für all die „Followers“ meines Blogs – einfach für all das NEUE neben dem, was sich eh schon an Guten und Gutem in meinem Leben tummelt.

Danke für Eure Liebe, Euren Rat, Eure Treue, Eure Neugier, Euren Respekt, Eure Freundschaft, Euer Ver- und Zutrauen.

happy 2014

Mit den Worten der überaus von mir geschätzten Mascha Kaléko wünsche ich Euch:

Möge 2014 so gelingen!

Sozusagen grundlos vergnügt

Ich freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen
Und dass es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
Dass Amseln flöten und dass Immen brummen.
Dass rote Luftballons ins Blaue steigen.
Dass Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen.

Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht
Und dass die Sonne täglich neu aufgeht.
Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,
Gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,
Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.
Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!
Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.
Ich freue mich vor allem, dass ich bin.

In mir ist alles aufgeräumt und heiter;
Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.
An solchen Tagen erklettert man die Leiter,
Die von der Erde in den Himmel führt.
Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,
– Weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben.
Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne
Und an das Wunder nie gewöhne.
Dass alles so erstaunlich bleibt, und neu!
Ich freu mich, dass ich … Dass ich mich freu.

Mascha Kaléko

Endstation Universität?

endtstation universität

endstation universität 2

Hamburg Hafencity

Mit dem Gedanken: „Endstation Universität“ kamen mir während des Spektakels schon lustige Gedanken!

Wenn das die Vorbereitung auf das Berufsleben sein soll….. 🙂

Also verließ ich die Station wirklich neugierig auf die Aussichten!

Ich nahm erstmal die bequeme „Leiter“ nach oben.

karriereleiter
Blendende Aussichten!
aussichten
Ernüchternde Ansichten

Dann links über das Wasser geschaut entdeckte ich:

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Ärger?

Geradeaus weiter gelaufen und jäh gestoppt:

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????

Erlaubt durch den Zaun geschaut war auch schon die nächste Gefahr geortet:

aussichten 3
Bedenkenflut?

  Dann suchte ich mir mal einen anderen Weg:

elbtunnel
Basisarbeit am anderen Ende des Hafens 🙂

Am Ende des Tunnels dann die Rettung:

die lösung
🙂

  Ich glaube, ich möchte heute kein Student im Erststudium mehr sein!

Und ich bin mir sicher: Es gibt mehr Fässer ohne Boden in Hamburg als die Elbphilharmonie!

Familie zwischen Vergangenheit und Zukunft

29.12.2013

Zu dem Stichwort „ZWISCHEN“ habe ich mal in meinem Archiv gewühlt.

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Familie hat nicht nur Zukunft. Familie hat vor allem Vergangenheit – mehrere Vergangenheiten gleich. Unweigerlich bekommen die Beteiligten das bei einer Neugründung zu spüren. Nicht nur, dass sie sich aus steuerlichen oder romantischen Gründen für das staatlich und subventionierte und damit kontrollierte Unterfangen entscheiden. Nein, in ihrer GEGENWART  werden sie auch von den eigenen Biografien kontrolliert und gesteuert. Nicht wirklich haben sie „Vater und Mutter verlassen, um dem anderen anzuhangen.“ Gemäß dieser biblischen Denkweisen erklärte ich die meisten der Ehen, die ich kenne, für ungültig.  🙂

geiranger klein

Aber genug der chistlichen Moral. Unsere eigene Biografie führt Regie für den Film unseres Lebens. Ich vermute: Je besser sie reflektiert ist, um so weniger Überraschendes bringt sie in den Beziehungsalltag für Paare und  das Zusammenleben mit ihren Kindern.

Vor allem Politiker und Wirtschaftsmenschen beschwören die Familie. Sie wollen Konsumenten, Rentensicherer, vielleicht auch Arbeit für Niedriglohngruppen, Familienrechtler, Lehrer, Erziehungsexperten oder die Ratgeberbranche. Ich vermag das nicht mehr zu beurteilen, so sehr nervt mich das Thema inzwischen.  oft, wie das Thema in den letzten Jahrzehnten wieder aufgelegt wurde wird.

Ich habe gar nichts gegen Gruppen von Menschen, die sich einander respektieren, sich zu tiefst schätzen, sich streiten und lieben, gemeinsam Kinder in die Welt setzen. UND sie als das schätzen und lieben, was sie  eben sind. Kinder, Persönlichkeiten, eigen(sinnig)e Charaktere, für die niemand sich persönlich aufgeben muss, (vielleicht nur ein paar Hobbies), für die sie Verantwortung tragen, mit denen zusammen sie wachsen – nicht zusammenwachsen – und sie gedeihen  lassen- wenn das auch manchmal schneller, langsamer oder vor allem anders geht, als Eltern sich das so für oder von ihrem Nachwuchs gedacht hatten.

Wenn ich allerdings sehe, wie viele Menschen ihren „Familienaufträgen“ aufsitzen, einander funktionalisieren, das Gegenüber – welchen Geschlechts auch immer- mit der Hauptrolle ihres ganz persönlichen Films betrauen, besetzen… Kinder NICHT ausgeschlossen…   dann wird mir komisch.

Lasse ich meinen Verfolgungswahn sprechen, dann sagt der: Je mehr unglückliche Kinder, um so mehr wird konsumiert. Und je mehr Eltern dann noch unglücklich sind, dass ihre Kinder unglücklich sind, um so besser wird der Umsatz bei „Frust – und Entschuldigungskäufen“ angekurbelt, umso mehr Geld für Nachhilfe und Medikamente und Arztbesuche ausgegeben. Gruselige Vorstellung.

Kinder werden gelobt für aufgegessenes Essen, für den Haufen im Topf, für die trockene Windel,  erst fürs Laufen und Worte sprechen, dann fürs Leiseein und Stillhalten.luftrausklein

Wenn ich mitunter Menschen  gemeinsam mit (ihren) Kindern erlebe, dann frage ich mich :

Wer in diesem Konstrukt fühlt sich verantwortlich für was? Wer braucht wen für was? Wer tut eigentlich was von dem, was sie zeigen, gerne? Und was bedeutet ihnen das? Wen reitet eigentlich was, wenn sie sich so verhalten? Wer ist hier mit was glücklich?

Ich erinnere mich: Kinder sind der Spiegel des Innenlebens der Eltern und deren Beziehung zueinander. Der Kinder Verhalten ist sichtbare Wirkung des Aufeinandertreffens dieser elterlichern Biografien.

Und da diese „Symptome“ nicht immer gut auszuhalten sind, werden gerne mal Ärzte eingeschaltet. Sollten die Kinder dann schulpflichtig werden – und dann oben drauf noch die Wirkung der persönlichen Geschichte ihrer Lehrer in Kombi mit der Geschichte des Schulsystems ausbaden müssen, etc.  kommen nicht selten noch Psychologischer Dienst und Therapeuten ins Spiel. Bei dieser Gemengelage verabreicht „man“ diesen Kindern auch „Ritalin“,  stellt sie so ruhig, hebelt sie so aus, setzt sie so unter Druck, verdonnert sie so zum Funktionieren und zur Leistung. Zu dienen scheinen sie damit allem und allen – außer sich selbst – zumindest haben die Kinder dazu keine Zeit, keinen Raum, mitunter keinen Mut mehr.

Die größte Leistung der Kinder scheint heutzutage zu sein, das alles auszuhalten. Manche schaffen es, viele nicht. Schade drum. http://www.unicef.de/aktuelles/2013/04/10/die-frage-nach-dem-glueck/

father and son (c) ulla keienburg 2011
father and son (c) uk 2011

Ich wünschte diesen Kindern, wie ihren Eltern mehr respektvolle Begegnung, echten Dialog  (nicht als Dialog betitelte Monologe), gemeinsames Sich – schlau- machen, gemeinsames und ungehindertes Lernen. Ich wünsche den Kindern, dass sie gelernt haben, glücklich zu sein, wenn sie bei ihren Eltern ausziehen. Und den Eltern wünsche ich, dass sie ihnen vertrauen – und auch glücklich sind, dass die Kinder das gelernt haben.

Logan LaPlante hat dazu eine eigene Meinung – mir gefällt sie….

Und wenn es nicht ohne tradtionelle Schule geht: Deanna LeBlanc formuliert eindringlich, was sie MEHR von sich und dem Unterricht erwartet. Nicht umsonst wird sie Lehrerin des Jahres 2012 im Staate Nevada, US gewesen sein.

Was diese zwei erfahrenen  Menschen zu sagen haben, rührt mich sehr. Vor allem: Sie sprechen über sich und das, was sie TUN. Sie kennen ihre Grenzen und suchen nach neuen Chancen. Der eine mit gefühlter Sicherheit in seiner Familie, die andere von außen für Kinder, die diese Sicherheit nicht kennen.

Gesegnet… mit was?

Zwischen den Tagen
Zwischen den Jahren

Zwischen den Jahren, heißt es, wenn wir über die Tage sprechen, die zwischen Weihnachten und dem Ende des Kalenderjahres liegen. Wir halten Rückschau und blicken gerne in die Zunkunft; will heißen, wünschen uns etwas für das vor uns liegende Jahr. Resümmieren, bilanzieren, ruhen aus, stärken uns im besten Falle – mit gutem Essen (gerne auch mal zu viel), gutem Wein, Spielen, mit Familie oder Freunden…

Auf jeden Fall scheinen sich viele in ihre Ursprungsfamilie zu „retten“, um an Bewährtem sich zu nähren.

Gesegnet… das kam mir als Wort in den Sinn. Und der liebevolle, klare und geschichtenreiche Priester Stephan Wahl inspirierte mich für diesen Beitrag. Danke dafür!

Ja, das Gefühl gibt mir Atem! Anderen auch? Hoffentlich!

Du sollst Dir kein Bildnis machen!

20131226_152125Beim Spaziergang erzählte eine Freundin folgendes Ereignis (mit der Ansage: Ulla, das ist wieder ein Geschichte für Dich!)
Eine ihr bekannte Zweijährige sei – laut Mutter – im Kindergarten einem „Check“ unterzogen worden. Das Ergebnis wurde in folgende Worte gehüllt: „Das wird aber mal Probleme in der Schule geben. Sie kann sich ganz schlecht unter- oder einordnen!“ Die beunruhigte Mutter war entsetzt – zum einen darüber, dass Kinder schon so früh getestet werden – zum Zweiten über die „Prognosen“, die auf der Basis dieser „Ergebnisse“ abgesondert wurden. Und sie befürchtet, diesem System nicht mehr zu entkommen.

Da hat die Freundin recht: DAS ist eine Geschichte für mich. Zum Aufregen, Unverständnis äußern. Mir an den Kopf fassen.
Just gestern hatte ich die Geschichte von Max Frisch aus „Stiller“ wieder herausgesucht. Passt ja – denke ich und lächele.

Du sollst dir kein Bildnis machen

„Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertigwerden; weil wir sie lieben, solang wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie greifen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Möglichen voll, aller Geheimnisse voll, unfassbar ist der Mensch, den man liebt – Nur die Liebe erträgt ihn so. Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie uns kennen ein für allemal, damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei – Es ist ohnehin schon wenig genug.

Unsere Meinung, dass wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedes mal. Aber Ursache und Wirkung liegen vielleicht anders, als wir anzunehmen versucht sind – nicht weil wir das andere kennen, geht unsere Liebe zu Ende, sondern umgekehrt: weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch fertig für uns. Er muss es sein. Wir können nicht mehr! Wir künden ihm die Bereitschaft, auf weitere Verwandlungen einzugehen.  Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, dass unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei.

„Du bist nicht“, sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte, „wofür ich Dich gehalten habe.“ Und wofür hat man sich denn gehalten?

Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat. weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch fertig für uns. Er muss es sein. Wir können nicht mehr! Wir künden ihm die Bereitschaft, auf weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, dass unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei.

Man hat darauf hingewiesen, das Wunder jeder Prophetie erkläre sich teilweise schon daraus, dass das Künftige, wie es in den Worten eines Propheten erahnt scheint und als Bildnis entworfen wird, am Ende durch eben dieses Bildnis verursacht, vorbereitet, ermöglicht oder mindestens befördert worden ist -Unfug der Kartenleserei.

Urteile über unsere Handschrift. Orakel bei den alten Griechen. Wenn wir es so sehen, entkleiden wir die Prophetie wirklich ihres Wunders? Es bleibt noch immer das Wunder des Wortes, das Geschichte macht: –  „Im Anfang war das Wort.“

Kassandra, die Ahnungsvolle, die scheinbar Warnende und nutzlos Warnende, ist sie immer ganz unschuldig an dem Unheil, das sie vorausklagt? Dessen Bildnis sie entwirft. Irgendeine fixe Meinung unsrer Freunde, unsrer Eltern, unsrer Erzieher, auch sie lastet auf manchem wie ein altes Orakel. Ein halbes Leben steht unter der heimlichen Frage: Erfüllt es sich oder erfüllt es sich nicht. Mindestens die Frage ist uns auf die Stirne gebrannt, und man wird ein Orakel nicht los, bis man es zur Erfüllung bringt. Dabei muss es sich durchaus nicht im geraden Sinn erfüllen; auch im Widerspruch zeigt sich der Einfluss, darin, dass man so nicht sein will, wie der andere uns einschätzt. Man wird das Gegenteil, aber man wird es durch den andern.

Eine Lehrerin sagte einmal zu meiner Mutter, niemals in ihrem Leben werde sie stricken lernen. Meine Mutter erzählte uns Ausspruch sehr oft; sie hat ihn nie vergessen, nie verziehen; sie ist eine leidenschaftliche und ungewöhnliche Strickerin geworden, und alle die Strümpfe und Mützen, die Handschuhe, die Pullover, die ich jemals bekommen habe, am Ende verdanke ich sie allein jenem ärgerlichen Orakel! …

In gewissem Grad sind wir wirklich das Wesen, das die andern in uns hineinsehen, Freunde wie Feinde. Und umgekehrt! Auch wir sind die Verfasser der andern; wir sind auf eine heimliche und unentrinnbare Weise verantwortlich für das Gesicht, das sie uns zeigen, verantwortlich nicht für ihre Anlage, aber für die Ausschöpfung dieser Anlage. Wir sind es, die dem Freunde, dessen Erstarrtsein uns bemüht, im Wege stehen, und zwar dadurch, dass unsere Meinung, er sei erstarrt, ein weiteres Glied in jener Kette ist, die ihn fesselt und langsam erwürgt. Wir wünschen ihm, dass er sich wandle, o ja, wir wünschen es ganzen Völkern!

Aber darum sind wir noch lange nicht bereit, unsere Vorstellung von ihnen aufzugeben. Wir selber sind die letzten, die sie verwandeln. Wir halten uns für den Spiegel und ahnen nur selten, wie sehr der andere seinerseits eben der Spiegel unsres erstarrten Menschenbildes ist, unser Erzeugnis, unser Opfer –. (……) (……)

Du sollst dir kein Bildnis machen, heißt es, von Gott. Es dürfte auch in diesem Sinne gelten: Gott als das Lebendige in jedem Menschen, das, was nicht erfassbar ist. Es ist eine Versündigung, die wir, so wie sie an uns begangen wird, fast ohne Unterlass wieder begehen – Ausgenommen wenn wir lieben.“

Max Frisch: Tagebuch 1946-1949 (Suhrkamp Taschenbuch 1148), Frankfurt: Suhrkamp 1985, S. 27-32

Voices

Ich liebe es, wenn Menschen können, was sie tun!

Einer der beeindruckendsten Beiträge in diesem Jahr: Thanx to PENTATONIX

Schöne Feiertage noch!!!

Lillifee und Lego – Die Macht des Marktes in Pink

Weihnachten 2013:

Pink, pink, pink sind all IHRE Geschenke. Kleine Mädchen von heute ordern: Fahrrad, Puppenhaus und Klamotte in PINK. Ich dachte ernsthaft, ich sei zynisch, als ich fragte, ob es Lego inzwischen auch in Pink gäbe…… das Netz klärte mich auf…… #grausam #emazipatorischeralbtraum

Gender-Ghetto in Pink und Lila

„Kuchen backen, in den Schönheitssalon gehen, Cabrio fahren: Mädchen lernen in Legos neuer Themenwelt „Heartlake City“ vor allem eins – Geschlechterstereotype. Mit seiner pinken Produktlinie will das dänische Unternehmen offensichtlich Teil des Spielwaren-Geschäfts werden, das mit schamlosem Gender-Marketing jedes Jahr Milliarden Euro erwirtschaftet…

kind weinochnie klein blog

Wo sind die Pippi Langstrumpfs? Die Huckelberry Finns? Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilfe!

Da fällt mir nur der Song von Ulla  Meinecke ein:

Ich wollte niemals Becky Thatcher sein   http://bit.ly/rsP6wS

Hopefully an Evergreen :-)

Alles rennt, alle hastet – nur die Dunkelheit legt sich in aller Ruhe auf die Welt – und weilt. So lange, bis wir fertig sind. Die Menschen werden gütig… manche… Wir reichten unseren Parkscheibe weiter. Die Dame fühlte sich weihnachtsbeschenkt. Den Wind, den das Wetter spendiert, nutz(t)en am Strand von Pelzerhaken die verrückten Kiter, Möwen, Schwan, Enten, Säger, Reiherente, Blässhühner und Kormorane prügeln sich um Brot, das Menschen aus Plastiktüten fischten und ihnen kredenzten. Es tröpfelt. Der Himmel – grau – kann sich nicht so recht entscheiden, was er uns zum heiligen Abend servieren soll. Wir werden es erleben.

Es ist still – NOCH! 🙂 Der Kamin bullert leise vor sich hin.
Es ist warm.

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Süsses Gift : Hilfe als Geschäft / Regie: Peter Heller

Same procedure as every year….. thanx Jarg!

Verboten!

Verbotene Vögel!

„Die politischen Gefangenen in Uruguay durften ohne Erlaubnis nicht reden, auch nicht pfeifen, lächeln, singen, schnell gehen oder andere Gefangene Grüßen. Sie durften auch keine Bilder von schwangeren Frauen, Paaren, Schmetterlingen, Sternen oder Vögeln bekommen.

Verletzte Vorstellungen Montevideo 2011

Didako Perez war wegen „ideologischer“ Ideen eingesperrt. Eines Tages wollte seine fünf Jahre Jahre alte Tochter Milay ihn sonntags besuchen und brachte eine selbstgemalte Zeichnung von einem Vogel mit. Die Gefängniswärter zerstörten das Bild am Eingang zum Gefängnis.

Am folgenden Sonntag kam Milay mit einer Zeichnung mit Bäumen. Bäume sind nicht verboten, und das Bild kommt durch. Didako lobt die Zeichnung seiner Tochter und fragt dann, was die kleinen farbigen Punkte oben im Baum sind. „Sind das Orangen? Was für Früchte sind das?“ Das Mädchen hält seine Finger vor ihren Mund und sagt leise: „Psst!“ Dann flüstert sie in sein Ohr: „Bist Du albern? Siehst Du nicht, dass das Augen sind? Es sind die Augen der Vögel zwischen den Zweigen, die ich für Dich reingeschmuggelt habe!“

Eduardo Galeano

gefunden  in „Der Andere Advent“   von http://www.anderezeiten.de

Danke für die täglichen 12 Minuten des etwas anderen Nachdenkens.

Nur das Leben ist es manchmal…

Kein Mensch ist perfekt – Nur das Leben ist es manchmal

Danke an die Macher und an die caritas für diesen Spot!

blog.kein-mensch-ist-perfekt.de

“Und es lässt sich ganz leicht lieben”. Das etwas andere Weihnachtsgeschenk :-)

“Und es lässt sich ganz leicht lieben”.

viaWer will ein billiges Nashorn? / Shel Silverstein. Deutsch von Harry Rowohlt.

Zeitgenossen haufenweise (1929)

2013……  Grundsätzliches kommt immer wieder!

Erich Kästner beschreibt Zeitgenossen des Berlins 1929!

Kaum zu glauben!

bridge over troubled water
bridge over troubled water

Warngedichte

Zeitgenossen haufenweise (1929)

Es ist nicht leicht, sie ohne Haß zu schildern,
und ganz unmöglich geht es ohne Hohn.
Sie haben Köpfe wie auf Abziehbildern
und, wo das Herz sein müßte, Telefon.

Sie wissen ganz genau, daß Kreise rund sind
und Invalidenbeine nur aus Holz.
Sie sprechen fließend, und aus diesem Grund sind
sie Tag und Nacht – auch sonntags – auf sich stolz.

In ihren Händen wird aus allem Ware.
In ihrer Seele brennt elektrisch Licht.
Sie messen auch das Unberechnenbare.
Was sich nicht zählen läßt, das gibt es nicht!

Sie haben am Gehirn enorme Schwielen,
fast als benutzten sie es als Gesäß.
Sie werden rot, wenn sie mit Kindern spielen,
die Liebe treiben sie programmgemäß.

Sie singen nie (nicht einmal im August)
ein hübsches Weihnachtslied auf offner Straße.
Sie sind nie froh und haben immer Lust.
Und denken, wenn sie denken, durch die Nase.

Sie loben unermüdlich unsre Zeit,
ganz als erhielten sie von ihr Tantiemen.
Ihr Intellekt liegt meistens doppelt breit.
Sie können sich nur noch zum Scheine schämen.

Sie haben Witz und können ihn nicht halten.
Sie wissen viel, was sie nicht verstehen.
Man muß sie sehen, wenn sie Haare spalten!
Es ist, um an den Wänden hochzugehn.

Man sollte kleine Löcher in sie schießen!
Ihr letzter Schrei wär noch ein dernier cri.
Jedoch, sie haben viel zuviel Komplicen,
als daß sie sich von uns erschießen ließen.
Man trifft sie nie.

Erich Kästner

Erich Kästner. Werke. 6 Bände:  Band I: Zeitgenossen, haufenweise. Gedichte.

Under pressure

Gestern telefonierte ich mit einer Kollegin die gerade aus Südamerika zurückgekehrt war. Selbst ausgiebige Seekrankheit konnte ihre Begeisterung für die Pinguine nicht schmälern. 🙂
Da musste ich doch mal in meinem Archiv wühlen…..

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Ganz leise bin ich noch mal stolz und dankbar für den Tag auf den Falklandinseln 2011. Das war nicht selbstverständlich.

Ich erinnere mich z.B. auch an Leann. Sie fuhr den Geländewagen, der acht Menschen zu den Pinguinen brachte. Da ich auf dem Beifahrersitz saß, nutze ich die Gunst der Stunde, sie ein wenig zu dem Leben auf den Falklands auszufragen. Sie selbst ist als Sozialarbeiterin – und im Nebenjob kutschiert sie Kreuzfahrtgäste zu den Pinguin -Kolonien. Mit wem sie denn so arbeite während ihrer „social work“, fragte ich sie. Mit einem Lachen sagte sie: „Family and Friends.“
Sie gab uns noch Tipps, wo wir die lokal hergestellten Souveniers herbekommen. Den Laden haben wir dann gestürmt 🙂 Die Marmelade, die ich von dort mitgebracht habe, steht noch unangerührt im Schrank. Ob die so lange hält wie meine Erinnerungen? 🙂

Für alle, die momentan den Jahresendblues oder den Jahresenddruck haben: So machen es die Pinguine! 🙂

Wieso Textdesign?

Tief aus der Seele gesprochen! Danke Kathrin!!!

Avatar von 11Kathrin Elfman

Kicher … Nun mache ich meinen Job schon über 20 Jahre, und plötzlich geistern lauter neue Bezeichnungen für ihn durch die Welt. Bezeichnungen, die irgendwie teuer klingen sollen, die aber keiner so richtig versteht. Es sind weder schöne noch treffende Bezeichnungen. Sie sind doof und denglisch. Anzutreffen bevorzugt in Werbeagenturen, Verlagen und Medienanstalten. Paradoxerweise in solchen mit Sitz in Deutschland nebst deutschsprachiger Mannschaft. Dennoch wird der Kollege mit Besen, Schlüsselbund und Werkzeugkasten nicht Hausmeister genannt, sondern sowas Beknacktes wie Certificated Senior Facility Manager. Ja, in solchen Firmen gedeihen und wachsen sie, die komischen Begriffe, kriegen Ableger und babbische Stilblüten.
Textdesign.
Longcopy Management.
Content Shaping!
Original Copywriting …
Communication Services?
Oder gar *hüstel* »Texting.«
Texting?
Och nö, lass ma.

Mal abgesehen davon, dass dies die englischsprachige Bezeichung für das Versenden von SMS ist (was Texter zwar durchaus machen, aber beileibe nicht deren Handwerk beschreibt) stimmt’s nicht. Ich betreibe kein »Texting«. Ich…

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Licht nach Vollmond

schwan schweitzer

Der Text hing auf einem weißen Blatt an der Wand, auf die ich immer dann schaute, wenn ich während meiner letzten Festanstellung am Schreibtisch in meinem Büro saß. Da hingen auch noch einige andere Sprüche. Wie dieser haben mir auch die Mut gemacht, mir geholfen durchzuhalten.

Schon erstaunlich mit welch kleinen „Erinnerern“ das Leben leichter wird. 🙂
Wenn es so lange am Tage dunkel ist, dann helfen Bilder mit Licht und erleuchtenden Gedanken , geduldiger zu sein, bis es wieder hell wird.

Einen schönen Tag, helle und warme Gedanken wünsche ich Euch!

„Inklusion wird von Moment zu Moment entschieden“

„Hier geht es nicht um „Teilhabe“…es geht nicht darum, dass Leute AUCH mitmachen dürfen, ihnen ein Platz zugewiesen wird, den sie auch nutzen dürfen. Es geht hier darum, wirklich aktiv miteinander zu komponieren.. und Kunst zu schaffen.“

„Hier ist mein Beruf Musiker.“

http://www.barner16.de/