Urban Gardening in Moscow :-)

Frühling in Moskau:

urban gardening moskau
Wenn der Vorgarten endlich ein Gesicht bekommt 🙂

Amüsantes unter grauem Himmel!

Experten – Probleme

Ich frage mich schon seit einiger Zeit:

Wächst die Zahl der Experten mit der Anzahl der Probleme?

oder

Wächst die Zahl der Probleme mit der Anzahl der Experten?

Die Kultur der „Schuldzuweisung“ gebiert das Bedürfnis, diese von sich zu weisen.

Besonders die, die sich angegriffen fühlen, suchen gern den Rat der Wissenschaft.

Das schafft Verdienstmöglichkeiten, stärkt Machtstrukturen, schürt Abhängigkeiten, steigert den Konsum.

Mit Zahlen und Tabellen, Statistiken und daraus gezogenen Schlüssen werden Entscheidungen gerechtfertigt. Unterm Strich sind die Adressaten nur verwirrt. Nicht selten geben sie auf.

eperten schwierigkietenWer hat an diesem Kind schon verdient?

Welche verkaufsstarken „Experten“ riefe es in Deutschland auf den Plan?

Wie glücklich ist dieses Kind?

Ich wüsste es gerne.

500 m weiter:

Laut dröhnte „Mr. Bombastic“ aus Lautsprechern.

Erwachsene organsierten sich zu angeleiteten Dehnungsübungen unter freiem Himmel.

Diese Kinder sind wohl Spaßexperten!  🙂

mr bombastic

mr bombastic 2

mr bombastic 3

Nur mal so … Gedanken nach einem Sonntag im Gorki Park!

 

 

ADHS – LOOSE YOUTH – worldwide

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„ADHS – LOOSE YOUTH“ Sydney 2013

Kennt irgendjemand von Euch einen Lehrer oder eine Lehrerin, die als Kinder mit Ritalin behandelt wurden UND sich später für den Regelschuldienst entschieden haben?

 

Does anybody of you know a teacher, who was diagnosed with ADHD in his youth and treated with Ritalin AND  finally decided to work in a normal school?

Please let me know! German or English speaking!

Mich interessiert tatsächlich sehr, ob aus Ritalin-Opfern im Kontext Schule und Bildung auch Tätige werden.

„Das Bild hat immer das letzte Wort“

Es scheint von (Jacques Derrida) zu sein, dieses wunderbare Zitat.

Richtig stolz bin ich,  dass  Alexander (Wachter) beim Anblick dieses Kinoeingangs an mich gedacht hat.  🙂

scala  das bild hat immer das letzte wort sig klein

Es ist sicherlich nicht schwer erraten, zu welcher Gelegenheit wir uns das erste Mal getroffen haben. 🙂

Tourdaten – River Cloud 2 – 2013

Eine Flusschiffsreise, bei der ich immer Land sehe!  🙂

nürnberg 2013      River Cloud 2   –

      Themenkreuzfahrt „Fotografie“

      29.06.2013  ab Nürnberg
      06.07.2013 inBudapest

Tourdaten – AIDA – 2013

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NYC seen by Ulla

NYC – La Romana

               AIDA Luna

               26.10. – 9.11.2013

Lesen und Gucken  🙂

 

Und wehe, Du konsumierst nicht!

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Konsumtempel 2013 🙂

Ich empfehle:  brandeins HANDEL

Wenn ich groß bin, werde ich

Wenn ich groß bin, werde ich

Ich saß mit einem 6 – Jährigen am Beckenrand eines Schwimmbades. Wir platschten mit den Füßen im Wasser. Er beobachtete seinen Vater. Der tobte gerade im Pool. „Ich komm bald in die Schule. Ja-ah.“ Der Junge rieb sich die Hände und hob sie gen Himmel.
„Auf was freust du dich denn am meisten?“ „Dann ist der Kindergarten vorbei. Endlich!“ drehte ein wenig die Augen und schaute mich an.
„Und was möchtest Du da lernen, in der Schule?“ fragte ich vorsichtig.
„Chef sein!“ „Ist doch klar maaaaan.“
Eins muss ich ihm lassen: Ein Ziel hat er! 🙂

Später habe ich in einem Gespräch mit seinem da 49- jährigen Vater erfahren, dass der sich entschieden hat, mit 50 sein „Business“ zu verkaufen und zu privatisieren.
Vorbilder bilden. 🙂

Väter – doch überschätzt?

Väter - doch überschätzt?

Frauen dieser Erde – heut ist unser Tag!

Weltfrauentag – solange ich mich zurück erinnern kann, gibt es ihn.

Lorengau im März 2013
„All-in-One-Woman“   Lorengau im März 2013

Stellvertretend für alle Frauen der Welt habe ich sie gewählt.  Beim Anblick dieser „All-in-one-Aktion“ bekam das Modewort „Work Life Balance“ für mich einen ganz anderen Wert.

Jede Frau hat ihre Geschichte. Jede hat ihr „Business“.

Mögen wir dieses aneinander gebührend schätzen und respektieren.

Liebe Frauen: Ich wünsche Euch einen wunderbaren Tag.

Weniger ist mehr! – Another kind of teamwork!

palau pflanze

 

Zurück aus der Südsee: Es ist gar nicht so einfach, die Erinnerungen an so viele Eindrücke zu filtern.

Nachdem ich diese kleine Gemeinschaftsarbeit der Fotoneugierigen auf der Kreuzfahrt das zehnte Mal angeschaut habe, entschied ich, mehr Menschen daran teilhaben zu lassen.

 

 

 

Joe Löhrmann, Ozeanpianist auf der Nordlandreise mit der MS Columbus2 genehmigte mir, seine Musik zu nutzen und Familie Beck von der Reise Sydney – Manila stellte die Videosequenz. Gebastelt habe ich dann. Dank an alle Beteiligten!

Ich danke allen, die sich haben anstiften lassen, neugierig zu werden oder zu bleiben!

 

Betel – Genussmittel oder Droge?

lorengau betel

Die Betelnuss – in den Ländern Asiens als Genussmittel deklariert. Sie dämpft das Hungergefühl.

Der Genuss verursacht vermehrte Speichelbildung, färbt die Schleimhäute rot, die Zähne werden schwarz. Kindern werden sie auch früh angeboten. Leider. Doch der Hunger scheint damit bekämpft zu werden. Wirklich berauschend jedoch wirkt sie erst, wenn sie gemeinsam mit gelöschtem Kalk konsumiert wird. So macht jeder sein Geschäft.

Das Betelkauen

lorengau kalk

lorengau markt

lorengau mutter dun kind

betel red

Ich habe so viele Betelnüsse, so viel gelöschten Kalk gesehen, rote Spucke auf dem Boden, schwarze Zähne und rotes, wirklich rotes Zahnfleisch an Menschen zwischen 4 – und 104 Jahren. So deutlich die Behörden hier auch warnen: Das Gesundheitsrisiko hält in den Gefilden die Menschen ungefähr so viel ab, wie weltweit Raucher die fiesen Fotos auf den Packungen.

Hungrig…..

rotznase

Nur mal so zwischendurch….  Lorengau, PNG

„Proud to be a Rebel“ – „Mother Miller“

Mitunter glaube ich, ich trüge einen Magneten für Rebellinen mit mir herum.

In Brisbane, eine geschichtsträchtigen Hafenstadt an der Ostküste des kleinen Kontinents Australien, ereilte mich mal wieder ein solches Gefühl. Eher fühlte ich mich angezogen, mitgezogen.  Nach einem heftigen Platzregen wanderte ich über den Vorplatz  des Brisbainer Rathauses. Ausruhen wollte ich für einen Moment. Der Regen hatte die Luft gereinigt. Die graue Wolkendecke war aufgelöst. Die Sonne strahlte wieder auf die nassen Steine. Ich ließ mich an einem öffentlichen Kunstwerk nieder.

"I am only beginning to live" Emma Miller
„I am only beginning to live“ Emma Miller

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Wer Emma MIller ist, habe ich erst heraus gefunden, als ich wieder zu erschwinglichen Preisen das Internet nutzen konnte.

Wikipedia lässt grüßen. 🙂

„Emma Miller“

Emma Miller

Emma Miller (* 26. Juni 1839 in Chesterfield, Derbyshire, Großbritannien; † 22. Januar 1917 in Toowoomba, Queensland, Australien) war eine Suffragette, Pazifistin, Gewerkschafterin und Gründungsmitglied der Australian Labor Party. ….

Emma Miller war von 1894 bis 1905 Präsidentin der Woman’s Equal Franchise Association (WEFA), die sich für die Gleichberechtigung der Frauen mit dem Slogan „one woman, one vote“ (deutsch: „eine Frau, eine Stimme“) einsetzte.[4 …

Im September 1890 gründete Emma Miller die erste Gewerkschaft für Frauen[3] in Brisbane, …

Berühmt wurde sie im Verlauf des Generalstreiks in Brisbane 1912, bei dem es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen von Demonstranten mit der Polizei kam. Als Emma Miller in einer Demonstration am 2. Februar 1912 von 15.000 Menschen[7] eine Gruppe von 600 Frauen anführte und durch berittene Polizei attackiert wurde, welche die Demonstration zerstreuen sollten, schlugen die Frauen mit ihren Schirmen auf die Pferde ein. Miller, damals 73 Jahre alt, stach mit ihrer Hutnadel auf ein Pferd ein, das daraufhin den Einsatzleiter William Geoffrey Cahill abwarf, den ranghöchsten Polizeioffizier von Queensland,[8] der infolge erlittener Sturzverletzungen später nachhaltig hinkte.[5] Selbst als ihr Sohn sie zurückhalten wollte, wich sie nicht zurück.[2]

1908 war sie eine von zwei Frauen, die als Delegierte an einer Nationalkonferenz der Australian Labor Party 1908 teilnahmen, dies war das zweite Mal überhaupt, dass Frauen dorthin delegiert wurden.[3]

In Australien wurde sie auch „Mother Miller“ und „the grand old labor woman of Queensland“ (deutsch: „die große alte Dame der Arbeiterbewegung von Queensland“) genannt.[3][9]  „

mehr dazu bei: wikipedia

Pam Young: Proud to be a rebel: the life and times of Emma Miller. Universität of Queensland 1992. ISBN 0-7022-2374-3

Kein Wunder, dass es mich dahin gezogen hat. 🙂

Bald ist Frauentag! Lasst ihn uns gebührend feiern!

Sydney Opera House – Hier lernt sogar die Sonne etwas über sich

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First Impressions

„The sun did not know how beautiful its light was, until it was reflected off this building.“

Louis Kahn, Architekt

 

 

SOH
Weltkulturerbe UNESCO
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Louis Kahn , Architekt

 

Frau Holle schüttelt Moskau weiß!

Frau Holle putzt gerade ihr Schlafzimmer für das Wochenende und schüttelt die Decken und Kissen auf.

Firmen, die der Wettervorhersage trauen, schließen  für heute gegen 15:30 ihren Laden. Kluge Entscheidung. So kommen deren Angestellte sicher nach Hause.

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Wochenendputz in Moskau

 

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Frisch übergepudert – alles wieder sauber

Ein Spaziergang ist jetzt noch fällig – noch einmal richtig einpacken! Für Minus 3 Grad und Schnee!

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch…

Off for Sydney!!!  .-)

Schmuddel ist die Steigerung von Grau

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Donnerstag: Morgens halb neun in Moskau

Um 8:30 Uhr war noch nicht abzusehen, WIE das Grau des Tages sein könnte.

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Moskau – Donnerstag um 10 Uhr

„Hast Du das Sch…wetter mitgebracht?“ fragt mich heute um 10:00 Uhr die inzwischen einzige deutsche Frau, die ich in Moskau zum Kaffee treffe – wenn ich hier bin. Immerhin war es schon hell.

Und unangenehm ist es, das Grau, das feuchte. Da hat sie recht. Es kriecht so in die Klamotten. Vergleichsweise warm: Minus 3 Grad Celsius. Was im Wetterbericht als „leichter Schneefall “ beschrieben wird, fühlt sich an wie Regen. Fies. Die Straßen sind freigetaut, die Bürgersteige – zumindest hier in der Gegend – belaufbar ohne tückische Eisflächen.

Ganz an mir vorbei gefroren, gerutscht, geschlindert war der City- Weltcup im Parallel-Slalom hier in Moskau – am letzten Dienstag gewann hier Frau Dürr.

Der Kollege hat für das ZDF wortreich beschrieben, wie es sich anfühlt, in dem Sammelsuriumfachgeschäft des „einst prunkvollen Moskauer Messezentrums WWZ“ zu wandeln. 🙂

Ein Bild der schicken Konstruktion für die Rennstrecke mitten in Moskau, findet ihr hier…

Weltcup in Stalins Garten Eden

von Tino Künzel, Moskau

Illusion ist das Stichwort. Eine Illusion von Gebirge in einer Illusion vom kommunistischen Himmelreich auf Erden. Das einst so prunkvollen Moskauer Messezentrum WWZ ist Schauplatz des zweiten Parallelslaloms der laufenden Saison im alpinen Ski-Weltcup.  Zdfsport.de …

Ein bisschen geärgert habe ich mich – aber   wirklich nur ganz kurz  🙂

Wohin damit?

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Mittwochmorgens in Moskau

Seit ich in Moskau angkommen bin, frage ich mich: Wie kann Schnee so exakt verteilt sein? Und das bei der Menge, die hier vom Himmel fällt?

Die Antwort höre ich morgens früh vor dem Aufstehen und sehe sie abends vor dem Schlafen gehen – beim letzten Spaziergang um den Block. LKW von Baggern mit Schnee beladen, an jeder Straßenecke warm eingepackte Männer mit orangenen Westen und Schneeschaufeln in der Hand.

Bagger schaufeln  Schnee von Gehwegen und den Straßen – akkurat entlang der Straßenränder.  Ebenso ein – bis eineinhalb Meter auf dem Gehweg.

Wo sie die Ladungen wieder „löschen“, weiß ich nicht. Es soll Schmelzstellen geben. Anfang Dezember  haben sie 400 tausend Kubikmeter des weißen Wunders abtransportiert. Ich kippte sie in den Fluss, wenn der nicht zugefroren wäre. Oder in die Parks – als Berg für die Rodelbegeisterten. Vielleicht finde ich es in dieser Woche noch heraus.  Heute vernahm ich, dass schon vor zehn Jahren in den Parks Moskaus Elche gesichtet wurden, dass von der russischen Fauna fast alles auch in den Wäldern Moskaus (außerhalb des Zoos) lebt. In der Moskwa fand man exotische Fische, überall da, wo aus Kraftwerken, Fernheizungsanlagen oder Mülldeponien warmes Wasser in den Fluss läuft. Drei verschiedene Sorten Guppies z.B. Komische Vorstellung- kenne ich sie doch nur aus dem Aquarium, das wir als Kinder wöchentlich sauber zu halten hatten. Biber, nach dem Krieg vm Aussterben bedroht, sind wohl asugerechnet in die besten Wohngegenden zurück gekehrt. Viele halten Biber für Schädlinge, da sie „an keinem gesunden Baum vorbeitrotten können, ohne ihn anzunagen und zu fällen!“  Andere halten Biber nur für schädlich, wenn sie „Justin“ mit Vornamen heißen. 🙂

Wo immer sie ihren Schnee auch hinkippen mögen- die Arbeit geht ihnen hier so schnell nicht aus.

Auf weitere Wintermeldungen!

Moskau Grau in Grau

Wieder ein Tag, der zwischen Morgendämmerung und Abenddämmerung mit Schnee von oben winterlich vor sich hin graut.

A friend wrote: Typical Russian Winter!

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Dienstags in Moskau – Es schneit bei – 12°C

Die Menschen schützen sich vor der Kälte durch viel Fell – auf dem Kopf, als Jacke, als Hosen und als Mantel. Noch bin ich auf der Jagd nach einem Bild von einer Dame, die Dank ihres Pelzmantels aussieht wie eine „Wanderglocke“. Die gibt es hier – zuhauf.  Ich erinnerte mich an die Handwärmer, die wir in den 70ern vor dem Bauch hängen hatten und bei Bedarf unsere Hände hineinstecken konnten.  Was damals noch „Puff“ genannt wurde, wird heute wohl  in Kinderbüchern  politisch korrigiert  „????“ heißen.

Ich bin gespannt. 🙂

Django in Moskau

Django traf (m) ich in Moskau. Jamie Fox sprach sogar Englisch.  Wenn mir auch sein Slang zu schaffen machte.  Christoph Waltz hingegen artikulierte sein Englisch verständlich – für jeden Deutschen, der akzentfreies Amerikanisch liebt. Ich habe Glück – oder sollte ich sagen, ich bin genau zur rechten Zeit hier in Moskau eingetrudelt?  Genau in dieser Woche läuft hier das Music- Filmfestival VOL 1 . Der als Kino genutzte Saal ist riesig, erinnert mich an eine Konzertlocation, Theaterbühne, etc. Gut für die Leute, die hier „Metropolitan Opera Live in HD“ sehen. Und wir mitten drin.

Nach über einer Stunde Anreise mit Bus, Metro und zu Fuß nur 10 Minuten Vorspann – und schon fuhr Christoph Waltz als ..naja, sagen wir mal… Zahnarzt… vor, um Django („The D is solid“) zu ergaunern – und als Kopfgeldjäger gemeinsam mit ihm in das Abenteuer zu starten.

Dieser Film..!!! Ich konnte zwei Tage gar nichts dazu sagen. Ich bin begeistert, angetan, amüsiert. Als ich das Kino verließ, zischte ich so vor mich hin: Das waren die kurzweiligsten, intelligentesten, amüsantesten drei Stunden Kino am Stück, ever seen.

Da Filmemacher es gerade modern finden, dreistündige Filme in die Kinos zu bringen, war ich erst mal skeptisch. Cloudatlas war mir zwei Stunden zu lang ( m.E. hätten die ersten zwei Stunden ohne Weiteres in 10 Minuten erzählt werden), Hobbit war ebenso gestreckt –  zugunsten der Kinobetreiber und deren Umsatz an Getränken und Popkorn.

In dem Film „Django Unchained“  hatte ich nicht einmal das Bedürfnis, irgendetwas zu essen oder zu trinken. Sachliche Lobhudeleien und Kritiken gibt`s reichlich im Netz. Ich wollte nur mal kundtun, dass mir Christoph Waltz in den letzten Szenen gefehlt und der Begriff „Blutbad“ eine völlig andere Bedeutung bekommen hat.   🙂 Ich muss heute noch schmunzeln, wenn ich an den wippenden Zahn auf  dem Kutschwagen denke.

Wer ihn noch nicht gesehen hat: Unbedingt!

„You had my curiosity. Now you have my attention!“

Die Metropole kann auch anders

Montag Morgen in Moskau

montagmorgeninmoskauklein

Unfallfrei über Glatteis

Sonn(en)tags in Moskau:

park sonntag klein
Moscow Minus 15°C Januar 2013

 

Unrerwartetes in Moskau

Guten Morgen!

She came back  🙂

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Sun unexpected!

Nice companion of Väterchen Frost!

Minus 18 Grad!

Schichtwechsel in Moskau

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guten abend liebe sonne, hab dich lang vermisst

 

schichtdienst mond
Hey Mond, auch schon da?

Abendgrüße schickt euch von der ersten Etappe

Ulla

Aufwindige Angelegenheiten

ulla beim groundhandling 2001
Almunecar 2001 Ulla beim Groundhandling

Ich suchte ein paar Tage lang nach meinem Ipod – vergeblich, wie sich herausstellte.

Gefunden habe ich aber andere Relikte – aus „alten“ Zeiten. Die unnützen habe ich entsorgt,  mit den anderen betrieb ich ein wenig Vergangenheitsbewältigung. Ich fand eine CD mit pixeligen Fotos aus dem Jahre 2001 – den Zeiten, in denen ich noch per Gleitschirm abzuheben versuchte und heile zu landen. Ein letztes Foto gemeinsam mit meinem Fluglehrer Davor, der sich kurz darauf ins Koma flog. Erschütternde Erinnerungen. Und auch gute. Immerhin habe ich die Sonderpilotenlizenz „gemacht“. Ich habe Gegenden Afrikas von oben gesehen, habe Casteluccio, Almunecar und Norma erkundet, Ramsau, Planai, Dachstein und Bregenz. Das Flugbuch besitze ich  noch.  An meinem Geburtstag 2005 genoss ich in vollen Zügen den schönsten Flug meines Lebens- in Iten, Kenia an der Abbruchkante des Rift Valley. Fluglehrer Elmar nahm mich, auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin, via Funkverbindung „an die Hand“. Mein Spitzname: „Sprich mit mir!“ Warum?  Mein 13. Flug während der Ausbildung war ein Disaster. Endete auf dem Dach des Rechtsanwalts von Schladming. Ich heile – aber schwer geschockt – war „Opfer“ eines ungenau eingstellten Funkgerätes, das den Kontakt (nur) auf den Abstand von 50 m (fünfzig) zwischen den Funkgeräten gewährleistete. Bis wir das herausgefunden hatten, gab es eine Menge Streit. Als Kindergartenkind in Sachen Freiflug nicht optimal – um es mal nett zu sagen.  Ich bin trotzdem wieder gestartet –  habe aber nie die Leichtigkeit zurück bekommen, mit  der ich angefangen hatte.

Es erfüllte mich schon mit Stolz, den vielen Leinen Frau geworden zu sein. Nach dem ersten Abheben am Übungshang der Flugschule Ramsau  glaubte ich zu wissen, wie Sucht entsteht. Unvergesslich: die unendlichen Stunden, in denen ich mich mit Wetterkunde, Geräte – und Flugtechnik befasste, die Prüfungen. Dank an Anna, Franz, Karen, Erwin, Peter, den fliegenden Pizzabäcker, Josie, und vielen Anderen der Flugschule Aufwind.  Auch an Ralf, der wirkte, als habe man ihn schon mit dem Gleitschirm  gewickelt und der heute eine eigene Fluschule betreibt:(Airstetik). Auch an all die Menschen, mit denen ich zusammen lernte, übte, fluchte, nach Wind suchte oder vor zu viel desselben flüchtete. Geduld und Demut lernte ich in der Zeit noch ausführlicher, als ich es je gewollt hätte. Und meine Schweinehunde haben seither Namen. 🙂  Während der ersten Woche – wir schleppten die Schirme und Gurtzeug zu Fuß den Berg hoch – trug ich gern das T- Shirt mit der Aufschrift: „What am I doing here?“  Das Ziel: der erste Freiflug. Den musste ich mir, wie alle anderen, hart erschleppen.

Einer meiner Lieblingssongs aus der Zeit 😉

Mit diesem ersten Freiflug wusste ich, was mich dort in der Luft erwartet, unter dem Schirm, in meinem Gurtzeug. Eine neue Stille, begleitet von Geräuschen des Windes, der durch die Leinen pfiff, ab und zu eine Anweisung durch den Kopfhörer, das Piepen des Höhenmessers, der sicht – und hörbar auf dem Knie befestigt war. Ansonsten war ich mit mir allein, wach, aufmerksam, neugierig. Nicht nur einmal habe ich in die Innenpolster meines Helms geweint wegen des überwältigenden Gefühls, das mich ereilte: tief gerührt und stolz. Wie eine Belohnung für all die Anstrengungen zuvor. Die Anspannung stieg mit der Vorbereitung auf die Landung.Oder wenn der Wind dich nicht einfach so hinabließ. Fühlen konnte ich auch die Bedeutung des Wortes Aufwind: Ansporn, Aufschwung, Ermutigung, Mut, Schwung, Antrieb, Auftrieb – alles Begriffe, die als Synonyme für „Aufwind“ genutzt werden.

Die Entscheidung, nach dem schönsten Flug meines Lebens wieder zu starten, nahm mir meine Gesundheit ab. Ich hänge doch mehr an meinem Leben als am Schirm. Fast vier Jahre hat der nova- x- act auf meinem Dachhboden gelegen, und immer wieder kam die Frage auf: Vielleicht doch noch mal…? NEIN. Stand dann 2009 fest. Prompt erinnerte ich mich daran, dass Greenpeace den gebrauchen könnte. Es dauerte nicht lange, bis einer vor der Tür stand und die Spende hoch erfreut entgegen zu nehmen. Der Abschied tat weh, war es ja nicht nur der Schirm sondern ging einher mit der Einsicht, dass ich für dieses Unterfangen nicht (mehr) geschaffen bin. Was einst als wirklich heilend begonnen hatte (ich hatte mit dem ersten Mitflug eine posttraumatische Schlaflosigkeit nach meinem Autounfall überwunden), entpuppte sich am Ende als zu wenig für mich einschätzbaren (wenn auch mitunter positiver) Stress. Mein Körper bescherte mir als Reaktion auf solchen 2005 auch Fluguntauglichkeit. Tja… Auf meinem Lebensabschnittsgefährt Volvo klebt noch immer das Reklameschild für die Flugschule Aufwind, kaum mehr sichtbar für andere – aber für mich immer noch eine Erinnerung an die Zeit, in der ich gefühlt über mich hinausgewachsen bin.

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Ulla – Waiting for the Wind , Casteluccio 2003

Gleitschirmfliegen ist toll – und ich kann es jedem raten, der seine Grenzen mal anders austesten will oder eine ausgiebige Nachhilfestunden in Sachen Demut und Geduld braucht. 🙂 Mir half es auch, den Begriff „Freiheit“ für mich neu zu definieren. 🙂

Heute morgen habe ich mir noch mal einen Filme und Fotos von den Paraglidingreisen angesehen. Ich bin ordentlich herum gekommen, habe unfassbar beeindruckende Natur erlebt und gesehen. Im Leben wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dort jemals hinzukommen. Geschweige denn, dass ich von ihnen gewusst hätte.

Die Neugier auf die Ferne ist geblieben. Inzwischen folge ich ihr per Schiff und Flugzeug, per Metro oder Auto, per Trolley – oder Überlandbus, Bahn oder zu Fuß. Und ich habe so immer mindestens eine Hand frei – für meine Kamera.

Tourdaten A-ROSA – A-ROSA Silva – 2013

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22.8. – 1.9.2013

Passau – Wien, Budapest, Mohacs, Belgrad, Bukarest, Izmail, Vilkovov, Galati, Oltenita

1.9. – 12.9.2013

Bukarest , Izmail, Vilkovo, Galati, Rousse, Belgrad, Mohacs, Budapest, Wien, Wachau, Passau

Fotokurse

 

Die sinnlicheren Fotos kommen, wenn ich selbst da war!  .-)  Freue mich schon auf diese für mich neue „Ecke“ der Welt.

Forget it and play!

Forget it!
Forget it!

 

„To SEE is to forget the name of what we are looking at.“  Paul Valery

 

Living in a Playful Collage: Hanoch Piven at TEDxJerusalem

Darauf könnte ich verzichten. Für immer.

Einfach klicken:       Darauf könnte ich verzichten. Für immer..

Was bleibt? Was geht?

neujahrsgruß 2013

Die Blume der Frauen

La Flor de las Mujeres (Die Blume der Frauen).  Floralis Genérica

Die Blume der Frauen
Die Blume der Frauen

Buenos Aires, November 2012. Diese monumentale Blume richtet(e) sich automatisch nach dem Sonnenlicht. Sie öffnet(e) sich am Morgen und schloss sich am Abend mit der untergehenden Sonne. Aus der Mitte strahlte nachts ein rotes Licht. Ebenso schloss sie sich, wenn der Wind zu stark wehte. In vier speziellen Nächten ließen sie die „La Flor de las Mujeres“ geöffnet. Am 25.Mai, 21. Sptember, 24. und 31. Dezember.

Anfangs hat es viel Krach um die „Blume der Frauen“ gegeben. Viele protestierten gegen dieses Kunstwerk-  erschien es doch irrsinnig, so viel Geld für eine Skulptur auszugeben, wenn so viele Menschen in Buenos Aires Hunger und Not leiden. Trotzdem ließ ein privater Investor sie von Lockheed Martin Aircraft Argentina aufstellen. Die Firma hatte 2002 Garantie für 25 Jahre gegeben- auf die Elektronik und die Funktion des Öffnens und Schließens.

Dem Architekten Eduardo Catalano nach bedeutet „Floralis “ „zur Flora gehörig speziell zu den Blumen“, und Genérica  bedeutet für ihn, „…dass sie alle Blumen der Welt repräsentiert.“

2010 wurde es dann „stillgelegt“, um die Blume vor Schaden zu schützen. Sie steht seither zu jeder Tageszeit offen. Die Gefahr geht von einem der Blütenblätter aus, das schon zu Beginn nicht korrekt installiert wurde. Catalano selbst hat das früh vermerkt.  Und dass die Garantiereparatur nicht mehr sicher ist, ist der Tatsache geschuldet, dass Lockheed Martin Aircraft Argentina 2009 verstaatlicht wurde. Na denn Prost!