Und wehe, Du konsumierst nicht!

factory outlet
Konsumtempel 2013 🙂

Ich empfehle:  brandeins HANDEL

Happy Easter! Frohe Ostern!

ostern klein

Karfreitag in Hamburg und unterwegs :-)

karfreitag

Eine gängige Antwort…

…auf kritische Fragen nach verborgenen Zielen welcher Organisation auch immer!

shit and more (2) kleinInteressant hierzu auch:

Die Firma macht mich blöde

                         http://www.newscientist.de/inhalt/intelligenz-was-unternehmen-dumm-macht-a-891291.html

da ich nicht sicher bin, wei es gerade um die Verlinkungen und die Rechte steht… kopiert doch den Link…..  danke.

Nach der Lektüre werdet Ihr wissen, wieso ich diese Erkenntnisse für übertragbar halte auf Vereine, Institutionen, Gruppen, Vereinigungen, Organisationen, Parteien etc ….

 
Mats Alvesson The Triumph of Emptiness (Oxford University Press).
lehrt an der Fakultät für Betriebswirtschaft der schwedischen Lund University. Im Mai erscheint sein Buch.

 

Klage abgewiesen: Er bewegt sich nicht.

against all wishes

Mir fallen so viele Diskussionen ein, zu denen das Schild passen könnte! Wen verglichet Ihr mit dem Baum?

Let us in – We want to work

johannesEs ist nicht mehr lange hin….

Bald ist wieder der 21.3.

Internationaler Down Syndrom Tag!

 

 

 

 

 

http://www.ds-int.org/organizations/deutsches-down-syndrom-infocenter

Journey Through the Past

Ich wühlte gerade in einer Kiste mit alten Fotos. 30 Jahre fast konnte ich zurück“sehen“.

Zwischen dem, was ich zu finden hoffte,  flatterte ein weißes Blatt auf den Boden. Und es entpuppte sich beim Aufklappen als eine Kopie, die ich während meiner Zeit als Lehrerin zuhause über meinem Schreibtisch hängen hatte.

mit leerem kopf
ohne weitere worte

Und ich erinnerte  mich an:

Neil Young – eine meiner ersten Langspielplatten war: Harvest! 🙂

Wenn ich groß bin, werde ich

Wenn ich groß bin, werde ich

Ich saß mit einem 6 – Jährigen am Beckenrand eines Schwimmbades. Wir platschten mit den Füßen im Wasser. Er beobachtete seinen Vater. Der tobte gerade im Pool. „Ich komm bald in die Schule. Ja-ah.“ Der Junge rieb sich die Hände und hob sie gen Himmel.
„Auf was freust du dich denn am meisten?“ „Dann ist der Kindergarten vorbei. Endlich!“ drehte ein wenig die Augen und schaute mich an.
„Und was möchtest Du da lernen, in der Schule?“ fragte ich vorsichtig.
„Chef sein!“ „Ist doch klar maaaaan.“
Eins muss ich ihm lassen: Ein Ziel hat er! 🙂

Später habe ich in einem Gespräch mit seinem da 49- jährigen Vater erfahren, dass der sich entschieden hat, mit 50 sein „Business“ zu verkaufen und zu privatisieren.
Vorbilder bilden. 🙂

Väter – doch überschätzt?

Väter - doch überschätzt?

Er ist wieder da…

Bild

Vor genau zwei Monaten hatte meine Ipod sich auf Reisen begeben. In einem Zug habe ich ihn verloren, liegen lassen, dachte ich. Lange habe ich gesucht. Angeschrieben, wer ihn hätte finden können, angerufen, bei wem ich mich auf der Reise aufgehalten habe, zu Hause, wider besseren Wissens, alles auf den Kopf gestellt. Hatte schon begonnen, an mir selbst zu zweifeln. Eine lange Reise mit langen Flügen ohne die mir vertraute Quatschmaschine habe ich überlebt. Bis heute ringe ich mit mir, ob ich mir etwas Neues anschaffen soll. Eines war sicher: Einen neuen Ipod werde ich nicht kaufen. Alternativen? Ich werde es sehen.

Als ich dann letzte Woche in Deutschland ankam, habe ich entschieden, endgültig abzulassen von der Idee, dass er noch mal auftauchen könnte. Da soll noch mal jemand sagen, ich sei nicht geduldig. 🙂

Am Samstag Morgen fand ich folgende Nachricht hier auf dem Blog.

„Dein Ipod ist bei mir, melde Dich“  Ich war aufgeregt, versuchte die Frau zu finden, die mir das geschrieben hat. Plötzlich erklärte sich mir eine Freundschaftsanfrage bei Facebook, die ich nicht beantwortet hatte, weil ich sie nicht zuordnen konnte. Auch wenn der Nachname anders war als der, der sich in der Mailadresse fand, ging ich das Risiko ein, die Anfrage zu bestätigen. Und : In der beigefügten Nachricht fand ich eine Telefonnummer. Langer Rede kurzer Sinn: Der Ipod ist wieder bei mir. Sie hatte ihn gefunden, mit allem Zubehör, trocken ( bei den Wettern der letzten zwei Monate ungewöhnlich), neben einer Mülltonne, im Eingang eines Hauses, zehn Hausnummern entfernt von dem, in dem ich wohne.

Es lebe Facebook, Bloggen, das Netz. Mal ab davon, dass ich schon viele Menschen dank des Netzes wieder gefunden habe. Dass mein Ipod wieder zu mir finden könnte – damit hatte ich nicht gerettet. Das Warten hat sich gelohnt. 🙂

Danke Alma!   🙂

Überfüllte Kinder?

gefäßoderfeuer

Frauen dieser Erde – heut ist unser Tag!

Weltfrauentag – solange ich mich zurück erinnern kann, gibt es ihn.

Lorengau im März 2013
„All-in-One-Woman“   Lorengau im März 2013

Stellvertretend für alle Frauen der Welt habe ich sie gewählt.  Beim Anblick dieser „All-in-one-Aktion“ bekam das Modewort „Work Life Balance“ für mich einen ganz anderen Wert.

Jede Frau hat ihre Geschichte. Jede hat ihr „Business“.

Mögen wir dieses aneinander gebührend schätzen und respektieren.

Liebe Frauen: Ich wünsche Euch einen wunderbaren Tag.

„Diffability“ oder „brand(eins)aktuell“

Seit gestern geht mir das Wort „Diffability“  nicht mehr aus dem Kopf. Tim Shriver nutzt es als Beschreibung für das Phänomen, wie Menschen sich voneinander unterscheiden (möchten). Ohne nach einer „gültigen Definition“ zu suchen, ließ ich den Begriff wirken. Als ich dann die Offline- Printausgabe der neuen Brandeins in die Hand nahm, musste ich schmunzeln.

Schwerpunkt: GRENZEN

Aufgrund des Leistungsschutzrechtes …..  ach: Ich empfehle einfach den Artikel „Reisefreiheit“ von Wolf Lotter in dem neuen Heft. Genug Stoff, um mal um die Ecke zu denken. Ermutigendes, Bestätigendes, Bedenkenswertes….  was auch immer Mensch da heraus lesen möchte.

Offensichtlich ist es das Normalste auf der Welt „anders“ zu sein.  🙂  Ebenso „normal“ scheint zu sein, Grenzen überwinden zu wollen. Es lebe die Herausforderung, ABgrenzung von BEgrenzung zu unterscheiden.

1992 Johannes
Das haben wir gemeinsam: Diffability 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Tim Shriver: „I don`t wonna be a cop. I wonna be a teacher. You’re allowed to be humiliating, degrading and hurtful. I’m allowed to petition you to at least recognize what you say and be aware of the option you have to stop.“

Was fällt Euch als Erstes ein, wenn Ihr den Begriff „Diffability“ hört? Habt Spaß mit Euren Gedanken.

„Proud to be a Rebel“ – „Mother Miller“

Mitunter glaube ich, ich trüge einen Magneten für Rebellinen mit mir herum.

In Brisbane, eine geschichtsträchtigen Hafenstadt an der Ostküste des kleinen Kontinents Australien, ereilte mich mal wieder ein solches Gefühl. Eher fühlte ich mich angezogen, mitgezogen.  Nach einem heftigen Platzregen wanderte ich über den Vorplatz  des Brisbainer Rathauses. Ausruhen wollte ich für einen Moment. Der Regen hatte die Luft gereinigt. Die graue Wolkendecke war aufgelöst. Die Sonne strahlte wieder auf die nassen Steine. Ich ließ mich an einem öffentlichen Kunstwerk nieder.

"I am only beginning to live" Emma Miller
„I am only beginning to live“ Emma Miller

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Wer Emma MIller ist, habe ich erst heraus gefunden, als ich wieder zu erschwinglichen Preisen das Internet nutzen konnte.

Wikipedia lässt grüßen. 🙂

„Emma Miller“

Emma Miller

Emma Miller (* 26. Juni 1839 in Chesterfield, Derbyshire, Großbritannien; † 22. Januar 1917 in Toowoomba, Queensland, Australien) war eine Suffragette, Pazifistin, Gewerkschafterin und Gründungsmitglied der Australian Labor Party. ….

Emma Miller war von 1894 bis 1905 Präsidentin der Woman’s Equal Franchise Association (WEFA), die sich für die Gleichberechtigung der Frauen mit dem Slogan „one woman, one vote“ (deutsch: „eine Frau, eine Stimme“) einsetzte.[4 …

Im September 1890 gründete Emma Miller die erste Gewerkschaft für Frauen[3] in Brisbane, …

Berühmt wurde sie im Verlauf des Generalstreiks in Brisbane 1912, bei dem es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen von Demonstranten mit der Polizei kam. Als Emma Miller in einer Demonstration am 2. Februar 1912 von 15.000 Menschen[7] eine Gruppe von 600 Frauen anführte und durch berittene Polizei attackiert wurde, welche die Demonstration zerstreuen sollten, schlugen die Frauen mit ihren Schirmen auf die Pferde ein. Miller, damals 73 Jahre alt, stach mit ihrer Hutnadel auf ein Pferd ein, das daraufhin den Einsatzleiter William Geoffrey Cahill abwarf, den ranghöchsten Polizeioffizier von Queensland,[8] der infolge erlittener Sturzverletzungen später nachhaltig hinkte.[5] Selbst als ihr Sohn sie zurückhalten wollte, wich sie nicht zurück.[2]

1908 war sie eine von zwei Frauen, die als Delegierte an einer Nationalkonferenz der Australian Labor Party 1908 teilnahmen, dies war das zweite Mal überhaupt, dass Frauen dorthin delegiert wurden.[3]

In Australien wurde sie auch „Mother Miller“ und „the grand old labor woman of Queensland“ (deutsch: „die große alte Dame der Arbeiterbewegung von Queensland“) genannt.[3][9]  „

mehr dazu bei: wikipedia

Pam Young: Proud to be a rebel: the life and times of Emma Miller. Universität of Queensland 1992. ISBN 0-7022-2374-3

Kein Wunder, dass es mich dahin gezogen hat. 🙂

Bald ist Frauentag! Lasst ihn uns gebührend feiern!

Sydney Opera House – Hier lernt sogar die Sonne etwas über sich

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First Impressions

„The sun did not know how beautiful its light was, until it was reflected off this building.“

Louis Kahn, Architekt

 

 

SOH
Weltkulturerbe UNESCO
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Louis Kahn , Architekt

 

Frau Holle schüttelt Moskau weiß!

Frau Holle putzt gerade ihr Schlafzimmer für das Wochenende und schüttelt die Decken und Kissen auf.

Firmen, die der Wettervorhersage trauen, schließen  für heute gegen 15:30 ihren Laden. Kluge Entscheidung. So kommen deren Angestellte sicher nach Hause.

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Wochenendputz in Moskau

 

freitagsumdreimoskau
Frisch übergepudert – alles wieder sauber

Ein Spaziergang ist jetzt noch fällig – noch einmal richtig einpacken! Für Minus 3 Grad und Schnee!

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch…

Off for Sydney!!!  .-)

ONE BILLION RISING – STRIKE DANCE RISE

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 Die Deutschen Aktiven:      www.onebillionrising.de

About One Billion Rising

ONE IN THREE WOMEN ON THE PLANET WILL BE RAPED OR BEATEN IN HER LIFETIME.

ONE BILLION WOMEN VIOLATED IS AN ATROCITY

ONE BILLION WOMEN DANCING IS A REVOLUTION

On V-Day’s 15th Anniversary, 14 February 2013, we are inviting ONE BILLION women and those who love them to WALK OUT, DANCE, RISE UP, and DEMAND an end to this violence. ONE BILLION RISING will move the earth, activating women and men across every country. V-Day wants the world to see our collective strength, our numbers, our solidarity across borders.

What does ONE BILLION look like? On 14 February 2013, it will look like a REVOLUTION.

ONE BILLION RISING IS:

A global strike
An invitation to dance
A call to men and women to refuse to participate in the status quo until rape and rape culture ends
An act of solidarity, demonstrating to women the commonality of their struggles and their power in numbers
A refusal to accept violence against women and girls as a given
A new time and a new way of being

Schmuddel ist die Steigerung von Grau

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Donnerstag: Morgens halb neun in Moskau

Um 8:30 Uhr war noch nicht abzusehen, WIE das Grau des Tages sein könnte.

donnerstag um 10
Moskau – Donnerstag um 10 Uhr

„Hast Du das Sch…wetter mitgebracht?“ fragt mich heute um 10:00 Uhr die inzwischen einzige deutsche Frau, die ich in Moskau zum Kaffee treffe – wenn ich hier bin. Immerhin war es schon hell.

Und unangenehm ist es, das Grau, das feuchte. Da hat sie recht. Es kriecht so in die Klamotten. Vergleichsweise warm: Minus 3 Grad Celsius. Was im Wetterbericht als „leichter Schneefall “ beschrieben wird, fühlt sich an wie Regen. Fies. Die Straßen sind freigetaut, die Bürgersteige – zumindest hier in der Gegend – belaufbar ohne tückische Eisflächen.

Ganz an mir vorbei gefroren, gerutscht, geschlindert war der City- Weltcup im Parallel-Slalom hier in Moskau – am letzten Dienstag gewann hier Frau Dürr.

Der Kollege hat für das ZDF wortreich beschrieben, wie es sich anfühlt, in dem Sammelsuriumfachgeschäft des „einst prunkvollen Moskauer Messezentrums WWZ“ zu wandeln. 🙂

Ein Bild der schicken Konstruktion für die Rennstrecke mitten in Moskau, findet ihr hier…

Weltcup in Stalins Garten Eden

von Tino Künzel, Moskau

Illusion ist das Stichwort. Eine Illusion von Gebirge in einer Illusion vom kommunistischen Himmelreich auf Erden. Das einst so prunkvollen Moskauer Messezentrum WWZ ist Schauplatz des zweiten Parallelslaloms der laufenden Saison im alpinen Ski-Weltcup.  Zdfsport.de …

Ein bisschen geärgert habe ich mich – aber   wirklich nur ganz kurz  🙂

Der geplatzte Traum – Elternalltag in Unternehmen!

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Geplatzter Traum?

ohne  weitere Worte

Wann ändert sich da wohl was? Und vor allem: WIE?

 

http://www.caritas.de/magazin/kampagne/familie/kampagne/hintergrund/ueberstundenmutterkind

Wohin damit?

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Mittwochmorgens in Moskau

Seit ich in Moskau angkommen bin, frage ich mich: Wie kann Schnee so exakt verteilt sein? Und das bei der Menge, die hier vom Himmel fällt?

Die Antwort höre ich morgens früh vor dem Aufstehen und sehe sie abends vor dem Schlafen gehen – beim letzten Spaziergang um den Block. LKW von Baggern mit Schnee beladen, an jeder Straßenecke warm eingepackte Männer mit orangenen Westen und Schneeschaufeln in der Hand.

Bagger schaufeln  Schnee von Gehwegen und den Straßen – akkurat entlang der Straßenränder.  Ebenso ein – bis eineinhalb Meter auf dem Gehweg.

Wo sie die Ladungen wieder „löschen“, weiß ich nicht. Es soll Schmelzstellen geben. Anfang Dezember  haben sie 400 tausend Kubikmeter des weißen Wunders abtransportiert. Ich kippte sie in den Fluss, wenn der nicht zugefroren wäre. Oder in die Parks – als Berg für die Rodelbegeisterten. Vielleicht finde ich es in dieser Woche noch heraus.  Heute vernahm ich, dass schon vor zehn Jahren in den Parks Moskaus Elche gesichtet wurden, dass von der russischen Fauna fast alles auch in den Wäldern Moskaus (außerhalb des Zoos) lebt. In der Moskwa fand man exotische Fische, überall da, wo aus Kraftwerken, Fernheizungsanlagen oder Mülldeponien warmes Wasser in den Fluss läuft. Drei verschiedene Sorten Guppies z.B. Komische Vorstellung- kenne ich sie doch nur aus dem Aquarium, das wir als Kinder wöchentlich sauber zu halten hatten. Biber, nach dem Krieg vm Aussterben bedroht, sind wohl asugerechnet in die besten Wohngegenden zurück gekehrt. Viele halten Biber für Schädlinge, da sie „an keinem gesunden Baum vorbeitrotten können, ohne ihn anzunagen und zu fällen!“  Andere halten Biber nur für schädlich, wenn sie „Justin“ mit Vornamen heißen. 🙂

Wo immer sie ihren Schnee auch hinkippen mögen- die Arbeit geht ihnen hier so schnell nicht aus.

Auf weitere Wintermeldungen!

Moskau Grau in Grau

Wieder ein Tag, der zwischen Morgendämmerung und Abenddämmerung mit Schnee von oben winterlich vor sich hin graut.

A friend wrote: Typical Russian Winter!

dienstaginmoskau
Dienstags in Moskau – Es schneit bei – 12°C

Die Menschen schützen sich vor der Kälte durch viel Fell – auf dem Kopf, als Jacke, als Hosen und als Mantel. Noch bin ich auf der Jagd nach einem Bild von einer Dame, die Dank ihres Pelzmantels aussieht wie eine „Wanderglocke“. Die gibt es hier – zuhauf.  Ich erinnerte mich an die Handwärmer, die wir in den 70ern vor dem Bauch hängen hatten und bei Bedarf unsere Hände hineinstecken konnten.  Was damals noch „Puff“ genannt wurde, wird heute wohl  in Kinderbüchern  politisch korrigiert  „????“ heißen.

Ich bin gespannt. 🙂

Django in Moskau

Django traf (m) ich in Moskau. Jamie Fox sprach sogar Englisch.  Wenn mir auch sein Slang zu schaffen machte.  Christoph Waltz hingegen artikulierte sein Englisch verständlich – für jeden Deutschen, der akzentfreies Amerikanisch liebt. Ich habe Glück – oder sollte ich sagen, ich bin genau zur rechten Zeit hier in Moskau eingetrudelt?  Genau in dieser Woche läuft hier das Music- Filmfestival VOL 1 . Der als Kino genutzte Saal ist riesig, erinnert mich an eine Konzertlocation, Theaterbühne, etc. Gut für die Leute, die hier „Metropolitan Opera Live in HD“ sehen. Und wir mitten drin.

Nach über einer Stunde Anreise mit Bus, Metro und zu Fuß nur 10 Minuten Vorspann – und schon fuhr Christoph Waltz als ..naja, sagen wir mal… Zahnarzt… vor, um Django („The D is solid“) zu ergaunern – und als Kopfgeldjäger gemeinsam mit ihm in das Abenteuer zu starten.

Dieser Film..!!! Ich konnte zwei Tage gar nichts dazu sagen. Ich bin begeistert, angetan, amüsiert. Als ich das Kino verließ, zischte ich so vor mich hin: Das waren die kurzweiligsten, intelligentesten, amüsantesten drei Stunden Kino am Stück, ever seen.

Da Filmemacher es gerade modern finden, dreistündige Filme in die Kinos zu bringen, war ich erst mal skeptisch. Cloudatlas war mir zwei Stunden zu lang ( m.E. hätten die ersten zwei Stunden ohne Weiteres in 10 Minuten erzählt werden), Hobbit war ebenso gestreckt –  zugunsten der Kinobetreiber und deren Umsatz an Getränken und Popkorn.

In dem Film „Django Unchained“  hatte ich nicht einmal das Bedürfnis, irgendetwas zu essen oder zu trinken. Sachliche Lobhudeleien und Kritiken gibt`s reichlich im Netz. Ich wollte nur mal kundtun, dass mir Christoph Waltz in den letzten Szenen gefehlt und der Begriff „Blutbad“ eine völlig andere Bedeutung bekommen hat.   🙂 Ich muss heute noch schmunzeln, wenn ich an den wippenden Zahn auf  dem Kutschwagen denke.

Wer ihn noch nicht gesehen hat: Unbedingt!

„You had my curiosity. Now you have my attention!“

Die Metropole kann auch anders

Montag Morgen in Moskau

montagmorgeninmoskauklein

Unfallfrei über Glatteis

Sonn(en)tags in Moskau:

park sonntag klein
Moscow Minus 15°C Januar 2013

 

Unrerwartetes in Moskau

Guten Morgen!

She came back  🙂

moskau2612013

Sun unexpected!

Nice companion of Väterchen Frost!

Minus 18 Grad!

Schichtwechsel in Moskau

schichtdienst sonne
guten abend liebe sonne, hab dich lang vermisst

 

schichtdienst mond
Hey Mond, auch schon da?

Abendgrüße schickt euch von der ersten Etappe

Ulla

Aufwindige Angelegenheiten

ulla beim groundhandling 2001
Almunecar 2001 Ulla beim Groundhandling

Ich suchte ein paar Tage lang nach meinem Ipod – vergeblich, wie sich herausstellte.

Gefunden habe ich aber andere Relikte – aus „alten“ Zeiten. Die unnützen habe ich entsorgt,  mit den anderen betrieb ich ein wenig Vergangenheitsbewältigung. Ich fand eine CD mit pixeligen Fotos aus dem Jahre 2001 – den Zeiten, in denen ich noch per Gleitschirm abzuheben versuchte und heile zu landen. Ein letztes Foto gemeinsam mit meinem Fluglehrer Davor, der sich kurz darauf ins Koma flog. Erschütternde Erinnerungen. Und auch gute. Immerhin habe ich die Sonderpilotenlizenz „gemacht“. Ich habe Gegenden Afrikas von oben gesehen, habe Casteluccio, Almunecar und Norma erkundet, Ramsau, Planai, Dachstein und Bregenz. Das Flugbuch besitze ich  noch.  An meinem Geburtstag 2005 genoss ich in vollen Zügen den schönsten Flug meines Lebens- in Iten, Kenia an der Abbruchkante des Rift Valley. Fluglehrer Elmar nahm mich, auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin, via Funkverbindung „an die Hand“. Mein Spitzname: „Sprich mit mir!“ Warum?  Mein 13. Flug während der Ausbildung war ein Disaster. Endete auf dem Dach des Rechtsanwalts von Schladming. Ich heile – aber schwer geschockt – war „Opfer“ eines ungenau eingstellten Funkgerätes, das den Kontakt (nur) auf den Abstand von 50 m (fünfzig) zwischen den Funkgeräten gewährleistete. Bis wir das herausgefunden hatten, gab es eine Menge Streit. Als Kindergartenkind in Sachen Freiflug nicht optimal – um es mal nett zu sagen.  Ich bin trotzdem wieder gestartet –  habe aber nie die Leichtigkeit zurück bekommen, mit  der ich angefangen hatte.

Es erfüllte mich schon mit Stolz, den vielen Leinen Frau geworden zu sein. Nach dem ersten Abheben am Übungshang der Flugschule Ramsau  glaubte ich zu wissen, wie Sucht entsteht. Unvergesslich: die unendlichen Stunden, in denen ich mich mit Wetterkunde, Geräte – und Flugtechnik befasste, die Prüfungen. Dank an Anna, Franz, Karen, Erwin, Peter, den fliegenden Pizzabäcker, Josie, und vielen Anderen der Flugschule Aufwind.  Auch an Ralf, der wirkte, als habe man ihn schon mit dem Gleitschirm  gewickelt und der heute eine eigene Fluschule betreibt:(Airstetik). Auch an all die Menschen, mit denen ich zusammen lernte, übte, fluchte, nach Wind suchte oder vor zu viel desselben flüchtete. Geduld und Demut lernte ich in der Zeit noch ausführlicher, als ich es je gewollt hätte. Und meine Schweinehunde haben seither Namen. 🙂  Während der ersten Woche – wir schleppten die Schirme und Gurtzeug zu Fuß den Berg hoch – trug ich gern das T- Shirt mit der Aufschrift: „What am I doing here?“  Das Ziel: der erste Freiflug. Den musste ich mir, wie alle anderen, hart erschleppen.

Einer meiner Lieblingssongs aus der Zeit 😉

Mit diesem ersten Freiflug wusste ich, was mich dort in der Luft erwartet, unter dem Schirm, in meinem Gurtzeug. Eine neue Stille, begleitet von Geräuschen des Windes, der durch die Leinen pfiff, ab und zu eine Anweisung durch den Kopfhörer, das Piepen des Höhenmessers, der sicht – und hörbar auf dem Knie befestigt war. Ansonsten war ich mit mir allein, wach, aufmerksam, neugierig. Nicht nur einmal habe ich in die Innenpolster meines Helms geweint wegen des überwältigenden Gefühls, das mich ereilte: tief gerührt und stolz. Wie eine Belohnung für all die Anstrengungen zuvor. Die Anspannung stieg mit der Vorbereitung auf die Landung.Oder wenn der Wind dich nicht einfach so hinabließ. Fühlen konnte ich auch die Bedeutung des Wortes Aufwind: Ansporn, Aufschwung, Ermutigung, Mut, Schwung, Antrieb, Auftrieb – alles Begriffe, die als Synonyme für „Aufwind“ genutzt werden.

Die Entscheidung, nach dem schönsten Flug meines Lebens wieder zu starten, nahm mir meine Gesundheit ab. Ich hänge doch mehr an meinem Leben als am Schirm. Fast vier Jahre hat der nova- x- act auf meinem Dachhboden gelegen, und immer wieder kam die Frage auf: Vielleicht doch noch mal…? NEIN. Stand dann 2009 fest. Prompt erinnerte ich mich daran, dass Greenpeace den gebrauchen könnte. Es dauerte nicht lange, bis einer vor der Tür stand und die Spende hoch erfreut entgegen zu nehmen. Der Abschied tat weh, war es ja nicht nur der Schirm sondern ging einher mit der Einsicht, dass ich für dieses Unterfangen nicht (mehr) geschaffen bin. Was einst als wirklich heilend begonnen hatte (ich hatte mit dem ersten Mitflug eine posttraumatische Schlaflosigkeit nach meinem Autounfall überwunden), entpuppte sich am Ende als zu wenig für mich einschätzbaren (wenn auch mitunter positiver) Stress. Mein Körper bescherte mir als Reaktion auf solchen 2005 auch Fluguntauglichkeit. Tja… Auf meinem Lebensabschnittsgefährt Volvo klebt noch immer das Reklameschild für die Flugschule Aufwind, kaum mehr sichtbar für andere – aber für mich immer noch eine Erinnerung an die Zeit, in der ich gefühlt über mich hinausgewachsen bin.

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Ulla – Waiting for the Wind , Casteluccio 2003

Gleitschirmfliegen ist toll – und ich kann es jedem raten, der seine Grenzen mal anders austesten will oder eine ausgiebige Nachhilfestunden in Sachen Demut und Geduld braucht. 🙂 Mir half es auch, den Begriff „Freiheit“ für mich neu zu definieren. 🙂

Heute morgen habe ich mir noch mal einen Filme und Fotos von den Paraglidingreisen angesehen. Ich bin ordentlich herum gekommen, habe unfassbar beeindruckende Natur erlebt und gesehen. Im Leben wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dort jemals hinzukommen. Geschweige denn, dass ich von ihnen gewusst hätte.

Die Neugier auf die Ferne ist geblieben. Inzwischen folge ich ihr per Schiff und Flugzeug, per Metro oder Auto, per Trolley – oder Überlandbus, Bahn oder zu Fuß. Und ich habe so immer mindestens eine Hand frei – für meine Kamera.

Freilandherz- to whom it may concern

Versuch macht kluch... :-)

Zu fast jeder Textzeile ist mir ein Mensch eingefallen, der sich, wie auch immer, in meinem Leben befindet. Je häufiger ich es hörte, um so mehr kamen mir in den Sinn. Und viele gute Gedanken!  Sehr viele. Danke, dass es Euch gibt!

To whom it may concern!

 

 

 mehr hier:     Wortfront – Wer oder was ist das?

Veröffentlicht am 14.12.2012

Wortfront
Sandra Kreisler & Roger Stein
Live im Kulturkraftwerk Goslar 2012

Gesang: Sandra Kreisler
Text, Musik & Piano: Roger Stein
Violine: Sebastian Caspar
Cello: Marcus Hagemann
Drums: Martin Fonfara

Live im Kulturkraftwerk Goslar 2012
Eine WORTFRONT® Produktion

 

Hamsterrad oder Nur unsere Liebe ist unsere letzte Notwehr

Ikarriereleitern den letzten Tagen kursierte ein Foto  mit dem Text:  Ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter.“ Sehr viele „likes“ gab es dazu – zustimmende Kommentare, sogar „Schuldige“ für diese Art des Beschäftigt-Seins wurden ausgemacht,  das Hamsterrad wurde als Surrogat betitelt, etc.

Ich erinnerte mich „rein zufällig“ an das Lied von Wortfront: Beifahrer der Belanglosigkeit.

„Ein schneller Händedruck ein Gruss sag locker: CU
He did it his way and thats the way we do
Ein Blick, der nichts bedeutet, ein Kaffee noch Stehn
Man schickt ein leeres Lächeln im Vorüber gehn

Um die Augen unterdrückt noch ein Muskel, eine Regung
Wir müssen wieder weiter bleiben immer in Bewegung
Ein paar junge starke Krieger stehn versprengt am Horizont
Und sehnen sich vergeblich nach einer klaren Front

Denn ein bisschen Selbstentfaltung, partielle Selbstgestaltung
Ist doch unser gutes Recht auf menschlich-artgerechte Haltung
Auch wenn die eigne Sehnsucht aus dem Herzen emigriert
Nein, ich hab keine Zweifel ich bin super motiviert.
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr
Was sollen wir bekämpfen, und was noch kritisiern
Kritik ist oft auch nur ein Weg um Verantwortung zu delegiern
Lass die Unersättlichen nach ihren Perlen tauchen
Wir haben doch im Grunde alles, alles was wir brauchen
Ein bisschen Sehnsucht zum verpfänden und ein paar Taten an den Händen
Die schmutzig machen
Auf dem Dach erhängte Klagen und ein paar verdrängte Fragen
Die stutzig machen
Ne Handvoll Treibsand fürs Getriebe und ein halbes Kilo Liebe
zum selber Mischen
ein Stück Mut mit Schweissschutzbrille und ne Packung freier Wille
zum Arschauswischen
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr
Unsre Vorsicht ist das letzte bisschen Rest von unsrem Spürsinn
Ich signalisier, dass ich eventuell „dafür bin
Wenn wir das „wohin ungenauer definiern
Schliesslich will man sich doch nicht durch Bedingungen blockiern!
Selbst ein guter alter Freund, der im Strom der Jahre abtreibt
Ist doch nichts als ein Betrag, den man von der Steuer abschreibt
Ja, wir waren einmal eng, und die Erinnerung ist schön
Aber irgendwann muss jeder wieder seine Wege gehen

Denn das ist unser Los.
Und das ist unsere kleine Zeit.
Und wir haben eben Angst vor jeglicher Verbindlichkeit
Wenn ich eine Gruppe wär, dann würde ich was schrein
Doch in meinem Pass steht: „Du bist ganz allein
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr.“

hier mehr:  http://www.youtube.com/user/wortfront?feature=watch

An Musik und Texten kann ich mich gar nicht satt hören.