Lernen erlaubt!

gauss klein

Der Herr Gauß und die Normalverteilungskurve, Fehlerfortpflanzung und Der Kleine Gauß. Sicher hat jeder schon  davon gehört. Am letzten Wochenende haben wir uns in Braunschweig getummelt. Als wir in das Zimmer kamen, in dem wir nach dem geselligen Abend unser Haupt in die Kissen legen wollten, begrüßte uns dieser Spruch an der Wand.

Mir gingen Kinder durch den Kopf, denen Lernschwierigkeiten aller Art unterstellt werden, weil sie die Ergebnisse nicht zufriedenstellend für andere „bringen“.  Wie sollen sie Freude am Lernen haben, wenn sie nur an dem abgefragten Ergebnis und an dem geforderten Verhalten gemessen werden????

Wer Lust hat auf ein paar Fakten oder Anekdoten zu Carl Friedrich Gauß….  der/die stöbere bei wikipedia: Carl Friedrich Gauß.  

Ein echter Fundus…..  auch über den Umgang mit besonderen Menschen…. 🙂

Gewohnheiten und andere Unerträglichkeiten

gibran intelligenz

„Die menschliche Intelligenz hat sich an das schwache Kerzenlicht gewöhnt und erträgt es nicht mehr, in das Licht der Sonne zu blicken.“  Khalil Gibran

Ich befasse mich mal wieder mit einem Interview zum Thema: Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Diesmal geht es um Familien, die nicht „einfach nur“ Kinder haben, sondern sich der Herausforderung stellen, die Bedürfnisse der Familie durch ein schwerstpflegebedürftiges Kind „mitzubedenken,  zu händeln, zu verwalten, zu organisieren“.

Bei  der Lektüre der gegebenen Antworten packte mich die Frage: Wieso klingt das alles so moderat, fast unbeteiligt, wenn „Betroffene“ beschreiben, wie sie das mehr oder weniger erfolgreich stemmen? Fast wirkt es, als seien „sie gut erzogen“ und wollten niemanden behelligen mit den emtionalen Wirkungen eines solchen Lebens.

Es gibt sicher viele Erklärungen.

Doch in dem Lied: Beifahrer der Belanglosigkeit ist für mich am treffendsten formuliert, was Menschen so aushalten, wie sie einander „schonen“ , etc.

„Ein schneller Händedruck ein Gruss sag locker: CU
He did it his way and thats the way we do
Ein Blick, der nichts bedeutet, ein Kaffee noch Stehn
Man schickt ein leeres Lächeln im Vorüber gehn

Um die Augen unterdrückt noch ein Muskel, eine Regung
Wir müssen wieder weiter bleiben immer in Bewegung
Ein paar junge starke Krieger stehn versprengt am Horizont
Und sehnen sich vergeblich nach einer klaren Front

Denn ein bisschen Selbstentfaltung, partielle Selbstgestaltung
Ist doch unser gutes Recht auf menschlich-artgerechte Haltung
Auch wenn die eigne Sehnsucht aus dem Herzen emigriert
Nein, ich hab keine Zweifel ich bin super motiviert.
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr
Was sollen wir bekämpfen, und was noch kritisiern
Kritik ist oft auch nur ein Weg um Verantwortung zu delegiern
Lass die Unersättlichen nach ihren Perlen tauchen
Wir haben doch im Grunde alles, alles was wir brauchen
Ein bisschen Sehnsucht zum verpfänden und ein paar Taten an den Händen
Die schmutzig machen
Auf dem Dach erhängte Klagen und ein paar verdrängte Fragen
Die stutzig machen
Ne Handvoll Treibsand fürs Getriebe und ein halbes Kilo Liebe
zum selber Mischen
ein Stück Mut mit Schweissschutzbrille und ne Packung freier Wille
zum Arschauswischen
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr
Unsre Vorsicht ist das letzte bisschen Rest von unsrem Spürsinn
Ich signalisier, dass ich eventuell „dafür bin
Wenn wir das „wohin ungenauer definiern
Schliesslich will man sich doch nicht durch Bedingungen blockiern!
Selbst ein guter alter Freund, der im Strom der Jahre abtreibt
Ist doch nichts als ein Betrag, den man von der Steuer abschreibt
Ja, wir waren einmal eng, und die Erinnerung ist schön
Aber irgendwann muss jeder wieder seine Wege gehen

Denn das ist unser Los.
Und das ist unsere kleine Zeit.
Und wir haben eben Angst vor jeglicher Verbindlichkeit
Wenn ich eine Gruppe wär, dann würde ich was schrein
Doch in meinem Pass steht: „Du bist ganz allein
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr.“

Ratlos liebe ich einfach weiter – und schaue weiter mutig ins Licht der Sonne.

Bank (12) – 1. Advent 2013

bank advent  Einen besinnlichen Start in Advent 2013 wünsche ich Euch.

Ich bin das erste Mal seit vielen Jahren am 1. Dezember in heimatlichen Gefilden.

Kann es kaum fassen. Es ist dunkel, kühl, nass. Aus den Fenstern aber dringt warmes Licht. Wenn ich durch den Hausflur gehe, riecht es nach Backwaren. Das weckt Erinnerungen.

Habt  ein Auge auf Euch und Eure Lieben.

Es gibt sicherlich viel mehr zu erkennen als Preisschilder und Wunschlisten.

Bank (11)

domrep 2013

Vor der öffentlichen Bibilothek in Santo Domingo standen diese Stühle. Vermutlich eher gedacht  als Reservierung  für ein Auto. Ich stellte mir jedoch vor,  dass während der anstehenden Siesta Menschen dort Platz nähmen – und jemandem lauschten. Einem Musiker vielleicht, einem Vorleser oder einem Gaukler.

Ob mir das in einer deutschen Stadt auch in den Sinn gekommen wäre?

Schon ertsaunlich, was ein mir „nicht gewohnter“ Kontext für Ideen bringt. Ich reise wohl deshalb  so gern, weil an den „anderen“ Orten der Welt die „anderen“ Bedingungen nicht sofort alles „deutsch regulieren“.

Es steht nicht hinter jeder Ecke ein Bedenkenträger :-). In meinem Herzen und in meinem Kopf braucht es da keine langen Anträge auf Parkerlaubnis und Finanzierung, Abstimmung und andere Arten der Kontrolle, Subventionierung, Rechenschaftslegung, etc. Da will nicht direkt kein Mehrwert versteuert werden. Einfach nur sein. Einfach mal spinnen. Einfach nur mal zu Ende denken.  So groß oder so klein, wie ich das mag, wie ich es wage.

Ich hocke mich jetzt in Gedanken auf einen der Stühle und lese einfach was vor.

Wer Lust hat, setze sich dazu. Gibt es Wünsche? 🙂

Einen schönen Tag wünsche ich.

Wessen Scheiben wischt er nun?

miami patterns 2013

Dass Dieter Hildebrandt sterben könnte, hatte ich verdrängt. Konnte gar nicht so recht reagieren. Nach einer ausgiebigen Schleppschaltung ist es dann auch bei mir gelandet. Auch er ist nun tot. Alle bekannten Zitate sind bereits erwähnt, gepostet und verarbeitet worden.

Gefühlt hat er mich mein ganzes Leben begleitet. Als ich geboren wurde, war er schon mit verschiedenen Programmen unterwegs. Von „Bette sich wer kann“ (1958) – bis „störsender.tv( seit 2012) : Von allem habe ich mitbekommen. Nicht, dass ich alles gesehen hätte – aber die Wirkung war spürbar. Er war doch immer da, mal lauter, mal leiser, mal wichtiger für mich, mal relevanter, aber einfach immer da. Er hat sich immer des Lebens bedient,  vor allem  des Lebens hinter den Kulissen. War immer spitzfindig, pingelig und hat Geschehnisse hochgerechnet. Oft auch abgrechnet – mit der Politik, der Gesellschaft, der Kirche. Das von ihm wird bleiben. Zumindest für mich. Schon eine Art Vaterfigur (für mich) – das kann ich nicht leugnen.

Leise sage ich DANKE an Dieter Hildebrandt. Ruhe in Frieden – oder – Misch den Himmel auf! 🙂

…..

Anfang oder Ende?

indulge your daring side  Für jeden Anfang braucht es ein wenig Kühnheit. Und den festen Glauben, dass ohne Risiko keine Änderung eintritt.

Unsere Regierung riskiert aber gerade eine Menge. Sie versucht mit allen Mittel quantitives Wachstum zu provozieren. Inzwischen aber mit so billigen Mittel, dass in jedem der Wunsch wachsen könnte, trotzig zu werden.

Ich weiß, dass nicht jeder so tickt. Wenn ich mir aber bewusst mche, dass auch nur das kleinste Rädchen an einer mechanischen Uhr das Werk derselben zum Stillstand bringen kann, kommt mir in den Sinn: Ich verweigerte mich gern mal der „Mutti“, lehrte gern den „Papi“ mal das Fürchten. Oder so.

Es wird lanciert, dass die Autoindustrie drohe, bei wahrwerdender Frauenquote in Deutschland ihre Produktion ins Ausland zu verlegen. Obendrauf wird getratscht, dass CDU und SPD jedem Schüler in Deutschland ein „mobiles Endgerät“ zur Verfügung stellen wollen.

Solche Nachrichten, von wem auch immer lanciert, zeigen mir nur, was ich selbst denen inzwischen alles zutraue. Ob sie wahr ist oder nicht: Mein Misstrauen wächst in das, was die „Mutti“ da oben alles mit sich machen lässt und wen für ihre eigenen Ziele sie zu funktionalisieren oder auch zu missbrauchen bereit ist.

future

Da bekommt eine Werbebotschaft wie diese ( entdeckt auf einem Bus in Miami) ein richtiges „Geschmäckle“.

Wenn ich an ihrer Stelle so etwas andächte, müsste ich mächtig Angst haben.

 

 

Neugierig bin ich ja schon, von was die Kanzlerin so (an)getrieben ist. #herumrätsel

Oder ist es gar schon zu wagemutig, sich dafür zu interessieren?

Eines weiß ich allerdings ganz sicher: Ich werde auch die Wirkung ihrer Aktionen, Reaktionen und Unterlassungen nicht besser aushalten können, nur weil ich es weiß. 🙂

 

 

 

Augen auf!

beam me up

Dieser Moment, in dem ich eine Verbindung sehe, wo zunächst keine zu sein scheint. Es treibt mich: Diese Aufmerksamkeit, die einerseits als Unruhe andererseits als Interesse ausgelegt werden kann. Die nicht zu bändigende Neugier auf das Besondere im Alltag.

Wie oft entlasse ich mich selbst morgens in einen Tag, an dem ich nicht die geringste Lust verspüre zu fotografieren.

Dann stecke ich „nur meine Kleene“ ein. Vielleicht sollte ich ihr mal einen Namen geben. Im Laufe der ersten Schritte bereits verspüre ich, dass da etwas in mir nach Gelegenheiten sucht, zu bestätigen, dass ich doch die große Kamera hätte mitnehmen sollen. Sehr lustig. Und an solchen Tagen schaue ich anders auf Menschen, Geschehnisse, Situationen und Ereignisse. Und komme dann doch mit einigen lustigen, bemerkenswerten oder besonderen Dokumenten zurück. 🙂

Seit September ruht nun diese Aufnahme schon in meinem Archiv. Immer wieder kommt sie mir in den Sinn.

Empfehlung des Tages: „Augen auf im Alltag“   🙂

Viel Spaß dabei.

Auf den Punkt…

dom rep 2013 a
Bei Vorbildern ist es unwichtig, ob es sich dabei um einen großen toten Dichter, um Mahatma Gandhi oder um Onkel Fritz aus Braunschweig handelt, wenn es nur ein Mensch ist, der im gegebenen Augenblick ohne Wimpernzucken gesagt oder getan hat, wovor wir zögern.

Erich Kästner

 

 

In my secret life – Travellers Rest

 

 

travellers rest

 

Mal Ander(e)s Denken, Mal Ander(e)s Fühlen

miri s schreibtisch

Die Sonne scheint auf meinen Arbeitsplatz. Mich beschäftigt die Auswahl der gesendeten Nachrichten der letzten zwei Tage. Dreimal Tagessschau gesehen – dreimal  wurde sie aufgemacht mit der Katastrophe auf den Philipinen, dreimal abgschlossen mit der Info, dass irgendein Kunstgegenstand bei Sothebys für rekordverdächtig immenses Geld ersteigert wurde.

Könnte nicht Sothebys mal einen Kunstgegenstand versteigern und das komplette Geld für Rettungsmaßnahmen spenden?

Was liegt zwischen diesen dramatischen Ereignissen? Was ist mit den als mindestens so schlimm empfundenen Gegebenheiten hier in unseren Gefilden, in den kleineren Kontexten?

Als Beraterin weiß ich nur zu gut, dass die „großen“ Ereignisse als Symbol für einen eigenen Taifun und seine Wirkungen, eigene Kunst und eigene Konflikte stehen können. Die aus Ohnmacht resultierende Gefühlslage aus den persönlichen Angelegenheiten aber wird oft schamhaft nicht geäußert. Das erschöpft, macht krank und instabil. Wenn dann etwas in der Welt geschieht, was sich vergleichbar schrecklich anfühlt, kann endlich diesem Ärger oder Schmerz darüber Platz gemacht werden.

Ich erinnere mich gut daran, dass während des Prager Frühlings – und ich war gerade mal zehn Jahre alt- ich abends mit sehr viel Angst im Bett lag. Mein Vater kam zum obligaten „Gute Nacht“ und registrierte mit einem Blick, dass mich etwas umtrieb. In mir tobte die Angst vor dem damals propagierten „Feind“. „Ich habe Angst, dass die Russen mit den Panzern auch hierhin kommen!“ antwortete ich, als er mich nach meinem Kummer fragte.  „Ach Ursula“ sagte er damals mit seiner tiefen Stimme. „WENN sie kommen, dann bleiben sie spätestens am Kamener Kreuz stecken!“

Ich kann heute selbst kaum glauben, dass mich das beruhigt hat. Aber ich glaube: Auch er hat Ohnmacht empfunden. Und er hat sich klug auf unser gemeinsames Wochenenderlebnis: „Wir stehen im Stau auf dem Weg zu den Verwandten“ bezogen – und mir damit die Ruhe für den Schlaf beschert. Während ich das so schreibe, frage ich mich: Was hätte er wohl zu mir gesagt, wenn ich ihm erzählt hätte von meiner inneren Unruhe über Taifun, Kunstdeals und NSA, Koalitionsverhandlungen, Umgang mit Vielfalt, Willkürentscheidungen und anderen Machtkämpfen in unseren Gesellschaften?

Staus und Verspätungen gäbe es genug, auf die er sich beziehen könnte. Weit mehr als am Schnittpunkt der A1 +A2.

Nicht mitunter zynisch zu werden finde ich gerade schwierig.

Einen effizienten und guten Tag wünsche ich Euch.

Uund immer einen Menschen, der Euch so gut kennt, dass er weiß, wie er euch beruhigen kann. 🙂

Das hätte ich fast vergessen!

caterpillar

Muss dazu etwas geschrieben sein??? 😉

Bank (10)

Zu gern säße ich da auf dieser Bank – stattdessen quäle ich mich mit der Servicewüste Lufthansa – bzw. Miles and More.

banks mirror

Alles war so gut in den letzten Tagen. Die Flüge waren ok, der Service war ok. Und dann entdecke ich, dass Miles and More mir die längsten Flüge, die ich in diesem Jahr absolviert habe, NICHT gutgeschrieben hat. Tja. Und länger als ein halbes Jahr ist es auch her, dass ich mich für viel Geld in den Fliegern gen Down under und wieder zurück bewegt habe. So viele Vorgesetzte gibt es gar nicht, dass einem jemand eine Entscheidung mitteilen könnte oder wollte.

Wenn es nicht um meine Sitze am Notausgang ginge….. ich machte mir die Mühe nicht.

Okay… dazu fällt mir nur ein…..

Die Entwicklung der Menschheit

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
behaart und mit böser Visage.
Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
bis zur dreißigsten Etage.

Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
in zentralgeheizten Räumen.
Da sitzen sie nun am Telefon.
Und es herrscht noch genau derselbe Ton
wie seinerzeit auf den Bäumen.

Sie hören weit. Sie sehen fern.
Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.
Die Erde ist ein gebildeter Stern
mit sehr viel Wasserspülung.

Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr.
Sie jagen und züchten Mikroben.
Sie versehn die Natur mit allem Komfort.
Sie fliegen steil in den Himmel empor
und bleiben zwei Wochen oben.

Was ihre Verdauung übrigläßt,
das verarbeiten sie zu Watte.
Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.
Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
daß Cäsar Plattfüße hatte.

So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.

gefunden  hier

Einen schönen Tag wünsche ich noch. Seid nett zueinander: Versucht es wenigstens. 🙂

Bank (9)

Am Samstag Mittag saß ich nach dem Check In für den ersten der drei Flüge nach Hause auf der Bank gegenüber. Happy, dass sie mal wieder gnädig mit mir waren. Ein Platz mit Beinfreiheit, ohne draufzahlen zu müssen, wird mir immer Anlass für Freude sein. Jedenfalls saß ich auf der Bank – und trotz des Gewusels in der Halle blieb diese Bank gegenüber frei. Gefühlt lange.

Erst als ich überlegte, die große Kamera zu bemühen, besetzte sie ein Mensch,  auch nur noch „bewaffnet“ mit Handgepäck.

bank (9)

Sehnsucht nach Stille kam durch. Einfach nach Stille. Na gut – zumindest nach vertrauten Geräuschen.

Wieder Zuhause. Schön.

First greetings from the city that never sleeps ;.)

room

Bank (8) – Pilze oder was?

Es war warm, hell und feucht. Überall schossen sie aus dem Boden. Die Pilze. In der Abendsonne – na gut, Spätnachmittagssonne – fielen noch einige Strahlen auf den Waldboden. Zwischen all den bunten, braunen, gelben, grünen Blätten dieses Mischwaldes waren sie mit bloßem Auge nicht leicht auszumachen. Da sie aber noch da standen, war ich mir sicher, dass sie nicht essbar sind.  Sonst wären sie nicht mehr da – bereits am frühen Morgen ausgehoben und spätestens mittags verspeist.  🙂

Der frühe Sammler etc…….

Man kann alle Pilze essen, manche eben nur einmal  🙂

 

herbst

 

Bank (6)

hast du
Puerto Madryn

Gestern wurde ich gefragt, ob ich ganz zufällig, vielleicht Aufnahmen von Mitreisenden in Aktion hätte.

Während ich (doch recht gezielt) danach in den Ordnern suchte, fand ich ebenso zufällig diese Bank.

Da macht sich Erinnerung breit. Bald noch mal…..   🙂

Ich stelle mit vor, auf dieser Bank zu sitzen oder zu liegen – (sie ist nämlich lang), in der Abendsonne, Kopfhörer in den Ohren…..  und diese Musik auf den Ohren   🙂

 

 

 

Stimmen – Stimmen, die bleiben

Als ich gestern in den Flieger stieg, bekam ich eine FAZ in die Hand gedrückt. Abgedruckt darin: Die Rede der Preisträgerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Selten hat mich ein so langer Text so gepackt. Innerlich hockte ich in der Veranstaltung und stellte mir vor, dass  Swetlana Alexijewitsch die Rede auf Deutsch hielt, ich eine Stecknadel hätte fallen hören können – wenn dann jemand hätte eine fallen lassen. Richtig genossen habe ich diesen Text – so vieles beschrieben, was mir an Gedanken zu den Menschen durch den Kopf geht, wenn ich sie in Moskau sehe und erlebe. All die Anstrengung, die Lautstärke, die Gastfreundlichkeit, der Hunger, die Gier nach Schein(en), nach Macht, nach Nützlichkeit, nach Freiheit, nach… ach- ich weiß auch nicht. Wie oft habe ich mich schon geärgert, dass es so schwierig ist, diese Sprache zu lernen. Mit den paar Brocken Russisch, die ich kann, lässt sich wenig erfahren.
Es war lange her, dass ich Druckerschwärze  an den Händen genossen habe, dass ich die Seiten aus der Zeitung getrennt, klein zusammengefaltet und in die Hosentasche gesteckt habe. Und noch länger ist es her, dass ich Zeitungsartikel zweimal las – und es vielleicht sogar noch ein drittes Mal tun werde.

warum bin ich in die hölle
Die Friedenspreisrede 2013 hätte ich gern von Swetlana Alexijewitsch selbst gehört.

Gefunden habe ich sie nicht online bei der FAZ…  dafür aber direkt auf der http://www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de/640693/-
„In Dostojewskis „Legende vom Großinquisitor“ wird über die Freiheit gestritten. Darüber, dass der Weg der Freiheit schwer ist, qualvoll und tragisch.
„Warum zum Teufel müssen wir überhaupt erkennen, was gut und böse ist, wenn es uns so teuer zu stehen kommt?“1
Der Mensch muss sich die ganze Zeit entscheiden: Freiheit oder Wohlstand und gutes Leben, Freiheit mit Leiden oder Glück ohne Freiheit. Die meisten Menschen gehen den zweiten Weg.“

„Stimmen … Stimmen … Die Gesichter verschwinden aus meiner Erinnerung, die Stimmen aber bleiben.“

“ Alles wiederholt sich … in Russland … in meinem kleinen Weißrussland gehen Tausende junge Leute erneut auf die Straße. Sitzen im Gefängnis. Und reden über die Freiheit. Vor der Revolution von 1917 schrieb der russische Schriftsteller Alexander Grin: „Die Zukunft ist nicht mehr an ihrem Platz.“ Auch jetzt ist die Zukunft nicht mehr an ihrem Platz … Manchmal frage ich mich, warum ich immer wieder in die Hölle hinabgestiegen bin. Um den Menschen zu finden …“

Ich bin beeindruckt.

Ihre beeindruckende Biographie wie Bibliographie finden sich   HIER

Running out of Moscow

A sunny day more. Leading me out of Moscow after a nice two week vacation.

We saw lots of churches, monestries, shops, restaurants, metrostations, oktoberfests, carried 5-l-watercans daily, made a lot of pictures. ate many Russian cakes ( they are very good). It was always loud. In the streets, in the supermarkets, in the metro.

And always: this half an hour in the aeroexpress is maybe the longest time in a train between two stations without having to change the train. Sometimes crazy ideas are coming up.

This small film was one of those 🙂

running out of moscow

Ein Sonnentag noch. Er führt mich heraus aus Moskau – nach einem wunderbaren zweiwöchigen Urlaub. Wir besuchten eine Menge Kirchen, Klöster, Geschäfte, Restaurants, waren in vielen Metrostationen, sind über viele Brücken gelaufen, haben viele Bilder gemacht und auch viele Kuche gegessen- und die sind gut dort.

Immer wieder: Die halbe Stunde im Aeroexpress ist wohl bisher die längste und bequemste Zeit in einer Bahn zwischen zwei Stationen in Moskau, ohne zwischendurch umsteigen zu müssen. Da fällt mir schon mal Blödsinn ein.

Feel invited to be my compagnion for some minutes. Share my view!
Fühlt Euch eingeladen, für einige Minuten meinen Blick zu teilen.

Indian Summer – Underground

metroherbst
unterirdisch

Moskau – immer für eine Überraschung gut.

Das hat Kolumbus den Kopf gekostet

peter der erste
Памятник «В ознаменование
300-летия российского флота

 

Ob nun 94, 96 oder 97m hoch – diese Notlösung auf Moskaus Flussinsel hinterm Kreml und gegenüber der Erlöserkirche BLEIBT hässlich. Peter dem 1. wurde damit ein Denkmal gesetzt. In der Stadt, die er nicht mochte, in der er nur ab und zu mal residierte. Den meisten Moskavitern graust vor dieser Statue. Das Monument ist nicht nur auf der Liste der weltweit höchsten Statuen sondern hat es inzwischen auf die der Top Ten hässlichster Denkmäler geschafft.

Sie wurde anlässlich der 300. Geburtstages der Russischen Marine aufgestellt. Wenn sie auch nicht eigens dafür hergestellt wurde. Das zumindest erzählt(e) die Moskauer Bevölkerung, deren Protest gegen Installation nicht erfolgreich war.

„Diese Legende besagt, dass Surab Zereteli, der Gründer des ersten Museums für zeitgenössische Kunst in Russland, den Amerikanern zur 500. Jahrestagsfeier der Entdeckung Amerikas eine Kolumbus Statue schenken wollte. Diese Kolumbus-Statue wollte man aber weder in den USA noch in Spanien noch in einem lateinamerikanischen Land aufstellen.Daraufhin, so die Legende, bekam die Statue auf geheimnisvolle Weise einen neuen Kopf, den des ersten russischen Kaisers nämlich.“ zit nach: Goethe Instituts Urban legends.

Was Moskauer aus Kulturkreisen der Metropole schon unternommen haben, um sich dieser Skulptur zu entledigen, ist mindestens so legendär: mehr dazu bei unserem allseits beliebten wiki….

So oft schon habe ich diese Skulptur kopfschüttelnd hingenommen. Gestern aber wurde ich zum ersten Mal für ihre Geschichte interessiert. Ja, MIR wurde vorgelesen! (Insider). Ich muss mich also nicht schämen, dass ich sie hässlich finde, darf es in Moskau sogar laut sagen.

Sie steht da! Nachwievor! Inzwischen aber fällt eh niemandem mehr auf, dass Reformzar Peter der Erste  in Conquistadorenhosen auf einer spanischen Karavelle steht.  🙂

Bank (5)

Ein Platz ist noch frei!

ein platz ist noch frei Herbst in Moskau

herbst in moskua

Einen wunderbaren Herbsttag präsentierte Moskau –

 zum Mal-Wieder-Abschied ..

auf bald….

Die_eingemeindete_Zarenresidenz

Beliya und der „Internationale Mädchentag“

http://www.beliya.de/blog.html

Beliya schreibt:

„Am 11. Oktober ist Weltmädchentag. Mädchen haben es in Entwicklungsländern doppelt schwer, z.B. schicken Eltern dort eher ihre Söhne zur Schule. Somit haben viele Mädchen nicht die gleichen Chancen auf Bildung. Aus diesem Grund unterstützen wir bis einschließlich Sonntag, den 13. Oktober nur Mädchen und verdoppeln alle Spenden!

Damit das Helfen noch leichter fällt, gibt es im Aktionszeitraum (11.10-13.10.2013) alle SMILE Clutches für 49€ statt für 59€/69€ in unserem Onlineshop!“

Bank (4)

bank budapest 3

Where do you wonna have this bench?

Na, wo möchtet Ihr die Bank stehen haben?

Bank (3)

Maybe you`ll find a place on it too.
For those who are in NYC.

highline new york city bank

the highline park-information

Für eine Pause in NYC ist die Highline mit ihrer Bankauswahl perfekt  .-)

 Viele, viele Sitzplätze!

Bank (2)

bank budapest 2013

This bank I found in Budapest.

Diese Bank fand ich in Budapest. Am Ufer der Donau.

Niemand war zu sehen, zu dem dieses Instrument hätte gehören können.

No person around who the instrument could belong to.

My idea:

 

And your idea????

Bank – Business (1)

bankgeschäfte 1

There will be a new section in this blog.

Called „Bank“

Banks of my world. 🙂

The start: The bank I found in the entry of the icon exhibition at „Ensemble of the Novodevichy Convent“ in Moscow

Feel invited to take a seat on that one.

Imagine what you could see from there.

What do you think while you are sitting there?

Would you mind telling a the story that comes to your mind?

Es wird eine neue Rubrik in diesem Blog geben, mit dem Namen: „Bank“

Banken/Bänke meiner Welt. 🙂

Ich starte mit der Bank, die ich im Eingang der Ikonenausstellung im Neujungfrauen Kloster in Moskau fand.

Fühl Dich eingeladen, dort Platz zu nehmen.

Stelle Dir vor, was Du von dort aus sehen könntest.

Was denkst Du, während Du dort hockst?

Erzähltest Du wohl eine der Geschichten, die Dir derweil in den Sinn kommen?

Danke!

Thanx!

Take a break

business as usual

„Was keine Pause kennt, ist nicht dauerhaft.“

Ovid

(43 v. Chr. – 17 n. Chr.)

Toi Toi Toi

toi toi toi  Der Arbeitsmarkt boomt!

Kopflos in Moskau….

withoutrightproblems klein
Kopf einziehen – mal anders

Persönlichkeitsrecht – mal anders 🙂

 Gestern ist das Olympische Feuer in Moskau gelandet. Rund 14 000 Träger sollen die 1,5 Kilogramm schwere Fackel aus Aluminium nun insgesamt über 65 000 Kilometer weit tragen. Dabei soll das Feuer ins Weltall, auf eine Expedition zum Nordpol und auf den Grund des sibirischen Baikalsees geschickt werden.

Ob jedesmal die halb Stadt abgesperrt wird, wenn jemand die Fackel irgendwo vorbei trägt?  Dann haben sie viel zu tun in den nächsten knapp über hundert Tagen.

Darauf brauche ich erst mal einen Kaffee.