Brandwunden

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„Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen.“

Der Spiegel und der Balken

Die Geschichte hatte ich schon ganz vergessen.

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Neulich fragte mich ein Volunteer vor der St. Patricks Church in NYC, ob es etwas gäbe, dass ich mir wünschte und was er in sein Gebet einschließen könne. Ich antwortete: „Ich wünschte, dass jeder den Mut hätte, in den Spiegel schauen und die Kraft, auszuhalten, was er dort entdecke.“ Erschrocken schaute er mich an: „Meinst du das mit… dem Balken?“

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Weather Report – Ausgerechnet Alaska (7) – Endlich Licht

20171006_234231-01.jpegTatsächlich ausgeschlafen. Kaffee war schon gekocht, Frühstück schon bereitet und die Pläne für den Tag von den Freunden gemacht. Da wir erst gegen Mitternacht Anchorage wieder gen Osten verlassen sollten, hatten wir noch einen ganzen Tag vor uns. Es ging noch mal gen Norden – eine andere Richtung als am Tag zuvor. Auf dem Weg zum Hatcher Pass mal wieder die Wolkendecke durchbrechen, und endlich auf die ersehnte Erleuchtung treffen. Die Sonne. Blauer Himmel über Tundra und der Blick auf die Bergspitzen. Termination Dust nennen es sie Alaskaner. Das eindeutige Zeichen für das Ende des Sommers. In diesem Jahr sehnlichst erwartet. Der Sommer war wohl nass und kalt.  Wenn der „Termination Dust“, dieser leichte Schnee, auf den Bergspitzen liegen blieb,  rüsteten sich die Goldgräber für den Winter.

 

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Der Straße zum Hatcher Pass war schon gesperrt. September bis April ist da Ruhezeit. Auch der Weg zum Ort „Independence“ – einst Goldgräberstadt – war für Autos verboten. Doch Fußgänger  sind immer willkommen. Ganz schön dünn war die Luft – aber die Sonne wärmte beim Aufstieg – durch den Schnee.

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Auf dem Weg zurück zum Auto rief uns eine Familie zu: „Hey guys, we think we shared the trip on the train yesterday!“ Großes Gelächter. Woran sie uns nur erkannt haben? 🙂 Sie waren so vermummt, dass ich sie nicht erkannt hätte – wäre da nicht der Zwerg gewesen, der bei unserer Nachbarin ( einer des Trios, die die Bucketliste ihrer Mutter abarbeiteten) im Zug einen Apfelsaft abgestaubt hatte.  🙂

 

Independence – Gold Mining für Anfänger und Fortgeschrittene. Einen ausgiebigen Spaziergang bei Sonnenlicht war es wert. Nach der Woche Wolken ein Genuss. Am Horizont aber türmten sich schon wieder Wolken zwischen den Bergen auf. Es war klar. Wir werden wieder durch diese müssen, um nach Anchorage zurück zu kommen. Während einer kurzen Pause am Straßenrand

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beobachteten wir einen Läufer, der sich auf sein Training vorbereitete. Hier rennt keiner im Wald, ohne eine Waffe bei sich zu tragen. Läufer sind nicht so laut wie Züge.

Und Bären sind nun mal gefährlich. Vor allem, wenn sie Hunger haben. Erst am Morgen war die Nachricht verbreitet worden, dass eine Hauptstraße gesperrt worden ist, damit ein Bär ungestört seinen eigens erlegten Elch verspeisen kann. Schließlich steht der Winterschlaf vor der Tür.  – Andere Staaten andere Sitten.

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Auf dem Weg zum Anchorage Museum fuhr Kim uns noch an DEN Aussichtspunkt für Sonnenuntergänge. Die Wolken hatten sich verzogen. Vor uns lag nicht nur der gold glühende Horizont sondern auch die angestrahlte Seite des – ja genau- des Denali. Zumindest seine Spitze. Der Berg, den laut Statistiken nur 30% der Touristen zu sehen bekommen. Wir gehören nun zu diesen. Was für ein Abschluss!!! Vor uns dann NUR noch der Weg zurück. An die Bagelfront an der EastCoast. 🙂

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Thanx to our dear friends in Anchorage for guiding us through Alaska Central South East. For having us as guests, for being perfect and heartful and supporting companions. We`ll be back. 🙂

 

 

Weather Report – Ausgerechnet Alaska (6) – Hurricane Turn Train

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Morgens um sechs Uhr ging der Wecker schon wieder. Wir hatten uns versprochen, erst nach dem Weckruf zu entscheiden, ob wir wirklich diese Reise mit dem Zug gen Norden machen wollen. Den Denali wollten wir sehen. Zehn Minuten später waren wir auf den Beinen, in der Küche wurde schon Kaffee gebrüht und Brote geschmiert. Ab Oktober gilt nämlich der Winterfahrplan – und der Hurricane Turn Train fährt nur am ersten Donnerstag des Monats einmal bis zur Hurricane Bridge und zurück nach Anchorage.  Wir fragten am Abend zuvor die Locals, ob man auf dem Weg zum Bahnhof noch Bages erstehen könne. Es wurde nämlich dringend angeraten, sich etwas mitzunehmen. Die Gastronomie in diesem Winterzug war außer Betrieb. Die mussten richtig überlegen. „Bagels are sooooo EastCoast!“ Ein Satz, der mir heute noch ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Wir sind also gut gerüstet zum Bahnhof: Mit Bloody Mary im Gepäck, Besteck und Broten, Bagles, Obst und Kameras, Wasser und Pfefferminz. Jetzt mussten wir nur noch Tickets bekommen. Die Dame am Schalter erfreute sich an der Chance, mal wieder Deutsch zu sprechen und buchte uns auch nach einem Pläuschchen zwei Sitze mit genügend Beinfreiheit. Als kultig wurde uns die Fahrt angekündigt, als schräg. Und als voll.  🙂

Bis Wasilla war es noch relativ ruhig. Bis auf eine Frauentrio – Mutter mit zwei Töchtern, die Mutters Bucket List abarbeiteten – und das auch alle im Abteil wissen ließen.

Als wir in Wasilla einen ganze Schulklasse ähnlich aussehender Teenies im Zug aufnahmen, meldeten sich ehemaliger Bewohner dieser Stadt zu Wort. Hielten einen Vortrag über die verpassten  Arzttermine, wenn man das Pech hatte, vor der Schranke warten zu müssen, wenn der Zug so lange steht. Auf dem Weg nach Talkeetna war dann reges Gerenne der Jugendlichen Richtung Panoramawagen. Dort hatte der Schaffner sich einen Nebenerwerb orgnaisiert und verkaufte Wasser und Snacks für je einen Dollar. Wir gönnten uns derweil mal einen „Tomatensaft“. 🙂

Gary, der Schaffner, hatte zwei Fenster offen stehen lassen – damit die Fotoverrrückten ihre Bilder schießen können. Es gab so manche – und in dem Verbindungsstück zwischen den beiden Waggons kamen sie sich dann näher. Wenn Köpfe und Kameras aus dem Bummelzug ragten, um den grauen, heulenden Himmel und die triefend nasse Herbstlandschaft zu knipsen. Man, war das dunkel, nass und kontrastfrei. Furchtbar. Und wieder kein Elch. Gary erklärte, dass die Tiere alle Angst vor dem Zug hätten – und kaum, dass sie ihn hörten,  ergriffen sie die Flucht.

Auf dieser Strecke hätten wir das erste Mal den Denali sehen können sollen. Wäre da nicht die geschlossene Wolkendecke gewesen. Noch aber hatte wir die Rückfahrt vor uns. Die Hoffnung….   etc.

In Talkeetna spuckte der Zug die Jugendlichen aus – für ein paar Stunden. Und dann änderte er seine Funktion. Von Talkeetna aus verläuft die Bahnlinie entlang der Serpentinen des Susitna Flusses. An klaren Tagen bieten sich hier Blicke über den Fluss und viele Möglichkeiten für Fotos. Wie schon gesagt: an KLAREN Tagen. Von Talkeetna bis Hurricane betreibt die Alaska Railroad einen der letzten Flaggenzüge Amerikas. In dieser Gegend gibt es einige abgelegene Cabins und alte Gehöfte, die nur mit der Alaska Railroad erreichbar sind, zu denen man viele Kilometer weit wandern oder in den Wintermonaten mit dem Motorschlitten fahren muss. Auf der 55 Meilen langen „Haltestelle“ zwischen Talkeetna und Hurricane können Outdoor-Abenteurer überall aussteigen und den Zug anhalten, indem sie mit einer Fahne (Handtuch, Hemd etc.) in der Nähe der Strecke stehen. 20171005_155422-2.jpeg

An dem Tag hielt der Zug acht Mal an. Beim ersten Mal stieg eine Familie zu. Im Nachbarwaggon sammelten sich Menschen, tranken gemeinsam, aßen Kuchen und Sandwiches, Salate, hatten Spaß, kannten sich offensichtlich. Und hatten sich zu einem Treffen der besonderen Art versammelt.  Diese Menschen verließen tatsächlich auf dem Rückweg wieder an der selben Stelle  den Zug, um gestärkt und bespaßt wieder in ihre Domizile zu verschwinden. Bei Temperaturen um die fünf Grad Celsius – eine Entscheidung.

IMG-20171005-WA0009.jpgDiese Zugfahrt scheint aber für viele einfach etwas Besonderes zu sein. Als wir die Hurricane Gulch Bridge erreichten, öffnete der Schaffner für die ganz Mutigen im noch letzten für die Rückfahrt ersten Waggon die Türen nach rechts und links. Das war der Point of Return. Auf dieser Brücke wechselte der Lokführer zur zweiten Zugmaschine, der er bislang hinter sich hergezogen hatte.

Der Weg gen Süden war somit wieder frei. Ein paar sehr persönliche Geschichten wurden noch zum Besten gegeben, einige dabei beobachtet, wie sie Hab und Gut in die Wälder schaffen. Eine Dame wanderte mit einer riesigen Dose selbst gebackener Kekse durch den Zug und bot sie allen Fahrgästen zum Verzehr an. Die nächste häkelte Handschuhe. Die ersten machten schon ein Nickerchen. In Talkeetna strömten die Jugendlichen wieder in den Zug.  Heller wurde es auch nicht mehr. Und zwölf Stunden nach Abfahrt landeten wir tatsächlich wieder in Anchorage gelandet. Ohne Denali gesehen zu haben, aber zwei Elche auf der Flucht vor dem Zug wurden noch gesichtet.

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Am Abend gab es von den Gastgebern selbstgefangenen und selbst gegrillten Lachs. Mmmmmmhhhhh. Und dann eine Nacht mit Ausschlafen am Ende. Auch wenn es der Abreisetag sein sollte – so war es noch nicht das Ende der Abenteuer. Da ging uns nämlich endlich (ein) Licht auf. 🙂

Weather Report – Ausgerechnet Alaska (5) – Way back North

Der Morgen begann mit befremdlicher Aussicht. Unserer Ansicht nach sollten wir so schnell wie möglich gen Norden abreisen.

Natürlich nicht ohne ein Frühstück bei den Two Sisters inhaliert zu haben. 🙂

Und den örtlichen „Homer Bookstore“ mussten wir noch entern.

Dort gab es ein ganzes Regal voller Bücher, die als „banned“ gelten. Neben Harry Potter hat es da auch die Bibel erwischt. 🙂

Die zweite Kurve und der erste Blick auf den Cook Inlet nach Verlassen der Stadt ließen uns gleich wieder in die Eisen steigen. Die Kameras zücken und zur Abwechslung mal wieder ein Lichtspiel festhalten. Da ahnten wir noch nicht, was uns der Rückweg zu  bieten hat.

Wir hatten die Augen auf für Bären und Elche. Sahen aber mehr kleine, wundersame Vögel. Und natürlich Warnschilder. „Be aware of the Bear“ „Ducks Xing“ „Moose Crash Zone“

Für Marketinggags hielten wir das. Genau einen Elch in freier Wildbahn haben wir gesichtet, und das auf einer Nebenstraße und auch nur noch halb. Er war zu schnell weg, als dass ich noch hätte ein Foto machen können.

Dann folgten Seen – fünf, sechs, sieben – ich weiß nicht mehr. Einer schöner als der andere. Da inzwischen der Himmel auch blau und von weißen Wolken und Sonne geschmückt, der Wind still war und die Wasser glatt, sah es aus, als könnte man auf Wolken laufen. Wie in einem Spiegel doppelten sich das Gelb der herbstlich gefärbten Birken, die Muster am Himmel, das Sonnenlicht  – auch mal Regen, der als weiße Wand den Horizont zierte. Und diese Stille!!!! Diese unfassbare Stille. Einem Raben, der diese krächzend „störte“, hätte ich fast ein „SHUT UP“ verpasst. 🙂P1030466

Am Abend beim Elchhackbraten wurden wir dann von Residents aufgeklärt – über Waffengebrauch, Überraschungsbesuche von Elchen in den Gärten von Anchorages Privathäusern, über den Norden, seine Aussichten auf den höchsten Berg Nordamerikas, über Nordlichter, über Bären, Karibus und Weißkopfadler. Am Kühlschrank prangte ein Foto des letzten Elches, der das Privatgrundstück unserer Freunde beehrt hatte.

Es war kein Platz mehr für neue Eindrücke oder Infos. Schlafen. Nur noch schlafen wollte ich.

Denn……..  früh raus mussten wir wieder. 🙂 Weiter gen Norden.

 

Weather Report – Ausgerechnet Alaska (4) – Homer – Zum in die Luft gehen

Homer, einst gegründet, weil Unterbringungen gebraucht wurden für die Arbeiter zum Kohleabbau. Das hatte sich zwar schnell erledigt, aber dieser Standort ist so wunderbar, dass Einheimische sagen: Fahr nicht an einem klaren, schönen Tag dort hin, sonst endet das noch am selben Tag beim Makler.

Bei uns war die Wind – und Wolkenlage sehr durchwachsen. Aber nicht aussichtslos. 😉

SmokeyBayAir hat uns in die Luft gebracht. Wider Erwarten gab es Löcher am Himmel und zwischen den Wolkendecken lagen sie zum Anblick frei: die sieben Gletscher. Ich musste erstmal weinen, weil ich mal wieder nicht wusste, wohin mit meinen Emotionen. Wo diese alle so her kommen, interessiert mich allerdings auch. 😉 Wer weiß schon, was ich in meinen letzten Leben so war oder getan habe.;-)

 

 

 

 

Awesome. Outstanding. Fast eine Stunde Herzklopfen. Danach musste ich erst mal pausieren. Mit Blick auf die „High Tide“  – vom Bett aus in unserem Domizil „Homer Inn & Spa“.

Nach dem grandiosen Abendessen gab es dann noch einen „Duckfart“ in der „Salty Dawg Bar“ im Leuchtturm auf dem Homer Spit. 🙂

Weather Report – Ausgerechnet Alaska (3) – Seward heading Homer

In Alaska gibt es keine Berge. Beschloss ich an dem Morgen. Die hätten wir wohl entdeckt. 🙂 Die Hand vor Augen konnten wir nicht sehen. Ob wir nun eine Gletscher Cruise machen oder nicht – das war mit den Aussichten entschieden. Schnell die Sachen gepackt, ein Hotel für Homer gebucht und versucht, dem Nebel und dem Regen zu entkommen. Schon nach der dritten Kurve blinkte die Sonne durch ein Wolkenloch am Himmel – und produzierte glatt einen Regenbogen.

Ein Mauswiesel war neugierig auf uns geworden. Checkte, ob wir einem Kaninchen ähnlich sein und damit als Opfer gelten könnten.

Entlang des Kenai River führte uns der Weg zum Cook Inlet, dem Fjord, der aus dem Golf von Alaska gespeist wird. Zu Sommerzeiten tummmeln sich entlang des Flussufers Angler, Kajakfaherer, Kanuten und diverse Outdoorfreaks. Jetzt bedanken sich fast alle Geschäfte bereits für eine gute Saison. See you again in May! Schreiben sie an ihre Türen.

Geöffnet war der Giftshop in Ninilchik, DEM russischen Dorf an der Strecke. 🙂 Unser Freund Bob meinte zu den Gräbern auf dem Friedof neben der russisch orthodoxen Kirche: „They need a little gardening!“ 😉

Ob der Zustand dem momentanen Priesterwechsel zuzurechnen ist, blieb ungeklärt.

Der Ort ansonsten wäre einer Location für einen Tarkowski Film durchaus würdig.

Noch hielt sich die Wolkendecke. Noch regnete es immer mal wieder. Kenai, Soldotna, Happy Valley und Ninilchik hinter uns gelassen riss der Himmel auf. Ein geschlossener Rastplatz musste herhalten. Noch nie habe er zwei Menschen so aufgeregt Bilder machen sehen, lachte sich Bob über uns kaputt.

Der Tankstellenbesitzer erlaubte uns den Zutritt, nicht ohne uns vor der gefährlichen Klippe zu warnen.  🙂

Nicht mehr weit bis Homer ist es, wussten wir:

Platt wie Briefmarken haben wir noch in unser Hotel eingecheckt, nach einem Restaurant gefragt, sehr gut gegessen und dann den wohlverdienten Schlaf gesucht. Ich war so voller Eindrücke….  ich bin alle Stunde aufgewacht.

Weather Report – Ausgerechnet Alaska (2) – Girdwood heading Seward

Der Tag nach dem Oktoberfest begann mit einem Bergaufstieg. 🙂 Belohnt wurde der mit grandioser Aussicht und anschließendem Frühstück in klassischer amerikanischer Manier. Omelette, Kartoffeln und unbegrenzt schlechter Kaffee. Aber an einem legendären Ort. 😉

Next Stop: Wildlife Center. Die Bilder sind in meiner großen Kamera.

 Stellvertretend für Elch, Elks, Fuchs, Bisons, Eulen, einflügeligen Adler, Luxe, Schwarzbär und ein Stachelschwein dieser Grizzly:

Ein elektrischer Zaun trennte uns 🙂 Besser ist das! Ich habe dort für ein Jahr die Wölfin Dashka adoptiert. Danach war mir einfach. 

Es folgte ein Trip durch das Tal der Gletscher – Portage Valley. 

Wir haben noch Lachse sterben sehen und den Rest des Weges bis nach Seward noch Erstaunliches am Wegesrand entdeckt. Am Abend gab es dann noch einen Otter, der im Hafenbecken von Seward chillte. Und äußerst leckeres Essen. Und dann ein gemütliches Bett für ausgesprochen beeindruckte Menschen. Bis dahin war es noch trocken. 🙂 

Weather Report – Ausgerechnet Alaska (1) – Anchorage heading Girdwood


Guten Morgen aus Girdwood. Ehrlich gesagt: Ich weiß nicht,wo ich anfangen soll. Beste Aussichten ab dem Moment, als wir von Albany aus die Wolkendecke durchdrungen hatten. Das beste Wetter, um Chicago , Denver und dann die RockyMountains zu überqueren, um im Anflug auf Anchorage Gletscher, Eisberge, die zwei größten Vulkane zu sehen, den höchsten Berg Amerikas, den Peak des alaskanischen, zweiwöchigen Herbstes zu erahnen. Der Scenic Drive gen Girdwood wartete auf mit Arctic Swans, Bergschafen, blauem Himmel, Weißkopfadlern, Elstern, Chance auf Belugas, und am Ende- ein Scherz unserer Freunde: sie haben die Drohung wahrgemacht und ein Komplettpaket Oktoberfest arrangiert. Funny Karneval in Alaska South Central. Gleich geht es auf den Berg.;-) In Alaska zu wohnen, sagt Kim, entbindet einen fast vom Reisen. Alle kommen hier her.:-) Sooooo interesting!!!! Have a good one.




Starkes Stück !

Immer wieder gut, immer wieder wahr.

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für alexandra

 

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Herbsttag – immer wieder

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Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke, 21.9.1902, Paris

Ausweg

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„Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.“
William Faulkner

Das Kontrastprogramm

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Als Reset: Das Kontrastprogramm zum Schiff konnte besser nicht sein. Gemeinsam hatten die Tage das Sonnenlicht und die Temperaturen. Der feste Boden unter den Füßen schwankte und war bedeckt mit bunten Blättern, der Ausblick auf eine Kirche , die zu  einem Computercentrum umgewidmet wurde, und eine Bibliothek, in der meine ganze Leidenschaft für das geschriebene und gedruckte Wort wieder genährt wurde.

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Am nächsten Tag gab es den „hike“ durch  den bunten Wald bei 30°C – Rehe, Wasservögel, Frösche, Fische, ein Krebs, Wasserfälle, Chipmonks, Enten – ganz wichtig!!! – Gänse, Reiher und auf dem Rückweg ein Burger aus Sweetpotatoe/falafel. Delicious. Everthing was delicious. My hurting feet remember me 🙂

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„Man kann nicht die ganze Welt auf einem Foto erklären. Fotografie gibt vor. Man kann alles vor der Kamera sehen, aber da ist immer etwas daneben.“ Thomas Ruff

Und ich ergänze: Immer JEMAND dahinter.

froschgleich an die wand geknallt
„You cannot explain the whole world in one photograph. Photography pretends. You can see everything tha`s in front of the camera,but there`s always something beside it.“ Thomas Ruff

Und ich ergänze: SOMEBODY behind it.   🙂

Hot September in Upstate

29 Grad Celsius….  muss ich dazu was sagen? 🙂

Weather Report 2017- Cruise News – Along the East Coast with Jose (11)  – Heile in NYC

Einen Tag früher als geplant, nächtlich durch die Ausläufer von Jose geschaukelt, hat uns NYC mit Sonnenaufgang und fast wolkenlosem Himmel empfangen. Das Thema Kreuzfahrt hat für dieses Jahr ein Ende. Ich danke für Eure Begleitung durch alle Wetter und Wogen, Stimmungen und Eindrücke. Tja, das war sie jetzt, meine letzte Reise als Edutainer und Vorleserin für AIDA. Genau zehn Jahre waren das.

Neue Türen sind aufgegangen. Lasst Euch überraschen. Es war nicht die letzte Kreuzfahrt. 😉

Have a good one 😉

Weather Report 2017 – Cruise News – Along the East Coast …. (10) – Heading NYC

Breakfast- Time. Heute noch mal arbeiten – und dann freue ich mich auf das Einlaufen morgen früh in NYC. 

Weather Report 2017 – Cruise News – Along the East Coast without Irma and with Jose again (9) – Dann eben gar kein Hamilton


Da haben wir wohl den guten Jose falsch eingeschätzt. Er wollte sich uns auf dem Weg von Hamilton nach NYC in den Weg stellen, uns den Weg nach Hamilton mit Windstärken bis zu fünfzig Knoten und sehr unruhiger See verleiden. Ohne Verspätungen und vielen Seekranken wäre es nicht geglückt, via des geplanten Seeweges pünktlich in der Metropole anzulegen. So haben sie entschieden, die Uhren wieder umzustellen und New York direkt anzusteuern. Drei Seetage am Stück und einen Tag mehr in der Stadt, die angeblich nicht schläft. 😉 Hat doch auch was. Hätte zwar gern mal das Bermudadreieck entmystifiziert…. aber….. was nicht ist…. etc. Eine sichere Zeit wünsche ich von noch ruhiger See 😉

Weather Report (2017) – Cruise News – Along the East Coast with(out) Irma and Jose (8) – Bahamian Rhapsody

Das geht vielleicht auch ohne Worte, oder? 

Weather Report 2017 – Cruise News – Along the East Coast with Irma and Jose (7) – Manche mögens heiß

In Port Canaveral hatte ich schon gedacht, es sei heiß gewesen. Sehr heiß. Der Tag hatte mir ordentlich zugesetzt. Vorübergehend war meine Tasche verschwunden und ein Schlag gegen den Kopf hat mir ordentlich Schmerzen für zwei Tage und Nächte beschert. 

Miami hat dann temperaturtechnisch noch einen drauf gelegt. Ich habe mich für Schlaf und Schatten auf dem Schiff entschieden. Für meinen erschütterten Kopf sicherlich das Beste. Und mir am Abend erzählen und zeigen lassen, wie es ausgesehen hat. Es war wohl weniger verwüstet als befürchtet. Gottseidank. Gerade laufen wir in Nassau ein. Unüberhörbar! Verschlafen lässt es sich nicht in einer Kabine direkt am Seitenruder. Dröhnende Grüße aus der Karibik. Und einen feinen Tag ! 😍👍⛵🌊

Weather Report 2017 – Cruise News – Along the East Coast with Irma and Jose (6) – Die Kunst und das Militär


Norfolk. Morgens habe ich auf einem Ausflug die Ausführungen von Navyliebhabern übersetzt. Der Besuch der größten Militärbasis Amerikas hat seltsame Erinnerungen geweckt. Und ich persönlich war froh, als es vorbei war. Auch wenn der Offizier ein heiterer war. Schiffe gab es gerade nicht so viele – sie sind fast alle in der Karibik, Houston und Florida unterwegs – um Irmaopfern zu helfen. Norfolk macht viele Menschen stolz. Es gab eine Familie namens Mac Arthur, deren Sohn sollte unbedingt dort geboren sein. In dessen Geburtsurkunde steht: Er wurde in Norfolk geboren, als seine Eltern auf Dienstreise waren. Und Familie Chrysler hat ihr Hab und Gut der Stadt vermacht – das Museum hat mich äußerst versöhnlich gestimmt. 🙂 Jetzt gibt es eine Giraffe mehr in meiner Sammlung. Contemporary Art aus dem Chrysler Museum Gift Shop. 🙂 

Weather Report 2017 – Cruise News – Along the East Coast with Irma and Jose (5) – Regierungssitz


Washington: Die Wolken hingen bis auf den Boden. Erst. Rutschiger Boden an den blanken Böden der Kriegsdenkmäler, Enten auf dem Spiegelpool zwischen Lincoln und Washington Memorial, Kaffee im Museum der Indianer und dann endlich freie Sicht auf das Capitol. Freiheit halt. 😉 Das Weiße Haus: Momentan beeindruckend und unheimlich zugleich. Das war beim letzten Mal anders. 🙂 😏

Weather Report 2017 – Cruise News – Along the East Coast with Irma and Jose (4) – Heading Baltimore


So was siehst auch nur Du! sagte heute eine Frau zu mir, die dieses neue Bild aus NYC von mir sah. Tja, das kann schon sein. 🙂 Sie wird dafür Dinge sehen, die ich gar nicht entdecken kann. Ein umtriebiger Tag geht zu Ende. Zu den Klängen der Solisten dieses Schiffes. Das Herz erwärmt, der Kopf gereinigt, der Magen gefüllt, der erste Workshop schon vorbei…. müde bin ich und jetzt in Baltimore. Noch. Morgen geht es nach Washington. Dann wieder mehr. 🙂 Have a good one!

Weather Report 2017 – Cruise News – Along the East Coast with Irma and Jose (3) – Running out of NYC


Nun ist es raus. Irma ist durch, und nun rüstet Jose auf. Tückisch sei er, sagt der Kapitän. Deshalb fahren sie nach reiflicher Überlegung der Experten die Tour anders herum. Erst Baltimore und Norfolk. Dann wissen sie mehr. Am Mittag hieß es: Running out of New York City. Windstill, warm und gut versorgt zwischen Himmel und Wasser Richtung Atlantik. Rührt mich – gebe ich zu. Sogar sehr. Grüße von der Jose – Ausweichroute. 

Weather Report 2017 – Cruise News – Along the East Coast with Irma and Jose (2) – Warriors Time


Blauer Himmel, sanfte Brise am Hafen. Am Time Square wollte ich ein Ticket für Hello Dolly erstehen. Als ich endlich an der Reihe war, rief sie den Preis auf. Und erklärte dann auch direkt, dafür sei aber Bete Midler NICHT dabei. Ich hab ihr einen schönen Tag gewünscht. Bin in die Q gestiegen und kurzerhand auf direktem Wege nach Coney Island gefahren. Warriors Time, Wonder Wheel, Pommes am Strand, Karibische Klänge überall. Heute haben sie sich gefeiert – mit einem Festival im Prospect Park. Ich war gefühlt die einzige, die nicht mindestens karibische Vorfahren hatte. Jetzt habe ich Füße für Schuhe, die mindestens zwei Nummern größer sind als die vorhandenen. NYC ist wirklich ein Überraschungsei. Ich liebe es, meiner Nase nach zu gehen und in dieser Stadt zu stöbern. Ich hatte keine Lust zu fotografieren. Aber der eine oder andere Smartphone Schnappschuss ist schon dabei. Bin wirklich gespannt auf die nächsten Wochen. Vor allem bzgl. der Route. Einen energiereichen Start in die Woche wünsche ich. 🌙👓

Weather Report 2017 – Cruise News – Along the East Coast with Irma and Jose (1) – Hudson Valley


Hallo aus dem Hudson Valley. Auf dem Weg zum Schiff, um mich ein letztes Mal als Workshopleiterin für Fotografie zu verdingen. Entlang der Ostküste soll es gehen. Ob Irma und Jose das zulassen, werde ich merken. Im Moment steht der Zug – noch lang sind wir nicht am Ziel. Worauf er wartet? Ich weiß es nicht. Ich genieße einfach mal dieses aufregende Indian Summer Spätnachmittagslicht. Bin mal gespannt, wie lang heute Fahrt von Albany nach NYC gewesen sein wird, wenn wir in die Baustelle Penn Station einfahren. Einen wunderschönen Resttag oder schon Sonntag wünsche ich.

Tourdaten AIDA – 2017

The one and only for this year with AIDA

 

diving into nyc

 

AIDA luna

9. – 23.9.2017

NYC – Bermudas –

East Coast -NYC

Workshops & Lesungen

 

 

 

 

 

How to see things

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How to see things

Heute so, morgen so…..
Heute hier, morgen dort…

Wieder ist ein Ozean überquert, wieder ein Schritt geschafft – auch wenn noch der eine oder andere Hurricane erwartet wird. Das Bild passt gerade wunderbar.

Ich danke ihm sehr, meinem Sohn.

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Change of view

 

Es sind strenge Gezeiten – immer wieder. Aber wir nähern uns einem Ergebnis.

Danke an alle, die uns da immer wieder hindurch helfen. Bezahlt, freiwillig, aus Freundschaft, Liebe oder Mitgefühl: Ohne Euch ginge das alles nicht.

 

Schmunzeln über Schwermut Forrest

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„Wenn die Wellen über mir zusammenschlagen, tauche ich tiefer, um nach Perlen zu suchen.“ Mascha Kaleko

Jaja, das mit dem Ältersein ist so eine Sache. Etwas gelasssener zu werden, hat man mir versprochen, sei ein Effekt.  Na dann…..  Ach ja, und geduldiger. Aber darauf werde ich wohl geduldig warten müssen.   🙂

Ansnsten: Es lebe der Vorteil des Unabwendbaren. 🙂

In the Wild

 

Es war wunderbar. Für mich ein bisschen anstrengend.  Aber dieser außergewöhnliche Duft!  Es roch nach den Bergen, den Adirondacks. Nach einem Regentag zuvor, der das Wasser für so manch eingesackten Schuh im Matsch geliefert hatte, schien gestern die Sonne. Wunderbar. Durch die vielen Bäume, Sträucher und all das Gestrüpp. Die wilden Tiere beschränkten sich auf Mosquitos, kleine Frösche und Kröten. Das Gefahrenpotenzial hielt sich also in Grenzen. 🙂

Als ich auf dem Rückweg das Schild „Watch out for bears“ sah, wurde mir im Nachhinein schon ein bisschen mulmig. Nicht nötig. Ich weiß.   🙂

So werde ich weiter auch diese kleinen Reisen unternehmen. Die sind einfach gut für mich. 🙂 Der Glückskeks bestätigt(e) diese Erfahrungen. 🙂

 

Mauser

Es scheint ein Dauerzustand zu sein…… das mit der Veränderung!

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Zeit für Veränderungen. Bin gespannt, wie die neuen Gefieder aussehen werden.   🙂

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Als Mauser (von lateinischmutare „ändern“, „tauschen“) bezeichnet man das regelmäßige Abwerfen und Neuwachstum der Vogelfeder.



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