„Nicht die Sünde wurde geboren, als Eva den Apfel pflückte.
Geboren wurde an diesem Tag vielmehr eine großartige Tugend, Ungehorsam genannt.“
Oriana Fallaci


Welcome to my Reality!
was one of the feedbacks for Mattafix Living Darfur… They are right 🙂
See the nation through the people’s eyes,
See tears that flow like rivers from the skies.
Where it seems there are only borderlines
Where others turn and sigh,
You shall rise
You shall rise
There’s disaster in your past
Boundaries in your path
What do you desire will lift you higher?
You don’t have to be extraordinary, just forgiving.
Those who never heard your cries,
You shall rise
You shall rise
And look toward the skies.
Where others fail, you prevail in time.
You shall rise.
Awu indoda yam
Hayi bayibulele bo
Hayi indoda yam
Hayi ababanda bam
Ukubu izi ingane zabo zodlala zibuzuswa
Ingane ezindane zabo zodlala zibuziswa
You may never know,
If you lay low, lay low
You may never know,
If you lay low, lay low
You may never know,
If you lay low, lay low
You may never know,
If you lay low, lay low
You shall rise
You shall rise
You shall rise
Sooner or later we must try
Living
Ingane ezindane zabo zodlala zibuziswa
You may never know,
If you lay low, lay low
You may never know,
If you lay low, lay low
You may never know,
If you lay low, lay low
You may never know,
If you lay low, lay low
See the nation through the people’s eyes,
See tears that flow like rivers from the skies.
Where it seems there are only borderlines
Where others turn and sigh,
You shall rise
You shall rise
You shall rise
You shall rise
You may never know,
If you lay low, lay low
You may never know,
If you lay low, lay low
You may never know,
If you lay low, lay low
You may never know,
If you lay low, lay low
Sooner or later we must try
Living
Danke an Magistrix
Mit herzlichem Dank an die „Sonntagsleserin“, die nach ausgiebiger Recherche, zumindest mir, eine Liste neugierstiftender Bücher und Blogs in den Sonntagmorgen „geseufzt“ hat. Danke für die Begeisterung. 🙂
… zur Rettung der Welt

Nicht neu! Aber dank des Netzes noch verfügbar!
Mit diebischer Freude habe ich es gelesen – und empfehle es gern zur Anwendung weiter!
Was sie sofort tun können: Zehn Empfehlungen
Ein Doppelklick genügt. Ansonsten: Gebrauchsanweisung unnötig! 🙂
Und wann verlasst Ihr die Vorstellung?
Mit den Worten der überaus von mir geschätzten Mascha Kaléko wünsche ich Euch:
Sozusagen grundlos vergnügt
Ich freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen
Und dass es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
Dass Amseln flöten und dass Immen brummen.
Dass rote Luftballons ins Blaue steigen.
Dass Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen.
Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht
Und dass die Sonne täglich neu aufgeht.
Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,
Gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,
Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.
Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!
Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.
Ich freue mich vor allem, dass ich bin.
In mir ist alles aufgeräumt und heiter;
Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.
An solchen Tagen erklettert man die Leiter,
Die von der Erde in den Himmel führt.
Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,
– Weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben.
Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne
Und an das Wunder nie gewöhne.
Dass alles so erstaunlich bleibt, und neu!
Ich freu mich, dass ich … Dass ich mich freu.
Mascha Kaléko
Hamburg Hafencity
Mit dem Gedanken: „Endstation Universität“ kamen mir während des Spektakels schon lustige Gedanken!
Wenn das die Vorbereitung auf das Berufsleben sein soll….. 🙂
Also verließ ich die Station wirklich neugierig auf die Aussichten!
Ich nahm erstmal die bequeme „Leiter“ nach oben.


Dann links über das Wasser geschaut entdeckte ich:

Geradeaus weiter gelaufen und jäh gestoppt:

Erlaubt durch den Zaun geschaut war auch schon die nächste Gefahr geortet:

Dann suchte ich mir mal einen anderen Weg:

Am Ende des Tunnels dann die Rettung:

Ich glaube, ich möchte heute kein Student im Erststudium mehr sein!
Und ich bin mir sicher: Es gibt mehr Fässer ohne Boden in Hamburg als die Elbphilharmonie!
Beim Spaziergang erzählte eine Freundin folgendes Ereignis (mit der Ansage: Ulla, das ist wieder ein Geschichte für Dich!)
Eine ihr bekannte Zweijährige sei – laut Mutter – im Kindergarten einem „Check“ unterzogen worden. Das Ergebnis wurde in folgende Worte gehüllt: „Das wird aber mal Probleme in der Schule geben. Sie kann sich ganz schlecht unter- oder einordnen!“ Die beunruhigte Mutter war entsetzt – zum einen darüber, dass Kinder schon so früh getestet werden – zum Zweiten über die „Prognosen“, die auf der Basis dieser „Ergebnisse“ abgesondert wurden. Und sie befürchtet, diesem System nicht mehr zu entkommen.
Da hat die Freundin recht: DAS ist eine Geschichte für mich. Zum Aufregen, Unverständnis äußern. Mir an den Kopf fassen.
Just gestern hatte ich die Geschichte von Max Frisch aus „Stiller“ wieder herausgesucht. Passt ja – denke ich und lächele.
Du sollst dir kein Bildnis machen
„Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertigwerden; weil wir sie lieben, solang wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie greifen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Möglichen voll, aller Geheimnisse voll, unfassbar ist der Mensch, den man liebt – Nur die Liebe erträgt ihn so. Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie uns kennen ein für allemal, damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei – Es ist ohnehin schon wenig genug.
Unsere Meinung, dass wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedes mal. Aber Ursache und Wirkung liegen vielleicht anders, als wir anzunehmen versucht sind – nicht weil wir das andere kennen, geht unsere Liebe zu Ende, sondern umgekehrt: weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch fertig für uns. Er muss es sein. Wir können nicht mehr! Wir künden ihm die Bereitschaft, auf weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, dass unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei.
„Du bist nicht“, sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte, „wofür ich Dich gehalten habe.“ Und wofür hat man sich denn gehalten?
Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat. weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch fertig für uns. Er muss es sein. Wir können nicht mehr! Wir künden ihm die Bereitschaft, auf weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, dass unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei.
Man hat darauf hingewiesen, das Wunder jeder Prophetie erkläre sich teilweise schon daraus, dass das Künftige, wie es in den Worten eines Propheten erahnt scheint und als Bildnis entworfen wird, am Ende durch eben dieses Bildnis verursacht, vorbereitet, ermöglicht oder mindestens befördert worden ist -Unfug der Kartenleserei.
Urteile über unsere Handschrift. Orakel bei den alten Griechen. Wenn wir es so sehen, entkleiden wir die Prophetie wirklich ihres Wunders? Es bleibt noch immer das Wunder des Wortes, das Geschichte macht: – „Im Anfang war das Wort.“
Kassandra, die Ahnungsvolle, die scheinbar Warnende und nutzlos Warnende, ist sie immer ganz unschuldig an dem Unheil, das sie vorausklagt? Dessen Bildnis sie entwirft. Irgendeine fixe Meinung unsrer Freunde, unsrer Eltern, unsrer Erzieher, auch sie lastet auf manchem wie ein altes Orakel. Ein halbes Leben steht unter der heimlichen Frage: Erfüllt es sich oder erfüllt es sich nicht. Mindestens die Frage ist uns auf die Stirne gebrannt, und man wird ein Orakel nicht los, bis man es zur Erfüllung bringt. Dabei muss es sich durchaus nicht im geraden Sinn erfüllen; auch im Widerspruch zeigt sich der Einfluss, darin, dass man so nicht sein will, wie der andere uns einschätzt. Man wird das Gegenteil, aber man wird es durch den andern.
Eine Lehrerin sagte einmal zu meiner Mutter, niemals in ihrem Leben werde sie stricken lernen. Meine Mutter erzählte uns Ausspruch sehr oft; sie hat ihn nie vergessen, nie verziehen; sie ist eine leidenschaftliche und ungewöhnliche Strickerin geworden, und alle die Strümpfe und Mützen, die Handschuhe, die Pullover, die ich jemals bekommen habe, am Ende verdanke ich sie allein jenem ärgerlichen Orakel! …
In gewissem Grad sind wir wirklich das Wesen, das die andern in uns hineinsehen, Freunde wie Feinde. Und umgekehrt! Auch wir sind die Verfasser der andern; wir sind auf eine heimliche und unentrinnbare Weise verantwortlich für das Gesicht, das sie uns zeigen, verantwortlich nicht für ihre Anlage, aber für die Ausschöpfung dieser Anlage. Wir sind es, die dem Freunde, dessen Erstarrtsein uns bemüht, im Wege stehen, und zwar dadurch, dass unsere Meinung, er sei erstarrt, ein weiteres Glied in jener Kette ist, die ihn fesselt und langsam erwürgt. Wir wünschen ihm, dass er sich wandle, o ja, wir wünschen es ganzen Völkern!
Aber darum sind wir noch lange nicht bereit, unsere Vorstellung von ihnen aufzugeben. Wir selber sind die letzten, die sie verwandeln. Wir halten uns für den Spiegel und ahnen nur selten, wie sehr der andere seinerseits eben der Spiegel unsres erstarrten Menschenbildes ist, unser Erzeugnis, unser Opfer –. (……) (……)
Du sollst dir kein Bildnis machen, heißt es, von Gott. Es dürfte auch in diesem Sinne gelten: Gott als das Lebendige in jedem Menschen, das, was nicht erfassbar ist. Es ist eine Versündigung, die wir, so wie sie an uns begangen wird, fast ohne Unterlass wieder begehen – Ausgenommen wenn wir lieben.“
Max Frisch: Tagebuch 1946-1949 (Suhrkamp Taschenbuch 1148), Frankfurt: Suhrkamp 1985, S. 27-32
Weihnachten 2013:
Pink, pink, pink sind all IHRE Geschenke. Kleine Mädchen von heute ordern: Fahrrad, Puppenhaus und Klamotte in PINK. Ich dachte ernsthaft, ich sei zynisch, als ich fragte, ob es Lego inzwischen auch in Pink gäbe…… das Netz klärte mich auf…… #grausam #emazipatorischeralbtraum
Gender-Ghetto in Pink und Lila
Wo sind die Pippi Langstrumpfs? Die Huckelberry Finns? Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilfe!
Alles rennt, alle hastet – nur die Dunkelheit legt sich in aller Ruhe auf die Welt – und weilt. So lange, bis wir fertig sind. Die Menschen werden gütig… manche… Wir reichten unseren Parkscheibe weiter. Die Dame fühlte sich weihnachtsbeschenkt. Den Wind, den das Wetter spendiert, nutz(t)en am Strand von Pelzerhaken die verrückten Kiter, Möwen, Schwan, Enten, Säger, Reiherente, Blässhühner und Kormorane prügeln sich um Brot, das Menschen aus Plastiktüten fischten und ihnen kredenzten. Es tröpfelt. Der Himmel – grau – kann sich nicht so recht entscheiden, was er uns zum heiligen Abend servieren soll. Wir werden es erleben.
Es ist still – NOCH! 🙂 Der Kamin bullert leise vor sich hin.
Es ist warm.
“Und es lässt sich ganz leicht lieben”.
viaWer will ein billiges Nashorn? / Shel Silverstein. Deutsch von Harry Rowohlt.
2013…… Grundsätzliches kommt immer wieder!
Erich Kästner beschreibt Zeitgenossen des Berlins 1929!
Kaum zu glauben!

Es ist nicht leicht, sie ohne Haß zu schildern,
und ganz unmöglich geht es ohne Hohn.
Sie haben Köpfe wie auf Abziehbildern
und, wo das Herz sein müßte, Telefon.
Sie wissen ganz genau, daß Kreise rund sind
und Invalidenbeine nur aus Holz.
Sie sprechen fließend, und aus diesem Grund sind
sie Tag und Nacht – auch sonntags – auf sich stolz.
In ihren Händen wird aus allem Ware.
In ihrer Seele brennt elektrisch Licht.
Sie messen auch das Unberechnenbare.
Was sich nicht zählen läßt, das gibt es nicht!
Sie haben am Gehirn enorme Schwielen,
fast als benutzten sie es als Gesäß.
Sie werden rot, wenn sie mit Kindern spielen,
die Liebe treiben sie programmgemäß.
Sie singen nie (nicht einmal im August)
ein hübsches Weihnachtslied auf offner Straße.
Sie sind nie froh und haben immer Lust.
Und denken, wenn sie denken, durch die Nase.
Sie loben unermüdlich unsre Zeit,
ganz als erhielten sie von ihr Tantiemen.
Ihr Intellekt liegt meistens doppelt breit.
Sie können sich nur noch zum Scheine schämen.
Sie haben Witz und können ihn nicht halten.
Sie wissen viel, was sie nicht verstehen.
Man muß sie sehen, wenn sie Haare spalten!
Es ist, um an den Wänden hochzugehn.
Man sollte kleine Löcher in sie schießen!
Ihr letzter Schrei wär noch ein dernier cri.
Jedoch, sie haben viel zuviel Komplicen,
als daß sie sich von uns erschießen ließen.
Man trifft sie nie.
Erich Kästner
Erich Kästner. Werke. 6 Bände: Band I: Zeitgenossen, haufenweise. Gedichte.Gestern telefonierte ich mit einer Kollegin die gerade aus Südamerika zurückgekehrt war. Selbst ausgiebige Seekrankheit konnte ihre Begeisterung für die Pinguine nicht schmälern. 🙂
Da musste ich doch mal in meinem Archiv wühlen…..

Ganz leise bin ich noch mal stolz und dankbar für den Tag auf den Falklandinseln 2011. Das war nicht selbstverständlich.
Ich erinnere mich z.B. auch an Leann. Sie fuhr den Geländewagen, der acht Menschen zu den Pinguinen brachte. Da ich auf dem Beifahrersitz saß, nutze ich die Gunst der Stunde, sie ein wenig zu dem Leben auf den Falklands auszufragen. Sie selbst ist als Sozialarbeiterin – und im Nebenjob kutschiert sie Kreuzfahrtgäste zu den Pinguin -Kolonien. Mit wem sie denn so arbeite während ihrer „social work“, fragte ich sie. Mit einem Lachen sagte sie: „Family and Friends.“
Sie gab uns noch Tipps, wo wir die lokal hergestellten Souveniers herbekommen. Den Laden haben wir dann gestürmt 🙂 Die Marmelade, die ich von dort mitgebracht habe, steht noch unangerührt im Schrank. Ob die so lange hält wie meine Erinnerungen? 🙂
Für alle, die momentan den Jahresendblues oder den Jahresenddruck haben: So machen es die Pinguine! 🙂
Der Text hing auf einem weißen Blatt an der Wand, auf die ich immer dann schaute, wenn ich während meiner letzten Festanstellung am Schreibtisch in meinem Büro saß. Da hingen auch noch einige andere Sprüche. Wie dieser haben mir auch die Mut gemacht, mir geholfen durchzuhalten.
Schon erstaunlich mit welch kleinen „Erinnerern“ das Leben leichter wird. 🙂
Wenn es so lange am Tage dunkel ist, dann helfen Bilder mit Licht und erleuchtenden Gedanken , geduldiger zu sein, bis es wieder hell wird.
Einen schönen Tag, helle und warme Gedanken wünsche ich Euch!
„Hier geht es nicht um „Teilhabe“…es geht nicht darum, dass Leute AUCH mitmachen dürfen, ihnen ein Platz zugewiesen wird, den sie auch nutzen dürfen. Es geht hier darum, wirklich aktiv miteinander zu komponieren.. und Kunst zu schaffen.“
„Hier ist mein Beruf Musiker.“
Wenn ich diese Musik höre, treibt es mich, hält mich was, schiebt mich was. Auf den letzten Autofahrten habe ich getan, was ich in meiner Wohnung nicht tun kann. Lautstärke aufgedreht bis zum Anschlag – Bässe in voller Kraft, Höhen strapaziert. Welch ein Genuss. Nicht nur einmal kam derweil der Wunsch auf, einen Tanzboden unter mir und drumherum gaaaaaaaaaanz viel Platz zu haben.
Wunderbar, bildreich, bewegend, inspirierend, kraftvoll, sinnlich, beänstigend, beruhigend: GENIAL!
Arstidir bleibt für mich die Entdeckung meines letzten Jahres!
Unterwegs war ich am Freitag, den 13.12.13
60 Stunden ohne Rechner. Hat was!
Wünsche Euch ein wunderbares Wochenende, Muße, der Zeit zu lauschen, Töne zu beobachten und Gelegenheiten, ganz analog MIT Menschen zu sein. 🙂
Laurie Anderson – Excellent Birds Lyrics
Songwriters: Gabriel, Peter / Anderson, Laurie
„excellent birds
flying birds
excellent birds
watch them fly, there they go
falling snow
excellent snow
here it comes, watch it fall
long words
excellent words
I can hear them now
this is the picture, this is the picture
this is the picture, this is the picture
I’m sitting by the window
watching the snow fall
I’m looking out
and I’m moving, turning in time
catching up. moving in
jump up! I can land on my feet. look out!
this is the picture, this is the picture
this is the picture, this is the picture
looking out. watching out
when I see the future I close my eyes
I can see it now
I see pictures of people, rising up
pictures of people, falling down
I see pictures of people
they’re standing on their heads. they’re ready
they’re looking out, look out!
they’re watching out, watch out!
they’re looking out, look out!
they’re watching out, watch out!
I see pictures of people
I see pictures of people“
Excellent Birds lyrics © EMI Music Publishing
Plötzlich ein Sorgenkind: Aus dem Leben einer aufmerksamkeitsgestörten Familie
Anonyma

Schon mit den ersten Seiten des Buches war klar, das lege ich so schnell nicht aus der Hand. Tatsächlich zum Mitfühlen formuliert. So begleitete ich mal das „Sorgenkind“ Lenja, mal die Mutter selbst, mal die kleine Schwester und mal den Vater / Ehemann durch die Wirren der Unerträglichkeiten und badete mit ihnen vorübergehend in dem Meer der Demütigungen. Demütigungen, die nur entstehen, wenn Kinder (und deren Familie) als Symptomträger des Systems in den Diagnostik- und Reparaturapparat geschickt werden.
Das Buch lebt von Lenjas Unglück. Könnte man meinen. Ob aber Lenja nicht mit der Lehrerin klar kommt oder die Lehrerin nicht mit ihr, ob es doch eher die Mutter ist, die die Wirkung dieser toxischen Beziehung auf die Tochter nicht aushält und welche Rolle dem Vater zukommt, der sich nicht einbinden lässt in die Aktionen wider die Ohnmacht und die Teilhabe an Diagnosefindung und Therapieversuchen verweigert: Urteile zu dem Geschehen obliegen ganz allein dem Leser oder der Leserin. Sie ziehen in jedem Fall ein Ticket in ihr privates Kopfkino. Z.B. dann, wenn der kaum stillbare Wunsch deutlich wird, es möge doch bitte einen Schuldigen geben. Die Schule vielleicht oder die Ärzte, die Lehrer, die Erzieher, die Wirtschaft, der Lebensstil, die Gesellschaft oder wenigstens eine Krankheit (wie hier: ADS). Und wenn das Bedürfnis aufkommt, mindestens ein anerkannter Experte möge doch bitte die Entscheidungen der Leidtragenden gut heißen. Oder wenn die Macht der Verantwortung ungleich verteilt scheint, und jeder beteiligte Erwachsene versucht, sie an jemandem anderen zu delegieren.
Anonymas Ringen um die Antwort auf die Frage; „Um was geht es eigentlich?“ ist ein Dokument des Zeitgeistes, der Diagnostik- und Therapieindustrie, der Funktionalisierung von Kindern in Schule, Kindergärten und Familie, für die Haltung und auch oft die Orientierungslosigkeit der Erwachsenen im Umgang mit der individuellen Persönlichkeit der Kinder. Ich bin fasziniert von der Offenheit der Mutter, von ihrem Weg der Gegenwartsbewältigung ihrer Familie zwischen deren Vergangenheiten und Zukunft.
Eines sollte Anonyma heute sicher wissen: Lenja ist eindeutig das schwächste Glied in der Hierarchie von Staat, Schule, Medizin, Eltern, Kind. Wen das nicht zum Nachdenken anhält…
Aufschlussreich vor allem für in dem System befindliche Eltern, Lehrer, Erzieher, Ärzte, Therapeuten, etc…
Unbedingt lesen – und darin den Spiegel für die jeweils eigene Haltung (Geschichte) nicht übersehen.
Aus der Leseprobe:
Deine Kinder sind nicht Deine Kinder…
Plötzlich ein Sorgenkind: Aus dem Leben einer aufmerksamkeitsgestörten Familie
Anonyma
PS: Ich selbst weiß, wie gut das Schreiben tut. Wie viel habe ich im Laufe meines Lebens via Schreiben verarbeitet. So viel begriffen. Mit wie vielen Ereignissen und deren Wirkungen fand ich meinen Frieden via Schreiben. Ich wünsche Anonyma und Lenja, ihrer Schwester und dem Vater (und Mann), dass ein wenig Frieden eingekehrt ist – und alle (etwas mehr) die sein dürfen, die sie sind.
Ich liebe es, vorgelesen zu bekommen. Besonders von Menschen mit herzlichen, tiefen, schönen Stimmen. Wenn mir eine Stimme beosnders gut gefällt, entfleucht mir auch schon mal der Spruch: „Von dem ließe ich mir glatt das Telefonbuch vorlesen.“
Dass das auch auf Liebeslieder zutreffen könnte, darauf wäre ich nicht gekommen. Schöne Idee! Spricht für die Geliebte! Was für ein wunderbarer Song! Wenn ich den Oldman nicht hätte 🙂
Where is the Phonebook?
What’s that over your shoulder?
Fear of getting older
Stay with me.
It ends with a kiss
It ends with a tear
It ends with the lights up
Bathing our fear
Tell me nonsense
I don’t want to see
I saw the lightning cut through the last winter sky of the year
Stay with me
Keep with me…
„ain’t that a relief that
everything and everyone
must grow in opposition to resistance
and contradiction…“
the lyrics you can find here….
http://tinadico.com/music/song/no-time-to-sleep/

Heute kommt Besuch. Welch günstige Gelegenheit, mal wieder ein wenig andere Ordnung in die Stapel zu bringen, die sich da auf meinem Schreibtisch getürmt haben. Während ich Unterlagen aus den letzten Wochen studiere und lediglich zu entscheiden habe, welche ins Altpapier können und welche abgeheftet werden müssen, fällt mir der kleine rote Glasstein auf den Schoß. Rutschte aus den Unterlagen, die ich von der letzten Schiffsreise mitgebracht habe.
Ohne ihn hätte ich mich wohl nicht mehr so zügig an folgende dringliche bis wunderbare Sitaution erinnert: Wir liefen durch die 11 Ave in Mahattan, gen Norden. Es gab einfach nichts, was unserem Wunsch nach einem Kaffee genügt hätte. Als ich allerdings die Not verspürte, den Kaffee, den ich zuvor schon getrunken hatte, wieder loswerden zu müssen, wurde ich mutig. Ich stapfte einfach in das scheinbar teuerste Haus am Platze. Vorgesehen für Anzugträger und chanelös Veranlagte. Ich in Jeans und Turnschuhen, Windjacke und Schal um den Hals.
Die Kellner waren sehr erstaunt. Auf meine freundliche Anfrage, ob ihre „restrooms“ wohl mal nutzen dürfe, antwortete einer: „Normally it`s only for customers.“ Er hielt kurz inne, schaute sich um und fuhr fort. „But I see: You have a problem. So please!“ Er leitete mich dorthin. Und überließ mich dann aber meinem Schicksal. 🙂 He made my day!
Da ich dieses kleine Erlebnis nicht vergessen wollte, hob ich im Badraum einen kleinen roten Glasstein vom Boden auf. Und steckte ihn in meine Hosentasche.
Ich wünschte, ich wüsste den Namen des Restaurants noch. Gerne sagte ich auch ein vieltes Mal Danke.
Und: Diese Art Souveniers sind für mich wunderbare „Storyteller“. 🙂
I lost my innocence over intolerance
All the indignities heaped on the black man
We went to Church they all prayed for the white man
The cops and the preachers were most of ‚em in the clan
What’s a kid s’posed to think
When the adults are all such hypocrites impossibly smug
I have seen enough
I have seen enough of this
Had enough
Quite enough, I swear
The next generation, the Woodstock nation
A little bit flaky but no hesitation
Stop the war it wasn’t worth dyin‘ for
The paranoia of the cold warriors
Arrogant old men with domino theories
Fractured fairy tales tryin‘ to kill me
I’ve seen enough
I have seen enough of this
I have read enough
History to see right through this
You got outcast, upset people you never met
Locked in the basement
Hot wired to the net, isolated, infuriated
The punchline to the joke is how they are gonna smoke
Every last stuck up snob ever dissed them
Look in their eyes how could you miss them?
Ain’t you seen enough?
I have seen enough of this
I’ve had quite enough
Seen enough
[Incomprehensible]
We got dead eyed, dead drunk, dead stupid, cyberpunks
Fed up killer geeks, Gigabyte Meth freaks
Home alone in a world of their own
Up all night in the thick of the fight
Fantasy combat, veteran psychos
Removed from reality by silicone diodes
Seen enough
I have seen enough of this
Have you read enough
Son, you don’t know nothin‘ about it
You got power book potentates, pointedly obviate
Every opinion they have about anything
Even if they don’t know shit, stay in the limelight
Got your own website, got all the answers
Ain’t got a lick of sense
Practicing psychiatry without a license
Ain’t you seen enough
Had enough of this
I have had enough
Ain’t it bad enough for you yet
So, you got overfed talking heads on television
Ignoring the obvious with pained expressions
Ask the ones that sell the damn guns
By the truckload every day fast as they can make ‚em
What’s a kid s’posed to think
When the adults refuse all accountability when they fuck up
Ain’t you seen enough
Ain’t you had enough of this
Goddamn tired enough
Have we done enough about this?
I have seen enough
Songwriters
STILLS
Published by
Lyrics © Sony/ATV Music Publishing LLC
Existenzielle Fragen an eine(r) Bank
„Braucht Jugend Arbeit?“
Wieso sollte sie keine brauchen?
Ich fände es ganz gut, wenn Arbeit da wäre. Noch besser fände ich, wenn die Jugendlichen Spaß daran hätten, welche zu finden. Und noch idealer wäre, sie fänden eine, die ihnen Spaß machte UND mit der sie ihren Lebensunterhalt sichern könnten. Illusorisch?
Über die Bank(en) mag ich gerade gar nicht nachdenken. Zur aktuellen Lage der Recherchen gegen die und in den Bankhäusern haben die Netzfrauen sich ausgiebig geäußert. Danke dafür!
„Die menschliche Intelligenz hat sich an das schwache Kerzenlicht gewöhnt und erträgt es nicht mehr, in das Licht der Sonne zu blicken.“ Khalil Gibran
Ich befasse mich mal wieder mit einem Interview zum Thema: Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Diesmal geht es um Familien, die nicht „einfach nur“ Kinder haben, sondern sich der Herausforderung stellen, die Bedürfnisse der Familie durch ein schwerstpflegebedürftiges Kind „mitzubedenken, zu händeln, zu verwalten, zu organisieren“.
Bei der Lektüre der gegebenen Antworten packte mich die Frage: Wieso klingt das alles so moderat, fast unbeteiligt, wenn „Betroffene“ beschreiben, wie sie das mehr oder weniger erfolgreich stemmen? Fast wirkt es, als seien „sie gut erzogen“ und wollten niemanden behelligen mit den emtionalen Wirkungen eines solchen Lebens.
Es gibt sicher viele Erklärungen.
Doch in dem Lied: Beifahrer der Belanglosigkeit ist für mich am treffendsten formuliert, was Menschen so aushalten, wie sie einander „schonen“ , etc.
„Ein schneller Händedruck ein Gruss sag locker: CU
He did it his way and thats the way we do
Ein Blick, der nichts bedeutet, ein Kaffee noch Stehn
Man schickt ein leeres Lächeln im Vorüber gehn
Um die Augen unterdrückt noch ein Muskel, eine Regung
Wir müssen wieder weiter bleiben immer in Bewegung
Ein paar junge starke Krieger stehn versprengt am Horizont
Und sehnen sich vergeblich nach einer klaren Front
Denn ein bisschen Selbstentfaltung, partielle Selbstgestaltung
Ist doch unser gutes Recht auf menschlich-artgerechte Haltung
Auch wenn die eigne Sehnsucht aus dem Herzen emigriert
Nein, ich hab keine Zweifel ich bin super motiviert.
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr
Was sollen wir bekämpfen, und was noch kritisiern
Kritik ist oft auch nur ein Weg um Verantwortung zu delegiern
Lass die Unersättlichen nach ihren Perlen tauchen
Wir haben doch im Grunde alles, alles was wir brauchen
Ein bisschen Sehnsucht zum verpfänden und ein paar Taten an den Händen
Die schmutzig machen
Auf dem Dach erhängte Klagen und ein paar verdrängte Fragen
Die stutzig machen
Ne Handvoll Treibsand fürs Getriebe und ein halbes Kilo Liebe
zum selber Mischen
ein Stück Mut mit Schweissschutzbrille und ne Packung freier Wille
zum Arschauswischen
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr
Unsre Vorsicht ist das letzte bisschen Rest von unsrem Spürsinn
Ich signalisier, dass ich eventuell „dafür bin
Wenn wir das „wohin ungenauer definiern
Schliesslich will man sich doch nicht durch Bedingungen blockiern!
Selbst ein guter alter Freund, der im Strom der Jahre abtreibt
Ist doch nichts als ein Betrag, den man von der Steuer abschreibt
Ja, wir waren einmal eng, und die Erinnerung ist schön
Aber irgendwann muss jeder wieder seine Wege gehen
Denn das ist unser Los.
Und das ist unsere kleine Zeit.
Und wir haben eben Angst vor jeglicher Verbindlichkeit
Wenn ich eine Gruppe wär, dann würde ich was schrein
Doch in meinem Pass steht: „Du bist ganz allein
Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibts kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr.“
Ratlos liebe ich einfach weiter – und schaue weiter mutig ins Licht der Sonne.
Eine Antwort dazu hätte ich gern von Matthias Schranner persönlich gehabt. Zum zweiten Mal habe ich gestern versucht, ein Interview mit ihm zu bekommen.
Matthias Schranner war als Verhandlungsführer und Ausbilder im Ministerium des Inneren für Verhandlungen mit Geiselnehmern und Bankräubern verantwortlich. Heute unterstützt und begleitet er als Berater die UN, globale Unternehmen und politische Parteien. Gestern Abend war Matthias Schranner zu Gast bei 3sat Kulturzeit und sprach mit Cécile Schortmann über die aktuellen Koalitionsverhandlungen in Berlin:
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=40159
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Seine Empfehlungen begleiten mich schon sehr lange. Nur deshalb wage ich, seine Literatur zu empfehlen, ohne die Neuerscheinung bereits gelesen zu haben. Das letzte Buch „Faule Kompromisse“ hatte mich besonders im Hinblick auf die Wahlen „gepackt“.
Heute fragte ich in ihn gerne: „Die Große Koalition – Geiselnahme oder Fauler Kompromiss?“
Dass Dieter Hildebrandt sterben könnte, hatte ich verdrängt. Konnte gar nicht so recht reagieren. Nach einer ausgiebigen Schleppschaltung ist es dann auch bei mir gelandet. Auch er ist nun tot. Alle bekannten Zitate sind bereits erwähnt, gepostet und verarbeitet worden.
Gefühlt hat er mich mein ganzes Leben begleitet. Als ich geboren wurde, war er schon mit verschiedenen Programmen unterwegs. Von „Bette sich wer kann“ (1958) – bis „störsender.tv( seit 2012) : Von allem habe ich mitbekommen. Nicht, dass ich alles gesehen hätte – aber die Wirkung war spürbar. Er war doch immer da, mal lauter, mal leiser, mal wichtiger für mich, mal relevanter, aber einfach immer da. Er hat sich immer des Lebens bedient, vor allem des Lebens hinter den Kulissen. War immer spitzfindig, pingelig und hat Geschehnisse hochgerechnet. Oft auch abgrechnet – mit der Politik, der Gesellschaft, der Kirche. Das von ihm wird bleiben. Zumindest für mich. Schon eine Art Vaterfigur (für mich) – das kann ich nicht leugnen.
Leise sage ich DANKE an Dieter Hildebrandt. Ruhe in Frieden – oder – Misch den Himmel auf! 🙂
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Für jeden Anfang braucht es ein wenig Kühnheit. Und den festen Glauben, dass ohne Risiko keine Änderung eintritt.
Unsere Regierung riskiert aber gerade eine Menge. Sie versucht mit allen Mittel quantitives Wachstum zu provozieren. Inzwischen aber mit so billigen Mittel, dass in jedem der Wunsch wachsen könnte, trotzig zu werden.
Ich weiß, dass nicht jeder so tickt. Wenn ich mir aber bewusst mche, dass auch nur das kleinste Rädchen an einer mechanischen Uhr das Werk derselben zum Stillstand bringen kann, kommt mir in den Sinn: Ich verweigerte mich gern mal der „Mutti“, lehrte gern den „Papi“ mal das Fürchten. Oder so.
Es wird lanciert, dass die Autoindustrie drohe, bei wahrwerdender Frauenquote in Deutschland ihre Produktion ins Ausland zu verlegen. Obendrauf wird getratscht, dass CDU und SPD jedem Schüler in Deutschland ein „mobiles Endgerät“ zur Verfügung stellen wollen.
Solche Nachrichten, von wem auch immer lanciert, zeigen mir nur, was ich selbst denen inzwischen alles zutraue. Ob sie wahr ist oder nicht: Mein Misstrauen wächst in das, was die „Mutti“ da oben alles mit sich machen lässt und wen für ihre eigenen Ziele sie zu funktionalisieren oder auch zu missbrauchen bereit ist.
Da bekommt eine Werbebotschaft wie diese ( entdeckt auf einem Bus in Miami) ein richtiges „Geschmäckle“.
Wenn ich an ihrer Stelle so etwas andächte, müsste ich mächtig Angst haben.
Neugierig bin ich ja schon, von was die Kanzlerin so (an)getrieben ist. #herumrätsel
Oder ist es gar schon zu wagemutig, sich dafür zu interessieren?
Eines weiß ich allerdings ganz sicher: Ich werde auch die Wirkung ihrer Aktionen, Reaktionen und Unterlassungen nicht besser aushalten können, nur weil ich es weiß. 🙂