

Abendgrüße schickt euch von der ersten Etappe
Ulla

Welcome to my Reality!

Der Pilot nannte es Inversionswetterlage.
Für mich war es vorwiegend eine traumhafte Sicht, die sich mir nach dem Auftauchen aus Moskaus Wolken bis zum Eintauchen in das Wolkenmeer über Hamburg bot.

Gilt das auch heute, 2012, noch? Das auf die Schnelle entziffern zu können, hat mich stutzig gemacht,
Ist damit meine Identität gefährdet? 🙂
Ich verbuche es zunächst mal als Erfolg in Sachen „Kyrillisch enziffern können“. 🙂
Unter blauem Himmel nutzt der Gärtner de Goethe Instituts noch mal die Gelegenheit , den Rasen zu mähen.
Am kommenden Wochenende richtet das Goethe Institut ein Rap Festival im Gorki Park aus. Das Deutsch- Russische Jahr ist wohl Grund genug, um Jan Delay einzuladen. Es soll regnen, sagt die Wettervorhersage. Aber zuhause besuchte ich auch keines seiner Konzerte.
Einladender finde ich eher: „Josef Beuys:Aufruf zur Alternative: “
Die Ausstellung Aufruf zur Alternative mit Werken von Joseph Beuys (1921-1986)
zählt zu den zentralen Ereignissen des Deutschlandjahres in Russland 2012/2013.
Es ist die erste Werkschau in Russland, die das Schaffen dieses bedeutenden deutschen
Künstlers des 20. Jahrhunderts so umfassend präsentiert. mehr dazu
Ich bin gespannt…
einmalige Momente an einem kühlen Spätsommertag in Moskau.


Ob im Riesenrad oder in der Metro, im Bus oder zu Fuß, sitzend oder laufend, Eis essend oder Kaffee trinkend, auf dem Souverniermarkt oder der Dauerkirmes im Norden der Stadt, ob bei Regen oder Sonne, im Supermarkt oder unter freiem Himmel…… Heute hat Moskau (mal wieder) Spaß gemacht. 🙂
Jetzt drücke ich mal Vitali Klitschko die Daumen 🙂
Fortsetzung folgt…
Jedes Jahr am ersten September-Wochenende feiert die Hauptstadt von Russland ihren Geburtstag. Die Feierlichkeiten beginnen schon einige Tage vorher bzw. dauern länger als nur ein Wochenende. Vor allem aber am Samstag und Sonntag finden in Moskau und Umgebung zahlreiche Events statt: Konzerte, Festivals, Sport-, Kultur- und Konditor-Wettbewerbe, Straßenfeste, Ausstellungen, etc. Das Zentrum von Moskau wird fast komplett für den Verkehr gesperrt. Sogar das gute Wetter ist garantiert, denn die Wolken werden von einem speziellen Dienst vertrieben.
Im Jahr 2012 lautet das Motto der Feierlichkeiten „Die Beste Stadt der Erde“ (russisch: „Лучший город Земли“). Dies ist ein Zitat aus dem Lied des bekannten sowjetischen Sängers Muslim Magomajew.
Die offizielle Eröffnung der Moskauer Geburtstagsparty findet am 1. September um 12 Uhr Moskauer Zeit auf dem…mehr darüber
Ein paar viele Stunden später:
Wir haben es versucht. Wirklich. Wir waren zwar gewarnt, aber wir haben dem Fest oder besser der Feststimmung eine Chance eingeräumt. Die Stadt schien nicht für den Verkehr sondern für die Menschen gesperrt. Wo immer wir in der Stadt hinwollten: Wir wurden gecheckt. Wie am Flughafen. Man habe Angst vor Trerroristen, sagte man mir. Aha.
Von den Wettkämpfen um den Sieg der schnellsten Kellner oder der schnellsten Milizen, von Folklore und Malern – davon habe ich heute wenig gesehen und gehört.

Eine Frau, mit viel zu hohen Hacken bewaffnet und einem Lippenstift, der zum Mikrofon passend gewählt und aufgetragen war,

schrebbelte auf der Gitarre wie ich nach den ersten drei Gitarrenstunden – und als sie die Stimme noch anhob – musste ich flüchten. Auf den Boulevard der Künste: Dort gab es ein paar Flachbildschirme, einen Reklamestand für Deutschlandreisen, ein paar Essstände und viele Luftballons. Die beste Stadt der Welt… ich sage mal „die am besten gesichertste Stadt der Welt heute.“ Nicht einmal den üblichen Tand zu viel zu hohen Preisen gab es rund um den Roten Platz. Den zu betreten war nur mit einem bereits im Voraus erstandenem Ticket für umgerechnet 75 Euro möglich. Militärparade. Aha.
Die Metro war auch nur über Umwege erreichbar. Immer links gehen, bitte. Das wurde durch den Gebrauch von Megaphonen einmal die Minute klar gestellt. Irgendwann kamen wir hin.

Die Schachmeisterschaften haben mir gut gefallen. Zielgruppe 5 – 100. Das scheint ungefährlich zu sein – so wie all das Selbstgenähte und Gebastelte, was sich dann noch entlang der Parkwege anpreisen ließ.
Diesen Tag werde ich wohl nicht so schnell vergessen. Weiß allerdings noch nicht, was mich am meisten beeindruckt hat.
Vielleicht , dass Käthe Lachmanns Buch in einem Moskauer Buchladen zu finden ist.

Dass es mobile Klos mit Russendesign gibt:

Oder dass die Verpackung des dazu gehörigen Schmirgelpapiers mit Giraffen geschmückt ist. 🙂

Meine ersten sechs Wochen Moskau neigen sich rasend dem Ende. Eine Menge Eindrücke, verdauliche und unverdauliche – inspirierende und erschütternde, amüsante und beeindruckende – zu viele, um sie alle hier zu dokumentieren.

Am Sonntag geht es wieder Richtung Westen – Hamburg. Mein Kopf und mein Herz voll! In meinen Sachen hängen noch Reste des Pappelflaums, der Moskau im beginnenden Sommer „quält“.
Meine Notizbücher gefüllt mit Zetteln, anhand derer meine Liebe zur russischen Sprache weiter wachsen soll. Die Koffer sind leerer als zuvor. Kaufen werde ich hier wohl nie was. Alles ist teuer- viel teurer als in Deutschland, Faktor 1.5.
Den Geschmack der Borscht noch Munde. Das dunkle Bier im Кафе-клуб „Фронт“ ist auch nicht übel. Danach schläft es sich auf jeden Fall gut. 
Dachte ich anfangs noch, die sechs Wochen seien eine nicht enden wollende Zeit, bin ich heute wehmütig. Habe ich doch gerade erst richtig Anlauf genommen. 🙂 Die Pflicht für Highheels scheint auch vorüber; die Moskaviterin steigt gerade um oder ab auf Ballerinas. Meine Metrokarte hat noch genau so viele Fahrten, wie ich benötige, um zum Flughafen zu kommen. 🙂

Das Ministerium für Reiseangelegenheiten of Germanys Next – auch genannt `Urlaubsministerium` – werde ich in den nächsten Monaten mit Bildern und Berichten aus (dem Norden) Skandinaviens „füttern“, vielleicht auch mal mit Gemengelageberichten aus deutschen Landen.
Aber da ich ja sicher weiß, dass es in Moskau Enten gibt, werde ich da wieder hin reisen, dort wieder sein. 🙂 Ganz bestimmt. 🙂 Ganz bald!
Danke für die Zeit hier an… wer auch immer sich angesprochen fühlt. 🙂
Als ich heute Morgen aufwachte, konnte ich mich nicht mehr an den Namen des beeindruckenden Klosters – der Lawra – erinnern, die wir gestern beehrt hatten. Zweieinhalb Stunden hin – zweieinhalb Stunden zurück – mit Bus und Elektrobahn, Metro und per Pedes. Und ich hatte so viel im Kopf, dass mir der werte Name entfallen war – der dieses Klosters aus der Serie „Goldener Ring“.
Wikipedia sei Dank… Ich fand anhand der Stichworte:
„russisch orthodox, priesterseminar, sechs kirchen, glockenturm, nördlich moskau“ tatsächlich, was ich suchte.
Das Kloster der Dreifaltigkeit und des Heiligen Sergius (russisch Свято-Троицкая Сергиева Лавра oder Троице-Сергиева Лавра) ist ein russisch-orthodoxes Männerkloster in der rund 70 km nordöstlich von Moskau gelegenen Stadt Sergijew Possad (von 1930 bis 1991 Sagorsk). Es wurde um 1340 vom Heiligen Sergius von Radonesch gegründet und gilt seit Jahrhunderten als eines der bedeutendsten religiösen Zentren der russisch-orthodoxen Kirche. Das vom 15. bis 18. Jahrhundert entstandene architektonische Ensemble des Klosters gehört seit 1993 zum UNESCO-Welterbe.
Es lohnt sich wirklich, sich diese Geschichte dieser Glaubensbrüderherberge mal näher anzuschauen. Sogar Lenins Kopf ist auf einer Säule vor den Klostermauern zu finden. Wieso? Antworten auf so vieles finden sich da.
Neben der dramatischen Geschichte dieser Klosteranlage stieß ich natürlich auch auf etwas, das ich meiner selektiven Wahrnehmug zu verdanken habe. 🙂
Enten gibt es halt überall 🙂
http://de.wikipedia.org/wiki/Dreifaltigkeitskloster_von_Sergijew_Possad
Sehr viel mehr traditionell Russisches glaubte ich gestern gesehen zu haben, als mir der Alltag in Moskau es bietet.
Frauen trugen über ihren Hosen Röcke, viele trugen nicht nur in der Kirche Kopftuch. Mitunter erinnerte mich das Design der Frauenkleidung, auch außerhalb de Klosters, an die radikalen christliche Gruppen à la Menoniten oder Amish. Wenn diese auch weitaus uniformierter wirken. Und an vermummte Frauen erinnerte mich das auch. Egal.
Vor dem Eingang standen aufgereiht die Stände mit den Souveniers, an die ich durch meine Reiserei durch die Welt gewöhnt bin. Unsere russischen Stadtführerinnen speisten mit uns die traditionellen Weichbrötchen, gefüllt entweder mit Äpfeln, Ei oder Kartoffeln. Dazu gab es KWAS, einen leckeren (Roggen)-Brottrunk – einem sommerliches Erfrischungsgetränk — nicht ganz alkoholfrei. 🙂
Wenn ich jetzt noch mehr schreibe, liest das eh keiner mehr… 🙂

Die Imperatoren, die Imperatoren. Mitunter habe ich das Gefühl, an welcher Metrohaltestelle ich auch aussteige, es erwartet mich Protziges, Großes, geschmückt mit Gold und Prunk, umgeben von Wiese und Bäumen, Wald, Fluß und Menschen.
Einmal im Kreis gedreht. 360° für Euch!
Kolomenskoje (russisch Коло́менское) ist eine alte Zarenresidenz südöstlich der Moskauer Innenstadt, die in den früheren Jahrhunderten auf dem damals wichtigen Weg nach Kolomna lag. Die malerische Umgebung am Moskwa-Fluss wurde 1960 in das Stadtgebiet aufgenommen. Mehr dazu bei wikipedia
Von fast jeder Stelle konnte ich der Musik lauschen, die von einem Instrument stammten, das ich noch nie zuvor gesehen oder gar gehört hatte.
Mein Sohn sagte wohl: Die haben die Glocken platt gehauen.
Am anderen Ende Parks stießen wir auf einen rekonstruierten Palast, den Katharina ihrerzeit hatte niederreißen lassen, um ihre Entscheidung zu untermauern, in Moskau keinen Wohnsitz haben zu wollen.
Nach dem langen Marsch durch die Apfel- und Obsthaine plagte mich ein wenig der Hunger. An den Souvenierständen gab es etwas, das aussah wie Lebkuchen – gefüllt mir Apfelsirup.
Gesehen, probiert – und anschließend pappsatt 🙂
Sonntagsausflug gelungen!

Auch schön:

Die Behindertenparkplätze befinden sich auch nur spuckweit von Geschäften der Markenhersteller 🙂
Falls gerade mal ein Handtäschchen fällig ist

Noch ist zwar nicht kalt, aber die Pelze haben gerade Besuch ihrer Freundin „SALE“ 🙂

Ich gebe zu, dass Kleid hätte ich mir gern gekauft:

Obwohl die schon meterweise High Heels einkalkulieren…
Nebenan fand ich dann die richtige Beschreibung an der Hauswand für das Normmaß…

Die Krönung, während gestern Abend die meisten Menschen die Russenomas am Bildschirm begleiteten, wagte sich eine junge Band mit rhytmischen Klängen auf die Bühne „Your chance“. Die drei Mädels begleitet von Männern an Akkordeon, Klarinette, Schlagzeug hätten sicherlich knapp hinter den Omas gelegen. Immerhin sind wir ein Weile stehen geblieben. Das hatte was.

Und zu guter Letzt fiel uns noch auf:
Nicht nur Audi sondern auch VW macht jetzt auf Behindertenfahrzeuge:


Die Kältewelle, die 2006 über Russland hinwegzog und Temperaturen von bis zu 33 Grad Celsius unter Null mit sich brachte, stellte nicht nur Menschen vor ein großes Problem. Neben den zahlreichen Obdachlosen hatten auch die Tiere des Moskauer Zoos ihre liebe Mühe mit der Kälte. Die Elefanten bekamen verdünnten Wodka, damit ihnen warm wird.
Im April 2011 verschenkt der Moskauer Zoo die zwei Elefantendamen endgültig an den Zoo in Valencia. Grund der Übergabe: Es fehlte das Geld, um die Elefanten in Moskau artgerecht halten zu können. Faktisch aber änderte sich am Status der beiden Elefanten nichts, denn sie waren schon die letzten fünf Jahre vor der offiziellen Uebergabe im spanischen Zoo zu bewundern.
Es gibt noch ein paar Tiere, von denen ich nicht weiß, wie sie entweder die eisige Kälte und oder die enorme Hitze überleben.

Um sich die Geschichte des Zarizyno Parks und des darin befindlichen Schlosses auf der Zunge zergehen zu lassen, habe ich für Germanys next Kabinettsküche neues Geschirr mitgebracht. Just aus dem Museum dieses Schlosses.
Den Kaffee dazu müsst Ihr bitte rösten/mahlen/ kochen.
Wir treffen uns am Kaffeetisch – vielleicht sogar im Küchengarten?
Ich fand sie im 2007 restaurierten Schloss im Zarizyno-Park.

Der Zarizyno-Schlosspark (russisch Цари́цыно) befindet sich im gleichnamigen Stadtteil im Südlichen Verwaltungsbezirk der russischen Hauptstadt Moskau, etwa 18 km vom Stadtzentrum entfernt.
Das Gelände wurde 1712 noch unter seinem ursprünglichen Namen „Tschornaja Grjas“ (Schwarzer Schlamm) von Peter I. dem Großen dem moldauischen Prinzen D. K. Kantemir geschenkt, dessen Sohn A. D. Kantemir, verkaufte das Landgut 1775 an Katharina die Große, die das Gebiet in Zarizyno („Ort der Zarin“) umbenennen ließ, um dort einen Landsitz vor den Toren Moskaus zu errichten. was dann geschah: …weiterlesen
Auf einen ausgiebigen Plausch am Kaffeetisch….

Als wir vor ca. zwei Jahren in den USA zu einer Flasche Jägermeister diese grandiosen Schnapstrinkgefäße als Werbegeschenk erhielten, dachten wir tatsächlich, das sei was Neues. Wir waren jedoch einfach nicht gut genug informiert. 🙂
Gestern, als wir nach der Ausstellung „Mode hinter dem Eisernen Vorhang“ weiter durch die Dokumentation des Lebensstils der Sovietbürger schlenderten, musste ich schon grinsen!

Na dann: Prost! 🙂
Ob das wohl patentiert war oder ist? .-)
Mich die Wetter der letzten Tage einfach nicht so erheitert wie die Funde an denselben. 🙂
Da ich mir nicht erklären konnte, warum in der einen Straße die Bordsteinkanten grün- gelb – in dem anderen schwarz -weiß gestrichen sind, wieso das eine Haus pinkfarbene Fensterrahmen, das nächste baugleiche türkise bekommt, wieso überhaupt solchen Farben an Bau und Landschaft verbrochen – sorry- verwendet werden, habe ich mal ein wenig recherchiert.
Und tatsächlich: Es hat System! In der Fachzeitschrift der Maler und Gipser in der Schweiz „applica 7/2005“ wurde ich fündig! Danke!

Text Verena M. Schindler
Bilder Farbenzentrum Moskau
„Farboperationen im städtischen Gewebe entspringen keineswegs einer spontanen Idee. Der Architekturprofessor Andrei Efimov leistete dafür die Vorarbeit und stellte die farbtheoretischen und praxisorientierten Grundlagen bereit. Er hat nicht nur Bücher über Farbe im Stadtraum geschrieben und internationale Farbkongresse organisiert, sondern auch seit Ende der 1970er-Jahre seine Methode der Farbanwendung in Architektur und Städtebau in Moskau, Jaroslavl, Irkutsk, Surgut, Jalte und anderen Städten praktisch umgesetzt. Unter seiner Leitung sind beispielsweise ganze Strassenzüge von Moskaus Altstadt renoviert worden, so 1978 die berühmte Arbat-Strasse. Um die Farben identifizieren zu können, hat er mit dem Natural Colour System (NCS) gearbeitet.
Obwohl die Architekturprofessorin Tatiana S. Semenova, Direktorin des 2001 gegründeten Farbenzentrums (The City Colour Centre), seine Schülerin in Sachen Farbe war und in seine Fussstapfen trat, hat sich das politische Klima stark geändert. Mit der Einführung des Kapitalismus und der zunehmenden Kommerzialisierung der Lebens- und Bauwelt nach dem Zerfall der Sowjetunion steht Semenova neuen marktwir tschaftlichen Bauentwicklungen gegenüber. Geplante Farbpolitik «Kohärente Planung urbaner Landschaft » ist etwa die Übersetzung eines neuen Paragrafen, der dem Neuen Generalplan 2020 hinzugefügt wurde, just 1997, im Jahr des 850-Jahr-Jubiläums der Stadt Moskau. Neu wurden darin drei Bereiche aufgeführt, die einen bedeutenden Einfluss auf ein harmonisches Stadtbild haben: die Farbigkeit der Architektur, die Beleuchtung und die Landschaftsarchitektur. Damit wird die Farbgestaltung von Architektur nicht dem Zufall überlassen, sondern ist eine reglementierte Komponente der städtebaulichen Konzeption. Die Einführung Russlands Hauptstadt hat ein «Zentrum für die Farbe der Stadt». Im Jahr 2001 von Moskaus Stadtkomitee für Architektur und Städtebau gegründet, stellt das Farbenzentrum den so genannten «Pass» aus, um eine Politik der urbanen Farbigkeit im historischen Zentrum wie auch in den neuen Aussenquartieren durchzusetzen. Ist Moskaus Farbpolitik eine russische Antwort auf die rücksichtslos expandierende neukapitalistische Baupolitik in der postsowjetischen Ära? Die Direktorin Prof. Dr. Tatiana S. Semenova sprach kürzlich in Paris im Rahmen einer Veranstaltung der Farbvereinigung ad chroma über Zielsetzungen und Strategien des Farbenzentrums in Moskau.“ ….weiterlesen
Ob allerdings die Sprayer sich an dieses Farbmandala halten? Ich werde weiterhin die Augen auf halten.

Nun beschäftigt mich schon seit Tagen das braun-gelbe Band – das korrekterweise „braun-orange“ beschrieben wäre.
Braun- Orange in Kombi mit RUS oder GUS: Danach zu suchen hat es gebracht.
Schwarz- Gelb als Ergebnis: Ich zweifelte zunächst mal an meiner Farbwahrnehmung.
Wer sucht schon nach Schwarz- Gelb? 🙂
Das Sankt-Georgs-Band (russisch георгиевская лента, transkribiert georgijewskaja lenta) ist ein bekanntes und weithin respektiertes Symbol militärischer Tapferkeit im neuen Russland. Es wird im weiteren Sinne als Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg gesehen, im engeren Sinne an die Einheiten der Roten Armee, denen kollektiv der Orden der Russischen Garde für den Kampfeinsatz verliehen wurde.
Das Band besteht aus einem Muster von drei schwarzen und zwei orangen Streifen. Es soll Feuer und Schießpulver symbolisieren, weiterhin werden als Bezug die Farben des Wappen Russlands genannt.
Die Geschichte des Sankt-Georgs-Bandes reicht zurück in das bis 1917 bestehende Russische Kaiserreich.
Das Band entstand aus dem Russischen Orden des Heiligen Georg, der 1769 als höchste militärische Auszeichnung des russischen Reiches begründet wurde. Während der Orden nur als Einzelauszeichnung verliehen wurde, wurde das Band teilweise ganzen Regimentern oder Einheiten für besondere Tapferkeit bei Kampfeinsätzen verliehen. Es wurde damit Teil deren militärischer Banner.
Ab 1806 wurden Sankt-Georgs-Bänder als Kampfauszeichnung an verdiente Mitglieder der russischen Garde und der kaiserlichen Leibgarde verliehen. Das Band wurde an einer Pike geführt, deren Spitze von dem Georgskreuz besetzt war. Dies stellte die höchste kollektive Auszeichnung der russischen Streitkräfte bis zur Oktoberrevolution von 1917 dar.
Sankt-Georgs-Orden: Kreuz, Stern und Band
Der Titel der Sowjetischen Garde wurde erstmals am 18. September 1941 eingeführt, anläßlich der Jelnja-Offensive während der Schlacht bei Smolensk. Basis war eine Entscheidung des Oberkommandos der Roten Armee, sowie des Befehls 308 des Rats der Volkskommissare. Die 100., 127., 153. und 161. Schützendivision wurden umbenannt in 1., 2., 3. und 4. Gardedivision. Die für den Titel der sowjetischen Garde nominierten Einheiten erhielten spezielle Gardebanner, gemäß einer Entscheidung des Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR.
Am 21. Mai 1942 führte das Präsidium des Obersten Sowjet den Rang der Garde ein, die Abzeichen der Garde wurden auf der rechten Brustseite getragen. In beiden Fällen wurde das Sankt-Georgs-Band getragen. Im Juni 1943 wurde zudem das Rote Gardebanner für die Landstreitkräfte und im Februar 1944 für die Seestreitkräfte eingeführt. Die Sankt-Georgs-Bänder schmückten die Banner nun genauso wie bereits im 19. Jahrhundert.
Am 8. November 1943 wurde der Ruhmesorden als Auszeichnung der Sowjetunion begründet. Ausgezeichnet wurde damit Offiziere und Mannschaften der Streitkräfte, ebenso wie Unteroffiziere der Luftstreitkräfte, für besondere Tapferkeit gegenüber dem Feind. Als Band des Ordens wurde hier wieder das Muster des Heiligen Georg verwendet.
Mit der Medaille „Für den Sieg über Deutschland“ (russisch За победу над Германией) führt ein weiteres Ehrenabzeichen der Roten Armee das Sankt-Georgs-Band. Es wurde ausgewählten Soldaten und Offizieren verliehen, die direkt an den Kämpfen des Großen Vaterländischen Krieges beteiligt waren. Nach dem Ende des Krieges wurde diese Auszeichnung allen Veteranen des Krieges postum verliehen. Sie wird in den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten bis heute benutzt, um Kriegsveteranen von nicht kämpfenden Teilnehmern des Krieges zu unterscheiden.
Im Jahre 1998 wurde das Band als militärische Auszeichnung in der Russischen Föderation wiedereingeführt.
Beginnend mit dem 60. Jahrestages des Tag des Sieges, am 9. Mai 2005, wird das Sankt-Georgs-Band in Russland als verbreitetes Zeichen des Gedenkens geführt. Seitdem wird es in Moskau und anderen Städten, weiterhin auch in der Ukraine und anderen Ländern, vielfach als Armband oder Wimpel am Auto genutzt, um die Anteilnahme an dem Ereignis des Kriegsendes auszudrücken.
Im Moskaus Frühling haben Anstreicher Hochkunjunktur.
Baumstämme an den Straßen werden bis auf einen Meter Höhe weiß getüncht. Wozu? Das habe ich noch nicht herausgefunden.

Die grüngelben Zäune werden Pinselstrich für Pinselstrich neu lackiert.

Blumenständer werden in Gruppenarbeit neu angemalt, bevor die Blumen hineingesetzt werden können.

Um den 9. Mai sichtbar zu zelebrieren, ist Stadt ist mit gelben, orangen und roten Flaggen geschmückt.
Das braungelbe Band finde ich diese Woche auch bei den Rechnungen im Cafe. 🙂

Die mühselig in Schwarz und Weiß neu gemusterten Bordsteinkanten fallen vergleichsweise nicht auf.

Alles außer Ansichtskarte. 🙂
Der Mai ist voller Feiertage hier in Russland.
Der Rote Platz war zu fotografenschöner Stunde am Nachmittag gesperrt. Wir hätten zu gern gesehen, wie sie den 1.Mai begehen. Zu spät waren wir für die Feierlichkeiten. Aber da haben sie auch nicht stattgefunden. Dort bereiten sie schon den 9.Mai vor.

Gearbeitet wurde überall.

Touristen im Wind

Parademuster

Sensationen

Und noch ein Suchbild: WO ist das aufgenommen? 🙂




Auf der Suche nach einer HDMI Steckverbindung schlenderten wir durch die Ansammlung kleinster Geschäfte, die alle führen, was „man“ so braucht, wenn Stecker umgebaut, Kabel angeschafft, Glühbirnen ersetzt, Tastaturen aufgerüstet, Kochtöpfe erstanden, Kopfhörer als Geräuschminderer für die Metrofahrten angeschafft werden müss(t)en.
Im Lebensmittelsupermarkt schließt der gemeine Käufer seine Tasche am Eingang ein. Sein Geld sollte er bei sich haben .-)

*dazu später mehr
In weiser Voraussicht hatte ich einen Businessflug gebucht. Lufthansa ist nicht die Königsklasse bzgl. des Sitzabstandes in der Economy Class. Da ich diesmal „nur“ mit Meilen bezahlen musste, hielt ich die Investition für gerechtfertigt.
Lufthansa – Das Ende vom Lied: Als die Türen des Fliegers sich schlossen, war klar: Die erste Reihe ist frei! Ich durfte nach vorn umziehen. Glück gehabt. Denn: „Business“ ist bei Lufthansa noch lange keine Garantie für Beinfreiheit!

Russland von oben….

Liebevoll von uns umgetauft in Moskau Domodüsseldorf.:-)
Sie fliegen halt überall hin. Als scheinbar finanzstärkste Touristengruppe werden sie nicht nur von aller Herren Länder Airlines geholt sondern bekommen auch noch an den klassischen Ferienorten in ihrer Sprache die Wege ausgeschildert. Ich war nun geschlagene fünf Wochen an westlichen Küsten Asiens unterwegs plus Oman, Ägypten, Griechenland und Spanien. Überall habe ich sie getroffen: Die Russen fallen genauso auf wie deutsche Touristen – eben auf ihre besondere, teure Weise. Also: Russisch lernen auch schon ägyptische Jugendliche in dem 200 m langen Dorf Safaga. „It`s good for business!“

Aus der flotten Aeorporto Bahn war der Himmel wunderbar zu sehen.

Die meisten Moskaviter waren zum Wochenende wohl in ihre Wochenendhäuser geflohen. Die Stadt gab sich ruhig. Eine Metrofahrt später gelangten wir in das von Wind verwöhntem Viertel, von dem aus ich mich in den nächsten sechs Wochen durch Moskau bewegen werden.

Sie sehen von mir!
What if you lose one on the Red Square in Moskau? .-)
Public Viewing auf dem Roten Platz – UEFA.

André Ballin, Moskau. Seit 70 Jahren lässt er sich geduldig streicheln und über die Nase fahren. Inzwischen ist die Schnauze des Bronzehundes in Moskaus Metrostation „Platz der Revolution“ schon ganz abgerieben und blank.

Was sich alles so lernen lässt in einer Woche Moskau .-) Der eine oder andere Fettnapf ist schon mal gesichtet 🙂
Und ganz sicher werde ich mich morgen noch mal auf mein Gepäck setzen, bevor wir wieder abreisen. .-)

„Kinder sind die Opfer der Laster der Erwachsenen“ Mihail Chemiakin Bildhauer
Die Figuren stehen für Drogensucht und Krieg, Armut und unverantwortliche Wissenschaft, Gier, Diebstahl, Alkoholismus, Prostitution, Ingnoranz und Indifferenz…
Mihail Chemiakin ist ein Künster von Weltruf. http://en.wikipedia.org/wiki/Mihail_Chemiakin
„Ich schuf die Skulpturkomposition „Kinder sind die Opfer der Laster der Erwachsenen“ als ein Symbol und Aufruf zum Kampf, um die heutige und die künftigen Generationen zu retten. Jahrelang wurde behauptet und pathetisch ausgerufen „Kinder sind unsere Zukunft!“ Jedoch braucht man Bände, um alle Verbrechen der heutigen Gesellschaft gegen die Kinder aufzuschreiben. Ich als Künstler rufe Sie nun auf, zurückzuschauen, um den Kummer und die Schrecken zu hören und zu sehen, unter denen unsere Kinder heute leiden. Alle vernünftigen und ehrlichen Menschen müssen nachdenken, ehe es zu spät ist. Seien Sie nicht gleichgültig, Kämpfen Sie und tun Sie Ihr Bestes, um die Zukunft von Russland zu retten.“ 2.September 2001 enthüllt.

Gilt das wirklich nur für Russland?